Steckbrief: China im Überblick – die wichtigsten Informationen über das asiatische Land

15 Minuten Lesezeit


Die Chinesen nennen ihr eigenes Land Zhongguo (offizieller Name: Zhonghua Renmin Gongheguo). In der restlichen Welt ist es unter dem Namen „Volksrepublik
China“ oder kurz „China“ bekannt. Das Wort China gibt es im chinesischen selbst nicht. Der Name China leitet sich wahrscheinlich von dem alten chinesischen Wort Qin ab, dem Namen des chinesischen Fürstentums, aus dem die Qin-Dynastie (221 – 207. v. Chr.) hervorging. Über mehrere Stationen und Sprachen gelangte die Bezeichnung Qin entlang der Seidenstraße bis nach Europa. Im Deutschen kann sie recht gut mit „Reich der Mitte“ übersetzt werden.

Fläche:

Die Fläche Chinas beträgt 9.597.985 Quadratkilometer. Es ist damit etwa so groß wie die USA. Die Ausdehnung Chinas von Norden nach Süden beträgt 4500 Kilometer; die Ost-West-Ausdehnung 4200 Kilometer. Die Küstenlänge aller Seegrenzen Chinas beläuft sich auf 14.500 Kilometer. Das Staatsgebiet gliedert sich in 22 Provinzen, fünf autonome Gebiete, vier regierungsunmittelbare Städte und zwei Sonderverwaltungszonen.

Hauptstadt:

Peking (Beijing)

Einwohnerzahl:

1,321 Milliarden (Stand: Juli 2007) – damit ist China das meistbevölkerte Land der Erde

Bevölkerungsdichte:

Die Bevölkerungsdichte Chinas liegt bei 135 Einwohnern pro Quadratkilometer. Diese Zahl für sich ist nicht besonders hoch, ist aber auch stark irreführend. Westchina etwa weist eine geringe Bevölkerung auf großem Territorium auf. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in den Küstenregionen, insbesondere im Osten des Landes. Dort befinden sich die großen Metropolen.

Bevölkerung:

Knapp 92 Prozent der Bevölkerung stellen die Han-Chinesen dar. Dennoch gehören den 55 ethnischen Minderheiten („Nationalitäten“) zusammen weit über 100 Millionen Menschen an.
Interview mit Kangfei Di, damals Direktor des Fremdenverkehrsamtes der VR China in Deutschland, über den Tourismus im Reich der Mitte. Besucher aus Deutschland sind sowohl als Gruppen- als auch Individualreisende und Rucksacktouristen willkommen. Wer alleine durchs Land reist, sollte allerdings einige Brocken Chinesisch können, empfiehlt Kangfei Di.

Geographie:

China grenzt, wie kein anderer Staat, an 14 Nachbarländer: Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei und Nordkorea. China grenzt im Osten und Südosten an das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer China. Im Süden, Südwesten, Westen und Nordwesten bilden hohe Bergmassive (Himalaya, Tianshan, Pamir) die Grenze. Den Norden Chinas prägen Steppen und Wüsten.

Wichtigste Flüsse sind der Jangtsekiang (auch Changjiang = langer Fluss) und der Gelbe Fluss (Huáng Hé), daneben Lancangfluss (Mekong), Perlfluss, Brahmaputra und Amur.
Chinas geographische Besonderheit sind seine zahlreichen Gebirgsketten. Von der gesamten Landfläche machen Gebirge, Hochplateaus und Hügellandschaften zwei Drittel aus.

Chinas Landesoberfläche sieht wie eine Treppe aus, die von Westen nach Osten Stufe für Stufe abfällt. Die höchste Stufe ist das Qinghai-Tibet-Plateau, das im Durchschnitt mehr als 4000 Meter über dem Meeresspiegel liegt und als das „Dach der Welt“ bezeichnet wird. Besonderes Highlight in China ist der Hauptgipfel „Chomolungma“ des Mount Everest. Mit 8848,14 Metern ist er der höchste Gipfel der Welt.

