Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt ist online – Daten & Fakten


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17 Minuten Lesezeit

Es ist geschafft, mit vielen Jahren Verspätung ging der neue Hauptstadtflughafen Ende Oktober / Anfang November ans Netz. Neun Jahre später als geplant. Insgesamt 14 Jahre betrug die Bauzeit des Flughafens, als einem der größten Bauprojekte Deutschlands. Mit 5,9 Milliarden Euro Kosten ist der Airport mehr als doppelt so teuer geworden, wie mit Baubeginn ursprünglich veranschlagt. Ironie: Gerade jetzt gibt es Pandemie-bedingt kaum Flugverkehr.

BER im Regelbetrieb

Am Sonntag, den 1. November 2020, hat am Terminal 1 des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) der Regelbetrieb mit den ersten kommerziellen Abflügen begonnen. Am frühen Montagmorgen startete um 6:45 Uhr eine Maschine der easyJet nach London-Gatwick. Das Terminal war am Vortag mit der Landung der ersten beiden Flugzeuge von easyJet und Lufthansa auf der nördlichen Start- und Landebahn des BER in Betrieb genommen worden. Fluggäste waren u.a. easyJet CEO Johan Lundgren und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr.

easyJet-Erstflug nach London Gatwick vom BER am 1.11.2020 / © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg

Der Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt trägt den IATA-Code BER und den ICAO-Code EDDB. Der Stadt-Flughafen Berlin-Tegel (TXL) wird im November geschlossen, Fläche und Bauten anderweitig entwickelt und genutzt.

Preiswerte Flüge

Im Zuge des Ausbaus wurde der Flughafen Schönefeld um eine Fläche von 970 Hektar erweitert. Insgesamt ist der neue Airport 1.470 Hektar groß, das entspricht rund 2.000 Fußballfeldern.

Die neuen Terminals T1 und T2 befinden sich zwischen zwei parallel angelegten Start- und Landebahnen, die aufgrund des seitlichen Abstandes von 1.900 Metern unabhängig voneinander betrieben werden können. Das Terminal 2 ist zwar bautechnisch abgenommen, aber wegen des pandemiebedingten Rückgangs des Flugverkehrs noch nicht in Betrieb. Es ist hauptsächlich den Billigfluggesellschaften vorbehalten.

Die dazugehörigen Gate- und Luftfahrzeugpositionen liegen ebenfalls kompakt zwischen den Runways, im sogenannten Midfield. Im nördlichen Bereich liegt das Terminal 5, der ehemalige Flughafen Schönefeld.

Blick vom 72 Meter hohen Tower auf die Wasserfontäne der BER-Flughafenfeuerwehr. / Bildquelle: Thomas Köhler/Photothek
  • Nordbahn: Die bereits bestehende Start- und Landebahn des Flughafens Schönefeld wurde von 3.000 auf 3.600 Meter verlängert.
  • Südbahn: Der Flughafen Berlin Brandenburg hat eine neue Start- und Landebahn mit einer Länge von 4.000 Metern und einer Breite von 60 Metern.
  • Rollwege: Ein flexibles Rollwegesystem sorgt für die hohe Leistungsfähigkeit des neuen Flughafens.
  • Fluggastbrücken: Das Terminal 1 verfügt über insgesamt 25 Fluggastbrücken, davon 16 am Main Pier und weitere neun Brücken am Pier Süd. Am Pier Nord sind die Luftfahrzeuge zu Fuß zu erreichen (Walk-Boarding). Diese sind in erster Linie den Billigfliegern vorbehalten
  • Standplätze: Der Flughafen Berlin Brandenburg verfügt zum Start über 85 Flugzeug-Abstellpositionen. Weitere 15 Standplätze sind derzeit im Bau. Darüber hinaus stehen im nördlichen Bereich (ehemaliger Flughafen Schönefeld) 30 weitere Positionen zur Verfügung.

