Tahiti im Überblick: Fast Facts – ein Steckbrief

Französisch-Polynesien liegt etwa 17.000 km von Europa entfernt im Herzen der Südsee und besteht aus insgesamt 118 Inseln und Atollen. Diese erstrecken sich über ein Meeresgebiet von vier Millionen Quadratkilometern, was ungefähr der Fläche Westeuropas entspricht. Die Fläche aller Inseln und Atolle zusammengefügt wäre nicht viel größer als Mallorca. Die 118 Inseln verteilen sich auf fünf unterschiedliche Archipele: Gesellschaftsinseln, Tuamotu-Archipel, Marquesas-Inseln, Austral-Inseln, Gambier-Inseln. Die nördlichsten Inseln liegen auf etwa 5° südlicher Breite, die südlichsten auf etwa 23° südlicher Breite. Von diesem zu Frankreich gehörenden Überseeterritorium kennt man oft nur die legendären Inseln Tahiti (Archipel der Gesellschaftsinseln, Inseln über dem Wind) und Bora Bora (Inseln unter dem Wind). Doch jeder Archipel besitzt einen ganz eigenen Charakter bezüglich Geographischer Lage, Klima, Geologie, Wirtschaft und Kultur.

Die Einwohner von Tahiti und ihren Inseln (245.405) bestehen zu 83 Prozent aus Polynesiern, zu 12 Prozent aus Europäern (meistens Franzosen) und zu fünf Prozent aus Chinesen, die gegen Endes des 19. Jahrhundert einwanderten. 75 Prozent der Bevölkerung wohnt auf den Inseln Tahiti und Moorea. In der Haupstadt Papeete und dessen Einzugsbereich leben allein 127.600 Einwohner. Französisch und Tahitianisch sind die beiden offiziellen Sprachen in Französisch Polynesien. In Gegenden, die von Touristen besucht werden, wird häufig Englisch gesprochen.

Die fünf Archipele

Die Gesellschaftsinseln bilden den Hauptarchipel Französisch-Polynesiens. Sie umfassen gebirgige, üppig bewachsene Vulkaninseln, die im Schutz vorgelagerter Korallenriffe liegen. Die meistbesuchten Inseln sind Tahiti, Moorea, Bora Bora, Raiatea, Tahaa, Huahine und Maupiti. Die Haupstadt Papeete auf der Insel Tahiti ist politisches und wirtschaftliches Zentrum des Landes.

Die Gesellschaftsinseln bestehen aus insgesamt 13 gebirgigen Vulkaninseln – den windzugewandten östlichen und den windabgewandten westlichen Inseln – die im Schutz vorgelagerter Korallenriffe liegen.

Tahiti ist die größte und bedeutendste aller polynesischen Inseln mit ihrer Hauptstadt Papeete, die zugleich Verwaltungssitz ist. Tahiti besteht aus zwei mächtigen Vulkanmassiven: das große, über 2000 m hohe, in Wolken gehüllte Gebirgsmassiv des Orohena im Zentrum von Tahiti Nui, und das kleinere mit dem 1300 m hohen Mairenui in der Mitte von Tahiti Iti. Die beiden durch die Landenge von Taravao verbundenen Halbinseln erinnern an einen smaragdgrünen Kometen im türkisfarbenen Hof ihrer schmalen Lagune.

Zum Archipel der Gesellschaftsinseln gehören außerdem das nur 17 km von Tahiti durch einen tiefen Meeresarm getrennte Moorea mit seinen hoch aufragenden Vulkangipfeln, die sich im ruhigen Wasser der Lagune widerspiegeln, sowie Huahine, eine zauberhafte, wilde, 175 Kilometer nordwestlich von Tahiti gelegene Insel, geheimnisvoll mit ihren noch sehr lebendigen Traditionen.

Das in einer gemeinsamen Lagune liegende Inselpaar Raiatea und Taha’a, heilige Inseln mit fruchtbaren Tälern und einem herrlichen Wassersportgebiet.

Die berühmte Insel Bora Bora, die sich über die fischreichen, unwirklich schönen Gewässer erhebt mit ihren kleinen Inseln und den von weißem Sand und Korallenbänken gesäumten Kokospalmenhainen. Und schließlich die ursprüngliche Insel Maupiti im Herzen ihrer jadefarbenen Lagune.

