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Die Gegend um die historische Kurstadt Hanko im südlichsten und sonnigsten Teil Finnlands ist ein Paradies für alle, die Sandstrände und felsige Buchten lieben. / Foto: Business Finland

Finnland: Traumstrände und Urlaubstipps der Ministerpräsidentin

9 Minuten Lesezeit

Sommerurlaub im Norden gegen die gegenwärtige Hitze in den traditionellen südlichen Urlaubsländern. Auf Strände brauchst Du nicht verzichten. Fünf Geheimtipps für Traumstrände in Finnland. Außerdem Urlaubstipps der prominentesten Finnin derzeit, Ministerpräsidentin Sanna Marin.

Bei Finnland denke ich zuerst an Kälte und dass gefühlt auf jeden Einwohner eine Sauna kommt. Aber die Finnen können auch Strand. Und das ist wichtig zu wissen, denn in beliebten Urlaubszielen der Deutschen wie Italien, Spanien oder Frankreich herrscht eine Gluthitze.

Mit dem Baden ist es in Finnland nicht weit her, denn lediglich in den Sommermonaten kommt die Wassertemperatur in der Ostsee bei Helsinki auf 15 bis 17 Grad. Bisher jedenfalls, denn die große Hitze in diesem Sommer in Europa soll Oberflächentemperaturen im Finnischen Meerbusen von lokal 25 Grad Celsius erzeugt haben.

Außerdem muss Strand nicht automatisch mit Baden in Verbindung gebracht werden. An einsamer Stelle das Rauschen des Meeres und den Wind auf sich wirken lassen – das hat auch was.

Aber jetzt Schluss mit den Vorbetrachtungen, kommen wir zu den finnischen Stränden. Finnland bietet eine beeindruckende Küste mit reizvollen Sandstränden. Noch ist die finnische Küste ein Geheimtipp, sagt Business Finland, dass dies für alle Strände im Finnland gilt, daran habe ich allerdings Zweifel. Denn auf unserem Foto von Yyteri, sieht dieser nicht gerade menschenleer aus. Aber mit etwas Glück entdecken Reisende einsame Strände oder eine Insel mit Robinson-Crusoe-Feeling.

Yyteri – der längste Strand in Finnland

Sand und markante Dünen prägen Yyteri, der etwa 17 Kilometer vom Stadtzentrum des Ortes Pori entfernt liegt. Mit einer Länge von sechs Kilometern gilt der Ostsee-Strand als längster Strand in Finnland und einer der längsten Strände der nordischen Länder. Der Yyteri-Strand in Pori verfügt über ein Spa, ein Hotel, einen Golfplatz und einen FKK- Bereich. Er ist Teil eines international anerkannten Natura-Naturschutzgebiets und wurde kürzlich mit der begehrten Blauen Umwelt-Flagge ausgezeichnet. Neben Entspannung an den familienfreundlichen Stränden locken zahlreiche Aktivitäten wie Schwimmen, Surfen, Paddle-Boarding und Vogelbeobachtung.

Sand und markante Dünen prägen Yyteri, der etwa 17 Kilometer vom Stadtzentrum des Ortes Pori entfernt liegt. / Foto: Business Finland / Hannu Ikonen
Sand und markante Dünen prägen Yyteri, der etwa 17 Kilometer vom Stadtzentrum des Ortes Pori entfernt liegt. / Foto: Business Finland / Hannu Ikonen

Hanko – die Bäderstadt

Die Gegend um die historische Kurstadt Hanko im südlichsten und sonnigsten Teil Finnlands ist ein Paradies für alle, die Sandstrände und felsige Buchten lieben. Nur 1,5 Stunden von Helsinki entfernt findet man hier 130 Kilometer Küstenlinie. 44 Prozent der Einwohner sind Finnlandschweden. Die Stadt ist offiziell zweisprachig – mit Finnisch als Mehrheitssprache und Schwedisch als Minderheitssprache.

Die südlichste Stadt Finnlands verströmt den Charme einer Bäderstadt und ist ein beliebtes Tagesausflugsziel. Vom Wasserturm im Zentrum der Stadt hat man einen 360-Grad-Blick über die Küste und die schönen alten Holzvillen. Dazu bietet Hanko eine beeindruckende Anzahl an Restaurants und Veranstaltungen wie die Hangon Regatta. Der Sportboothafen von Hanko ist der größte Finnlands. Von Hanko aus lässt sich wunderbar die Küste erkunden: Ganz in der Nähe liegen drei Leuchttürme, darunter der höchste Leuchtturm der nordischen Länder in Bengtskär.