Seht unser Video über die Landebahn Süd auf Youtube

Landung der Qatar Airways auf der Südbahn des Flughafens BER am 4.11.2020. Mit dieser ersten regulären Landung auf der Südbahn ist die Eröffnung des BER abgeschlossen.

Das Terminal 1 in Zahlen

Das Terminal 1 ist das größte Terminal am BER. Mit seinen gegliederten Fassaden und klaren geometrischen Formen greift es architektonische Elemente von Schinkel bis zum Bauhaus auf. Entworfen wurde das Gebäude von den gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner.

Ankunft erster Passagiere im BER, Terminal 1 / ©Ekaterina Zershchikova / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Terminal- und Pier-Flächen

  • 360.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche
  • Vorfahrt über zwei Ebenen mit je ca. 550 m Länge

Terminalgebäude

  • Länge: 220 m
  • Breite: 180 m
  • Höhe: 32 m
  • 33.000 Quadratmeter Glasfassaden
  • 160.000 Kubikmeter Beton
  • 30.000 Tonnen Bewehrungsstahl
  • 9.000 Tonnen Baustahl für Stahlkonstruktion

Main Pier

  • Länge: 715 m
  • 16 Fluggastbrücken

Pier Nord

  • Länge: 350 m
  • Zwölf Walk-Boarding-Positionen

Pier Süd

  • Länge: 350 m
  • Neun Fluggastbrücken

Pavillons

  • rechts und links des Terminals (Pavillon Nord, Pavillon Süd) jeweils acht Sicherheitskontrolllinien und zwölf Check-in-Schalter
  • Länge: 93,75 m
  • Breite: 37,50 m
  • Höhe: 10,37 m
BER, Terminal 1. An der Decke der Fliegende Teppich kalifornischen der Künstlerin Pae White. Das etwa 4,5 Tonnen wiegende Kunstwerk mit den Abmessungen 56 mal 42 Meter hängt an 150 kaum sichtbaren Seilen / Foto: Ingo Paszkowsky
BER, Terminal 1. An der Decke der Fliegende Teppich kalifornischen der Künstlerin Pae White. Das etwa 4,5 Tonnen wiegende Kunstwerk mit den Abmessungen 56 mal 42 Meter hängt an 150 kaum sichtbaren Seilen / Foto: Ingo Paszkowsky

Terminal-Ebenen

  • Ebene U2 – Bahnhof, Technik, Ver- und Entsorgungsebene
  • Ebene U1 – Verteilerebene vom Bahnhof zum Terminal und zur Airport City, Technik
  • Ebene E0 – Ankunftsebene, inkl. Gepäckausgabe und Vorfahrt, Bus Gates
  • Ebene E0Z – Zwischengeschoss für Non-Schengen-Ankünfte und Umsteigereinrichtungen
  • Ebene E1 – Vorfahrt, Abflugebene, Check-in, Sicherheitskontrollen, Retail, Gastronomie, Schengen-Warteräume
  • Ebene E2 – Non-Schengen-Warteräume, Lounges, Büros
  • Ebene E3 – Technik
  • Ebene E4 – Besucherterrasse

Ausstattung Terminal 1

  • Zehn Check-in-Inseln mit insgesamt 118 Schaltern, davon befinden sich acht Check-in-Inseln in der Haupthalle und jeweils eine Check-in-Insel mit zwölf Schaltern im Pavillon Nord bzw. Süd. Außerdem verstärkter Einsatz von Check-in-Automaten
  • 36 Sicherheitskontrolllinien Abflug und fünf weitere für Umsteiger
  • Gepäckausgabehalle mit acht Gepäckausgabe-Rundläufen

Kapazität Terminal 1

  • Über das Terminal 1 können jährlich rund 25 Millionen Passagiere abgefertigt werden.