Der Tuamotu-Archipel ist das größte der polynesischen Archipele. Es liegt nordöstlich von Tahiti und erstreckt sich über ein Meeresgebiet von mehr als 20.000 Quadratkilometern. Zu den wichtigsten Atollen – das sind ringförmige Korallenriffe mit einer zentralen Lagune – zählen Rangiroa, Manihi, Tikehau und Fakarava. Der Archipel ist bekannt für seine phantastischen Tauchgründe und die Zucht der schwarzen Tahiti-Perle.

Eine eigene Welt zwischen Himmel und Ozean bilden die Tuamotu-Inseln, eine Gruppe niedriger, durch einen Korallengürtel in ihrer Lagune eingeschlossener Inseln oder Atolle. Blau, weiß, grün sind die beherrschenden Farben des Archipels, schlichte, wie zwischen Himmel und Wellen schwebende Korallenringe.

Kommt man näher, verwandelt sich die feenhafte Erscheinung in eine Explosion von Farben: die Lagune in mannigfaltigen Türkis-Schattierungen, die unter der schillernden Oberfläche des klaren, jadefarbenen Wassers liegenden Korallenteppiche in Lila und Malve, die gelben, roten, orangefarbenen, schwarzen und rosaroten Tupfer der Unterwassergärten und die silbernen Pfeile vorbeiflitzender Fische. Regen ist selten. Ein idealer Lebensraum für die Perlmuttmuschel, in der die Schwarze Tahiti-Perle wächst. Rangiroa, Tikehau, Manihi und Fakarava sind die am meisten besuchten Inseln.

Der Archipel der Marquesas-Inseln liegt in Äquatornähe. Die Natur der 12 Marquesas-Inseln ist geprägt von steil aufragenden Vulkanbergen, tiefen Schluchten und von schroffen Felswänden. Die wilde Landschaft dieser Inseln, auf denen Pferde und Ziegen frei leben, gehört zu den unvergleichlichen Schätzen Polynesiens. Auch der Maler Paul Gauguin und der Chansonier Jacques Brel haben sich in die Inseln verliebt. Zu den wichtigsten Inseln zählen Nuku Hiva, Ua Pou, Ua Huka und Hiva Oa.

Der Archipel der Marquesas oder auch “Land der Männer” (auf polynesisch “Enua Enata”), ist eine Gruppe von Gebirgsinseln, die wie dunkelgrüne Trutzburgen aus dem großen indigoblauen Ozean aufragen. In unmittelbarer Nähe des Äquators und 1500 km von Tahiti enfernt sind von den zwölf der Marquesas-Inseln nur sechs bewohnt. Das Haupttransportmittel ist das Schiff. Da die Marquesas nicht von Lagunen umgeben sind, verfügen sie nur über wenige aber umso kostbarere Sandstrände. Ziegen, Schweine, Schafe und Pferde bewegen sich frei in den großartigen Landschaften.

Zur Inselgruppe der Austral-Inseln gehören fünf gebirgige Vulkaninseln: Rurutu, Tubuai, Rimatara, Raivavae und Rapa. Die Insellandschaft ist geprägt von sanften Bergformen, die im Durchschnitt kaum höher sind als 300 Meter. Am Wendekreis des Steinbocks gelegen bilden sie den südlichsten Teil von Französisch Polynesien.

Die Austral-Inseln sind die letzte Bastion bewohnter Erde im Südpazifik und liegen außerhalb der klassischen Fremdenverkehrsrouten. Die ehemaligen Vulkane sind sanfter geschwungen und weniger hoch – ausgenommen Rapa – als die der anderen Archipele. Ihre “Marae”, alte Kultstätten, ihre großen, Jahrhunderte alten steinernen Tiki-Figuren und die noch erhaltenen Mauern der “pa”, militärischen Festungen, haben noch nicht alle ihrer Geheimnisse freigegeben. Ihr Klima, das kühler und trockener ist als auch Tahiti und in dem zugleich Pflanzen tropischer und gemäßigter Zonen wachsen, eignet sich besonders für den Gemüseanbau, welcher zusammen mit dem Kunsthandwerk die hauptsächliche Einnahmequelle der Bewohner ist. Die Austral-Inseln sind außerdem ein Treffpunkt für Wale, die man dort jährlich zwischen Ende Juli und Oktober beobachten kann.