Pihlajasaari – für Tagesausflüge

Helsinki ist umgeben von zahlreichen kleinen Inseln, die nur eine kurze Überfahrt von der Innenstadt entfernt liegen. Eine dieser Inseln ist Pihlajasaari. Die ehemalige Villeninsel liegt nur 10 Minuten mit der Fähre entfernt von Helsinki und ist ein beliebtes Ausflugsziel, berühmt für malerische Sandstrände und Felsen, und ideal für Sonnenanbeter und Schwimmer. Auf Läntinen Pihlajasaari gibt es ein geschütztes Wäldchen, das sich zwischen die Felsen schmiegt. Eine gute Möglichkeit, die Natur und Geschichte der Insel zu erkunden, ist ein Spaziergang auf dem zwei Kilometer langen Naturpfad. Die Insel eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug mit Picknick, und wer mag, kann hier sogar zelten.

Helsinki ist umgeben von zahlreichen kleinen Inseln, die nur eine kurze Überfahrt von der Innenstadt entfernt liegen. Eine dieser Inseln ist Pihlajasaari / Foto: Business Finland / Mariia Kauppi
Helsinki ist umgeben von zahlreichen kleinen Inseln, die nur eine kurze Überfahrt von der Innenstadt entfernt liegen. Eine dieser Inseln ist Pihlajasaari / Foto: Business Finland / Mariia Kauppi

Huuhanranta in Saimaa – die Riviera Finnlands

Huuhanranta trägt wegen seines 1,5 Kilometer langen feinen Sandstrandes den Beinamen ”Saimaa-Riviera“. Saimaa, der viertgrößte See in Europa, ist eigentlich kein zusammenhängendes Seebecken, sondern ein verzweigtes Labyrinth aus weiten Gewässern und Tausenden von Inseln. Hier ist auch die Saimaa-Ringelrobbe heimisch, die sich in dem sauberen Wasser des Sees wohlfühlt – der Saimaa-See hat Trinkwasserqualität – und sich manchmal beim Sonnenbaden auf den Klippen sehen lässt. Der Saimaa-Geopark mit Huuhanranta erhielt im Frühjahr 2021 den Status eines globalen Geoparks der UNESCO.

Kalajoki, die Pohjola-Route und Ylläs – tolle Strände im Norden

Auch im Norden von Finnland lässt sich das Strandleben genießen. Kalajoki ist bekannt für seinen langen Sandstrand und bietet eine Vielzahl von Aktivitäten im Wasser und in der Natur: Surfen, Wandern, Radfahren, Tierbeobachtungen. Im Sommer scheint hier die Mitternachtssonne, im Winter kann man statt Wellenreiten Eispaddeln. Von Kalajoki führt die fast 900 Kilometer lange Pohjola-Route von Städten zu Fjälls, von Wäldern zum Meer. Die reizvolle Strecke kann mit dem Auto, dem Wohnwagen, dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden.

Sommerurlaubvorschläge von Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin

Die Strandideen sind nichts für Dich? Vielleicht folgst Du den inspirierende Ideen für den Sommerurlaub von Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin, das nordische Glück erleben und die Natur genießen, die in Finnland im Überfluss vorhanden ist. Das Land wurde von einer UNO-Organisation übrigens zum fünften Mal in Folge zum glücklichsten Land der Welt ernannt.

Finnlands Premierministerin Sanna Marin © Jukka-Pekka Flander/SDP
Finnlands Premierministerin Sanna Marin © Jukka-Pekka Flander/SDP

Da Finnland zu 75 Prozent bewaldet ist und mit über 80.000! Inseln vor der Küste über das größte Schärenarchipel der Welt verfügt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten zum Insel-Hopping oder zum Entspannen in einem der Nationalparks. Und aufgrund der nördlichen Lage Finnlands ist das Land der Mitternachtssonne in den Sommermonaten ein besonders magischer Ort, wenn die Sonne kaum untergeht und ein Großteil des Landes fast rund um die Uhr in Licht gehüllt ist. Das kann sehr gewöhnungsbedürftig sein. Man sitzt beieinander und schwatzt und schwatzt – und die Sonne macht sich kaum rar.