Airlines am BER – Terminal T1

Aegean Airlines (A3)

Aer Lingus (EI)

Aeroflot (SU)

airBaltic (BT)

Air Canada Rouge (RV)

Air France (AF)

Air Malta (KM)

Air Serbia (JU)

Alitalia (AZ)

American Airlines (AA)

Arkia (IZ)

Austrian Airlines (OS)

Azerbaijan Airlines (J2)

British Airways (BA), BA City Flyer (CJ)

Belavia (B2)

Brussels Airlines (SN)

Bulgaria Air (FB)

Croatia Airlines (OU)

Danish Air Transport (DX)

Delta Air Lines (DL)

easyJet (U2), easyjet Europe (EJU), easyjet Switzerland (DS)

Egypt Air (MS)

El Al- Israel Airlines (LY)

Eurowings (EW)

Finnair (AY)

Fly Egypt (FEG)

Georgian Airways (A9)

Germanwings (4U)

Hainan Airlines (HU)

Iberia (IB), Iberia Express (IBS)

Icelandair (FI)

KLM (KL), KLM Cityhopper (WA)

LOT Polish Airlines (LO)

Lufthansa (LH)

Luxair (LG)

MHS Aviation (MHV)

MIAT Mongolian Airlines (OM)

Norwegian Air Int. (D8), Norwegian Air Shuttle (DY)

Qatar Airways (QR)

Rossiya Airlines (FV)

Royal Air Maroc (AT)

Royal Jordanian (RJ)

S7 Airlines (FR)

SAS (SK)

Scoot (TR)

Swiss (LX)

TAP Air Portugal (TP)

Turkish Airlines (TK)

Ukraine International Airlines (PS)

United Airlines (UA)

UT Air (UT)

Vueling Airlines (VY)

Seht euch auch unser Video über den BER auf Youtube an

Das Terminal 1 ist das größte Terminal am BER / Foto: Ingo Paszkowsky
Das Terminal 1 ist das größte Terminal am BER / Foto: Ingo Paszkowsky

Das Terminal 2 in Zahlen

Das Terminal 2 dient als Abfertigungsgebäude für Abflug und Ankunft. Es ist mit den Wartebereichen im Pier Nord des Terminal 1 über zwei Brücken verbunden.

Terminalfläche

  • Bruttogesamtfläche: 23.000 Quadratmeter

Terminalgebäude

  • Länge: 240 m
  • Breite: 40 m
  • Höhe: 15 m
  • 12.500 Kubikmeter Beton
  • 1.700 Tonnen Stahl

Terminal-Ebenen

  • Ebene E0 – Check-in, Retail, Gastronomie, Ankunftsebene inkl. Gepäckausgabe
  • Ebene E1 –Sicherheitskontrollen, Retail, Gastronomie, Übergang zu Terminal 1 (Pier Nord)

Ausstattung Terminal 2

  • 16 Check-in-Schalter sowie 38 Self-Service-Kioske
  • Sicherheitskontrolle: 8 Doppellinien in der Ebene E1
  • Gepäckausgabe mit drei Rundläufen

Kapazität Terminal 2

  • Das Terminal 2 ist für sechs Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt. Aufgrund der eingebrochenen Passagierzahlen wird es voraussichtlich erst zum Sommerflugplan 2021 in Betrieb gehen.

Fotostrecke Flughafen Berlin Brandenburg

Das Terminal 5 in Zahlen

Die bestehenden Anlagen des ehemaligen Flughafens Schönefeld werden unter dem Namen Terminal 5 vorerst weiterbetrieben.

Umbenennung des Flughafens Berlin -Schönefeld in BER Terminal 5 am 25.10.2020 / © Flughafen Berlin Brandenburg GmbH / Günter Wicker

Terminalfläche

  • Bruttogesamtfläche: über 17.000 Quadratmeter

Terminalgebäude

  • Fünf Terminalbereiche: K, L, Q, M Abflug, M Ankunft

Ausstattung Terminal 5

  • 47 Check-in-Schalter
  • Insgesamt 15 Sicherheitskontrolllinien
  • Gepäckausgabe mit insgesamt acht Rundläufen (fünf im Bereich L, fünf im Bereich M Ankunft)

Kapazität Terminal 5

  • Das Terminal 5 bietet genügend Kapazitäten für jährlich 8-10 Millionen Passagiere.