Geschichte:

China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Menschheit. Schriftliche Aufzeichnungen sind über 3.500 Jahre alt. Das Kaiserreich China, 221 v. Chr. von Kaiser Qín Shǐhuáng gegründet, überdauerte mehr als 2000 Jahre. Zwölf Dynastien herrschten während dieser Zeit. Am 1. Januar 1912 rief Sun Yatsen die Republik China aus. 1917 wurde China durch die Erklärung des U-Boot-Kriegs durch das Deutsche Reich in den Ersten Weltkrieg einbezogen, in dem es den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn den Krieg erklärte. China entsandte jedoch keine Truppen nach Europa.

Im Juli 1937 startet Japan mit einem Angriff auf Nordchina den Aggressionskrieg gegen China, woraufhin die chinesische Regierung eine Erklärung zum Widerstandkrieg veröffentlichte. Dies war der Beginn des antifaschistischen Krieges der Welt. Der Krieg endete im Jahr 1945. Nach der Sowjetunion hatte China im Zweiten Weltkrieg die zweitgrößte Opferzahl aller beteiligten Nationen zu verzeichnen. Die Volksrepublik China wurde am 1.Oktober 1949 ausgerufen. Die neue Regierung übernahm schnell die Kontrolle über das von jahrzehntelang von Kriegen heimgesuchte Land.


Weitere Reise-Inspirationen für China:


Wirtschaft:

Es ist die viertgrößte Volkswirtschaft und die drittgrößte Handelsnation. Mit über 1.400 Milliarden US-Dollar hat sie weltweit die höchsten Devisenreserven. So ist China eine ernstzunehmende Größe in der Weltwirtschaft und die neben Japan entscheidende Wirtschaftsmacht in der Region geworden.

Währung:

Renminbi (internationale Abkürzung: CNY oder RMB, das Symbol ist ¥.). Die Einheiten der Währung sind Yuan, Jiao, und Fen. Ein Yuan entspricht 10 Jiao bzw. 100 Fen. Wechselkurs: 1 EUR = 9,26 CNY (Stand: 1.März 2010) Es wird empfohlen, Geld in Form von Reiseschecks mitzunehmen. Sowohl Reiseschecks in Euro oder US-Dollar werden akzeptiert. Mit Kredit- oder EC-Karten kann man an Bankautomaten Geld abheben. In guten internationalen Hotels kann man ebenfalls mit Kreditkarte bezahlen.

Staatsform:

China verfügt über ein Einparteiensystem. Das sozialistische Marktwirtschafts- und Staatssystem ist in der Verfassung der Volksrepublik China verankert. Das höchste Staatsorgan ist der Nationale Volkskongress, das Parlament der Volksrepublik China. Er wählt den Staatspräsidenten, den Staatsrat (die Regierung der Volksrepublik China), den Obersten Volksgerichtshof, die Zentrale Militärkommission und die Oberste Staatsanwaltschaft. Die Wahl des Nationalen Volkskongresses erfolgt unter der Leitung des Ständigen Ausschusses. Das heißt, die Bevölkerung wählt die Volkskongresse der untersten Ebene direkt, die dann die Abgeordneten der nächsthöheren Ebene bis zum Nationalen Volkskongress wählen. Der Nationale Volkskongress wird auf fünf Jahre gewählt.

Nationalfeiertag:

1. Oktober (Gründung der Volksrepublik China)

Traditionelle Chinesische Feiertage:

Frühlingsfest

Das Frühlingsfest ist das größte traditionelle Fest in China. Es dauert vom 23.12. bis zum 15.1. des Mondkalenders. Höhepunkte sind der „Silversterabend“ und der Neujahrstag.

Laternenfest

15.1. des chinesischen Mondkalenders. Zu den Hauptaktivitäten des Laternenfestes zählen das Essen einer Suppe mit süßen Reismehlbällchen, die Laternenbesichtigung sowei die Drachen- und Löwentänze.

Qingming-Fest

Um den 5.4. Menschen verehren ihre Vorfahen und besuchen deren Gräber.

Drachenbootfest

Am 5.5. wird des patriotischen Dichters Quyuan gedacht. Zu den traditionellen Veranstaltungen gehören Reisknödelessen, das Drachenbootrennen und das Trinken von Realgar-Wein.

Qiqiao-Fest

Am 7.7. des chinesischen Mondkalenders. Der „Chinesische Valentinstag“ geht auf die chinesische Sage vom „Webermädchen und dem Kuhhirten“ zurück.

