Nambia: Flittern in Luxus und in endloser Weite


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„Nein, wir waren nicht in Namibia“, soll Prinz Harry bei einer Awardverleihung in London verraten haben. Schade, meint das Namibia Tourism Board, denn dem Duke und der Duchess of Sussex hätte es im Land der Weite sicherlich gefallen. Vielleicht hatten Harry und Meghan bei ihrer Reiseplanung an ein anderes, zwar nicht royales, aber sehr prominentes Ex-Liebespaar gedacht: Angelina Jolie und Brad Pitt. Sie waren damals schwer verliebt zur Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes Shiloh Nouvel Jolie-Pitt in Nambia. Und deswegen die Flitterwochen lieber an einem anderen Ort verbracht? Wohl eher nicht.

Angelina Jolie ist nach wie vor ein Fan des Landes. Auch nach dem Beziehungsende des Traumpaars bleibt Angelina Namibia treu, unterstützt dort Projekte der “N/a’an ku sê Foundation” und bereist das Land im Süden Afrikas gelegentlich. So im letzten Jahr zur Eröffnung des jüngsten Projekts der Stiftung: dem Shiloh Wildlife Sanctuary in Namibia, benannt nach der Tochter der beiden Promis. Übrigens hat das Statistische Bundesamt kürzlich vermeldet, dass die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland deutlich rückläufig ist. Wenn das keine guten Nachrichten sind. Also jetzt heiraten und dann ab nach Namibia in die Flitterwochen.

Namibia ist bei frisch Vermählten hoch im Kurs, sagt die Tourismusbehörde und liefert die Begründung gleich mit. Das Land im Südlichen Afrika biete eine unübertroffene Kombination aus atemberaubender Natur, nachhaltigem Luxus, unvergesslichen Abenteuern und ungestörter Zweisamkeit. Nun zu den Vorschlägen für exklusive Flitterwochen.

Is this where Meghan and Harry afre spending their honeymoon ?
Hoanib Valley Camp. Foto: Natural Selection

Romantische Auszeit im Hoanib Valley Camp

Das neue Hoanib Valley Camp wurde bereits als royale Unterkunft hoch gehandelt, liegt es doch in einer der abgelegensten Gegenden Namibias. Paparazzis sind hier eher selten unterwegs. Denn das einsame Kaokoveld im Nordwesten ist dünn besiedelt und nicht ganz einfach zu erreichen. Man benötigt schon ein gut ausgestattetes Allradfahrzeug, um zu dem luxuriösen Zeltcamp zu gelangen. Alternativ organisiert das Team auch einen privaten Flug ab Windhoek oder Transfers ab Sesfontein für die Gäste. Im Hoanib Valley Camp angekommen, warten spektakuläre Landschaftseindrücke aus breiten Trockenflüssen, großen Gebirgszügen und sandigen Ebenen. Pflanzen und Tiere haben sich perfekt an die klimatischen Bedingungen angepasst. Neben Wüstenelefanten leben hier Giraffen, Oryxantilopen und Löwen, die man auf einer der spannenden Pirschfahrten beobachten kann. Die Gäste können zusammen mit den Guides auch den Nomadenstamm der Ovahimba besuchen, der bereits seit Jahrhunderten im Kaokoveld zuhause ist.