Airlines am BER – Terminal 5

Bulgarian Air Charter (BUC)

Condor (DE)

Corendon Airlines (CAI), Corendon Airlines Europe (CXI)

Freebird Airlines (FHY), Freebird Airlines Europe (FHM)

Iraqi Airways (IA)

Israir (6H)

Nouvelair Tunisie (BJ)

Onur Air (8Q)

Pegasus Airline (PC)

Pobeda (DP)

Ryanair (FR)

SundAir (SDR)

SunExpress (XQ)

Tailwind Airlines (TWI)

Transavia Airlines (HV), Transavia France (TO)

TUIfly (X3)

Tunis Air (TU)

Wizz Air (W6)

Warten auf Gäste. Mövenpick im Ankunftsbereich von Terminal 1 des BER / Foto: Ingo Paszkowsky
Warten auf Gäste. Mövenpick im Ankunftsbereich von Terminal 1 des BER / Foto: Ingo Paszkowsky

Sicherheit und Hygiene am BER

Neben der Gewährleistung der Luftsicherheit kommt vor dem Hintergrund der aktuellen Situation auch der Berücksichtigung der Corona-Bestimmungen eine besondere Bedeutung zu. Die Flughafengesellschaft setzt in den Terminals umfangreiche Hygienemaßnahmen um. Dazu zählen Abstandsmarkierungen auf dem Boden in allen Terminalbereichen, Plexiglas-Trennscheiben und berührungslose Spender zur Händedesinfektion, sowie regelmäßige Ansagen zu Abstands- und Hygieneregeln. Ebenfalls werden für den Transport von und zu Flugzeugen auf Außenpositionen genügend Busse bereitgestellt, sodass jeder Bus nur etwa zur Hälfte besetzt ist.

Die Bundespolizei mit ihren Dienstleistern ist für die Flughafengesellschaft der zentrale Partner um für einen sicheren Flugbetrieb zu sorgen. Grenzkontrollen, die Gewährleistung der Luftsicherheit, die Bahnpolizei und die Kriminalitätsbekämpfung gehören zu den Kernaufgaben der Bundespolizei am BER. Das neue Dienstgebäude der Bundespolizei am BER in unmittelbarer Nähe von Terminal T1 und Terminal T2 ist ein wichtiger Baustein in der Infrastruktur des neuen Flughafens.

Ein wichtiger Schritt mit Blick auf das sichere Fliegen unter Corona-Bedingungen ist die Eröffnung des neuen Corona-Test-Centers im Terminal 1. Das von der Centogene GmbH betriebene Test Center befindet sich in der Ankunftsebene E0 und ist für ankommende und abfliegende Passagiere sowie für Besucher täglich von 7.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Reisende, die am Terminal 5 ankommen, nutzen entweder das Test Center im Terminal 1 oder andere designierte Teststellen in Berlin und Brandenburg. Der Test kostet 59 Euro und ist für ankommende Passagiere aus Risikogebieten verpflichtend. Alternativ können sich Passagiere aus Risikogebieten auch innerhalb von 10 Tagen an jeder anderen designierten Teststelle in Berlin und Brandenburg testen lassen.