Mittherbstfest

Vollmond im achten Monat des chinesischen Mondkalender. Das Mondfest ist ein Tag für ein Familientreffen. Es ist Brauch, an diesem Tag den Mond und die Gezeiten zu beobachten, und Mondkuchen zu essen.

Der „Doppelneunte Tag“

Am 9.9. des chinesischen Mondkalenders. Die „Doppelneun“ ist einer der vier traditionellen Feiertage für die Ahnenverehrung. Dabei ist ein besonderer Brauch, von hochgelegenen Plätzen aus die Fernsicht zu genießen.

Religion:

China ist offiziell ein atheistischer Staat. Es gibt keine offiziellen Statistiken über Religionszugehörigkeit. Verbreitete Religionen sind Buddhismus, Daoismus, Islam, Christentum und Lamaismus (in Tibet und der inneren Mongolei). Außerdem ist der Einfluss des alten chinesischen Volksglaubens groß. Vor allem der Konfuzianismus, eher Sozialethik als Religion, beeinflusst die moralischen Verhaltensweisen der Chinesen.


Weitere Länderinformation in Kürze:


Flora und Fauna:

China zählt zu den Ländern mit den meisten Pflanzenressourcen. Allein an höheren Pflanzen gibt es über 32.000 Arten. Fast alle Pflanzenarten der nördlichen Hemisphäre trifft man in China. Es gibt über 2000 essbare Pflanzenarten und mehr als 3000, die medizinisch verwertet werden können.

China ist auch eines der Länder mit den meisten Tierarten. Allein seine Wirbeltiere zählen 6266 Arten, rund 10 Prozent des gesamten Artenbestandes der Welt. Zu den nur in China lebenden seltenen Tierarten gehören unter anderem der Große Panda, der Stumpfnasenaffe, der Südchinesische Tiger und der China-Alligator.

UNESCO-Geoparks:

Die UNESCO hat kürzlich zwei neue chinesische Stätten in die Liste der globalen Geoparks aufgenommen – den Guangwushan-Nuoshuihe-Geopark in der Provinz Sichuan und den Huanggang-Dabieshan-Geopark in der Provinz Hubei. Der UNESCO zufolge stellen die Parks beeindruckend die „Vielfalt der Geologie des Planeten“ dar. Damit gibt es aktuell 37 anerkannte globale Geoparks in China.

Liste der Geoparks in der Volksrepublik China bei Wikipedia.

Gegenwärtig gibt es 140 Globale Geoparks der UNESCO in 38 Ländern und Regionen.

Klima:

Das Klima Chinas ist mit 18 verschiedenen Klimazonen sehr vielfältig: Im Westen, Norden und Nordosten herrscht ausgeprägtes Kontinentalklima mit sehr kalten Wintern und heißen Sommern. Im Süden ist das Klima hingegen subtropisch bis tropisch. Die beste Reisezeit für die meisten Regionen sind die Monate April bis Mitte Juni und von September bis Mitte November.

Sehenswürdigkeiten:

Zentralchina

Henan – Berg Songshan

Mit seiner majestätischen und steilaufregenden Erscheinung ist der Berg Songshan seit jeher als „Zhonggyue“ (Zentralberg) bekannt. Der Shaolin-Tempel, Ursprung der Chan-(Zen-) Schule des chinesischen Buddhismus und der Shaolin-Kampfkunsttechnik, ist die Hauptattraktion am Berg Songshan.

Das Shaolin-Kung Fu zieht viele Besucher aus dem In- und Ausland an.

Hubei und Chongqing – die Drei Schluchten

Die Drei Schluchten beginnen im Westen bei Baidicheng im Kreis Fengjie, Chongqing und erreichen den Nanjing-Pass im Osten bei Yichang, Hubei. Die Schluchten erstrecken sich über eine Länge von 193 Kilometern und verfügen über ganz besondere Landschaftsformen und bieten unvergleichliche Anblicke. Besonders die kleinen Drei Schluchten, der Drei-Schluchten-Damm und die Drei-Schluchten-Dörfer in Chongqing sind bemerkenswert. Der Drei-Schluchten-Staudamm ist der weltweit größte Wasserspeicher.

