Neuseeland: Britische Nachwuchs-Königsfamilie auf Tour in down under

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Interessieren Sie sich für das Leben der Royals? Wenn nicht, hören Sie hier auf zu lesen.

Wenn ja und Sie gerade in Neuseeland oder Australien weilen, bestehen große Chancen, dass Sie die Wege von Kate, Willam und Baby George kreuzen. Die junge royale Familie des Vereinigten Königreiches befindet sich in diesen Tagen auf ihrer ersten offiziellen Reise durch Neuseeland. Bereits am Montag wurden der Herzog und die Herzogin von Cambridge samt dem königlichen Nachwuchs, Prinz George, mit einem traditionellen Maori-Ritual in Neuseelands Hauptstadt Wellington begrüßt. Noch bis zum 16. April wird Prinz William mit seiner Gattin Catherine und Prinz George die Nord- und Südinsel kennenlernen. Zweite Station der Reise ist dann Australien.

Kelburn Hill Cable Car in Wellington. Foto: Tourism New Zealand
Kelburn Hill Cable Car in Wellington. Foto: Tourism New Zealand

Tourism New Zealand lädt ein, Neuseeland auf den Spuren der Royals entdecken.

Wellington, Nordinsel

Die ersten beiden Tage verbrachten Kate, Willam und Baby George in Neuseelands Hauptstadt Wellington. Dort begrüßten sie sowohl Vertreter der Maori als auch des Parlamentes. Das offizielle Programm sah unter anderem eine Einführung in die Kunst- und Kulturszene der Stadt vor.

Am Hafen von Wellington startet der 115 km lange und erst im Oktober 2013 eröffnete Rimutaka Cycle Trail, der entlang der zerklüfteten Küste, durch weite Landschaften und den neuseeländischen Busch führt (www.nzcycletrail.com). Zahlreiche Besucher bereisen das Land aufgrund seiner Weine. Vielen Touristen unbekannt ist allerdings, dass Wellington eine Vielzahl an Brauereien beherbergt – immerhin werden im Land rund 250 Biersorten gebraut (www.wildaboutwellington.co.nz). Königlich schlafen lässt es sich im nur vier Suiten großen Atahuri (www.atahuri.co.nz), nur eine Autostunde von Wellington entfernt am Peka Peka Beach. Alternativ, passend zum Familiennamen, ist das Cambridge Hotel (www.cambridgehotel.co.nz), in dem bereits Queen Elizabeth II logierte, eine preiswertere Alternative.

 

Marborough. Foto: Tourism New Zealand
Marborough. Foto: Tourism New Zealand

Blenheim, Marlborough, Südinsel

Die Region um Blenheim ist Neuseelands größte Weinanbaugegend. Von der Sonne verwöhnt und dank der langen Küste und unberührter Wälder, lädt dieser Landesteil zu zahlreichen Outdoor-Aktivitäten ein. Ein mehrtägiger Trip auf dem Mountain Bike und mit dem Kajak bietet unter anderem auf dem Queen Charlotte Track auf mehr als 67 km atemberaubender Aussichten (www.marlboroughsounds.co.nz). Sowohl traditionelle Maori-Riten (www.maoriexperiences.com) als auch ein ausgiebiger Besuch auf einem der mehr als 70 Weingüter (http://marlboroughnz.com/) wären eine Alternative zum offiziellen Besuch, der die royalen Teilnehmer unter anderem zum Oamak Aviation Heritage Center führte. Besonders im „The Sounds Retreat“ (www.thesoundsretreat.co.nz) fühlt sich der Gast königlich – die exklusive Lodge bietet nur eine Suite mit atemberaubenden Blicken über den Queen Charlotte Sound, sogar Delfinbeobachtungen sind möglich.

Auckland, Nordinsel

In der „Stadt der Segel“ wird das königliche Paar am 11. April auf zwei America´s Cup Yachten gegeneinander segeln sowie „SeaLegs“ testen. Das amphibienartige Fahrzeug, einem Schlauchboot mit Rädern ähnlich, ist eine Erfindung aus Neuseeland, mit der man sich sowohl an Land als auch auf dem Wasser fortbewegen kann. In Aucklands Innenstadt entwickeln sich Stadtteile wie Britomart oder Wynard zu Hipster-Vierteln, die den Vergleich zu Londoner oder Berliner Vierteln laut der neuseeländischen Tourismusbehörde nicht scheuen müssen. Aber auch Regenwälder und kaum berührte Strände sind in nur 30 Minuten Fahrzeit erreichbar. Der Sprung vom Sky Tower (www.skyjump.co.nz), dem höchsten Gebäude der südlichen Hemisphäre, steht zwar nicht auf dem königlichen Programm, aber bereits US-Sängerin Beyoncé wagte den 192 Meter freien Fall. Vorgelagert, und liebevoll „die Hamptons von Neuseeland“ genannt, liegt Waiheke nur eine 35-minütige Fährfahrt entfernt. Abseits des pulsierenden Lebens ist es ein Ort der Kunst, Skulpturen, Weingüter und kleiner, feiner Boutique-Hotels (www.ecozipadventures.co.nz).

Auckland City. Foto: Tourism New Zealand
Auckland City. Foto: Tourism New Zealand

Idealer Ausgangspunkt ist das Sky City Grand Hotel (www.skycityauckland.co.nz), spektakuläre Ausblicke auf den Hafen von Auckland inklusive. Immerhin hat Neuseelands größte Stadt mehr Boote pro Kopf als jede andere Stadt der Welt. Echte Designfans zieht es währenddessen in das Hotel de Brett (www.hoteldebrett.com), einem aufwendig umgestalteten Hotel von 1841.