Gastronomie und Shopping

  • Am BER gibt es im Terminal 1 (T1) auf mehr als 20.000 Quadratmetern ein breites Angebot mit rund 120 Shops, Gastronomie- und Service-Einrichtungen. Ein umfassender Branchenmix stellt die unterschiedlichen Bedürfnisse und Erwartungen von Passagieren, Abholern und Bringern bis hin zu Mitarbeitern und Besuchern sicher. Am Flughafen BER präsentieren sich neben internationalen Marken vor allem regionale Anbieter aus dem Einzelhandel, der Gastronomie und dem Service.
  • Das Herzstück bildet ein ca. 9.000 Quadratmeter großer Marktplatz im Zentrum des T1 im Sicherheitsbereich (Luftseite). Teil des Marktplatzes im T1 ist der auf einer Empore gelegene Food-Court. Reisende haben auf rund 2.000 Quadratmetern die Wahl zwischen verschiedenen gastronomischen Angeboten.
  • Klassische Fastfood-Konzepte bilden den Schwerpunkt mit populären Angeboten von regional bis international. Insgesamt kommen mehr als 50 Prozent der Anbieter aus der Region Berlin-Brandenburg.
  • Im Non-Schengen-Bereich des T1 befinden sich auf rund 1.400 Quadratmetern weitere Einzelhandels-, Gastronomie- und Serviceflächen.
  • Im öffentlich zugänglichen Bereich (Landseite) des T1 gibt es auf über 4.000 Quadratmetern ebenfalls Flächen für Handel, Gastronomie und Services. In der Ankunftsebene sind diverse Reiseveranstalter und Autovermieter vertreten. Das Service-Angebot wird u.a. mit dem DB-Reisezentrum, einer Touristeninformation und Geldautomaten abgerundet.
  • In den Terminals T2 und T5 steht ebenfalls ein ausgewähltes Angebot an Gastronomie-Einrichtungen zur Verfügung. Dazu gehören im T2 ein Café, eine Bäckerei, verschiedene Shops mit Take Away-Angeboten, eine Buch- und Pressehandlung und ein Souvenir-Shop auf der Landseite. Zusätzlich gibt es in diesem Terminal eine Tourist-Info sowie einen Geldwechselschalter. Ein Duty-Free-Shop und verschiedene Gastronomie-Einrichtungen ergänzen das Angebot nach den Sicherheitskontrollen.
  • Im Terminal 5 befinden sich landseitig ein Supermarkt, eine Bäckerei, Reisebüros, Tourist-Informationen sowie Geldwechselschalter. Nach den Sicherheitskontrollen stehen Passagieren Duty-Free-Shops und Gastronomie-Einrichtungen, etwa ein Pub und ein Fastfood-Restaurant, zur Verfügung.

Lufthansa Check-in für First Class und Business Class in Nussbaum-Holz in Terminal 1 in der Rundumsicht / Foto: Ingo Paszkowsky

Verkehrsanbindung BER

Bahnanbindung Terminal 1-2

Direkt unter dem Terminal 1 befindet sich der neue, sechsgleisige Bahnhof „Flughafen BER Terminal 1-2“ mit drei Bahnsteigen. Es wird erwartet, dass zwei von drei Reisenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum neuen Flughafen kommen.

Mit der Inbetriebnahme verkehren die Züge der Regionalbahn etwa im 15-Minuten-Takt zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem BER. Diese Züge halten jedoch nicht am alten Flughafen Schönefeld bzw. dem Terminal 5.

Die Fahrzeit beträgt ca. eine halbe Stunde, nach Eröffnung der Dresdner Bahn 2025 werden Reisende nur noch 20 Minuten benötigen. Auf dem Bahnhof halten in der Hauptverkehrszeit pro Stunde insgesamt 14 Züge, darunter alle zehn Minuten die S-Bahn und etwa einmal pro Stunde der IC auf der Strecke Dresden-Rostock.

Direkt unter dem Terminal 1 befindet sich der neue, sechsgleisige Bahnhof „Flughafen BER Terminal 1-2“ mit drei Bahnsteigen. Es wird erwartet, dass zwei von drei Reisenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum neuen Flughafen kommen. / Foto: Ingo Paszkowsky
Direkt unter dem Terminal 1 befindet sich der neue, sechsgleisige Bahnhof „Flughafen BER Terminal 1-2“ mit drei Bahnsteigen. Es wird erwartet, dass zwei von drei Reisenden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum neuen Flughafen kommen. / Foto: Ingo Paszkowsky

Bahnanbindung Terminal 5

Der ehemalige Bahnhof Berlin-Schönefeld Flughafen bleibt unter dem Namen „Flughafen BER Terminal 5“ in Betrieb. Zwischen beiden Stationen fahren die S-Bahnen im 10-Minuten-Takt, Busse im 5-Minuten-Takt.

