Köcherbaumwald in Namibia

Keetmanshop – Eigentlich ist er ein Einzelgänger, aber in Keetmanshop macht er schonmal eine Ausnahme.  Auf der Farm Gariganus steht der bekannteste Köcherbaumwald im südlichen Afrika.

Der Köcherbaum oder Krokerboom ist kein Baum sondern ein Aloe, der botanische Name ist Aloe Dichtoma. Dichtoma verweist auf die gegabelten Äste der Pflanze. Frühere einheimische Buschleute und Hottentotten hölten die faserigen, schwammigen Äste aus, um sie als Köcher für ihre Pfeile zu gebrauchen. Der stämmige Baum wird bis zu neun Meter hoch mit einer wachsartigen glatten Borke. Der Stamm wird bis zu einem Meter im Durchmesser an der Basis. Der Köcherbaum pflanzt sich durch Samen fort. Er blüht zum ersten mal im Alter von 20 bis 30 Jahren. Die Blütezeit ist im Winter, Juni und Juli. Der Köcherbaum kommt meist in der schwarzen Felsformation „ysterklip“ vor, welche in der heißen Zeit sehr viel Hitze absorbiert. Die Steine halten die flachen Wurzeln fest. Der Köcherbaum ist nicht frostempfindlich. Die großen Bäume sind 200 bis 300 Jahre alt. Der Wald auf der Farm ist natürlich gewachsen. Im Juni 1955 wurde diese interessante Laune der Natur zum nationalen Monument erklärt.

Es gibt Übernachtungsmögichkeiten auf der Farm und auch einen Campingplatz, so dass das schöne Licht am frühen Morgen oder abends für eindrucksvolle Fotos genutzt werden kann.

Ingo Paszkowsky

Nachfragen an: C. B. Nolte, Quivertree Forest, P. O. Box 262, Keetmanshop, Namibia oder Tel./Fax: 063-222835, quiver@iafrica.com.na

Titelfoto / Zwei Klippschliefer halten Ausschau. In Namibia werden die Klippschliefer Rock Dassie (Dussy) genannt. / Foto: Ingo Paszkowsky

 

Hier meine schönsten Fotos vom Köcherbaumwald:

 

Das beste Licht für Aufnahmen gibt es morgens oder abends, hier ist früher Nachmittag. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Manche Pflanzen werden bis zu neun Meter hoch. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Bereits verblüht. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Wachsartige, glatte Borke. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Sehr große Bäume sollen bis zu 300 Jahre alt werden. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Bisher noch ein relativ kleines Exemplar. Foto: Ingo Paszkowsky

 

In dem Wald lebt noch allerhand Getier… Foto: Ingo Paszkowsky

 

Ein Klippschliefer oder Klippdachs (Procavia capensis) peilt die Lage. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Gut zu sehen, dass die Wurzeln recht kurz sind. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Auf der Farm kann man in Bungalows oder auf einem Campingplatz in unmittelbarer Nähe des Waldes übernachten. Foto: Ingo Paszkowsky

 

 

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