Sehr nett und modern sei das Kornhaus, schrieb 1930 ein Bauhaus-Schüler begeistert an seine Mutter. / Foto: Ingo Paszkowsky

Bauhaus Dessau und andere Bauhaus-Perspektiven – die Fotos

Vor 100 Jahren zog das Bauhaus von Weimar nach Dessau und erlebte dort seine Blütezeit.

Bauhaus Dessau – Ikone der Moderne in Sachsen-Anhalt

Das Bauhaus Dessau gilt als ein Meilenstein der Architektur- und Designgeschichte. 1925 zog die von Walter Gropius gegründete Hochschule für Gestaltung von Weimar nach Dessau und fand in dem von Gropius entworfenen Bauhausgebäude ihre neue Heimat. Mit seiner klaren, funktionalen Architektur, den großzügigen Glasfassaden und der innovativen Raumaufteilung verkörpert es bis heute die Prinzipien der Moderne.

Vielfach fotografiert und in aller Welt bekannt - das Bauhaus Dessau
Vielfach fotografiert und in aller Welt bekannt – das Bauhaus Dessau / Foto: Ingo Paszkowsky
Zusammen mit den anderen Bauhausbauten in Dessau-Roßlau zählt das Bauhausgebäude heute zu den Ikonen der Architektur des 20. Jahrhunderts.
Zusammen mit den anderen Bauhausbauten in Dessau-Roßlau zählt das Bauhausgebäude heute zu den Ikonen der Architektur des 20. Jahrhunderts. / Foto: Ingo Paszkowsky
Räumlichkeiten im Bauhaus Dessau können auch für Veranstaltungen gemietet werden.
Räumlichkeiten im Bauhaus Dessau können auch für Veranstaltungen gemietet werden. / Foto: Ingo Paszkowsky
Viele der Bauhaus-Begründer mochten spiegelnde Kugeln
Viele der Bauhaus-Begründer mochten spiegelnde Kugeln / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Dessau: Strenger Entwurf, Funktionalismus und soziale Reform
Bauhaus Dessau: Strenger Entwurf, Funktionalismus und soziale Reform / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Dessau. Die Stühle sind ein originalgetreuer Nachbau.
Bauhaus Dessau. Die Bestuhlung ist ein originalgetreuer Nachbau. / Foto: Ingo Paszkowsky

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Bauhaus Dessau. Türen zum Hörsaal. Funktionalismus im Vordergrund
Bauhaus Dessau. Türen zum Hörsaal. Funktionalismus im Vordergrund / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Dessau. Damit werden mehrere Fenster in Reihe geöffnet.
Bauhaus Dessau. Damit werden mehrere Fenster in Reihe geöffnet. / Foto: Ingo Paszkowsky
Dr. Florian Strob, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau führt mit Kompetenz und Begeisterung durch das Bauhaus
Dr. Florian Strob, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Bauhaus Dessau führt mit Kompetenz und Begeisterung durch das Bauhaus / Foto: Ingo Paszkowsky

Am Ende des Artikels findet du einen Hinwies, wie du zum Bauhaus Dessau kommst.

Trinkhalle Dessau

Seine Zeit am Bauhaus in Dessau war kurz, deswegen konnte der letzte Bauhaus-Direktor Mies van der Rohe dort nur ein einziges Bauwerk hinterlassen: die Trinkhalle
Die Trinkhalle an den Meisterhäusern Dessau ist ein kleines architektonisches Schmuckstück mit interessanter Geschichte: Entworfen wurde sie 1932 vom großen Ludwig Mies van der Rohe, der damals Direktor des Stiftung Bauhaus Dessau war. Bedeutend ist sie vor allem deshalb, weil sie sein einziges realisiertes Werk in Dessau war. / Foto: Ingo Paszkowsky

Kornhaus Dessau – Bauhaus-Architektur am Elbufer

Das Kornhaus Dessau ist ein weiteres Highlight der Bauhaus-Architektur. Es wurde 1929/30 von Carl Fieger, einem engen Mitarbeiter von Walter Gropius, entworfen und liegt direkt am Ufer der Elbe. Ursprünglich als Ausflugslokal für die Dessauer Bevölkerung geplant, zeichnet es sich durch seine markante halbkreisförmige Glasfront aus, die einen weiten Blick auf den Fluss eröffnet – ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel von Funktionalität und Ästhetik.

