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Durch die vielfältigen Weinregionen Portugals reisen

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Egal, ob rot, rosé oder weiß: Das mediterrane Klima und die besonderen Bodenverhältnisse in Portugal ermöglichen es mehr als 500 privaten Winzern auf über 1.900 Quatradkilometern Weinberge in 14 geografischen Regionen, edle Weine anzubauen und das Land als eine der weltweit führenden Destinationen im Weintourismus zu positionieren. Aktive Genussurlauber erleben diese vielfältige Weinkultur mit ihren jahrhunderte alten Traditionen auf abwechslungsreiche Art und Weise. Von einem Roadtrip auf den Spuren des Madeira-Weins über eine Kutschfahrt durch die weitläufigen Weinhänge im Alentejo bis hin zu einer Entdeckungreise mit der Tram entlang der Weinreben des Colares-Weins tauchen Liebhaber der edlen Tropfen in die Welt des portugiesischen Weins ein. Aber auch rund um die portugiesische Hauptstadt Lissabon wird vorzüglicher Wein hergestellt.

Weine und Weinanbaugebiete in Lissabon

Die Weinregion Lissabon begeistert nicht nur mit ihrem Charme und ihrer Geschichte, sondern auch mit einer faszinierenden Vielfalt an edlen Tropfen. Die einzelnen Weinanbaugebiete machen den Wein in dieser Region einzigartig, jeder Ort mit seinen eigenen Besonderheiten und Charakteristika. Eines der bekanntesten Weinanbaugebiete in Lissabon ist Palmela, südlich des Tejos gelegen und rund 40 bis 50 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Dort werden die Trauben in einem mediterranen Klima angebaut und von den kühlenden Einflüssen des Atlantischen Ozeans beeinflusst. Als eines der ältesten Weinanbaugebiete Portugals, werden hier die Rotweinrebe Castelão, die Weißweinreben Fernão Pires und Gelber Muskateller angepflanzt. Die Palmela-Weine wurden weltweit prämiert und werden in innovativen Kellereien erzeugt. Im Informationszentrum „Casa Mãe da Rota de Vinhos“ können Besucher Weinproben in Kellereien buchen. Dort können Interessierte die vielen Winzereien, die milden und würzigen Rotweine sowie die blumigen Weißweine kennenlernen. Ebenfalls im Naturpark Arrábida gelegen, verdankt Setúbal seinen Ruf vor allem dem Moscatel de Setúbal, einem süßen Dessertwein, der international bekannt ist. Die Reben wachsen auf der Halbinsel auf sandigen Böden und erhalten durch die Nähe zum Meer die perfekte Menge an Feuchtigkeit und Wärme.

Weinanbaugebiet Arrábida © Turismo de Lisboa

Colares, ein kleines Anbaugebiet nahe der Küste und rund 40 Minuten nördlich vom Stadtzentrum entfernt, ist bekannt für seinen einzigartigen Charakter. Hier wachsen die Reben inmitten von Dünen. Durch die häufigen Unwetter sind die Trauben äußerst rar und begehrt bei Kennern. Die Weine werden aus der Sorte Ramisco gekeltert und zeichnen sich durch salzhaltige Meeresluft aus. Es gibt nur vier Winzer, die den Wein trotz aller Schwierigkeiten weiter erzeugen. Bei einem Besuch mit Weinprobe in der Kellerei „Adega Regional de Colares“ können Weingenießer mehr über die seltenen Weine erfahren.

Das Anbaugebiet Carcavelos ist das kleinste Anbaugebiet Portugals und hat eine lange Tradition in der Weinproduktion. Hier werden rote und weiße Likörweine hergestellt. Aufgrund der Reife- und Lagerzeit in Bottichen und Flaschen, die vorgeschrieben sind, damit der Wein seine vollen Merkmale entwickeln kann, ist in manchen Jahren seine Herstellung nicht möglich. Obwohl die Produktion dieses Weins im Laufe der Jahre abgenommen hat, bleibt er ein wertvolles Erbe der Region. In der „Confraria dos Enófilos do Vinho de Carcavelos“ in Oeiras können Interessierte diesen Wein kosten.

