Finnland für Feinschmecker: das nordische Land präsentiert auf der Grünen Woche in Berlin seine Kulinarik

Unter dem Motto „Aus der Wildnis“ präsentiert sich das diesjährige Partnerland der Internationalen Grünen Woche in Berlin als neue Food-Destination in Europa. Mit vier ausgeprägten gegensätzlichen Jahreszeiten und mit der Verbundenheit zu den eigenen Wurzeln sowie einer kreativen Denkweise, beinhaltet die neue nordische Küche all das, was die finnische Natur zu bieten hat: Waldbeeren und Kräuter, Pilze und Fisch – kombiniert mit alten traditionellen Konservierungsmethoden wie der Fermentierung.

Finnland ist ein kreatives und unterhaltsames Reiseziel für Feinschmecker und wie die vier Jahreszeiten haben auch die einzelnen Landesteile, von Helsinki über die Küste mit den Schären, vom Seengebiet bis nach Lappland, ihren eigenen Charme und ihre eigenen Spezialitäten.

Food-Trends aus Helsinki

Die Küstenhauptstadt Helsinki ist der Ort, von dem aus neue Food-Trends den Weg nach ganz Finnland finden. Junge kreative Köche tragen dazu bei, eine neue nordische Küchenphilosophie zu schaffen, die den Zutaten der Natur treu bleibt.

Sie werden mit Michelin-Sternen ausgezeichnet. Ihr „Geheimnis“: Sie kombinieren Lebensmittel aus der freien Natur, Zero Waste-Denken und traditionelle Konservierungsmethoden wie Fermentierung – diese dienten früher dazu, Lebensmittel in den Wintermonaten frisch zu halten – miteinander.

Als Heimat des international bekannten Food-Festivals Restaurant Day und mit einer neuen Generation von Wild Food-, Zero Waste- und Sternerestaurants ist Helsinki ein Muss für einen aufregenden Wochenendausflug, sagt Terhi Hook. Sie ist Development Manager Visit Finland.

Zu den kulinarischen Highlights gehören das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Olo, das Restaurant Nolla, welches alle Bioabfälle in der eigenen Küche kompostiert, das Ultima, das viele der verwendeten Zutaten selbst im Restaurant anbaut und das Grön, wo saisonale, biologische und auch vegane Gerichte serviert werden.

Superfoods sammeln in den Nationalparks

Finnland ist ein Land mit endlosen Wäldern und 180.000 Seen. Bekannt für die Reinheit und Frische der Luft und des Wassers, ist die finnische Natur eine der saubersten und unverfälschtesten der Welt.
Schon gewusst? Das Wasser ist so sauber, dass es aus einigen Seen sogar direkt getrunken werden kann.

Viele finnische Seen haben so ein reines Wasser, dass man es direkt aus dem See trinken kann. Foto: Julia Kivela / Visit Finland
Viele finnische Seen haben so ein reines Wasser, dass man es direkt aus dem See trinken kann.
Foto: Julia Kivela / Visit Finland

In der Seenplatte, dem größten Seengebiet Europas mit 200.000 Ferienhäusern, verbringen die Finnen ihren Urlaub gerne beim Angeln und Räuchern von Fisch, beim Sammeln von Waldbeeren und Pilzen und beim Erwärmen ihrer Holzsaunen (diese können nach dem Saunagang sogar als Grill dienen: Saunaöfen).

Selbst die junge Generation weiß ihre Wurzeln zu schätzen und füllt ihre Gefriertruhe gern mit selbst geernteten Heidelbeeren und Pilzen für die Wintermonate – in Finnland ist das fast schon ein nationales Hobby.


Acht Tipps für den Finnland-Urlaub von Terhi Hook von Business Finland / Visit Finland


In Finnland gilt das Jedermannsrecht

Auch Reisende können die finnische Wildnis auf eigene Faust erkunden, während Sie durch endlose Wälder in den 40 Nationalparks schlendern und von den dortigen Naturschätzen kosten. Und das Beste an den finnischen Naturprodukten: Jeder kann sie überall genießen! Dank des Jedermannsrechts dürfen alle Menschen, die in Finnland leben oder es bereisen, frei durch die Natur wandern, sie für Freizeitzwecke nutzen oder Beeren und Pilze sammeln – solange Privatbesitz geachtet wird.

Auch auf einen nicht gerade großen Fels in den Schären passt ein ansehnliches Anwesen. Foto: Ingo Paszkowsky
Auch auf einen nicht gerade großen Fels in den Schären passt ein ansehnliches Anwesen.
Foto: Ingo Paszkowsky

Die Naturschätze Finnlands überzeugen besonders in einer Zeit, in der die Sorge um Pestizide und verarbeitete Lebensmittel große Bedeutung erlangte: Sie sind biologisch, mager, nährstoffreich und haben den Charakter von „Superfoods”. Finnland verfügt statistisch über die weltweit größte zertifizierte Biofläche und die saubersten Lebensmittel in der gesamten Europäischen Union.

