Aborigines-Gemeinden auf Cape York feiern beim „Laura Aboriginal Dance Festival“ ihre Kultur

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Cape York, der nördlichste Punkt des australischen Festlandes, ist vom 21. bis 23. Juni Veranstaltungsort des 20. „Laura Aboriginal Dance Festivals“. Dieses findet alle zwei Jahre statt. Mehr als 500 Tänzer und tausende Besucher werden im kleinen Ort Laura, rund fünf Autostunden nördlich von Cairns entfernt, erwartet. Hier feiern rund 20 Aborigines-Gemeinden der gesamten Cape York-Halbinsel durch Tanz, Gesang und andere Darbietungen ihre über 40.000 Jahre alte Kultur. Außerdem finden Kunstausstellungen statt – mit Werken vieler bekannter und begabter Künstler aus der Region. Höhepunkt ist die Verleihung des Aboriginal Art Award, der als höchste Auszeichnung in Queensland für einheimische Kunst vergeben wird.

Mehr als 500 Tänzer und tausende Besucher werden im kleinen Ort Laura, rund fünf Autostunden nördlich von Cairns entfernt, erwartet. Foto: Kerry Trapnell/Tourism Queensland
Mehr als 500 Tänzer und tausende Besucher werden im kleinen Ort Laura, rund fünf Autostunden nördlich von Cairns entfernt, erwartet. Foto: Kerry Trapnell/Tourism Queensland

Das „Laura Aboriginal Dance Festival“ dient als wichtiger Treffpunkt für die Aborigines-Gemeinden auf Cape York. Ganze Familien kommen zusammen und geben ihre Geschichten weiter. Dem Event kommt so eine große Bedeutung in der Erhaltung der Jahrtausende alten Traditionen zu. Darüber hinaus bietet es einen tiefen Einblick in die einzigartige Kultur der Ureinwohner – und Urlauber können hautnah miterleben, wie diese durch Tanz, Sprache und Kunst von Generation zu Generation weitergegeben wird.

In unmittelbarer Nähe des Festival-Geländes befinden sich die berühmten prähistorischen Felszeichnungen von Laura. Foto: Tourism Queensland
In unmittelbarer Nähe des Festival-Geländes befinden sich die berühmten prähistorischen Felszeichnungen von Laura. Foto: Tourism Queensland

Das Festival-Gelände liegt auf heiligem Boden und ist für die Aborigines ein spirituell bedeutsamer Ort. Besucher haben hier die Möglichkeit, zu campen. In unmittelbarer Nähe befinden sich die berühmten prähistorischen Felszeichnungen von Laura.

www.LauraDanceFestival.com



Torres Strait Insulaner feiern „Coming of the Light“ Festival

Eine Woche später, am 1. Juli, feiern die Bewohner der Torres Strait Inseln beim „Coming of the Light“ Festival die Konvertierung zum christlichen Glauben während des 19. Jahrhunderts. Der britische Pfarrer Samuel MacFarlane landete 1871 mit der London Missionary Society auf Darnley Island und begann von dort aus seine umfassende Missionarsarbeit. Für die Bewohner der Inselgruppe ist der 1. Juli heute einer der wichtigsten Feiertage im ganzen Jahr. Im Rahmen der Feierlichkeiten werden heilige Messen abgehalten und es findet eine Inszenierung der Ankunft von MacFarlane statt. Dies wird ergänzt durch Gesang- und Tanzaufführungen sowie große Festessen.

Die Torres Strait Inseln sind eine Inselgruppe zwischen der Nordspitze Australiens und der Südküste von Papua-Neuguinea. Sie gehören überwiegend zum australischen Bundesstaat Queensland. www.qm.qld.gov.au.

Noch mehr deutschsprachige Informationen über Touren und Treffen mit Australiens Ureinwohnern:

www.queensland-australia.eu/de/aborigines

Weitere Informationen zu Veranstaltungen in Queensland.

Das Festival-Gelände liegt auf heiligem Boden und ist für die Aborigines ein spirituell bedeutsamer Ort. Foto: Tourism Queensland
Das Festival-Gelände liegt auf heiligem Boden und ist für die Aborigines ein spirituell bedeutsamer Ort. Foto: Tourism Queensland

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Aborigines-Gemeinden der Cape York-Halbinsel feiern beim „Laura Aboriginal Dance Festival“ drei Tage lang ihre Kultur. Foto: Kerry Trapnell/Tourism Queensland
Aborigines-Gemeinden der Cape York-Halbinsel feiern beim „Laura
Aboriginal Dance Festival“ drei Tage lang ihre Kultur. Foto: Kerry Trapnell/Tourism Queensland

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