Die finnische Premierministerin Sanna Marin (36), eine der jüngsten Premierministerinnen der Welt, genießt mit ihrer Familie und ihren Freunden die freie Natur Finnlands, sagt Business Finland. Da Finnlands wunderschöne bewaldete Nationalparks mit Seen und die Schärenlandschaft Marins Herzensangelegenheit seien, sind hier einige Ideen für die finnische Hauptstadt Helsinki, wo Marin derzeit lebt, und die Heimatregion der Ministerpräsidentin, die Seenlandschaft, um Finnland in diesem Sommer zu erleben: die Insel Lonna, die Insel Suomenlinna, die Insel Uunisaari, der Seitseminen-Nationalpark sowie der Helvetinjärvi-Nationalpark

Erholung vor den Toren Helsinkis: die Insel Lonna

In ihrer Wahl-Heimatstadt Helsinki genießt Marin die Nähe zu den über 330 Inseln, die die Küste säumen. Nur zehn Minuten mit der Fähre vom zentralen Marktplatz entfernt, genießt man von der winzigen, kreisrunden Insel einen atemberaubenden Blick auf das Hafengebiet Helsinkis. Das Highlight: eine hölzerne Design-Sauna am Ufer der Insel. Hier genießen Besucher ein typisch finnisches Dampfbad und nehmen anschließend ein erfrischendes Bad in der Ostsee.

Die Insel Lonna vor der Küste Helsinkis © Jussi Hellstén
Die Insel Lonna vor der Küste Helsinkis © Jussi Hellstén

Ein geschichtsträchtiger Strand: die Festungsinsel Suomenlinna

Nur eine 20-minütige Fährfahrt vom Marktplatz entfernt liegt die Festungsinsel Suomenlinna. Das UNESCO-Weltkulturerbe, das aus acht miteinander verbundenen Inseln besteht, diente ursprünglich der Verteidigung des Landes. Neben sechs Kilometern Festungsmauer, 100 Kanonen und mehreren Museen, reihen sich Cafés und Restaurants an eine über 250 Jahre alte Brauerei. Die autofreie Insel Suomenlinna verfügt über mehrere gemütliche Strände, die zum Schwimmen und Picknicken einladen, eignen sich aber auch hervorragend für geschichtliche Wanderungen.

Winzige Inseln in der Sonne: Uunisaari

Eine weitere von Marins Lieblingsinseln, Uunisaari (zu dt. „Ofeninsel“), liegt zwei Bootsminuten vor der Küste Helsinkis in der Nähe des beliebten Kaivopuisto-Parks. Vor langer Zeit gab es auf der kleinen Insel eine Ölraffinerie und eine Farbenfabrik, und im späten 19. Jahrhundert beherbergte Uunisaari ein berühmtes Heilbad. Heute zeichnet sich die Insel besonders durch seinen kinderfreundlichen Badestrand mit Spielplatz aus.

Suomenlinna © Emilia Hoisko
Suomenlinna © Emilia Hoisko

Eine Reise ins 20. Jahrhundert: der Seitseminen-Nationalpark

Nur 50 Kilometer von der Saunawelthauptstadt Tampere entfernt, findet sich der Seitseminen-Nationalpark in Ruovesi. Das weite Netz aus markierten Wanderwegen kann im Rahmen von kürzeren Spaziergängen wie auch längeren Tageswanderungen erkundet werden. Zusätzlich finden sich hier einige der ältesten Waldbestände Finnlands, die der Öffentlichkeit zugänglich sind. Die vom borealischen Nadelwald umsäumte Kovero-Farm stellt dabei eine kulturelle Besonderheit dar. Die 1859 gegründete Pachtfarm führt seine Besucher zurück in die Zeit der Siedler und das einfache Leben der finnischen Vorfahren.

Uralte Wälder und beeindruckende Schluchten: der Helvetinjärvi-Nationalpark

Nur etwa 45 Kilometer von Seitseminen entfernt, gelangt man über den Virkatie-Pfad zum Helvetinjärvi-Nationalpark (zu dt. „Höllensee“). Von einer beeindruckenden Fels- und Waldlandschaft gezeichnet, zieht die Helvetinkolu-Schlucht jeden Besuchenden in den Bann. Das außergewöhnliche geologische Profil der ursprünglichen Wälder reiht Sandstrände an natürliche Felsformationen und tiefe Verwerfungen mit steil abfallenden Klippen.

Helvetinjarvi Nationalpark © Tea Karvinen
Helvetinjarvi Nationalpark © Tea Karvinen

Zur Information: Die fünf vorgenannten Orte werden von der finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin empfohlen, die Beschreibungen stammen jedoch von Visit Finland.

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Titelfoto / Die Gegend um die historische Kurstadt Hanko im südlichsten und sonnigsten Teil Finnlands ist ein Paradies für alle, die Sandstrände und felsige Buchten lieben. / Foto: Business Finland


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Richtlinien des Finnischen Grenzschutzes für Reisende (engl.)

Seite zur Einreise nach Finnland der Botschaft von Finnland in Berlin

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