Kachina-Puppe. Kachinas werden als transzendentale Wesen begriffen, die sowohl Vorfahren, Tiere, Orte, Eigenschaften und Naturphänomene und Elemente wie Wasser und Wind repräsentieren. Foto: AOT

Hopi Arts Trail: Kunst und Kultur der Hopi in Arizona erleben

Im Norden Arizonas können Reisende auf dem „Hopi Arts Trail“ das kulturelle Erbe, die Kunst und das heutige Leben der Hopi kennenlernen – eines Native-American-Volkes, das seit Jahrhunderten im Nordosten des Bundesstaates verwurzelt ist.

Die Hopi zählen zu den Pueblo-Völkern und leben seit Jahrhunderten im Nordosten Arizonas. Ihre heutigen Siedlungen liegen auf den First, Second und Third Mesas, eingebettet in eine weite, trockene Hochlandschaft. Das Hopi-Reservat umfasst nach Angaben des Hopi Tribe mehr als 6.500 Quadratkilometer und erstreckt sich über Teile der Countys Coconino und Navajo. Insgesamt besteht es aus zwölf Dörfern auf drei Mesas.

Hopi Arts Trail: Zur Kunst der Hopi-Indianer gehören Silberschmiedearbeiten, geschnitzte Kachina-Puppen, Korbflechtarbeiten und Getöpfertes. Foto: AOT
Zur Kunst der Hopi gehören Silberschmiedearbeiten, geschnitzte Kachina-Puppen, Korbflechtarbeiten und Töpferwaren. / Foto: Arizona Office of Tourism

Der Hopi Arts Trail ist kein Wanderweg im klassischen Sinn, sondern ein kultureller Kunstpfad. Er verbindet Reisende mit Künstlerinnen und Künstlern, Galerien und Heimwerkstätten auf den Hopi Mesas. Dabei geht es nicht nur um Kunsthandwerk, sondern auch um einen respektvollen Einblick in eine der ältesten bis heute lebendigen Native-American-Kulturen Nordamerikas.

Ausgangspunkt vieler Besuche ist das Moenkopi Legacy Inn & Suites bei Tuba City, am westlichen Zugang zum Hopi-Gebiet. Das Hotel versteht sich als Tor zur Hopi-Kultur; von dort starten auch geführte Touren mit erfahrenen Hopi-Guides. Das Haus wurde nach Angaben von Experience Hopi als erster Hotelbau auf Hopi-Tribal-Land seit 50 Jahren eröffnet und geht auf die Vision der Ältesten von Upper Village of Moenkopi zurück.


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Entlang des Trails begegnen Reisende verschiedenen Kunstformen der Hopi: Silberschmiedearbeiten, Korbflechterei, Töpferei, Textilien, Schmuck und geschnitzte Katsina-Figuren. Viele Arbeiten entstehen in Familien- und Heimwerkstätten. Wer mit einem autorisierten Guide unterwegs ist, kann häufig persönliche Begegnungen mit Künstlerinnen und Künstlern arrangieren und mehr über Bedeutung, Technik und kulturellen Hintergrund der Werke erfahren.

Foto: AOT
Foto: Arizona Office of Tourism

Besonders bekannt sind die Katsina-Figuren, im touristischen Sprachgebrauch oft noch als Kachina Dolls bezeichnet. Sie sind keine bloßen Souvenirs, sondern haben eine tiefe kulturelle Bedeutung. Das Heard Museum beschreibt Katsina-Figuren als geschnitzte religiöse Figuren, die traditionell Kindern überreicht werden und mit Gebeten für Wachstum, Wohlergehen und kulturelles Lernen verbunden sind. Viele Hopi-Künstler fertigen solche Arbeiten heute zugleich auch für den Verkauf an Sammler und Besucher.

Der Hopi Arts Trail führt durch eine Region, in der Kultur nicht inszeniert, sondern gelebt wird. Deshalb ist respektvolles Verhalten entscheidend. Reisende sind Gäste auf Hopi-Land. Private Häuser, Zeremonialbereiche und geschlossene Dörfer dürfen nicht ohne Einladung betreten werden. Auch Fotografieren, Filmen, Tonaufnahmen, Skizzen und Notizen sind in und um Hopi-Dörfer nicht erlaubt.

Der Pfad beginnt am Hotel Moenkopi Legacy Inn & Suites in Tuba City und folgt dann in südöstlicher Richtung dem Verlauf des Highway 264. Foto: AOT
Der Pfad beginnt am Hotel Moenkopi Legacy Inn & Suites in Tuba City und folgt dann in südöstlicher Richtung dem Verlauf des Highway 264. Foto: Arizona Office of Tourism

Wer tiefer einsteigen möchte, sollte eine geführte Tour buchen. Experience Hopi bietet unter anderem Standardtouren, individuell angepasste Touren und Besuche ausgewählter Galerien an. Aktuell werden Touren über das Moenkopi Legacy Inn & Suites organisiert; für Standardtouren ist eine Reservierung mindestens 24 Stunden im Voraus vorgesehen.

Durch verantwortungsvollen Kulturtourismus können Reisende lokale Hopi-Künstlerinnen und -Künstler direkt unterstützen. Gleichzeitig eröffnet der Hopi Arts Trail die Möglichkeit, Kunst nicht losgelöst vom Ort zu betrachten, sondern im Zusammenhang mit Landschaft, Geschichte, Sprache und kultureller Identität der Hopi zu verstehen.


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Auf der Webseite hopiartstrail.com können Reisende sich vorab umfassend über den Kunstpfad, die teilnehmenden Galerien und Künstler sowie die Kultur der Hopis informieren. Die Möglichkeit einer Webpräsenz ist für zahlreiche Hopi-Künstler eine Neuheit, durch die sie erstmals ein größeres Publikum erreichen und auf den Stellenwert ihrer kulturellen Schätze aufmerksam machen können. Durch den Beitrag des Tourismus haben die Künstler die Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren und auch weiterhin zu dem Erhalt und der Pflege ihrer reichen Kultur beitragen zu können.

Die zahlreichen, handgefertigten Schmuckstücke, Kleidungsstücke, Taschen und Kunstwerke sind in den verschiedenen Galerien entlang des Pfades ausgestellt und können von Reisenden erworben werden. Foto: AIT
Die zahlreichen, handgefertigten Schmuckstücke, Kleidungsstücke, Taschen und Kunstwerke sind in den verschiedenen Galerien entlang des Pfades ausgestellt und können von Reisenden erworben werden. Foto: Arizona Office of Tourism

Weitere Informationen über den Hopi Arts Trail und Experience Hopi

Titelfoto / Kachina-Puppe. Kachinas werden als transzendentale Wesen begriffen, die sowohl Vorfahren, Tiere, Orte, Eigenschaften und Naturphänomene und Elemente wie Wasser und Wind repräsentieren. / Foto: Arizona Office of Tourism

(Hinweis: Der Artikel wurde erstmals im Juli 2012 veröffentlicht. wir haben ihn aktualisiert.)


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Weitere Fotos von WeltReisender Ingo Paszkowsky findest Du hinter diesem Link.


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