Naturdelikatessen sind bei den Einwohnern Lapplands besonders beliebt

Die Gewächse in Finnland profitieren von den vier, in Finnland besonders stark gegensätzlichen Jahreszeiten. Der strenge Winter und der intensive Sommer mit 24 Stunden Sonnenlicht bringen natürliches „Superfood” voller Antioxidantien, Vitamine und natürlich süßer Aromen hervor. Diese extremen Klimaunterschiede machen sich vor allem bei den Pflanzen in Lappland bemerkbar, wo Temperaturen von minus 30 Grad Celsius im Winter keine Seltenheit sind und es im Sommer bis zu plus 25 Grad Celsius geben kann. Naturdelikatessen wie Moltebeeren, Engelwurz und arktische Himbeeren sind bei den Einwohnern Lapplands besonders beliebt.

Auch Wild ist Bestandteil der nordischen Ernährung – in Lappland typischerweise frisches Rentierfleisch. Die Flechten dienen übrigens nicht nur als Rentierfutter, sondern sind auch auf Gourmettellern in den ausgefallenen lappischen Restaurants zu finden.

Kartoffeln Made in Finland. Die Finnen lieben ihre Kartoffel so sehr, dass sie die erste Kartoffelernte im Jahr mit einem Fest begrüßen - und die Kartoffeln mit einem Fähnchen versehen. Foto: Ingo Paszkowsky
Kartoffeln Made in Finland. Die Finnen lieben ihre Kartoffel so sehr, dass sie die erste Kartoffelernte im Jahr mit einem Fest begrüßen – und die Kartoffeln mit einem Fähnchen versehen.
Foto: Ingo Paszkowsky

In der Küsten- und Schärenregion findet man neben Seefisch auch noch andere Naturschätze wie die Früchte der Sanddorn-Pflanze, die für ihren hohen Vitamin C­-Gehalt bekannt sind. Das Meer hingegen bietet frischen Ostseehering, der gern leicht süßlich mariniert wird.

Der Nordic Diet folgen

Bei der aktuell angesagten Ernährungsvariante, der Nordic Diet, liegt die Verwendung von natürlichen, frischen sowie lokalen und saisonalen Zutaten mit geringem ökologischem Fußabdruck im Vordergrund. Hierzu gehören Beeren, Pilze, Wildkräuter und Fisch, die meist frei in der finnischen Wildnis zu finden sind.

Eine Kostprobe der modernen finnischen Küche auf der Grünen Woche 2019 in Berlin. Foto: Ingo Paszkowsky
Eine Kostprobe der modernen finnischen Küche auf der Grünen Woche 2019 in Berlin.
Foto: Ingo Paszkowsky

Sechs Feinschmecker-Erlebnisse:

1. Sammeln Sie Ihr eigenes Superfoods im Wald. Die finnische Natur ist ein „Superfood”-Paradies und gilt als „Apotheke für Arme”. Sie ist voll von Beeren wie Blaubeeren, Moltebeeren, Sanddornbeeren und Pilzen.

2. Gehen Sie angeln mit einem lokalen Fischer und räuchern Sie Ihren Fang anschließend über dem Feuer.

3. Begleiten Sie die Erntezeit und feiern Sie mit auf kulinarischen Festivals in der Küsten- und Schärenregion, wo frische Äpfel und Malzbrot serviert werden.

4. Lernen Sie die langen Traditionen des Ostens kennen und backen Sie das finnische Nationalgericht: Karelische Piroggen. Diese bestehen aus Roggenkruste und sind mit Reisbrei gefüllt.

5. Trinken Sie wie die Finnen. Probieren Sie finnisches Craft-Bier und altbekannte Gins wie den Artic Blue Gin oder einen der Kyrö Distillery.

6. Besuchen Sie eines der trendigen Restaurants in Helsinki: Olo, Naila, Ultima und Grön.

Großer Andrang in der Finnland-Halle 10.2 auf der Grünen Woche in Berlin. Foto: Ingo Paszkowsky
Großer Andrang in der Finnland-Halle 10.2 auf der Grünen Woche in Berlin.
Foto: Ingo Paszkowsky

Weitere Informationen gibt es auf Visit Finland

Titelfoto / Die Früchte des Waldes stehen bei den Finnen hoch im Kurs und sind Basis für eine trendige Küche. / Foto: Julia Kivela / Visit Finland

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Dieser Besuch in Finnland ist schon etwas länger her

 

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