Das Gebäude verkörpert die Idee des „neuen Bauens“: klare Linien, offene Räume und die Verbindung von Natur, Freizeit und moderner Architektur. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, wurde das Kornhaus in den 1990er-Jahren restauriert und steht heute als bedeutendes Zeugnis der Bauhauszeit unter Denkmalschutz.

Nutzung heute

Das Kornhaus ist nicht nur ein Baudenkmal, sondern auch ein lebendiger Ort. Es beherbergt ein Restaurant, das regionale Küche bietet und mit seiner Panoramaterrasse zu einem beliebten Ziel für Ausflügler, Architekturinteressierte und Radwanderer entlang des Elberadwegs geworden ist.

Schöne Aussichten vom Kornhaus auf die Elbe. / Foto: Ingo Paszkowsky
Schöne Aussichten vom Kornhaus auf die Elbe. / Foto: Ingo Paszkowsky
Die Ausflugsgaststätte Kornhaus wurde in den Jahren 1929/30 direkt auf dem Elbdeich errichtet.
Die Ausflugsgaststätte Kornhaus wurde in den Jahren 1929/30 direkt auf dem Elbdeich errichtet. / Foto: Ingo Paszkowsky
Ausflugsgaststätte Kornhaus: Weiße trinken unter dem Pilz.
Ausflugsgaststätte Kornhaus: Weiße trinken unter dem Pilz. / Foto: Ingo Paszkowsky
Kornhaus: Es gibt natürlich auch einen Bauhaus-Gin, nicht gerade preiswert
Kornhaus: Es gibt natürlich auch einen Bauhaus-Gin, nicht gerade preiswert / Foto: Ingo Paszkowsky

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Meisterhäuser Dessau – Wohnarchitektur des Bauhauses

Die Meisterhäuser in Dessau gehören zu den bekanntesten Ikonen der Bauhaus-Architektur. Sie wurden 1925/26 nach Entwürfen von Walter Gropius errichtet, als das Bauhaus von Weimar nach Dessau zog. Ursprünglich entstanden vier Doppelhäuser und das Direktorenhaus, in denen berühmte Bauhaus-Meister wie Paul Klee, Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger oder László Moholy-Nagy lebten und arbeiteten.

Die klaren kubischen Formen, die flachen Dächer und die große Bedeutung des Lichts durch die charakteristischen Fensterflächen machten die Häuser zu revolutionären Wohnbauten ihrer Zeit. Sie verbanden Funktionalität mit künstlerischem Anspruch – ein „Gesamtkunstwerk“, das bis heute beeindruckt.

Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Anlage stark beschädigt. Seit den 1990er-Jahren sind die Meisterhäuser aufwendig restauriert worden; die im Krieg zerstörten Häuser von Gropius und Moholy-Nagy wurden in moderner, reduzierter Form rekonstruiert. Heute sind die Meisterhäuser Teil des UNESCO-Welterbes „Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau“.

Besuch der Meisterhäuser

Die Häuser können teilweise besichtigt werden – teils mit original erhaltenen Details, teils mit Ausstellungen zur Geschichte des Bauhauses und seiner Künstler. Ein Rundgang durch die lichtdurchfluteten Räume vermittelt ein authentisches Bild vom Leben und Arbeiten der Bauhaus-Meister.

Die Meisterhäuser von Muche und Schlemmer sind für Besucher nicht zugänglich
Die Meisterhäuser von Muche und Schlemmer sind für Besucher nicht zugänglich / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Dessau: Meisterhaus Gropius / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Dessau: Meisterhaus Gropius / Foto: Ingo Paszkowsky
Treppenhaus in einem Meisterhaus.
Treppenhaus in einem Meisterhaus. / Foto: Ingo Paszkowsky
Zimmer im Meisterhaus
Zimmer im Meisterhaus / Foto: Ingo Paszkowsky
In Dessau gibt es sogar eine Baushaus-Buslinie
In Dessau gibt es sogar eine Baushaus-Buslinie / Foto: Ingo Paszkowsky

