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Women’s Expedition – Reisen nur für Frauen

6 Minuten Lesezeit

Neue und neu konzipierte „Women’s Expeditions“ sollen Frauen im Tourismus unterstützen, die besonders von der COVID-19-Pandemie betroffen sind

Rechtzeitig zum Internationalen Frauentag am 8. März stellt Intrepid Travel sein Angebot an Women’s Expeditions mit neuen und neu konzipierten Touren vor. Die Reisen wurden entwickelt, um Gemeinden in Peru, Indien, Iran, Marokko und Jordanien zu unterstützen und zu fördern, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind. Wie von der UNWTO festgesellt, sind Frauen in der Reisebranche unverhältnismäßig stark von COVID-19 betroffen. Da sie in der Regel in gering qualifizierten oder informellen Berufen arbeiten, haben sie weniger Zugang zu staatlicher Unterstützung und können so die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie deutlich schlechter auffangen.

Die von einheimischen Reiseleiterinnen geführten Women’s Expeditions wurden ins Leben gerufen, um weiblichen Reisenden einen Einblick in das tägliche Leben und die Herausforderungen von Frauen in anderen Ländern zu geben. Sie bieten Erfahrungen, die mit Männern in der Gruppe nicht möglich wären, wie z. B. der Besuch eines Schönheitssalons im Iran oder die Fahrt in einem Zugwaggon nur für Frauen in Indien. Die Reisen sollen außerdem die bestehenden Geschlechterrollen im Tourismus in Frage stellen und die Teilhabe von Frau weltweit fördern.

Nach dem Start der Women’s Expeditions 2018 als limitierte Auflage mit Touren in Marokko, Jordanien und dem Iran entwickelten sich die Reisen zu den beliebtesten in der über 30-jährigen Geschichte von Intrepid Travel. Dies veranlasste den B-corp-zertifizierten Reiseveranstalter 2019 weitere Touren in der Türkei, Kenia, Indien und Nepal anzubieten.
Nachdem die Reisen aufgrund der Pandemie seit Anfang 2020 pausiert wurden, wird Intrepid sie nun in Ländern, die überproportional von COVID-19 betroffen sind, wieder aufnehmen.

Foto: Intrepid Travel

Zu den neu konzipierten Women’s Expedtions gehören:

NEU: Women’s Expedition Peru (8 Tage, ab € 1.305 pro Teilnehmerin)

Die Reisenden folgen den Spuren der Inkas und wandern vier Tage auf dem berühmten Inka-Trail, begleitet von Trägerinnen – eine Rolle, die traditionell von Männern ausgeübt wird -, um den Machu Picchu zu besuchen und aus einer weiblichen Perspektive die Geschichte zu erfahren. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt von Lima besucht die Gruppe einen Lebensmittelstand, wo sie die Besitzerin treffen und erfahren, wie sie dadurch die Ausbildung ihrer Kinder unterstützt hat. Die Teilnehmerinnen lernen außerdem traditionelle Techniken und die Bedeutung der Weberei für die Frauen der Umasbamba-Gemeinschaft im Heiligen Tal kennen und essen bei Mama Seledonia in Cusco. Das Restaurant unterstützt alleinerziehende Mütter aus unterprivilegierten Verhältnissen, indem es ihnen Arbeit und eine Ausbildung zur Köchin bietet.

India Women’s Expedition (12 Tage, ab € 995 pro Teilnehmerin)

Die Gruppe reist mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Frauenwagen der Delhi Metro und erkundet die farbenfrohen Basare und architektonischen Schönheiten von Alt-Delhi. Sie besucht die abgelegenen Dünen der Wüste Thar, um dort eine Nacht unterm Sternenhimmel mit traditionellem Essen und Tanzvorführungen einheimischer Frauen zu verbringen – während die Männer losziehen und das Abendessen kochen. Auf Stadtrundfahrt geht es in den auffälligen rosa Rikschas der gemeinnützigen Pink City Rickshaw Co. Insbesondere in Indien haben nicht nur mehr Frauen aufgrund von COVID-19 ihren Arbeitsplatz verloren, sondern es kehren auch weniger zurück. Die Statistik zeigt, dass 2021 22 % weniger Frauen in Indien beschäftigt waren als 2019. Die Tourismusbranche hier ist seit langem von Männern dominiert und es ist wichtig, sich für mehr Möglichkeiten für Frauen in der Branche einzusetzen.

