Südaustralien: Drei interessante Wandertouren und ein Lichtschutzgebiet

Die Mitarbeiter der South Australian Tourism Commission sind voll des Lobes über den Bundesstaat Südaustralien. Er vereine in seiner Vielfalt alles, was den Kontinent ausmacht: atemberaubende Strände, Wildlife hautnah und unberührter Outback.

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Am besten kann man die Natur per Fuß richtig genießen. Dazu laden professionell geführte Touren sowie ausgeschilderte Wege für ein individuelles Abenteuer ein. Jede südaustralische Region bietet ihre eigenen Reize.

Drei schöne Wanderungen in Südaustralien:

Kangaroo Island Wilderness Trail

Ob auf einer geführten Tour oder auf eigene Faust: Der Trail entführt euch in eine abgeschiedene, eigene Welt. In fünf Tagen können Wanderer auf einem 61 Kilometer langen Pfad entlang der Küste und im Inneren der Insel die einmaligen Naturschauplätze und Wahrzeichen von Kangaroo Island erkunden: Vom Flinders Chase National Park aus führt die Route vorbei am Leuchtturm von Cape du Couedic, dem Admirals Arch und den Remarkable Rocks bis hin zu den Kelly Hill Höhlen.

Wanderer sollten die Augen jedoch nicht nur wegen der atemberaubenden Landschaft offen halten, schließlich gilt Kangaroo Island als ein Paradies für die Beobachtung von einheimischen Tieren an Land, im Wasser und in der Luft. Die beste Zeit für eine Tour ist zwischen März und November.

Mehr Informationen zum Kangaroo Island Wilderness Trail (in englischer Sprache)

Remarkable Rocks. Foto: SATC / Adam Bruzzone
Der Arkaba Walk. Foto: Tourism Australia

The Arkaba Walk

Der Arkaba Walk durch den australischen Outback beweist von März bis Oktober, dass man auch auf klassischen „Buschwanderungen“ nicht auf Komfort verzichten muss. Beim Glamping (Glamouröses Camping) mit frisch zubereiteten Gourmet-Dinnern können Gäste von den Tagesetappen entspannen, bevor sie unter dem australischen Sternenhimmel schlafen. In vier Tagen führt die Tour in kleinen Gruppen auf einer Rundwanderung von Arkaba aus in die atemberaubende Wildnis. Start und Ziel der Wanderungen ist das Arkaba Homestead, das seine Gäste mit viel Stil und luxuriösem Ambiente in wundervoller Szenerie begrüßt. Die Rückreise nach Adelaide auf dem Landweg gibt Gelegenheit für eine Weinverkostung im berühmte Clare Valley. So viel Liebe zum Detail wird belohnt: Tourism Australia hat den Arkaba Walk als einen der Great Walks of Australia ausgezeichnet.

Mehr Informationen (in englischer Sprache): http://www.arkabawalk.com/

Murray River Walk

Die geführte Tour entlang des Murray River Walks ermöglicht von Mai bis September den Besuch eines sonst nicht öffentlich zugänglichen Gebiets. In vier Tagen und drei Nächten erkunden Gäste auf täglich 12 bis 14 Kilometer langen Wanderungen uralte Wälder aus rotem Eukalyptus und spektakuläre Flussauen entlang des Murray Rivers und erfahren dabei noch mehr über das lokale Ökosystem und die Kultur der Aborigines.

Auf einem modernen Hausboot, das den Wanderern entlang der Route folgt, erwartet die Gäste abendlich ein raffiniertes Abendessen aus traditionellen regionalen Zutaten, kalte Getränke und Lagerfeuer am Ufer. Nicht umsonst gehört der Murray River Walk zu den 10 Great Walks of Australia von Tourism Australia.

Mehr Informationen über den Murray River Walk (in englischer Sprache)

Die River Murray-Region ist einer der dunkelsten Orte, die je gemessen wurden. / Copyright blntpencil / South Australian Tourism Commission
Die River Murray-Region ist einer der dunkelsten Orte, die je gemessen wurden. / Copyright blntpencil / South Australian Tourism Commission

Ungetrübte Sicht auf den Sternenhimmel

Die Murray River Region in Südaustralien wurde als einer der Orte ausgezeichnet, von denen der Sternenhimmel weltweit am besten sichtbar ist. Damit ist die Region eines von nur 15 international anerkannten Lichtschutzgebieten International Dark Sky Association (IDA). Gleich drei Organisationen kümmern sich um die Definition und Ausweisung von Lichschutzgebieten. Neben der UNESCO sind das die IUCN und die IDA. Wer mehr darüber erfahren will, kann es auf Wikipedia nachlesen.

Kaum zu glauben, dass es in Australien jetzt erst das erste Lichtschutzgebiet gibt. Denn jeder, der schon einmal im tiefen Outback fern ab von Siedlungen unterwegs war, kann von der ausgezeichneten und ungetrübten Sicht auf den Sternenhimmel berichten. Offentsichtlich greift in einigen Staaten bei einigen Verantwortlichen die Erkenntnis, dass Dunkelheit ein wichtiger Aspekt im Umwelt- und Naturschutz ist.

Es gibt übrigens derzeit 15 von der IDA zertifizierte Dark Sky Reserves. Gleich “nebenan” liegt das Aoraki Mackenzie Reserve in Neuseeland. In Nambia ist das NamibRand Nature Reserve beheimatet. Damit ist Schluss in der südlichen Hemisphäre, die anderen 12 liegen auf der Nordhalbkugel (in alphabetischer Reihenfolge): Brecon Beacons National Park (Wales, Großbritannien), Central Idaho (Idaho, USA), Cévennes Nationalpark (Frankreich), Cranborne Chase (England, Großbritannien), Exmoor National Park (England, Großbritannien), Kerry (Irland), Mont-Mégantic (Québec, Kanada), Moore’s Reserve (England, Großbritannien), Pic du Midi (Frankreich), Sternenpark Rhön (Deutschland), Snowdonia National Park (Wales, Großbritannien) und der Sternenpark Westhavelland (Deutschland).

Obwohl die Murray River Region weniger als 90 Minuten von Adelaide entfernt liegt, ist das Gebiet vor urbaner Lichtverschmutzung geschützt. Dies ist zum Teil auf die Abschirmung durch die nahegelegenen Mount Lofty Ranges und die Maßnahmen der lokalen Regierung zurückzuführen.

Die Dunkelheit in Reservaten wird auf einer Skala von 0 bis 22 gemessen, wobei 22 völlige Dunkelheit bedeutet. Jüngste Messungen aus dem River Murray International Dark Sky Reserve ergeben Werte zwischen 21.97 und 21.99 – und machen die Region somit zu einem der dunkelsten Orte, der weltweit je gemessen wurden.

Titelfoto / Murray River – Headings Cliffs. / Foto: Murray River Walks

Murray River: Australiens erstes Lichtschutzgebiet / Copyright Rowan James / South Australian Tourism Commission
Murray River: Australiens erstes Lichtschutzgebiet / Copyright Rowan James / South Australian Tourism Commission

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