Bucelas ist für seine fruchtigen und leichten Weißweine bekannt. Die Rebsorte hier ist Arinto. Er wird nur in kleinen Mengen produziert, jedoch wurde er schon von Größen der portugiesischen und internationalen Literatur wie Shakespeare, Dickens und Lord Byron gerühmt. Am besten wird der Wein kühl genossen. Was die Weinregion Lissabon insgesamt so besonders macht, ist die Kombination aus den vielfältigen Weinanbaugebieten und den indigenen Rebsorten, die hier kultiviert werden. Jedes Anbaugebiet hat seinen eigenen Charakter und produziert Weine mit unverwechselbarem Profil. Ob süß oder trocken, fruchtig oder mineralisch, die Weine aus Lissabon sind ein wahres Fest für die Sinne und ein Spiegelbild der reichen Kultur und Geschichte dieser bezaubernden Region.

Auf zwei Sohlen durch die Weinberge des Transmontano

Unterhalb der Gebirgsketten Marão und Alvão zwischen den Flüssen Douro und Minho im Nordosten Portugals gelegen, erstreckt sich das Weingebiet Transmontano bis hin zur spanischen Grenze. Dort wo sich bereits die Römer zur Herstellung ihrer edlen Tropfen das besonders heiße und trockene Klima sowie die speziellen Böden aus Granit, Schiefer und kalkhaltigem Gneissgestein zu Nutze machten, werden noch heute die bekannten, kräftigen und aromatischen Rot- und Weißweine angebaut. Ganz in der Nähe der ältesten Weinanbauregion Alto Duro, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und wo der bekannte Portwein hergestellt wird, erwandern Genussurlauber im Naturpark Douro Internacional zwischen hohen Klippen und traditionellen Dörfern wie Picote und Sendim die weitreichenden Weinberge von Trás-os-Montes und probieren sich bei Verkostungen auf den kleinen Boutique-Weingütern durch den leckeren Rebensaft.


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Mit der Tram auf den Spuren des Colares-Weins

Die kleine Ortschaft Colares in der Region Lissabon erstreckt sich vom Meer hin über zwei Hügel in der Serra de Sintra. Sowohl in den Weingärten im Hinterland um die Königsstadt Sintra als auch direkt hinter den Dünen am Atlantik befinden sich die Produktionsstätten des für seinen samtigen Geschmack bekannten Colares-Weins. So wächst die Ramisco-Rebe eingegraben im Sandboden nur an diesem Ort. Die speziellen Weiß- und Rotweine, die mindestens drei Jahre in Fässern reifen, lernen Weinliebhaber am besten bei einer Fahrt mit der nostalgischen Tram ab Sintra kennen. Nachdem sie im regionalen Weingut Colares, dem ältesten genossenschaftlichen Weingut Portugals, auf Führungen und Tastings im wahrsten Sinne des Wortes einen ersten Geschmack des robusten Weines bekommen, geht es mit der Tram auf verschiedenen Stopps zwischen den historischen Palästen Sintras und den Weinhängen von Colares auf Entdeckungsfahrt.


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Mit Kutscher und Pferd auf Geschmacksreise im Alentejo

In der ursprünglichen Region Alentejo wird die Hälfte des portugiesischen Weins produziert. Dank der hiesigen Böden aus Granit und Schiefer sowie den fast 3.000 Sonnenstunden pro Jahr sind die Vinhos Brancos (Weißweine) für ihren frischen Geschmack sowie die rubin- oder granatfarbenen Tintos (Rotweine) für ihr weiches und dennoch intensives Aroma bekannt. Urlauber erleben die Vielfalt des Weines und der Natur beispielsweise auf der „Rota dos Vinhos do Alentejo“ – einer Weinroute durch die acht Weinanbaugebiete der Region. Ein Stopp auf dieser Route ist die historische Stadt Monsaraz am Alqueva-See. Dort erleben Gäste ein besonders tierisches Erlebnis auf dem 200 Jahre alten Traditionsgut São Lourenço do Barrocal. Auf einer urigen Pferdekutsche durchstreifen sie das riesige Gutsgelände mit Olivenhainen, 7.000 Jahre alten Mehiren, einem riesigen Gemüsegarten sowie der 150.000 Quadratmeter großen Rebfläche und verköstigen die Spitzenweine.

