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Der Triumphbogen der Rua Augusta ist seit August 2013 begehbar. Foto: Ingo Paszkowsky

Lissabon: Mindestens diese fünf Stadtviertel solltest Du besuchen

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Die an der Flussmündung des Tejo gelegene Stadt Lissabon gehört zu den ältesten Städten Europas und weist eine reiche Kultur, zahlreiche historische Gebäude und jede Menge Wahrzeichen auf. Zugleich ist die portugiesische Metropole modern, farbenfroh und kreativ, aber auch hip und trendy. Jedes der insgesamt 162 Stadtviertel besitzt seinen eigenen Charme und eigene Besonderheiten. Hier kommen fünf Stadtviertel, die man bei einem abwechslungsreichen City-Trip nach Lissabon besuchen sollte.

Baixa – Das historische Zentrum

Der Stadtteil Baixa ist das historische Zentrum von Lissabon. Er ist, anders als die anderen Stadtteile, relativ flach. Da das Viertel nach seiner fast völligen Zerstörung durch das Erdbeben von 1755 wieder aufgebaut werden musste, konnten breite Prachtstraßen und großzügige Plätze angelegt werden – so ist etwa die Avenida da Liberade rund 90 Meter breit. Heute bildet Baixa das Geschäftsviertel Lissabons, wo Besucher die wichtigsten Einkaufsstraßen finden, unter anderem die Rua Augusta. Diese verbindet die beiden bedeutendsten Plätze Baixas miteinander: den mit dem Triumphbogen Arco da Rua Augusta beginnenden Praça do Comércio sowie den Rossio. Für Urlauber lohnt sich der Aufstieg auf den Triumphbogen mit Rundumblick über die Stadt sowie der Besuch des Centro Interpretativo da História do Bacalhau (Interpretationszentrum zur Geschichte des Stockfischs) und des Lisboa Story Centres.

Altstadt und Nachtleben vereint in Bairro Alto

Oberhalb von Baixa liegt das Lissabonner Stadtviertel Bairro Alto. Anders als Baixa überstand dieses Viertel das Erdbeben zum großen Teil unbeschadet und zeichnet sich noch heute in erster Linie durch enge Altstadtgassen aus. Autoverkehr ist nur für Anwohner erlaubt. Am besten ist die „Oberstadt“ mit den Standseilbahnen Ascensor da Glória und Elevador da Bica zu erreichen. Früher waren hier viele Zeitungen und Druckereien ansässig, die zahlreiche Intellektuelle anzogen. Bis heute ist das Viertel geprägt durch Künstler, Kunsthandwerker und sonstige Kreative. Tagsüber geht es in Bairro Alto eher ruhig und entspannt zu, die vielen kleinen Geschäfte laden zum Shoppen und Flanieren ein. Erst zum späten Nachmittag hin öffnen Restaurants, Clubs, Kneipen und Bars und verwandeln Bairro Alto in ein lebendiges und hippes Partyviertel mit verschiedenen Musikrichtungen und ausgelassener Stimmung. Entlang der kopfsteingepflasterten Straßen reiht sich eine Bar an die nächste, das wahre Nachtleben findet jedoch auf der Straße statt.

Der Elevador da Bica fährt seit 1892 im Bica-Viertel auf und ab. Foto: Ingo Paszkowsky
Der Elevador da Bica fährt seit 1892 im Bica-Viertel auf und ab. Foto: Ingo Paszkowsky

Schick und vornehm – Principe Real

Nördlich von Bairro Alto befindet sich der Lissabonner Stadtteil Principe Real. Er gehört zu den schicksten und vornehmsten Vierteln der Tejo-Metropole. Sein Bild wird primär von traditionellen Stadthäusern und charaktervollen Gebäuden geprägt, zusätzlich laden Boutiquen und gehobene Restaurants zum Shoppen sowie Verweilen ein. Mitten im Viertel Principe Real befindet sich ein romantischer Park. Der 1863 angelegte Jardim do Príncipe Real ist ein urbanes Refugium mit einem riesigen schirmartigen Zedernbaum. Die Äste des Baumes werden mit Spezialkonstruktionen an Ort und Stelle gehalten, wodurch sie einen natürlichen Schirm gegen die Sonne formen. Und wer auf dem Miradouro São Pedro de Alcântara der Sonne beim Untergehen zusieht, dem bietet sich von hier aus freie Sicht bis zum gegenüberliegenden alten Lissabon mit dem Castelo de São Jorge und den engen Gassen des Stadtteils Alfama.

Rechts im Hintergrund das Castelo de São Jorge. Foto: Ingo Paszkowsky
Rechts im Hintergrund das Castelo de São Jorge. Foto: Ingo Paszkowsky

Kultur in Chiado

Im Westen Lissabons liegt das Altstadtviertel Chiado. Es zählt zu dem kulturellen Zentrum der portugiesischen Metropole. Hier versammelten sich einst Literaten und Künstler wegen der vielen Verlage und Redaktionen. Auch befindet sich hier die älteste Buchhandlung der Welt, die Livraria Bertrand. Zu den ältesten Cafés der Stadt zählt auch das Café A Brasileira. Hierhin kamen die portugiesischen Schriftsteller Fernando Pessoa, Aquilino Ribeiro und Alfredo Pimenta, um Gedanken auszutauschen und Inspiration zu kriegen. Fernando Pessoa sitzt als Bronzestatue immer noch draußen auf der Terrasse, jederzeit bereit, um ein Foto mit Urlaubern zu schießen.

Die Mitfahrt in den historischen Straßenbahnen ist bei Touristen äußerst begehrt / Foto: Ingo Paszkowsky
Die Mitfahrt in den historischen Straßenbahnen ist bei Touristen äußerst begehrt / Foto: Ingo Paszkowsky

Ältester Teil Lissabons und hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten – Alfama

Der älteste Stadtteil Lissabons, Alfama, wurde auf einem der sieben Hügel erbaut. Das einstige Herz von Lissabon hat verwinkelte und enge Gassen, die zum höchsten Punkt mit einer tollen Aussicht über die Stadt führen, dem Castelo de São Jorge. Die historische Straßenbahnlinie 28E schlängelt sich quer durch Alfama hinauf bis hoch zur Burg. Arabische Einflüsse prägen das Viertel, was auch heute noch sichtbar ist. Denn das Viertel blieb von dem Erdbeben vornehmlich verschont, wodurch zahlreiche Sehenswürdigkeiten und historische Zeugnisse die Zeit überdauern konnten. So ist Alfama der ursprünglichste und traditionellste Stadtteil Lissabons und weist die höchste Dichte an Sehenswürdigkeiten auf. Neben dem Castelo de São Jorge gehört etwa die Catedral Sé Patriarcal, die älteste Kirche Lissabons, zu den wichtigsten Denkmälern der Vergangenheit. Sehenswert ist auch der Largo das Portas do Sol (Platz des Sonnentors). Dort stand früher eines der sieben Stadttore, die in die arabische Alfama führten. Von dort genießen Besucher eine herrliche Aussicht über die Stadt und den Fluss Tejo.

Quelle: Turismo de Lisboa

Titelfoto / Der Triumphbogen der Rua Augusta ist seit August 2013 begehbar. Foto: Ingo Paszkowsky

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