Hunan – Zhangjiajie

Wegen seiner magischen Landschaftsformen und der ursprünglichen Ökosysteme wird Zhangjiajie als „Labyrinth der Natur“ bezeichnet. Die drei Hauptattraktionen sind der Zhangjiajie Nationalwaldpark, das Suoxi-Tal und Berg des Himmelssohns.

Im August 2016 wurde in dem Park die mit 430 Metern bis dato längste und mit bis zu 300 Metern Abstand zum Erdboden auch höchste Glasbodenbrücke der Welt eröffnet. Die Hängebrücke trägt 800 Menschen zugleich und ist konzipiert täglich 8000 Touristen queren zu lassen, ihre 99 Glaspanele sind sechs Meter breit. Fast gleichzeitig wurde ein gläserner Pfad eröffnet, der sich in der Höhe um einen steil aufragenden Felsen in den Tianmen-Bergen schlängelt.

Nordchina

Peking

Chinas Hauptstadt Peking (Beijing) überrascht mit Dynamik. Zwischen modernsten Gebäuden und in den Himmel ragenden Wolkenkratzern befinden sich prachtvolle Tempel und glanzvolle Überreste aus der Kaiserzeit. Beijing war über 1000 Jahre Schauplatz der Geschichte des chinesischen Kaiserreichs und somit schlägt dort bis heute das geistige und politische Herz des Landes. In Peking finden sich sechs UNESCO-Welterbestätten sowie zahlreiche historische und kulturelle Relikte. U.a. der Kaiserpalast oder Gugong, besser bekannt als die Verbotene Stadt, der Himmelstempel und der Neue Kauserpalast.

Nur ein wenig nördlich von Peking findet man die wohl bedeutendste Attraktion Chinas: die Große Mauer. (Auf der Chinesischen Mauer können Sie sogar übernachten.) Von Shanhaiguan am Gelben Meer bis nach Jiayuguan in der Wüste Gobi erstreckt sich das erst kürzlich zu einem der neuen sieben Weltwunder gewählte Bauwerk.

Tianjin

Tianjin ist der größte Hafen in Nordchina. Die Stadt kombiniert chninesische Leebnsart mit westlicher Kolonialarchitektur. Zu den bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten gehören die Alt-Tianjiner Straße (Jinmenguli), die italienische Straße, das Tianjin-Auge und die Fünf Alleen.

Shanxi – Pingyao

Die alte Stadt Pingyao ist eine Kreisstadt, die in Übereinstimmung mit traditionellen Gestaltung und Planung der Han-Chinesen gebaut ist. Pingyao verfügt über ein Stadbild, das typisch war für die Zeit zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Es ist UNESCO-Weltkulturerbe.

Nordostchina

Heilongjiang – Harbin

Harbin ist einer der Urspungsorte der globalen Eiskunst. Das Eis- und Schneefestival findet jedes Jahr statt und ist die größte touristische Attraktion mit zahlreichen Kunstwerken und umfangreichen Unterhaltungsveranstaltungen.

Laoning – Dalian

Dalian liegt an den Küsten des Gelben und des Bohai-Meeres ud ist seit langem als die „Stadt der Romantik“ bekannt. Es ist auch ein beliebtes Touristenziel und liegt in einer reizvollen Landschaft. Umgeben von Bergen und Meer herrscht ein mildes Klima in dem Urlaubsparadies.

Ein weiterer Höhepunkt und ein Muss jeder Chinareise ist der Besuch der Terrakotta-Armee. Unweit von Xi’an bewachen die Kriegerfiguren das Grab von Qin Shi Huang. Für Kulturliebhaber geht die Reise weiter zu den Longmen-Grotten, Weltkulturerbe der UNESCO und eine spektakuläre Galerie buddhistischer Skulpturen und Reliefs. Im Laufe der Zeit sind 1350 Grotten, 750 Nischen und 40 Pagoden aus den steilen Kalksteinklippen am Rande des Gelben Flusses herausgemeißelt worden, die 110 000 Statuen enthalten.

