Trotz hoher Kriminalität mehr Touristen in Zentralamerika

Der Tourismus in Zentralamerika wächst schon seit langem. Nun entdecken auch verstärkt Reisende aus Deutschland und anderen Teilen Europas die sieben kleinen Länder zwischen Mexiko und Kolumbien. „Der deutsche Reiseverkehr entwickelt sich besser, als von uns erwartet“, sagte Pilar Cano auf der ITB Berlin. Sie ist Präsidentin der CATA mit Sitz in Madrid. Das ist der Zusammenschluss zur Promotion Zentralamerikas in Europa und Asien. Das Besucher-Plus aus Alemania liegt laut CATA bei 20 Prozent. Dazu tragen auch bessere Flugverbindungen bei. Aus Europa beträgt der Zuwachs sechs Prozent.

Belize, Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama „haben alle weiterhin ein großes Potenzial in den nächsten Jahren“, sagte Pilar Cano. Veranstalter berichteten auf der ITB 2012 in Berlin, dass der Erfolg der „Sieben Zwerge“ noch viele deutlicher sein könnte, wenn Kriminalität und Gewalt in etlichen Regionen nicht so groß wäre. „Musterknabe“ sei weiterhin Costa Rica, ein Land ohne Armee, aber mit viel Bildung und ökotouristischen Höhepunkten. Etwa 2,508 Millionen Touristen haben 2011 Costa Rica besucht, davon knapp 291.000 aus Europa.

Insgesamt 11,969 Millionen Touristen aus aller Welt sind 2011 laut CATA nach Mittelamerika zu Maya-Ruinen, Stränden, Vulkanen, Naturparks und Kolonialstädten gereist. In der Statistik der Welttourismusorganisation UNWTO sind die Besucherzahlen kleiner, da sie nicht den “kleinen Grenzverkehr” mitzählt. Doch auch 8,223 Millionen Besucher – ein Plus von 3,7 Prozent – sind nach Ansicht von Tourismusmanagern in den sieben kleinen Ländern beachtlich.

Zu den großen Gewinnern der letzten Jahre zählt Panama. Nach der Übergabe des Kanals von den USA an das südlichste Land Zentralamerikas wurden viele neue Projekte erschlossen. Dazu zählen die Inseln der Kuna-Ureinwohner sowie El Valle de Anton, das Hochland von Chiriqui sowie auf der Karibikseite die feinen Strände der Provinz Bocas del Toro und viele neue Ferienanlagen an den Playas des Pazifiks.

Durch neue künstliche Riffe hofft El Salvador auf mehr Freunde des Tauchens und Schnorchelns. Die Riffe als neues Habitat werden in der Regel von den Meerestieren schnell akzeptiert. Nicaragua erweitert seine Kaffeeroute und investiert dazu 9,1 Millionen Dollar. Das soll Land-, Kultur und Abenteuertouristen anlocken und den Einheimischen in den nördlichen Bezirken Estelí, Jinotega, Madriz, Matagalpa und Nueva Segovia mehr Jobs und Einkommen bringen.

(Quelle: Messe Berlin)

 

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