Die Wüste aus der Vogelperspektive

Die endlos erscheinende Namib gehört zu den landschaftlichen Highlights von Namibia. Der gigantische Landesteil ist nicht nur Namensgeber Namibias, sondern auch die älteste Wüste der Welt. Etwa 2.000 Kilometer zieht sie sich an der Küste entlang, bis zu 160 Kilometer ragt sie ins Landesinnere. Die Dünen der Namib gehören mit zu den höchsten der Welt und wurden 2013 von der UNESCO sogar als Welterbe anerkannt. Schon ein bloßer Besuch versetzt die Menschen in Staunen – noch spektakulärer ist nur der Blick von oben. Bei einer Fahrt mit dem Heißluftballon zum Sonnenaufgang zeigt sich die Namib in ihrer reinsten Schönheit. Der Ballon erhebt sich in die Lüfte, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Gipfel der Dünen treffen. In der goldenen Stunde sind die Formen und Farben der Wüste besonders intensiv. Schatten verleihen der Landschaft ein mystisch anmutendes Erscheinungsbild. Wieder zurück auf dem Boden erwartet die Fluggäste ein leckeres Champagnerfrühstück, denn auf solch ein Erlebnis muss man einfach anstoßen. Organisiert werden die Ballonfahrten unter anderem von der Sossusvlei Lodge.

Abgeschiedenheit im Skeleton Coast Park

In der unwirtlichen Landschaft der Skelettküste am Atlantischen Ozean zeugen die dahinrottenden Schiffswracks im Sand von dem schroffen Klima der Küste. Seinen Namen verdankt der Skeleton Coast Park den undurchsichtigen Nebelfeldern, die durch den kalten Benguela-Strom entstehen. Zahlreiche Schiffskapitäne wurden in der Vergangenheit vom Nebel überrascht, verloren die Orientierung und strandeten mit ihren Schiffen an der Küste.

Als erste Unterkunft an diesem besonderen Küstenabschnitt eröffnete Anfang Juni 2018 die neue Shipwreck Lodge. Wie der Name vermuten lässt, erinnern die Gebäude der Lodge architektonisch an die alten Schiffswracks. Die insgesamt zehn Zimmer vereinen eine umweltbewusste und nachhaltige Bauweise mit einem luxuriösen Urlaubserlebnis. Mit nur acht Doppel- und zwei Familienzimmern bekommt der Aufenthalt einen exklusiven Rahmen. Jedes Zimmer ist mit einem eigenen Bad ausgestattet und verfügt über eine kleine Terrasse mit Blick auf den Ozean. Im Doppelzimmer kostet die Übernachtung pro Person rund 560 Euro (Winter-Zimmerpreise: für Juni bis Juli 2018).

Weltweit günstige Flüge

Die Lodge liegt inmitten des Skeleton Coast Park zwischen den Trockenflüssen Hoarusib und Hoanib, nur rund 45 Kilometer von Möwe Bay entfernt. Sie ist deshalb ein idealer Ausgangspunkt, um die Landschaft des Nationalparks zu erkunden und den Kontrast aus endlosem Sand, tosendem Ozean und rauem Wetter ungestört auf sich wirken zu lassen. Ein besonderes Erlebnis sind die „röhrenden“ Dünen. Fährt man mit einem Allradfahrzeug die stoischen Dünen hinunter, erzeugt der Sand tiefe Reibungsgeräusche, die über weite Entfernungen hörbar sind.

Dunes Lodge. Foto: Wolwedans
Dunes Lodge. Foto: Wolwedans

Flusssafari durch Namibias grünes Paradies

Höchstens 25 Kilometer am Tag schippert die Zambezi Queen gemütlich auf der namibischen Seite des Chobe River entlang. Der Fluss bildet die natürliche Grenze zwischen Namibia und Botswana und gehört zur wasserreichen Sambesi-Region. Der schmale Landstrich im äußeren Nordosten Namibias ist ein Paradies für zahlreiche Wildtiere und Vogelarten. Große Elefantenherden weiden an den Flussufern, Flusspferde dümpeln in den ruhigen Nebenarmen und seltene Antilopenarten verstecken sich in der dichten Vegetation. Alle 14 Suiten des luxuriösen Safarischiffs haben einen eigenen Balkon, von dem aus man die artenreiche Flora und Fauna beobachten kann. Auf dem Oberdeck befinden sich ein stilvolles Restaurant mit Panoramablick, ein kleiner Pool sowie eine Bar für den abendlichen „Sundowner“. Mit kleinen Beibooten erkunden die Passagiere die Umgebung und kommen noch näher an die Tiere heran. Eine Flusskreuzfahrt mit der Zambezi Queen dauert zwischen zwei und drei Nächten und kostet ab 18150 ZAR (Südafrikanischer Rand), rund 1170 Euro (Stand: 15.7.18), pro Person für zwei Tage in der Standard Suite.