Hamilton & Waikato, Nordinsel

Während die Royals Neuseelands nationales Velodrome eröffnen und Olympiamedaillenträger treffen, bieten die Waitomo Caves (www.waitomo.com) eine imposante Alternative. Die Höhlen sind der Ort für Black Water Rafting (Rafting im Untergrund), Erkundungstouren, Klettern, Tubing und Schwimmen unterm Glühwürmchen-Panorama. Nicht versäumt werden sollte ein Stopp am Original Schauplatz der „Hobbits“ nahe Matamata – auf ein kühles Bier im Green Dragon Inn inmitten der Filmkulisse (www.hobbitontours.com). Im 3.400 Hektar großen Maungatautari-Nationalpark (www.maungatrust.org) lässt sich vom Kiwi bis zum Kaka die landestypische Flora und Fauna bestaunen. Wer wie Prinz William einen landwirtschaftlichen Hintergrund hat und ausleben möchte, der sollte einen Besuch mit Übernachtung, gemeinschaftlichem Abendessen und Ausflügen auf einer weitläufigen Farm nicht versäumen (www.ruraltourism.co.nz).

Blanket Bay Lodge. Foto: Tourism New Zealand

Dunedin, Südinsel

Mit seinem schottischen Erbe, der historischen Architektur und Neuseelands ältester Universität ist Dunedin ein Ort für Kunst- und Kulturliebhaber. Die Otago-Halbinsel unweit Dunedins ist Heimat von Kolonien seltener Vögel, wie etwa majestätischen Albatrossen, die im Fokus von führenden Nachhaltigkeitsprojekten stehen. Auch Pinguine, Robben und Seelöwen kann der Naturliebhaber auf einer der „Elm Wildlife“-Touren (www.elmwildlifetours.co.nz) erspähen. Leckermäuler kommen bei einem Besuch der Schokoladenfabrik Cadbury World (www.cadburyworld.co.nz) voll und ganz auf ihre Kosten. Die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street, befindet sich übrigens in Dunedin, dessen Stadtplanung auf das schottische Edinburgh zurückgeht. Jahr für Jahr werden hier 30.000 Jaffas (kleine, runde Schokoladentaler) für einen guten Zweck heruntergerollt. Lediglich eine halbe Stunde von Dunedins Innenstadt auf der Otago-Halbinsel befindet sich das Kaimata Retreat (www.kaimatanz.com), das mit seiner modernen Architektur und der Verwendung von lokalem Macrotarpa-Holz, einer Eukalyptusart, einen Ort der Ruhe und Entspannung bietet.

 

Dunedin historischer Bahnhof. Foto: Tourism New Zealand
Dunedin historischer Bahnhof. Foto: Tourism New Zealand

Queenstown, Südinsel

Die Stadt gilt als Ort für Abenteurer und Adrenalin-Junkies und liegt, umgeben von teils schneebedeckten Bergen, am Ufer des Lake Wakatipu. Auch der Herzog und die Herzogin von Cambridge stürzen sich mit dem Shotover Jet „ins Wasser“ und besuchen anschließend das Amisfield Weingut. Ein Besuch in Queenstown ist nicht komplett ohne einen Besuch bei Fergburger (www.fergburger.com), für viele der beste Burgerladen der Welt, mit Kreationen vom „Little Lamby“ bis zum „Cockadoodle Oink“.

Mit dem Helikopter geht es hoch hinauf zum Gletscher-Golfen. Ein spektakulärerer Abschlag ist wohl kaum möglich – mit einem biologisch abbaubaren Golfball natürlich. Am Rande des Fiordland-Nationalparks gelegen ist Queenstown der ideale Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen, darunter der berühmte Milford Sound und der Routeburn Trail (www.newzealand.com/walking). Blanket Bay (www.blanketbay.com) wird Jahr für Jahr zu einer der weltweit führenden Lodges gewählt und ist ein idealer Rückzugsort außerhalb der Stadt.

Christchurch, Südinsel

Neben sieben weiteren Orten wird Christchurch Gastgeber des Cricket World Cup 2015 sein. Und so ist es für die Mitglieder der königlichen Familie selbstverständlich, an einem festlichen Event im Vorfeld des Weltcups im Hagley-Park teilzunehmen. The Gap Filler heißt das kreative Erneuerungsprogramm der Stadt und beinhaltet unter anderem auch „The Dance O-Mat“ – ein Straßentanzprojekt, an dem bereits Prinz Charles und Camilla im Jahr 2012 teilnahmen (www.gapfiller.org.nz).

Von den neuseeländischen Alpen bis zum Ozean könnte die Route heißen – eine Tour von über 300 km mit Start in der Region um den Aoraki Mount Cook, dem höchsten Berg des Landes, hinunter an die Küste bei Oamaru. Die Region um Canterbury hat nicht umsonst den Titel als beliebteste Fahrrad-Destination – sowohl für das Vintage-Rad in der Innenstadt als auch das Mountainbike im Gelände (www.nzcycletrail.com). Wem die 740 Parks in Christchurch nicht reichen, kann sich in eine der vier neu eröffneten Villen des Annandale zurückziehen (www.annandale.com). Die Auswahl reicht vom kleinen Cottage mit Farmcharakter bis zum ultra-modernen Designbungalow mit umlaufenden Glasfronten direkt am Strand.

Titelfoto / Ankunft der Royals in Wellington. / Foto: Tourism New Zealand


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