Die von Reiseleiterinnen geführten Touren überwinden die Barrieren des traditionellen Tourismus und schaffen ein tieferes Verständnis der weiblichen Kultur in den bereisten Ländern. Fotocredit: Ryan Bolton
Die von Reiseleiterinnen geführten Touren überwinden die Barrieren des traditionellen Tourismus und schaffen ein tieferes Verständnis der weiblichen Kultur in den bereisten Ländern. Fotocredit: Ryan Bolton

Iran Women’s Expedition (12 Tage, ab € 1.990 pro Teilnehmerin)

Die Reisegruppe taucht in die verborgene Welt eines iranischen Schönheitssalons ein, spaziert durch einen Park nur für Frauen und reist mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Frauen vorbehaltenen Abteilen der Metro, Busse und eines Nachtzugs. Sie erlebt das ländliche Nomadenleben beim Volk der Gaschgai, trifft Unternehmerinnen und lernt Geheimrezepte von Expertinnen. Die Reise bietet faszinierende Begegnungen mit einheimischen Frauen – junge und alte, religiöse und weltliche, konservative und liberale. Die COVID-19-Pandemie hat Frauen im Iran unverhältnismäßig stark getroffen. Die wirtschaftliche Teilhabe der Frauen ist um 20 % gesunken. Diese Reise trägt dazu bei, die positiven Auswirkungen des Tourismus aufzuzeigen, der ein wirtschaftlicher Motor für die Erholung des Irans darstellen kann.

Marokko Women’s Expedition (8 Tage, ab € 980 pro Teilnehmerin)

Auf dieser Reise führt der Weg Teilnehmerinnen durch die alte Medina von Marrakesch, ein Labyrinth aus Gängen, Geschäften und Riads, bis sie bei Zineb ankommen, die ihnen eine hausgemachte Mahlzeit serviert. Vor der Pandemie konnte Zineb ihre Gastfreundschaft und ihre Leidenschaft für Essen nutzen, um sich eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit zu verschaffen. Jetzt ist es ihr endlich wieder möglich, Reisende in ihrem Haus zu empfangen, um eine Mahlzeit mit ihrer Familie zu teilen. Außerdem wird auf dieser Tour mit Berberfamilien in abgelegenen Gegenden das Brot gebrochen, eine Künstler-Kooperative, die Teppichknüpferinnen in kleinen Dörfern unterstützt, besucht und die grüne Schönheit des weit entfernten M’goun-Tals erlebt. Ein wahrer Genuss ist der Gesang und Tanz marokkanischer Frauen bei kulturellen Zeremonien in kleinen Dörfern.

Jordanien Women’s Expedition (8 Tage, ab € 1.720 pro Teilnehmerin)

In Jordanien verbringen die Teilnehmerinnen eine Nacht in Wadi Rum und lernen dort von Beduinenfrauen die traditionelle Hennakunst kennen. Sie erfahren, wie Kajal seit Jahren nicht nur als Schönheitsprodukt, sondern auch zum Schutz der Augen vor dem rauen Wüstensand verwendet wird. Sie verbringen einen Nachmittag an einem Strand, der nur Frauen vorbehalten ist, entdecken das Tote Meer und besuchen das atemberaubende Petra. Die Besucherinnen werden auch in die Kunst des arabischen Kochens in der Wohnung ihrer Gastgeberin eingeführt und nehmen gemeinsam mit einer einheimischen Schafhirtin ein Mezze-Frühstück ein, bei dem sie mehr über ihr Leben, den Tagesablauf einer jordanischen Schafhirtin und dessen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte erfahren.

Foto: Intrepid Travel

Erica Kritikides, General Manager of Global Product bei Intrepid Travel, freut sich, dass es endlich wieder losgeht: „Die Wiedereinführung der Women’s Expeditions ist für Intrepid Travel ein bedeutender und aufregender Schritt nach vorne, der es uns ermöglicht, unsere Unterstützung für wirklich inspirierende Frauen fortzusetzen, die auf den Tourismus angewiesen sind, um sich selbst, ihre Familien und ihre Gemeinden zu unterstützen. Viele von ihnen haben durch die COVID-19-Pandemie stark gelitten und freuen sich darauf, Reisende wieder willkommen zu heißen.“

Weitere Informationen zu den jeweiligen Women’s Expeditions gibt es unter https://www.intrepidtravel.com/eu/womens-expeditions

Es gibt auch eine deutschsprachige Seite über Expeditionen für Frauen, die aber nicht so aktuell erscheint:

https://www.intrepidtravel.de/expeditionen-speziell-fuer-frauen

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Titelbild / pixabay / GregMontani

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