Bauhaussiedlung Dessau-Törten – Experimentierfeld des sozialen Wohnungsbaus

Die Bauhaussiedlung Dessau-Törten ist ein eindrucksvolles Beispiel für die sozialen Ideen des Bauhauses. Zwischen 1926 und 1928 ließ Walter Gropius hier rund 300 Reihenhäuser errichten, um günstigen und modernen Wohnraum für Arbeiterfamilien zu schaffen. Ziel war es, funktionales, gesundes und bezahlbares Wohnen zu ermöglichen – eine damals revolutionäre Vorstellung.

Charakteristisch sind die klaren kubischen Formen, die rationelle Bauweise mit vorgefertigten Elementen sowie die großzügigen Gärten, die zur Selbstversorgung der Bewohner dienten. Damit verband Gropius Architektur mit einem Konzept für ein neues, eigenständiges Leben.

Die Siedlung wurde über die Jahre vielfach verändert, doch einzelne Gebäude sind in ihrer ursprünglichen Form erhalten oder wiederhergestellt. Besonders interessant ist das Haus Anton, das heute als Museum dient. Hier können Besucher die ursprüngliche Ausstattung und Raumaufteilung der Bauhaussiedlung erleben und sich über die sozialen und architektonischen Ideen des Projekts informieren.

Heute gehört die Siedlung Dessau-Törten zu den wichtigen Bauhaus-Orten und veranschaulicht, dass das Bauhaus nicht nur avantgardistische Architektur für Künstler entwarf, sondern auch praktische Lösungen für den Alltag einer breiten Bevölkerung.

Siedlung Dessau Törten: Reihenhaus SieTö I. Nur wenige Häuser sind noch so ungefähr im Originalzustand / Foto: Ingo Paszkowsky
Siedlung Dessau Törten: Reihenhaus SieTö I. Nur wenige Häuser sind noch so ungefähr im Originalzustand / Foto: Ingo Paszkowsky
Das Stahlhaus in der Bauhaussiedlung Dessau-Törten. Schön anzusehen, aber für ein Wohnhaus eher suboptimal.
Das Stahlhaus in der Bauhaussiedlung Dessau-Törten. Schön anzusehen, aber für ein Wohnhaus eher suboptimal. / Foto: Ingo Paszkowsky

Bauhaus Museum Dessau – Moderne trifft Geschichte

Das Bauhaus Museum Dessau wurde 2019 eröffnet und bildet heute das Herzstück der Bauhaus-Präsentationen in der Stadt. Mit seiner klaren, minimalistischen Architektur – entworfen vom spanischen Büro addenda architects – fügt sich das gläserne Kubusgebäude in den Stadtpark ein und schafft einen modernen Kontrast zu den historischen Bauhaus-Stätten.

Das Museum zeigt die zweitgrößte Bauhaus-Sammlung weltweit: über 49.000 Objekte, von Möbeln und Alltagsgegenständen bis hin zu Gemälden, Grafiken und Studienarbeiten. Die Dauerausstellung „Versuchsstätte Bauhaus“ veranschaulicht eindrucksvoll, wie die Ideen des Bauhauses in Dessau entwickelt und erprobt wurden. Ergänzt wird das Programm durch wechselnde Sonderausstellungen, Vorträge und Workshops.

Das Bauhaus Museum Dessau ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiger Raum für Gegenwartskunst, Design und Architektur. Es verbindet die historische Bauhaus-Tradition mit aktuellen Fragestellungen – und macht den Geist der Moderne für Besucherinnen und Besucher erlebbar.