Bahnanbindung ab 2020

  • FEX: Hauptbahnhof – Ostkreuz – BER Terminal 1-2 (alle 30 Minuten)
  • RE7: Dessau, Bad-Belzig – Berlin-Stadtbahn – BER Terminal 1-2 – Wünsdorf- Waldstadt (stündlich)
  • RB14: Nauen – Berlin-Stadtbahn – BER Terminal 1-2 (stündlich)
  • RB22: Potsdam – Golm – BER Terminal 1-2 – Königs Wusterhausen (stündlich)
  • S9: Spandau – Stadtbahn – BER Terminal 5 – BER Terminal 1-2 (alle 20 Minuten)
  • S45: Südkreuz – BER Terminal 5 – BER Terminal 1-2 (alle 20 Minuten)

Bahnanbindung ab 2022

Zum Jahresende 2022 wird das Zugprogramm optimiert. U.a. wird der Bahnhof „Flughafen BER Terminal 5“ in den Regionalverkehr eingebunden. Mit Inbetriebnahme der Dresdner Bahn ab 2025 wird das Verkehrsangebot zusätzlich ausgebaut und die Fahrzeit des Flughafen Express (FEX) von und zum Berliner Hauptbahnhof auf 20 Minuten reduziert.

Straßenanbindung

Über einen eigenen Autobahnanschluss der Autobahn A113 (Abfahrt Nr. 8 „Flughafen Berlin Brandenburg) besteht eine direkte und schnelle Anbindung von den Terminals T1 und T2 an die Berliner Innenstadt sowie über den Berliner Ring A10 in das weitere Einzugsgebiet. Das Terminal 5 ist weiterhin über die Anschlussstelle Nr. 7 „Schönefeld-Süd“ und die B96a erreichbar. Am BER stehen Passagieren und Besuchern mehr als 10.000 Parkplätze zur Verfügung.

Nachtflugregelung

Seit Oktober 2011 ist die Nachtflugregelung für den Flughafen Berlin Brandenburg durch das Bundesverwaltungsgericht in letzter Instanz bestätigt. Reguläre Linienflüge sind in der Kernnachtzeit von 0 bis 5 Uhr ausgeschlossen – im Gegensatz zur derzeit für Schönefeld bestehenden 24-Stunden-Genehmigung. In den Tagesrandzeiten von 22 bis 24 Uhr und von 5 bis 6 Uhr sind Verfrühungen und Verspätungen sowie ein behördlich festgelegtes Kontingent von Flügen möglich.

Ausblick bis 2040

In den gegenwärtigen Pandemie-Zeiten kann wohl niemand die Zukunft des Flugverkehrs halbwegs präzise voraussagen. Die folgenden Aussagen basieren auf „Vor-Corona“-Annahmen.

In der Flughafenregion werden in den kommenden Jahren Tausende neue Arbeitsplätze entstehen, hofft die Flughafenbetreiberin. In 15 Jahren könnten rund 40.000 Menschen ihren Lebensunterhalt direkt mit einem Job am Flughafen Berlin Brandenburg verdienen. Dies ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Conoscope und des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge an der Universität Leipzig im Auftrag der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB). Derzeit leben mehr als 20.000 Menschen von einer Beschäftigung an den Flughäfen Tegel und Schönefeld. Die FBB selbst hat rund 2.100 Mitarbeiter.

Das geht einher mit einer wachsenden Zahl an Passagieren. Die Luftverkehrsprognose für das Jahr 2040 liegt bei rund 55 Millionen Passagieren. Um dem prognostizierten Passagiervolumen bis 2040 eine bedarfsgerechte Infrastruktur zur Verfügung stellen zu können, wurde ein strategisches Leitbild – der Masterplan BER 2040 – entwickelt.

