Indien: Höhenflug und ehrgeizige Ziele

Berlin – Indiens Höhenflug ist nicht zu stoppen: 2011 besuchten mehr als sechs Millionen Gäste den Subkontinent, 230.000 von ihnen kamen aus Deutschland. Diese Zahlen bedeuteten zweistellige Zuwachsraten von zehn Prozent gegenüber 2010. Doch Indiens Tourismusminister zeigte sich auf der ITB Berlin im März 2012 überzeugt: Das Wachstumspotential ist längst nicht ausgeschöpft! „Wir rechnen damit, dass die Besucherzahlen bis 2016 kontinuierlich steigen, bis wir dann die Marke von elf Millionen Gästen erreicht haben“, so Minister Shri Subodh Kant Sahai. Indienreisen sollen, so das erklärte Ziel, dann ein Prozent des weltweiten Tourismusaufkommens pro Jahr ausmachen. Den Einwurf, dass dafür aber die derzeit sehr unbefriedigende Onlineabwicklung der Visa-Anträge überarbeitet werden müsse, nahm der Minister zur Kenntnis – und gelobte Besserung.

Der Staat subventioniere das ambitionierte Vorhaben seines Ministeriums mit umfassenden Infrastrukturmaßnahmen, so der Minister. So sollen bis 2016 zusätzlich 200.000 Hotelzimmer entstehen, außerdem sei geplant, Hotels der Zwei- bis Vier-Sterne-Kategorie in der Nähe von Unesco-Welterbestätten zu errichten. Ein weiterer Punkt sei der Ausbau der Verkehrslogistik: Rund 50 Flughäfen wurden schon modernisiert oder neu gebaut, und bis Ende 2012 soll die Runderneuerung der Airports Kolkata und Chennai abgeschlossen sein.

Devesh Chaturvedi vom indischen Tourismusministerium unterstrich, dass in Indien jeder Gast das passende Angebot fände – ob als Camper am Fuß des Himalaya, als Passagier eines Luxuszuges oder als Kongressteilnehmer im ständig wachsenden Segment des MICE-Tourismus. Auch auf den ersten Blick weniger attraktive Reisezeiten wie Monsunperioden seien ideal für eine Reise auf den Subkontinent, beispielweise für eine Ayurveda-Kur. In diesen Monaten öffne die hohe Luftfeuchtigkeit optimal die Poren, so dass die einmassierten Öle tiefer in die Haut dringen können. Ergo: Es gibt kein schlechtes Wetter – höchstens das falsche Angebot. IP

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(Mit Material von der Messe Berlin)