Sonnenschein im Glas: Auf Genusstour an der Algarve

Die geschützte Lage durch die Gebirgskette von der Ostgrenze bis zur Westküste, jede Menge Sonnenstunden und eine vielfältige Bodenbeschaffenheit machen die Algarve zu einem einzigartigen Terroir für die Herstellung von edlen Weinen. Bereits die Araber kultivierten in der südlichsten Region des portugiesischen Festlandes Wein. Heute können Weinliebhaber die verschiedenen Rebsorten in den alten, renommierten Weingütern der Region entdecken, die sich meist seit vielen Generationen in Familienbesitz befinden – manche sogar seit dem 17. Jahrhundert. Dort erleben Gäste die Weinlese hautnah, helfen mit beim Schneiden der Trauben oder erlernen die traditionelle Herstellung mittels Fußstampfen und probieren natürlich die Weine der verschiedenen Rebsorten. Ob auf dem Land oder am Meer, Gourmets übernachten auf den vielen Weingütern, die einzigartige Unterkünfte mit charmanten Zimmern und luxuriösen Chalets für ein unvergessliches Erlebnis bieten.

Rund um den Madeira-Wein: Entlang der Trauben beim Insel-Roadtrip

Das gemäßigte atlantische Klima und die speziellen Böden vulkanischen Ursprungs, auf denen die Reben in kleinen Terrassen gepflanzt werden, lassen auf Madeira einen einzigartigen Likörwein entstehen, der fünf bis acht Monate bei einer Temperatur von bis zu 75 Grad gelagert und danach über zwei Jahrhunderte haltbar ist. Bereits seit 600 Jahren wird auf der Blumeninsel Wein angebaut und zahlreiche Weinfeste und Festivals prägen das Jahr auf Madeira. Der Legende nach diente der mit hochprozentigem Weinbrand angereicherte süße Madeira-Wein sogar als Parfüm für die Taschentücher der Hofdamen. Alles über die Geschichte des Madeira-Weins erfahren Interessierte im Wein Museum Museu do Vinho bevor sie sich dann mit einem Gefährt ihrer Wahl entlang der 200 Kilometer langen Steilküste auf einen Madeira-Wein-Roadtrip von Weingut zu Weingut begeben.

Quellen: Visit Portugal, Turismo de Lisboa

Titelfoto / Das gemäßigte atlantische Klima und die speziellen Böden vulkanischen Ursprungs, auf denen die Reben in kleinen Terrassen gepflanzt werden, lassen auf Madeira einen einzigartigen Likörwein entstehen, der fünf bis acht Monate bei einer Temperatur von bis zu 75 Grad gelagert und danach über zwei Jahrhunderte haltbar ist. / Credit AP Madeira

(Hinweis: Der Beitrag wurde erstmals im Februar 2022 veröffentlicht und wird seitdem in unregelmäßigen Abständen aktualisiert.)

Reisehinweise für Portugal

Das milde Klima, 3.000 Sonnenstunden pro Jahr, 1.860 Kilometer Küstenlinie mit über 200 Surfspots, 850 Kilometer Strände an der Atlantikküste und 25 UNESCO-Welterbestätten machen Portugal fast ganzjährig zum idealen Reiseziel.

In dem Land mit den ältesten Grenzen Europas findest Du auf relativ kleinem Raum sehr abwechslungsreiche Landschaften, viele Freizeitmöglichkeiten und ein einzigartiges Kulturerbe, in dem Tradition und Moderne eine harmonische Verbindung eingehen. Die schmackhafte Küche, die guten Weine und die gastfreundlichen Menschen sind weitere Gründe, das Land zu besuchen.