Die Entwicklung des Masterplans BER 2040 basiert auf fünf Leitideen:

  • Eine zentrale, flexible Infrastruktur der Terminals schaffen durch zusätzliche Gates, Pier-Verlängerungen und Satelliten-Neubau mit flexibler Belegung.
  • Airport City als urbanen Ort entwickeln, der sich vom Terminal bis zur Autobahn A113 ausdehnt.
  • Vernetzte Mobilität und intermodale Konnektivität herstellen
  • Sichere und wirtschaftliche mediale Infrastruktur etablieren
  • Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Chance für die Zukunft (der smarte BER)

Der Masterplan setzt den Rahmen für die wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung der Region. Für den Immobilien- und Investitionsstandort BER wurde ein infrastrukturelles Leitbild innerhalb des Projektes Masterplan BER 2040 entwickelt. Es weist Flächen für die Entwicklung der luft- und landseitigen Quartiere und deren Nutzungsschwerpunkte aus.

Lufthansa Check-in für First Class und Business Class in Nussbaum-Holz / Foto: Ingo Paszkowsky
Lufthansa Check-in für First Class und Business Class in Nussbaum-Holz / Foto: Ingo Paszkowsky

Die Phasen

Terminal 1: Das Terminal 1 (T1) weist zur Eröffnung im Oktober 2020 eine Kapazität von rund 25 Millionen Passagieren auf und kann in den Folgejahren von ca. 27 Millionen Passagieren pro Jahr genutzt werden. Zusätzlich stehen die Kapazitäten von Terminal 5 (ehemals Flughafen Schönefeld) mit 8 bis 10 Millionen Passagieren pro Jahr zur Verfügung.

Terminal 2: Das Terminal 2 (T2) direkt vor dem Pier Nord des Terminal 1 ist für sechs Millionen Passagiere im Jahr ausgelegt und stellt alle Funktionen von Check-in, Gepäckaufgabe und -Ausgabe über Sicherheitskontrollen und Serviceeinrichtungen bis hin zu Einzelhandel und Gastronomie bereit. Der Einstieg in das Flugzeug erfolgt vom Pier Nord, an den das T2 über zwei Brücken angebunden ist. Insgesamt können am BER mit den drei Terminals T1, T2 und T5 bis zu 43 Millionen Passagiere im Jahr von und nach Berlin fliegen.

Terminal 3: Abhängig von der Passagierentwicklung soll gegenüber von T1 das neue Terminal 3 (T3) mit einer Gesamtkapazität von ca. 15 Millionen Passagieren entstehen. Nach Eröffnung soll das T5 geschlossen werden. Die Kapazität am BER liegt damit bei einer Passagieranzahl von 48 Millionen im Jahr.

Weiterer Terminalausbau: Als Pendant zum T3 kann südlich davon das Terminal 4 mit einer Kapazität von sechs Millionen Passagieren pro Jahr errichtet werden. Zudem kann das T1 nach Westen um einen weiteren Pier oder einen Satelliten ergänzt werden. Der Fokus liegt bei diesem Erweiterungsschritt auf Warteräumen mit gebäudenahen Flugzeugpositionen, die für den Fluggast komfortabel über Brücken erschlossen werden, sowie zusätzlichen Non-Aviation-Flächen. Die Erweiterungen erfolgen abhängig vom Bedarf.

Nach Abschluss aller Bauarbeiten werde der BER dem für 2040 prognostizierten Passagieraufkommen von 55 Millionen Passagiere pro Jahr umfassend gerecht werden.

Weitere Informationen online oder über die Flughafeninfo (telefonisch rund um die Uhr zu erreichen): Tel.: 030 6091-6091 0

Sternentalerhimmel von STOEBO. Gleich nach der Ankunft am Flughafen Berlin Brandenburg werden die Fluggäste von einem Sternentalerhimmel in Form von 5000 im Boden eingelassenen Münzen begrüßt.
Sternentalerhimmel von STOEBO. Gleich nach der Ankunft am Flughafen Berlin Brandenburg werden die Fluggäste von einem Sternentalerhimmel in Form von 5000 im Boden eingelassenen Münzen begrüßt. / Foto: Ingo Paszkowsky

Quelle: Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Titelfoto: BER Terminal 1 / Foto: Ingo Paszkowsky

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