Sternegucken auf höchstem Niveau

Wenn die glühende Sonne am Horizont versinkt und sich die Landschaft in Dunkelheit hüllt, offenbart Namibia den prunkvollsten aller Sternenhimmel und gewährt einen kleinen Einblick in das endlose Universum. Fernab von jeglicher Lichtverschmutzung zeigt sich die Milchstraße in ihrer vollen Sternenpracht und Größe. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich inmitten der Namib-Wüste im NamibRand Nature Reserve, wo sich die luxuriöse Wolwedans Dunes Lodge befindet. Die International Dark Sky Association (IDSA) verlieh dem Naturreservat bereits den Titel „International Dark Sky Reserve“ mit Goldstatus. Die exklusiven Chalets der Lodge sind auf Holzplattformen gebaut und mit aufrollbaren Zeltplanen versehen, sodass die Gäste die Nächte unter freiem Sternenhimmel verbringen können. Davor ein knisterndes Lagerfeuer, das Licht der untergehenden Sonne und die Ruhe der Wüste – und der Abend ist perfekt.

Die Preise reichen von 13900 bis 19900 NAD (Namibischer Dollar) für zwei Personen pro Nacht, entsprechend rund 890 bis etwa 1280 Euro.

Titelfoto / Die Namib aus der Vogelperspektive. Foto: Alexander Heinrichs Photographie

Hinweis: Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal Lassuns.reisen

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Reisehinweise Namibia - Covid-19

Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens warnt das Auswärtige Amt weiterhin vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Namibia.

Touristen können aus Sicht der Regierung von Namibia in das Land einreisen, ohne dort in Quarantäne zu müssen. Die Einreise nach Namibia darf nur mit entsprechenden Reiseversicherungen erfolgen.

Wer nicht mit einem Reiseveranstalter fährt, muss 14 Tage vor Reiseantritt Reiseverlauf und Kopien von sowie Flugticket an die namibische Botschaft per E-Mail übermitteln, teilt Namibia Tourism auf seiner Webseite https://www.namibia-tourism.com/  mit.

Bei Einreise muss ein negativer PCR-Test vorliegen, der beim Boarding nicht älter als 72 Stunden ist. Das Testergebnis muss in englischer Sprache abgefasst sein.

Außerdem muss ein Gesundheitsfragebogen (Formular in englischer Sprache https://www.namibia-tourism.com/aktuelles/) vorgelegt werden sowie ein fest gebuchtes Reiseprogramm.

Am 5. Reisetag muss ein weiterer Test vorgenommen werden. Das Reiseprogramm muss entsprechend geplant werden. Am 7. Reisetag muss man erreichbar sein, um das Ergebnis zu erhalten.

Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, werden Touristen auf eigene Kosten in eine staatliche Isolierung gebracht, die vom Ministerium für Gesundheit und Soziale Dienste nach den nationalen Richtlinien dafür die entsprechende Lizenz bekommen hat, teilt das Auswärtige Amt auf seiner Webseite mit: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/namibia-node/namibiasicherheit/208314

Weitere Einzelheiten dazu stellt der namibische Tourismusverband zur Verfügung.

Weiterhin gilt Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, so das Auswärtige Amt. Geschäfte und Einkaufszentren, Restaurants sowie Friseure, Wäschereien, Fitnessstudios, Kinos, Theater u.a. dürfen unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsmaßnahmen öffnen. Öffentliche Veranstaltungen, Gottesdienste, Versammlungen, Konzerte, Konferenzen u.ä. mit nicht mehr als 50 Teilnehmern dürfen unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften stattfinden.

Stand: 22.9.20

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