Portugal / Bild: The World Factbook CIA / gemeinfrei

Portugal besteht aus fünf Regionen auf der iberischen Halbinsel: Porto und der Norden, Centro, Alentejo, Lissabon und Umgebung sowie Algarve. Außerdem gehören zu Portugal die Azoren und Madeira.

Die portugiesische Flagge / Grafik: gemeinfrei

Währung

Portugal hat den Euro.

Internationaler Telefoncode

351, mit dem Telefon wählst Du entweder +351 oder 00351 und anschließend die Telefonnummer in Portugal mit regionaler Vorwahl

Notrufnummer

112

Wichtig zu wissen: EU-Bürger können mit ihrem Handy in der Regel in Portugal zu den gleichen Konditionen wie im Heimatland telefonieren. Es sei denn, sie haben einen Mobilfunktarif, der dies anders regelt.

Trinkgeld

Wenn eine Servicegebühr nicht in der Rechnung enthalten ist, dann gib rund 10 Prozent Trinkgeld. In ursprünglichen Restaurants ist es bei Barzahlung oft noch üblich, sich das Wechselgeld aushändigen zu lassen und das Trinkgeld beim Verlassen der Lokalität auf dem Tisch zurück zu lassen.

Souvenirs

Portugal produziert ausgezeichnete Weine, nicht nur den legendären Portwein. Wer Fan des nachhaltigen Naturrohstoffes Kork ist, kommt in Portugal voll auf seine Kosten. Es gibt sehr viele Produkte, die aus Kork hergestellt werden: Bekleidung, Taschen, Schirme, sogar Handwaschbecken…Auch handbemaltes Geschirr und Keramikfliesen sind bei Touristen gefragt.

Traditionelle Küche

Bacalhau – getrockneter und gesalzener Kabeljau, der normalerweise zuerst in Wasser oder Milch eingeweicht wird; dazu sind eine Vielzahl von Zutaten wie Kartoffeln, Karotten, Kohl oder Eiern möglich. Der Fisch kann gebacken, gekocht oder gebraten werden. In Portugal gibt es aber auch viele moderne Restaurants, die dieses Gericht nicht anbieten. Ansonsten stehen die Portugiesen auch auf süße Sachen, wie die legendären Törtchen Pastéis.

Anreise

Die Anreise aus Deutschland mit dem Zug ist zeitaufwändig und teuer. Auch mit dem Auto dauert die Anreise sehr lang und belastet die Urlaubskasse stark. Es sind ja nicht nur Kosten für die Abnutzung des Autos und den Kraftstoff, auch die Mautgebühren schlagen beispielsweise für die rund 2.800 Kilometer lange Strecke von Berlin nach Lissabon ins Kontor. Kommt also wirklich nur eine Flugreise infrage. Nach Portugal gibt es von Deutschland aus zahlreiche Direktverbindungen, beispielsweise mit TAP Air Portugal*, Lufthansa*, Eurowings*, easyJet oder Ryanair.

Was sonst noch zu beachten ist

In den Sommermonaten kommt es in Portugal – meist im Zentrum und im Norden – aufgrund der klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Auf Madeira kann es ganzjährig zu Stürmen, Starkregen und extremen Wetterwechseln kommen.

Die Promillegrenze für Verkehrsteilnehmer beträgt 0,5. Sie liegt bei 0,2 für Fahranfänger in den ersten zwei Jahren und Berufsfahrer.

Der deutsche Führerschein ist bei vorübergehenden Aufenthalten ausreichend.

Wichtige Links

visitPortugal

Reisehinweise des Auswärtigen Amts

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslandsaufenthalts in die Krisenvorsorgeliste “Elefand“ des Auswärtigen Amts einzutragen

Quellen: eigene Recherche / The World Facbook der CIA / Auswärtiges Amt

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