Der Archipel der Gambier-Inseln liegt unmittelbar nördlich vom Wendekreis des Steinbocks. Er besteht aus 14 kleinen, gebirgigen Inseln. Die Landschaft ist geprägt von ausgewaschenen Bergflanken und weitgeschwungenen Buchten. Die Lage weit im Süden führt zu einem kühleren Klima als auf Tahiti. Die Lagunengewässer der Gambier-Inseln stehen im Ruf, die hochwertigsten schwarzen Perlen hervorzubringen.

Der Archipel der Gambier-Inseln mit der Berginsel Mangareva und ihrem Gürtel kleiner Inseln, den Überrresten der eingebrochenen Steilhänge des ehemaligen Kraters, liegt im äußersten Osten des polynesischen Territoriums. Besucher sind dort selten, dafür florieren die Perlmuttkultur und die großen Perlenfarmen.

Aktivitäten wie Tauchen, Segeln, Golf

An erster Stelle der vielfältigen Aktivitätenliste steht natürlich das Tauchen. Die weltweit einzigartigen Großfisch Reviere der Tuamotu Inseln Rangiroa, Fakarava, Manihi und Tikehau begeistern selbst welt- und weitgereiste Sporttaucher. Aber auch Wandern durch das Inselinnere – für eine einzigartige Aussicht und Kontakt zu den freundlichen Tahitianern – beflügelt mit neuen Eindrücken. Lassen Sie sich über die schönsten Lagunen der Welt schippern und picknicken Sie auf einer Robinsoninsel. Oder setzen Sie die Segel – entweder selbst oder von einer Crew. Den Golfschläger können Sie auf dem 2004 fertiggestellten The Jack Nicklaus Design Platz auf Moorea und auf dem Olivier Breaud Platz Tahiti einsetzen. Surfer eröffnen die Wellen ein Paradies auf Erden – nicht umsonst finden hier zahlreiche Surfwettbewerbe, unter anderem das Billabong Pro Surfing statt.

Tauchen

Die Südsee mit ihren seichten Lagunen, großartigen Riffen und den farbenprächtigen Korallen ist für ihre außergewöhnlich schönen Tauchreviere und die vielseitige Meeresfauna bekannt. Flaches Wasser, warme Temperaturen und mehr als 30 Meter Tiefensicht machen die Inselwelt Tahitis zu einem der besten Tauchreviere weltweit. Die Auswahl an unterschiedlichen, kaum überlaufenen Plätzen ist groß:

Tauchgänge sind das ganze Jahr über in Lagunen, an Riffkanten und in den tieferen Fahrrinnen möglich. Bunte Schmetterlings- und Napoleonfische, Mantarochen, Riffhaie, Barrakudas, Wale und viele weitere Meerestiere bieten Tauchern ein einzigartiges Erlebnis. In den rund 40 Tauchzentren auf 13 Inseln finden Sie professionelle Betreuung. Die Sicherheitsstandards sind sehr hoch und die Ausrüstungen unterliegen ständigen Kontrollen. Die Ausrüstung wird meist gestellt und braucht nicht mitgebracht zu werden.

Viele Tauchzentren bieten Kurse an. Eines der renommiertesten Tauchreviere der Welt ist Rangiroa (Tuamotu-Archipel), das größte Atoll Polynesiens und das viert Größte der Welt. 240 Motus (kleine Inseln) bilden ein ringförmiges Korallenriff mit mehreren Passagen. Manihi, Tikehau und Fakarava reihen sich als außergewöhnliche Tauchreviere mit ein. Der Fischreichtum und die beeindruckende Vielfalt der Meeresflora und -fauna in der Lagune und am Außenriff bieten Anfängern als auch erfahrenen Tauchern ideale Bedingungen und unvergessliche Erlebnisse.

Eine ganz andere Taucherfahrung bietet sich auf den Marquesas Inseln, zum Beispiel an den felsigen Küsten von Nuku Hiva mit zahlreichen Höhlen und Grotten. Ohne schützendes Korallenriff ist hier die Tiefseefauna besonders ausgeprägt. Der Melonenkopf, eine mit dem Zwergwal verwandte Delfinart, Hammerhaie, Silberspitzen- und Krokodilhaie sowie Mantarochen, Marmorrochen und riesige Langusten haben hier ihren Lebensraum.

