Serbien: Die Donau im Djerdap Nationalpark – ein Erlebnisbericht

Der Nationalpark Đerdap (serb. Nacionalni Park Đerdap) in Serbien ist die größte Flussklippenlandschaft Europas.  Er erstreckt sich entlang der Donau und der Grenze zu Rumänien, von der Stadt Golubac bis zur Kleingemeinde Tekija, über eine Länge von 100 km und über eine Fläche von 63.680 Hektar. Die Donau durchbricht hier die südwestlichen Karpaten. Der größte Teil dieses Nationalparks und riesigen Naturreservats liegt im serbischen Bezirk Bor und ein kleiner Teil im Bezirk Braničevo.

 

Auch Wölfe gibt es im Djerdap Nationalpark. Der hier ist ausgestopft, hinter einer Glasscheibe. Foto: Ingo Paszkowsky
Auch Wölfe gibt es im Djerdap Nationalpark. Der hier ist ausgestopft, hinter einer Glasscheibe. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Das Einzigartige an diesem Park sind die riesigen Schluchten und Pässe, durch die die Donau fließt, die zu den größten in ganz Europa zählen. Đerdapska klisura wird der größte Pass bezeichnet, der gleichzeitig auch der größte Europas ist. Dieser Pass besteht wiederum aus vier verschiedenen Furchen (Gornja klisura, Gospođin vir, Veliki und Mali kazan und Sipska klisura), die einzeln durch Schluchten getrennt sind. Gospođin vir hat mit 82 Metern eine der größten Flusstiefen der ganzen Welt. Die Klippen des Canyons Kazan sind über 300 Meter hoch, während das Flussbett in diesem Teil auf 150 Meter verengt wird.


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Den Djerdap Nationalpark von einer Boots-/Schiffahrt auf der Donau zu erkunden, ist auf jeden Fall ein Erlebnis:

 

Das gesamte Gebiet des Nationalparks zeichnet sich durch eine große Tier- und Pflanzenvielfalt, historische Monumente und archäologische Funde aus.  Am Cazan zwischen den Städten Orșova und Donji Milanovac, wird die Donau auf 200 Meter Breite und 80 Meter Tiefe eingeengt. Auf beiden Seiten der Donau wurden Naturschutzgebiete eingerichtet – in Serbien der Nationalpark Đerdap, auf der rumänischen Seite der Naturpark Eisernes Tor. Erklärtes Ziel ist ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservat als Teil der künftigen Euroregion Donauraum.

 

Die Festung von Golubac. Foto: Ingo Paszkowsky
Die Festung von Golubac. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die tertiäre Flora und Fauna machen den Djerdap Nationalpark zu einem einzigartigen Naturreservat mit über 1.100 Pflanzenarten und Tieren wie Braunbären, Luchsen, Wölfen, Goldschakalen, Schwarzstörchen, einigen Eulenarten und anderen seltenen Tieren.

Lepenski Vir, Tabula Traiana und die von Apollodor von Damaskus errichtete Brücke sind einige der bedeutendsten archäologischen Funde. Sie stehen unter strengem gesetzlichen Schutz. Lepenski Vir ist über 8.000 Jahre alt und gibt Aufschluss über die früheren Einwohner und Siedlungen in diesem Gebiet.

Hier ein kurzes Video zu Lepenski Vir:

 

Golubački Grad (Festung Golubac) und Kladovo sind mittelalterliche Klöster und ein wichtiges kulturelles Erbe.

 

Besuch der Höhle Ravnistarka bei Kucevo in Serbien

Nicht direkt an der Donau liegt die Höhle Höhle Ravnistarka. Mineralquellen und Karstgebiete gibt es reichlich in Serbien. Viele Naturschönheiten sind Besuchern bisher nicht zugänglich. Im Gebiet der Gemeinde Kucevo gibt es allerdings gleich zwei Höhlen, die besichtigt werden können: Ravnistarka und Ceremosnja. Ravnistarka habe ich besucht und dabei meine Hero 3 Black Edition aufgesetzt. Leider hatte ich versehentlich nur „normales“ Video eingestellt, deshalb sind die Zeitlupen von den anfliegenden Fledermäusen so ruckelig. Ein Erlebnis ist es schon, wenn sich eine Fledermaus im Flug durch eine ca. 10 Zentimeter kleine Lücke zwischen meinem Kopf und dem Felsen über mir zwängt.

 

 

Ingo Paszkowsky

 

Weitere Informationen: http://www.serbien.travel/

 

Titelfoto / Eisernes Tor von der serbischen Seite / Foto: Ingo Paszkowsky

 

Weitere Ein- und Ansichten:

Die Kulturschätze von Lepenski Vir sind in einer großen, modernen Glaskonstruktion untergebracht. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die Fundstätte Lepenski Vir ist eine der wichtigsten archälogischen Stätten Serbiens. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Das Eiserne Tor. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die Donau am Abend. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die Tabula Traiana oder Tafel des Traian. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die Festung von Golubac. Auf der rumänischen Seite zwei Windräder. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die Planzenwelt im Djerdap Nationalpark ist außerordentlich üppig, da wollen Insekten ihren Anteil davon abhaben. Foto: Ingo Paszkowsky

 

Die Kamera hatte ich für gerade mal 10 Sekunden abgelegt und schon ergreift die Natur Besitz von ihr. Fot0: Ingo Paszkowsky

 

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