Bauhaus Museum Dessau - der Schriftzug ist nur gut zu lesen, wenn er beleuchtet wird. / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Museum Dessau – der Schriftzug ist nur gut zu lesen, wenn er beleuchtet wird. / Foto: Ingo Paszkowsky
Ein IKEA-Vorläufer? / Foto: Ingo Paszkowsky
Im Bauhaus Museum Dessau: Ein IKEA-Vorläufer? / Foto: Ingo Paszkowsky
Bauhaus Museum Dessau
Bauhaus Museum Dessau / Foto: Ingo Paszkowsky
Sehr unterschiedliche Stühle, dennoch beide Bauhaus.
Oskar Schlemmer
Theater der Klänge (Rekonstruktion)
Triadisches Ballett
1922, Rekonstruktion: 2019

Taucher, Figurine aus der ersten Gelen Reihe, zweiter Auftritt, aus Pappmaché, Glas, Textil
Scheibentänzer aus Holz, Pappmaché
Goldkugel aus Pappmaché, Gummi

Schlemmers experimentellem Bühnenstück liegt eine mehrschichtige, dreifache Ordnung zugrunde. Drei Akteure in abstrahierten Kostümen folgen Bewegungsregeln und Bodengeometrien. In wechselnden Versuchsanordnungen setzen sie sich mit der Formierung des Menschen in einer mechanisierten Umwelt auseinander.
Quelle: Bauhaus Museum Dessau
Foto: Ingo Paszkowsky

Umweltbundesamt Dessau – Nachhaltige Architektur im Geiste des Bauhauses

Das Hauptgebäude des Umweltbundesamts in Dessau-Roßlau gilt als eines der größten ökologischen Verwaltungsgebäude Europas. 2005 eröffnet, entstand der Komplex nach Plänen des Architekturbüros Sauerbruch Hutton und setzt Maßstäbe in Sachen nachhaltiges Bauen. Mit seiner klaren Formensprache, den offenen Grundrissen und der funktionalen Gestaltung erinnert es zugleich an die Prinzipien des Bauhauses, dessen Tradition in Dessau bis heute lebendig ist.

Der langgestreckte Baukörper mit farbig akzentuierten Fassadenelementen fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und kombiniert moderne Ästhetik mit hoher Energieeffizienz. Begrünte Innenhöfe, ein ausgeklügeltes Belüftungssystem und die Nutzung erneuerbarer Energien machen das Gebäude zu einem Vorzeigeprojekt umweltgerechter Architektur.

Die Verbindung zum Bauhaus liegt nicht nur in der reduzierten Gestaltung, sondern auch in der Haltung: Wie das Bauhaus in den 1920er-Jahren sucht auch das Umweltbundesamt nach Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen – damals das moderne Wohnen, heute der Klimaschutz und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen.

Mit seiner Lage in Dessau bildet das Umweltbundesamt einen spannenden Kontrapunkt zu den historischen Bauhaus-Stätten: Hier trifft die Avantgarde von gestern auf die Umweltarchitektur der Zukunft.

Die Farbgestaltung der Fassaden des Umweltbundesamt (UBA) ist Bauhaus-Einfluss.
In der Farbgestaltung der Fassaden des Umweltbundesamtes (UBA) spiegeln sich die Bauhaus-Ideen wider. / Foto: Ingo Paszkowsky
Umweltbundesamt: Der große überdachte Eingangsraum – das Forum – ist für alle öffentlich zugänglich. / Foto: Ingo Paszkowsky
Umweltbundesamt: Der große überdachte Eingangsraum – das Forum – ist für alle öffentlich zugänglich. / Foto: Ingo Paszkowsky
Direkt neben dem historischen Wörlitzer Bahnhof, ist das Umweltbundesamt (UBA) auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes im Norden der Stadt Dessau angesiedelt.
Direkt neben dem historischen Wörlitzer Bahnhof, ist das Umweltbundesamt (UBA) auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes im Norden der Stadt Dessau angesiedelt. / Foto: Ingo Paszkowsky

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Im Forum des Umweltbundesamtes. Weil kein Bürokomplex in Form einer Box entstehen sollte und aus energetischen Gründen sowie der Gestalt des Grundstücks folgend, besitzt der Bau eine "Schlangengestalt".
Weil kein Bürokomplex in Form einer Box entstehen sollte und aus energetischen Gründen sowie der Gestalt des Grundstücks folgend, besitzt der Bau eine “Schlangengestalt”. / Foto: Ingo Paszkowsky
Das Atrium ist halböffentlich und steht in erster Linie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses zur Verfügung. Im Rahmen von Führungen können auch externe Besucher diesen Bereich besichtigen.
Das Atrium ist halböffentlich und steht in erster Linie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses zur Verfügung. Im Rahmen von Führungen können auch externe Besucher diesen Bereich besichtigen. / Foto: Ingo Paszkowsky