Wer Natur pur erleben will, darf einen Abstecher zur etwa 70 Kilometer nördlich von Lijiang gelegenen Tigersprungschlucht nicht verpassen. Hier bahnt sich der obere Yangzi seinen Weg durch die Schlucht. Diese ist stellenweise so schmal, dass der Legende nach einst ein Tiger seinen Verfolgern entwischte, indem er einfach auf die andere Seite sprang. Die Schlucht liegt auf 2500 Metern und gilt als tiefste der Welt.

Abgerundet wird die Chinareise durch die wohl außergewöhnlichsten Städte Ostasiens: Hongkong und Shanghai. Sie sind Schatzkammern traditioneller chinesischer Kultur und die wichtigsten Wirtschaftsstandorte des pazifischen Raumes. Überbleibsel aus der Kolonialzeit paaren sich mit großartigen modernen Stadtlandschaften aus Wolkenkratzern.

China besitzt 52 UNESCO-Welterbestätten (Auflistung bei Wikipedia)

Essen und Trinken:

Die chinesische Küche ist weltweit für ihre Vielfalt bekannt. Die Mahlzeiten werden oft mit gedünstetem Reis serviert. Zu den Spezialitäten gehört Dim Sum, gedünstete Häppchen in kleinen Bambuskörbchen, die auf  Teewagen durch das Restaurant geschoben werden, von denen sich der Gast bedienen kann. Die Peking-Ente ist weltweit bekannt. Im Allgemeinen unterscheidet die chinesische Küche vier Arten: Guangdong, Shandong, Sichuan und Huai-Yang.

Guangdong-Speisen zeichnen sich durch erlesene Zutaten und feinen Geschmack aus. Sie sind in erster Linie für ihre reichen Zutaten bekannt. Außer Fischen und Garnelen isst man hier auch Fleisch, Schlangen und Vögel.

Shandong-Speisen haben eine große Auswahl von Zutaten, die meistens geschmort, gebraten oder fritiert werden. Besonders bekannt sind die Suppen.
Meeresprodukte wie Seegurken, Garnelen, Abalonen, Muscheln und Krabben sind pikante Zutaten des Essens. Die Sichuan-Speisen zeichnen sich besonders durch ihre Schärfe aus.

Das Nationalgetränk der Chinesen ist seit über zwei Jahrtausenden der Tee.

Ortszeit:

MEZ + 7 Stunden (Winterzeit), + 6 Stunden (Sommerzeit)

Anreise:

Air China, China Eastern Airlines, Hainan Airlines und Lufthansa bieten täglich Direktflüge von München und Frankfurt nach Peking oder Shanghai an. Von dort können Reisende zu über 100 innerchinesischen Städten weiterfliegen. Wer Zeit hat kann China auch auf den Landweg per Bahn erreichen. Viele der chinesischen Eisenbahnen haben 1. Klasse Abteile. Beliebte Einreisemöglichkeit von Europa ist der Trans-Sibirien Express, dieser fährt von Moskau nach Peking.

Einreise/Visum:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für China einen gültigen Reisepass und ein Visum. Alle Visa-Einreichungen müssen durch den Konsularprovider Chinese Visa Application Service Center (CVASC) erfolgen. Lediglich die Annahme von Visa-Anträgen für die Diplomaten- und Servicevisa und die Visa für Hongkong und Macao wird weiterhin direkt bei den Konsulaten erfolgen.

Für das Visum brauchen Sie ein neueres Passfoto und einen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit. Von Antragstellern, deren Reisepässe nach dem 1. Januar 2014 ausgestellt wurden, wird teilweise für den Visumantrag die Vorlage auch des vorherigen, abgelaufenen Reisepasses zusammen mit dem jetzigen Reisepass verlangt.

Die Visagebühr beträgt für die einfache als auch für die mehrfache Einreise 60 Euro. Hinzu kommt die Servicegebühr des China Visa Application Service Center von 65,45 Euro. Wählen Sie den Postweg, wird eine Service-Gebühr in Höhe von 101,14 Euro erhoben. Das Visum kostet dann insgesamt 161,15 Euro. Das Visum bekommen Sie in vier Arbeitstagen. Nach Hongkong und Macau können deutsche Staatsangehörige visafrei einreisen.

