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Murchison River, Kalbarri National Park in Westaustralien. Nicht vergessen, beim Working Holiday-Programm steht Arbeiten an erster Stelle, erst dann kommen die Ferien / Foto: Jarred Seng

Westaustralien zahlt Zuschüsse zum Working-Holiday-Programm

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Infolge der Corona-Krise sind auch in Australien in vielen Sektoren die Arbeitskräfte rar. Westaustralien wirbt nun mit Zuschüssen zum beliebtem Working-Holiday-Programm. Die PaidEscape Initiative fördert junge Erwachsene, die sich für einen Working Holiday speziell in der Tourismusbranche, der Gastronomie oder der Landwirtschaft entscheiden. Obwohl das Programm in der Vergangenheit gerde bei Deutschen sehr beliebt war, muss man erwähnen, dass die Jobs gerade in der Landwirtschaft teilweise körperlich extrem herausfordernd sind. Nicht selten sind es auch äußerst entlegende Orte in denen gejobt wird.

So geht es

Nach erfolgreicher Bewerbung bei dem Regional Agriculture, Tourism and Hospitality Workers Travel and Accommodation Support Scheme, können sie sich einen Zuschuss in Höhe von 2000 AUD (rund 1400 Euro) für ihren Arbeits- und Urlaubsaufenthalt in Westaustralien sichern. Der unter anderem auf Work and Travel spezialisierte deutsche Reiseveranstalter STA Travel lockt anlässlich der Kampagne mit einem Rabatt von 300 Euro auf Flüge nach Perth.

Quokka oder Kurzschwanzkänguru (Setonix brachyurus) auf Rottnest Island. Die Insel erhielt 1696 ihren Namen („Rattennest“) wegen der Quokkas, da diese anfänglich für große Ratten gehalten wurden. / Foto: Tourism Western Australia
Wartet auf deinen Besuch: Quokka oder Kurzschwanzkänguru (Setonix brachyurus) auf Rottnest Island. Die Insel erhielt 1696 ihren Namen („Rattennest“) wegen der Quokkas, da diese anfänglich für große Ratten gehalten wurden. / Foto: Tourism Western Australia

Die Förderung der westaustralischen Regierung beinhaltet einen Unterkunftszuschuss von 40 AUD (rund 26 Euro) pro Nacht für einen Aufenthalt von bis zu sechs Wochen. Dies gilt für das Arbeiten und Reisen an ausgewählten regionalen Standorten. Darüber hinaus erhalten Working Holiday Maker je nach Region einmalig eine Reisekostenpauschale von maximal 500 AUD (rund 330 Euro).

Wie viele andere Destinationen leidet auch Westaustralien unter Fachkräftemangel. Nach zwei von Corona geprägten Jahren haben viele Mitarbeiter besonders der Tourismusbranche den Rücken gekehrt. Die PaidEscape Kampagne richtet sich entsprechend an junge Weltenbummler, die sich für längere Zeit in Australiens größtem Bundesstaat aufhalten und sich auf die freien Stellen in der Touristik, der Gastronomie oder Landwirtschaft bewerben möchten.

Roger Cook, Tourismusminister von Westaustralien, äußert sich positiv über die Initiative: „Berufstätige Urlauber sind ein sehr wichtiger Teil der saisonalen Arbeitskräfte im Gastgewerbe und Tourismus, die seit der Pandemie einen erheblichen Mangel an Arbeitskräften zu verzeichnen haben.“ Und weiter: „Viele Unternehmen des Tourismus- und Gastgewerbes heißen bereits internationale Studenten und arbeitende Urlauber willkommen, die eine wichtige Rolle in der Branche spielen, vor allem in regionalen Gebieten, in denen saisonale Arbeit verfügbar ist.“

Westaustralien. Walhai (Rhincodon typus) im Ningaloo Marine Park. Ein echtes Sehnsuchtsfoto. / ©Lachlan Ross
Westaustralien. Walhai (Rhincodon typus) im Ningaloo Marine Park. Ein echtes Sehnsuchtsfoto. / ©Lachlan Ross

In Kooperation mit Tourism Western Australia erweitert der Spezialreiseveranstalter STA Travel die PaidEscape-Kampagne im deutschen Markt durch einen Flug-Rabatt von 300 Euro. Anspruchsberechtigte können sich hier über die Kampagne informieren und Flüge buchen.

Auf der neuen Job-Website werden Stellen in allen fünf touristischen Regionen Westaustraliens ausgeschrieben, die die Suche nach Arbeitsplätzen erleichtern.

Welche Anforderungen erfüllt und welche Dokumente eingereicht werden müssen, um als Working Holiday Maker die Zuschüsse zu erhalten, erfahren Interessierte auf der Website der westaustralischen Regierung.

Arbeiten und Reisen bei Deutschen seit Jahren beliebt

Um für das Working Holiday Maker-Programm zu werben, starteten die Australier vor Jahren die fast legendär zu nennenden Kampagnen zu den Best Jobs of the World. Vor der COVID-19-Pandemie machten Rucksacktouristen und Working Holiday Maker einen erheblichen Teil der Arbeitskräfte im saisonalen Gastgewerbe, im Tourismus und in der Primärindustrie aus. 51.000 Working Holiday Maker begrüßte Westaustralien im Jahr 2019, die insgesamt 4,48 Millionen Nächte blieben und rund 160 Millionen Euro im Bundesstaat ausgaben. 5000 der Working Holiday Maker waren Deutsche, die insgesamt 287.000 Nächte blieben und rund 9 Millionen Euro ausgaben, was 15 Prozent der deutschen Besucherausgaben im Bundesstaat ausmacht.

Über das Working-Holiday-Maker-Programm

Das Working-Holiday-Maker-Programm ermöglicht jungen Erwachsenen aus förderfähigen Partnerländern – darunter auch Deutschland, Schweiz und Österreich – in Australien zu arbeiten und gleichzeitig einen längeren Urlaub zu machen. Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren können sich für ein Working-Holiday-Visum bewerben und sich nach Einreise maximal 12 Monate in Australien aufhalten. Nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen ist sogar ein zweites Working-Holiday-Visum möglich. Ziel des Programms ist es, die zwischenmenschlichen Beziehungen in Hinblick auf junge Erwachsene zwischen Australien und den Partnerländern zu fördern. Das Programm existiert seit 1975.

Titelfoto / Murchison River, Kalbarri National Park in Westaustralien. Nicht vergessen, beim Working Holiday-Programm steht Arbeiten an erster Stelle, erst dann kommen die Ferien / Foto: Jarred Seng

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