Wer schon immer mal einen großen Hund an die Leine nehmen wollte, kann das tun – im Schweizer Kanton Wallis.
Zwei Wandertouren mit gutmütigen Bernhardinerhunden, organisiert von der Fondation Barry in Champex-Lac im Wallis, stehen zur Auswahl. Eine Sommerwanderung und eine Winterwanderung.
Bei jeder Wanderung sind zwei Begleiterinnen oder Begleiter dabei und jeder Wanderer darf einen “Barry” führen. Bekannt wurden die Bernhardiner als Lawinenhunde bei den Augustiner-Mönchen des Hospizes auf dem Großen St. Bernhard. Vor allem Lawinenhund Barry brachte es zur Berühmtheit, er soll über 40 Menschen das Leben gerettet haben und steht nun ausgestopft im Naturhistorischen Museum in Bern.
Die Sommer-Wandertour, oberhalb des Hospizes, inmitten der Berge auf 2400 Metern Höhe, mit den Bernhardinern am Bernhard-Pass wird im Jui und im August ein- bis zweimal täglich, außer montags und donnerstags angeboten. Sie ist anspruchsvoll dauert bis zu zwei Stunden. Gute Wanderschuhe und wetterfeste Kleidung sind Pflicht. Die Wanderungen finden bei jedem Wetter statt. Kinder unter acht Jahren dürfen nicht teilnehmen. Es gilt ein Festpreis von 350 CHF pro Gruppe (ein bis acht Personen). Zwei bis drei Bernhardinerhunde sind mit von der Partie. Eigene Hunde sind nicht erlaubt. Bei den Wanderungen auf dem Grossen Sankt Bernhard-Pass ist der Eintritt ins Hospiz-Museum inbegriffen.

Etwas einfacher ist die Wintertour. Sie gibt es an den Wochenenden viermal täglich in den Monaten Januar und Februar. Dabei handelt es sich um einen Rundweg im Champex-Lac. Die Wanderung über eine Distanz von zwei Kilometern mit 75 Höhenmetern im Auf- und Abstieg dauert etwa 45 Minuten. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt. Drei Bernhardiner begleiten die Gruppe. Auch hier sind eigene Hunde nicht erlaubt.
Erwachsene ab 17 Jahren müssen 42 CHF berappen und Kinder (4 bis 16 Jahre) 21 CHF. Der Besuch des Themenparks Barryland ist inklusive.
Es wird empfohlen, die Tickets rechtzeitig online zu reservieren.
Kleiner Wermutstropfen für Fans der großen Vierbeiner: Der heutige Bernhardiner ist schwerer und massiger als die damaligen Lawinenhunde und daher für diesen Einsatz nicht mehr geeignet. Dafür werden heute Deutsche und Belgische Schäferhunde eingesetzt. Auch die Geschichten, um die berühmten Fässchen am Hals der Hunde, gefüllt mit Schnaps für die gerade Geretteten, sind wohl nur schöne Erzählungen.
Mehr zu der Fondation Barry und den Wanderungen
Titlefoto / Bernhardiner mit Schnapsfässchen und Matterhorn im Hintergrund. / Foto: Schweiz Tourismus / Christof Sonderegger
(Hinweis: Den Artikel haben wir erstmals im August 2012 veröffentlicht. Wir haben ihn aktualisiert.)