Folgende Städte und Regionen bieten einen 72-stündigen visafreien Aufenthalt an, wenn die Gäste einen internationalen Weiterflug vorzeigen können: Peking, Chengdu, Chongqing, Changsha , Dalian, Guangzhou, Guilin, Hangzhou, Harbin, Kunming, Nanjing, Qingdao, Shanghai , Shenyang, Tianjin, Wuhan, Xian und Xiamen.

In Shanghai und den benachbarten Provinzen Jiangsu und Zhejiang besteht zudem die Möglichkeit, 144 Stunden (6 Tage) visafrei einzureisen. Voraussetzung ist, wie bei der 72-Stunden-Regelung, ein Weiterflugticket in ein Drittland und ein gültiger Reisepass.

Kreuzfahrt-Passagiere können in Shanghai bis zu 15 Tage visafrei einreisen, wenn sie den Hafen wieder mit demselben Schiff wieder verlassen.

Hainan, eine Provinz im Süden Chinas, die aus verschiedenen Inseln besteht mit der gleichnamigen Insel, bietet auch für Individualreisende für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen Visafreiheit, teilte die Hainan Tourism Development Commission mit. Reisende müssen spätestens 48 Stunden vor Eintreffen die Einreiseformalitäten über ein akkreditiertes Reisebüro in Hainan einleiten.

Danach können Gruppen- und Individualreisende aus 59 Ländern, dazu gehören Russland, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den USA, wenn ihre Touren durch Reisebüros gebucht wurden, visafrei nach Hainan einreisen und sich dort bis zu 30 Tagen aufhalten.

Alle Ausländer sind verpflichtet, auch die visafrei einreisen, sich nach jeder Einreise innerhalb von 24 Stunden bei dem für ihren Wohnort zuständigen Public Security Bureau (Entry-Exit-Administration) anzumelden. Bei Unterbringung in einem Hotel übernimmt das Hotel in der Regel die Anmeldung.

Das Auswärtige Amt teilte mit, dass es in einigen wenigen Fällen zur Zurückweisung an der Grenze gekommen sei. Auf Rückfragen des Außenministerium äußerten sich die chinesischen Behörden nicht über die Abweisungsgründe. Reisende berichteten, dass türkische, irakische oder pakistanische Visa oder Einreisestempel im Pass der Grund für die Zurückweisung seien.

Weitere Informationen über Visa-Angelegenheiten finden Sie auf der Seite von China Tourism.

Impfungen:

China verlangt keinerlei Pflichtimpfungen. Ein grundsätzlicher Schutz gegen Tetanus, Diphtherie und Polio ist dennoch zu empfehlen. Bei Reisen in bestimmte Regionen Chinas sollte man sich vorher noch einmal genauer informieren. Die Ostküste stellt keine besondere Gefahr dar.

FAQ-Videos des Chinesischen Fremdenverkehrsamtes

Auf der Website des Fremdenverkehrsamtes der VR China finden Sie Videos, in denen häufig gestellte Fragen über Chinareisen beantwortet werden. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem Fremdenverkehrsamt und großen deutschen Reiseveranstaltern. Die Videos sind etwas „hausbacken“ produziert, erhalten aber nützliche Tipps.

Die Fragen „Wie beantrage ich mein Visum“, „Was ist die beste Reisezeit?“, „Was sind die Must-Sees?“, „Ist es möglich sich zurechtzufinden auch ohne Chinesisch zu sprechen?“ und „Wie sicher ist es in China zu reisen?“ werden von China-Experten in den ca. 3-minütigen Videos beantwortet.
Die ersten fünf Videos wurden zusammen mit den Reiseveranstaltern Bavaria Fernreisen, China Tours Hamburg, DER Touristik, Gebeco und Ikarus produziert. Für die Zukunft ist die Veröffentlichung weiterer Videos geplant.

https://www.china-tourism.de/videos/

(Quelle: Fremdenverkehrsamt der VR China / eigene Recherche)

Titelbild / Chinas Touristenattraktion Nummer eins: die Chinesische Mauer, auch Große Mauer genannt. Was Masse und Volumen betrifft, gilt die chinesische Mauer als das größte Bauwerk der Welt. / Foto: FVA China


Das könnte Sie auch interessieren:

Faszination China – Reisen durch Vergangenheit und Moderne

Chinareise: Mythos und Tradition