Bei Rurutu (Austral-Inseln) sind von Juli bis Oktober Buckelwale anzutreffen, die hier ihre Jungen zur Welt bringen. In der Bucht von Moerai bietet sich die seltene Gelegenheit, mit den riesigen Meeressäugern zu schwimmen.

Segeln

Eine wunderbare Art des Reisens in einem Revier von traumhaften Inseln mit Buchten die an Schönheit kaum übertroffen werden können, ist nach wie vor das Segeln. Kann man einen Tag in Französisch Polynesien schöner verbringen als an Bord einer Yacht aufzuwachen, noch vor dem Frühstück eine Runde vor atemberaubender Kulisse schwimmen zu gehen und im Laufe des Tages zur nächsten Insel zu segeln?

Marinas befinden sich auf Tahiti, Moorea, Tahaa und vor allem der Segel-Hauptinsel Raiatea. Charterfirmen stellen Katamarane und Monohull-Segelboote zur Verfügung, auf Wunsch auch mit Skipper und Hostess. Die Navigation in den Lagunen und zwischen den Inseln ist meist einfach, dank der von Ost nach West wehenden Passatwinde.

Von Juli bis September kann der Maaramu (Südostwind) eine Stärke von 6 bis 7 (25 bis 30 Knoten) erreichen. Der Nordwind Toerau kann von Dezember bis Februar zwischen 20 und 30 Knoten erreichen. Eine Herausforderung ist das Segeln durch die Passagen – die Übergänge vom offenen Meer zu den geschützten Lagunen. Die Kombination aus seichten Gewässern und hohem Seegang erfordert Erfahrung und Konzentration. Kenntnisse von Seezeichen sind zudem unerlässlich. Die meisten Inseln im Archipel der Gesellschaftsinseln bieten tiefe, geschützte Buchten. Die Außenriffe besitzen auf Lagunenseite oft ausgedehnte, seichte Flächen mit weißem Sandboden, übersät mit Korallenriffen. Das macht sie zu paradiesischen Ankerplätzen.

Golf

Auch wenn Französisch-Polynesien für den passionierten Golfer kein Mekka des Golfsports darstellt, so können die Inseln Tahiti und Moorea mit zwei Plätzen aufwarten, die Sie begeistern werden. Fairways in tropischer Vegetation oder atemberaubende Abschläge in Richtung des traumhaften Meeres. In jedem Fall haben die Plätze internationale Standards und sind ebenfalls Austragungsorte für internationale Veranstaltungen.

Der Olivier Breaud Platz befindet sich in Atimaono. Er liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Zuckerrohr-Plantage und Rumbrennerei. Die Länge des Platzes beträgt 5.950 Meter (Par 72). Er ist von der französischen Liga anerkannt, jedes Jahr im Juli werden die International Tahiti Open ausgetragen, die zum PGA Circuit von Australien zählen. Im April 2007 wurde – zunächst mit 9 Löchern – der Moorea Green Pearl Golfplatz auf Moorea eröffnet. Er wurde von Jack Nicklaus entwickelt und besticht durch seine einzigartige Lage an der Lagune von Moorea, mit direktem Blick auf die Nachbarinsel Tahiti, die nur 17 Kilometer entfernt liegt. Der wunderschön gelegene Par 70-Kurs wird nach Fertigstellung insgesamt 6.115 Meter lang sein. Er befindet sich auf einem Gelände von 165 Hektar Fläche zwischen dem türkisblauen Meer und der spektakulären Bergkulisse von Moorea, nur wenige Minuten Fahrzeit vom kleinen Flughafen entfernt.

Surfing

Der Legende nach wurde das Surfen in Tahiti erfunden. Auch heute noch gehören die Surfspots von Tahiti, Moorea und Huahine zu den besten der Welt und sind bei Einheimischen, Besuchern und Surf-Profis gleichermaßen beliebt. Jedes Jahr im Mai findet mit dem Billabong Pro in Teahupoo auf Tahiti einer der spektakulärsten und gefährlichsten Surf-Wettkämpfe des Jahres für Profis statt.