Gartenreich Dessau-Wörlitz – Landschaftskunst trifft Bauhaus-Moderne

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz ist ein einzigartiges Ensemble aus Schlössern, Gärten und Landschaftsparks, das Ende des 18. Jahrhunderts unter Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau entstand. Inspiriert von den Ideen der Aufklärung, schuf er nach englischem Vorbild eine weitläufige Kulturlandschaft, die Kunst, Architektur und Natur miteinander verband. Seit 2000 gehört das Gartenreich Dessau-Wörlitz zum UNESCO-Welterbe.

Ob Schloss Wörlitz mit seinen klassizistischen Formen, die Brücken und Tempel im Park oder die harmonisch gestalteten Sichtachsen – alles ist Ausdruck einer visionären Idee: Architektur sollte das Leben verbessern und zugleich die Natur respektieren.

Schöne Ansichten im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Bauhäusler entspannten auch gerne im Wörlitzer Park. / Foto: Ingo Paszkowsky
Schöne Ansichten im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Bauhäusler entspannten auch gerne im Wörlitzer Park. / Foto: Ingo Paszkowsky
Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Kanäle können wegen der Trockenheit derzeit nicht befahren werden. (Die Aufnahme ist vom 8. September 2019)
Gartenreich Dessau-Wörlitz. Die Kanäle können wegen der Trockenheit derzeit nicht befahren werden. (Die Aufnahme ist vom 8. September 2019) / Foto: Ingo Paszkowsky
Zahlreiche Gondeln warten auf Besucher
Die Gondeln im Gartenreich Dessau-Wörlitz werden gerudert und nicht gestakt wie beispielsweise in Venedig oder im Spreewald / Foto: Ingo Paszkowsky

Mehr über die Insel Stein im Gartenreich Dessau-Wörlitz findest du hier.

Verbindung zum Bauhaus

Auch wenn das Gartenreich mehr als ein Jahrhundert vor dem Bauhaus entstand, gibt es eine ideelle Verbindung. Beide Projekte – das Gartenreich im 18. Jahrhundert und das Bauhaus im 20. Jahrhundert – waren Ausdruck einer fortschrittlichen Gesellschaftsutopie. Im Gartenreich wurde die Aufklärung in Stein, Wasser und Landschaft umgesetzt, beim Bauhaus der Gedanke einer modernen, funktionalen und sozialen Architektur.

Dessau ist damit ein besonderer Ort, an dem zwei Welterbestätten aufeinandertreffen: das Gartenreich Dessau-Wörlitz und die Bauhausbauten. Besucher können so auf engem Raum erleben, wie sich visionäre Architekturideen über die Jahrhunderte hinweg entwickelt haben – vom Landschaftsgarten zur Moderne.

Anreise zum Bauhaus Dessau

  • Mit der Bahn: Dessau liegt an den Regional- und IC-Verbindungen zwischen Leipzig, Berlin und Magdeburg. Vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß rund 15 Minuten bis zum Bauhausgebäude, alternativ fährt ein Bus direkt zur Haltestelle „Bauhaus“.
  • Mit dem Auto: Über die A9 (Berlin–München) erreicht man Dessau über die Abfahrten Dessau-Ost oder Dessau-Süd. Parkmöglichkeiten gibt es in der Nähe des Bauhausgebäudes.
  • Mit dem Flugzeug: Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Leipzig/Halle (LEJ), etwa 45 Autominuten entfernt. Von dort gibt es Zugverbindungen über Halle oder Leipzig nach Dessau.

(Der Beitrag wurde erstmals im September 2019 veröffentlicht. Wir haben ihn aktualisiert.)

Titelfoto / Ausflugsgaststätte Kornhaus: Sehr nett und modern sei das Kornhaus, schrieb 1930 ein Bauhaus-Schüler begeistert seiner Mutter. / Foto: Ingo Paszkowsky

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