Wandern

Tahiti und ihre Inseln sind nicht nur für Strandurlaub ein beliebtes Reiseziel. Die gebirgigen Inseln eignen sich hervorragend für Trekking, Mountainbiking und viele andere Unternehmungen. Auf zahlreichen Wanderwegen entdecken Anfänger und Fortgeschrittene die Vielfalt der Natur im Landesinneren – je nach Schwierigkeitsgrad mit oder ohne Führer. Einsame Täler, klare Gewässer, seltene Steine und eine üppige Pflanzenwelt sowie Canyons, Bergspitzen und Kämme geben einen Einblick in die Schönheiten der polynesischen Inseln. Einige Touren können auch mit Mountainbikes oder einem Geländewagen durchgeführt werden. Zum Bergwandern und Klettern eignen sich vor allem die gebirgigen Gesellschaftsinseln und die Marquesas. Wanderlustigen bieten die Berge von Tahiti faszinierende Touren durch wilde Täler mit imposanten Wasserfällen, mysteriösen Grotten und archäologischen Stätten. Das hochgelegene Papenoo-Tal sowie der Naturpark von Fenua ai’here mit seinen Klippen von Le Pari begeistern Liebhaber wilder, unberührter Natur.

Das Papenoo-Tal sollte möglichst mit einem Führer durchquert werden. Im Inneren der Insel führt ein Weg durch das breite Tal vorbei an archäologischen Fundstätten und spektakulären Landschaften mit eindrucksvollen Wasserfällen bis zum Kamm von Maroto. Die Straße endet am Bergsee von Vaihiria, in dem der Legende nach der Ohrenaal lebt.

Weitere Ausflugsziele in der Umgebung sind die restaurierten Marae – Felstempel – von Anapua und Farehape. Ohne Führer können Wanderer den 2.066 Meter hohen Mount Aorai besteigen. Die Bergtour beginnt auf 600 Meter Höhe am Aussichtspunkt Belvedere und führt über einen ausgeschilderten Weg bis zum Kamm von Hamuta, von wo sich ein eindrucksvoller Panoramablick über die benachbarten Täler und Gipfel bietet. Der zweite, schwierigere Abschnitt führt entlang der Teufelsfelsen bis zum höchsten Punkt, dem Aorai. Von hier sind alle Bergspitzen Tahitis sowie die tiefen Täler mit ihren Wasserfällen, die lang gestreckte Silhouette von Moorea sowie die Inseln Tetiaroa und Maiao zu sehen.

Die an der felsigen Küste gelegenen Lavaröhren von Hitiaa sind rohrartige Aushöhlungen vulkanischen Ursprungs von der Größe eines Stollens oder einer Grotte, die sich durch Sickerwasser aufgefüllt haben. Dadurch entstehen Wasserfälle. Die Erkundung dieser unterirdischen Gänge bietet faszinierende Eindrücke und ist für Amateur-Höhlenforscher ein beliebtes Ausflugsziel. Diese Wanderung sollte mit einem Führer unternommen werden.

Tahiti Iti, die kleinere Halbinsel Tahitis, lernen Wanderlustige auf einer zweitätigen Bergtour mit einer Übernachtung in der Faaroa-Hütte in Tautira kennen. Die von einem Führer begleitete Wanderung führt zu archäologischen Fundstätten, den Klippen von Le Pari sowie zur geheimnisvollen Grotte von Vaipoiri mit ihrem unterirdischen See, der nach der Anstrengung zum Baden einlädt.

Auf Moorea finden Wanderer hervorragende Möglichkeiten für Bergtouren, Klettertouren und zum Canyoning. Die Wanderung von Vaiare nach Paopao führt durch Ananasplantagen zu den Ausläufern des Mount Tearai und des Mount Mouaputa. Die Tour zum Pass der drei Kokospalmen sollte von einem Führer begleitet werden, da man sich hier leicht verirren kann. Der Aufstieg führt durch Flüsse, Mape-Wälder – Mape ist eine tahitianische Kastanienart – und Unterholz zum Kamm zwischen den Bergmassiven des Mouaroa und des Tohivea, der mit 1.200 Metern der höchste Berg Mooreas ist.

Eine anspruchsvolle, insgesamt rund sechsstündige Tour, führt zum Loch des durchbohrten Berges am Mouaputa. Die Bergtour, die sich nur für Schwindelfreie eignet, führt vorbei an den Wasserfällen von Afareaitu durch Unterhölzer aus Farn und einen Mape-Wald. Nach einer anstrengenden, konzentrierten Bergbesteigung gelangen die Wanderer zur Plattform über dem Loch, in das sie sich an einem Seil herablassen können.

Nur geübte Bergsteiger mit körperlicher Eignung zum schwindelfreien Klettern sollten den 900 Meter hohen Mount Rotui erklimmen. Der Aufstieg ist sehr steil und die Begehung des Kamms gefährlich, so dass über vier Stunden höchste Konzentration erforderlich ist. Der Blick auf die Landschaft der Umgebung ist imposant: ein Vulkankrater, der von Mount Tohivea und Mount Mouaputa überragt wird, zwei traumhafte Buchten unterhalb des Berges sowie in der Ferne Tahiti. Der Abstieg ist ebenso anstrengend wie der Aufstieg und dauert gute zwei Stunden. Diese Tour sollte während der trockenen Jahreszeit unternommen werden.

Die Wanderung zum Mount Pahia auf Bora Bora ist anspruchsvoll und dauert insgesamt etwa fünf Stunden. Aufgrund mangelnder Markierungen und schwieriger Kletterbedingungen im bröckeligen Gestein sollte unbedingt ein ortskundiger Führer die Tour begleiten. Der Weg beginnt in Vaitape und führt durch Obstgärten und einen Mape-Wald. Durch weite Felder mit wilden Orchideen und hochgewachsenen Farnen gelangen die Wanderer über einen Kamm zum Gipfel des Pahia. Von hier soll der Überlieferung nach der Kriegsgott auf einem Regenbogen herabgestiegen sein. Der Panoramablick auf sämtliche Inseln unter dem Wind ist überwältigend.

Der Archipel der Marquesas bietet mit seinen felsigen Inseln hervorragende Möglichkeiten zum Wandern und Klettern. Auf Nuku Hiva sind unter anderem Bergtouren zum Mount Muake möglich, einem beliebten Treffpunkt für Paraglider. Die spektakulärste Tour führt ins Hakaui Tal, zu dem man ab Taiohae mit dem Schiff und anschließend zu Fuß gelangt. Das Tal verengt sich zu einem Canyon mit einem imposanten Wasserfall, der aus über 350 Metern in die Tiefe stürzt. In der Umgebung gibt es interessante archäologische Stätten und einen weißen Sandstrand zu erkunden. Hiva Oa und Ua Pou verfügen ebenfalls über eindrucksvolle Wander- und Klettermöglichkeiten.

Unterkünfte

Jedem sein Stil! Tahitis Inselwelt bietet das ganze Spektrum offiziell eingetragener Hoteleinrichtungen: vom Luxushotel mit Weltklasseniveau über das charakteristische, vollständig mit Bougainvillea bewachsene “Fare” oder das Gästezimmer – eine angenehme Art, polynesische Lebensweise noch besser kennen zu lernen – bis hin zu einer dezenten, gepflegten Pension…

Zu Recht ist Polynesien weltweit für seine Fünf-Sterne-Hotels berühmt. Anspruchsvolle Gastronomie, Pfahl-Bungalows und hervorragender Service. Das in einer Piroge servierte Frühstück oder Abendessen zu zweit, inmitten der Lagune und mit bunten Fischen als einzigen Zeugen wird zwangsläufig zu einer der schönsten Erinnerungen des Lebens. Aber Tahiti und ihre Inselwelt bietet weit mehr reizvolle Kulissen.

Das traditionelle “Fare”, ein Haus mit großzügigen Öffnungen, ermöglicht den Kontakt mit einer polynesischen Familie, die viel Wissenswertes über ihre Inselwelt zu berichten hat… z.B. in einer fröhlichen Runde zu gegrillter Languste, wenn der unergründliche Sternenhimmel die Geschichten noch geheimnisvoller erscheinen lässt.

Alle eingetragenen Unterkünfte erfüllen strenge Anforderungen an Qualität und Komfort, ob sie nun inmitten der unberührten Natur, direkt an einem Berghang oder an der Lagune liegen. Fast alle Hotels und Pensionen sind ansprechende, geschmackvoll eingerichtete Bauten: Edelhölzer, geflochtene Matten des Pandanus-Baumes (“Peue”), Muscheln (Riesenmuscheln, Porzellanschnecken usw.), Tuamotu-Perlmutt und Patchwork-Stoffe (“Tifaifai”) als Dekorelemente und dazu frische Blumensträuße…

Hotels und Resorts

Französisch Polynesien bietet Luxushotels und Hotels der Mittelklasse an: Ungefähr 50 Hotels internationaler Klasse mit 3100 Betten sind auf 11 Inseln und drei Archipele (Gesellschafts-, Tuamotu- und Marquesas-Inseln) verteilt. Die Hotels auf Tahiti, Moorea und Bora Bora machen 80 Prozent des Hotelangebotes aus.

Aber auch auf den weniger bekannten Inseln gibt es immer häufiger luxuriöse Unterkünfte. Internationale Gäste können dort den Charme des Paradieses von Tahiti und ihren Inseln in allen Zügen genießen. Inselträume und erstklassige Bedienung lassen alle Herzen höher schlagen. Der polynesische Stil findet sich in der Architektur und in der Wahl einheimischer Materialien wie geflochtene Pandanus- und Kokospalmblätter, Edelhölzer und Lampen aus Muschelketten wieder. Die Gebäude harmonisieren mit Lagune und Bergen und fügen sich wunderbar in die Landschaft ein. Jedes Zimmer und alle öffentlichen Einrichtungen sind mit einzigartigen Blumenarrangements dekoriert.

Die legendären Überwasser-Bungalows sind Symbol für Inselromantik. Das Frühstück kann direkt mit einem Auslegerkanu auf die Terrasse des Bungalows geliefert werden – ein absolutes Muss für Paare in den Flitterwochen, die gemütlich über der türkisfarbenen Lagune traute Zweisamkeit genießen wollen. Einige dieser Bungalows sind sogar mit Glastischen ausgestattet, die – ohne sich die Füße nass zu machen – das Beobachten der Lagunenfauna erlauben.

Kleine Hotels und Pensionen

Rund 240 kleine Hotels und Familienpensionen sind auf allen fünf Archipelen Französisch Polynesiens vertreten. Sie sind ideal für Gäste, die auf der Suche nach Einfachheit und echtem Inselleben sind. Ihre Besitzer zeichnen sich durch herzliche Gastfreundschaft aus. Sie zeigen voller Stolz ihren Gästen die Naturschönheiten und Kulturschätze ihrer Inseln.

Die meisten Pensionen bieten Ausflüge – sowohl an Land als auch auf dem Wasser – an: wenig bekannte Wege und Pfade zu Fuß oder per Jeep und Picknicks auf einem paradiesisch gelegenen Motu (kleine Insel). Die Gäste können sich an einer gepflegten Tafel und an den Köstlichkeiten der polynesischen Küche erfreuen, die aus frisch gefangenen Fischen und einheimischem Obst und Gemüse besteht. In vielen kleinen Hotels und Pensionen sind die Gäste in kleinen Bungalows in polynesischem Stil untergebracht.

Mehr Informationen über die kleinen Hotels und Pensionen von Französisch Polynesien finden Sie unter folgenden Webseiten: www.tahiti-pensions.com und www.haere-mai.pf.

Events

Die Königin der Kulturfestivals ist zweifellos das Heiva i Tahiti, das den französischen Nationalfeiertag am 14. Juli einschließt. In großangelegten Veranstaltungen dieses Zeitraums werden Wettkämpfe zwischen den besten Gruppen von Sängern, Tänzern und deren Kostümen ausgetragen, nicht zu vergessen die Wettbewerbe im Auslegerboot, beim Rudern, Tragen, Speerwerfen, bei der Koprazubereitung, im Flechten…

Begleitet werden diese Veranstaltungen, Ausstellungen und künstlerischen Darbietungen aller Art in den fünf Archipelen von „Heiva der Handwerker”, in dem sich die Seele des Volkes widerspiegelt. Das übrige Jahr ist ausgefüllt mit verschiedenen kulturellen Veranstaltungen. Auch Sport im Allgemeinen nimmt einen immer größeren Stellenwert ein. So hat Französisch Polynesien gerade beim Wellenreiten und Kanurudern internationales Ansehen gewonnen. Die Praxis des Wettrennens erfreut sich auch immer größerer Beliebtheit und äußert sich in der steigenden Anzahl von sportlichen Ereignissen, Wanderungen und Ausflügen.

Titelfoto / Idylle auf Bora Bora. Foto: GREG LE BACON

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