Emirates mit zwei A380 mit Sonderlackierungen gegen illegalen Wildtierhandel

Emirates macht mit Sonderlackierungen auf zwei ihrer Flugzeuge vom Typ Airbus A380 auf den dringenden Handlungsbedarf im Kampf gegen illegalen Wildtierhandel aufmerksam. Die Airline* unterstützt damit „United for Widelife“. Die Organisation ist ein globaler Zusammenschluss, der die Anstrengungen der weltweit führenden Tierschutzorganisationen im Kampf gegen illegalen Wildtierhandel bündelt.

Viele Tierarten, insbesondere afrikanische Elefanten, Nashörner, Tiger und Schuppentiere, stehen unter extremem Druck durch den beispiellosen Anstieg des illegalen Handels mit Wildtieren. Die Welt befindet sich in einer globalen Wildereikrise. Jeder solle seinen Teil dagegen tun, bevor es zu spät sein könnte, fordert Emirates-Chef Tim Clark. Emirates* ist der Auffassung, dass die globale Transportindustrie, darunter Fluggesellschaften, eine wichtige Rolle spielen könne, um die Transportkette des illegalen Wildtierhandel zu unterbrechen. Emirates will seinen Beitrag dazu leisten.

Aber auch die Verbraucher können einen Großteil dazu beitragen, indem sie Erzeugnisse boykottieren, die aus bedrohten Tierarten hergestellt wurden.

Der erste Flug einer A380 mit Sonderlackierung ging am 2. November nach London (LHR) und die andere Maschine wird zunächst am 5. November nach Mauritius (MRU) fliegen. Beide Maschinen haben jeweils eine unterschiedliche Lackierung zu bedrohten Tierarten. Wobei die Maschinen genau genommen nicht lackiert, sondern beklebt werden. Die Aufkleber der ersten Maschine stellen sechs gefährdete Arten vor, während die zweite A380 über „Abziehbilder“ von Nashörnern und Elefanten verfügt. Beide Ausführungen bedecken das weltweit größte Passagierflugzeug fast von Nase bis zum Heck. Ungefähr 40 Prozent der Oberfläche der A380 wird durch die Aufkleber abgedeckt. Das größere der beiden Motive ist 42,5 Meter lang, 6,2 Meter breit und wiegt 70 kg.

 

Emirates hat ein Zeitraffer-Video von der neuen Flugzeugbemalung angefertigt:


Außerdem wird sich die Fluggesellschaft verstärkt dem Naturschutz in seinen Bordmagazinen und Inflight-Entertainment-Systemen widmen.

Emirates will auch die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen verbessern und gemeinsam mit ihnen die eigenen Mitarbeiter trainieren, damit diese Frachten mit illegalen Wildtierprodukten besser erkennen können.

 

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Fakten in Kürze über die Bedrohung der Tierwelt durch Wilderei und illegalen Handel:

  • Es gibt weniger als 3.200 Tiger in freier Wildbahn. Der illegale Handel mit Tiger-Produkten ist eine der größten Bedrohungen für die Großkatze. Zwischen 2000 und 2014 wurden Produkte von mindestens 1590 Tigern in Asien beschlagnahmt.
  • Die Nashorn-Wilderei in Südafrika erhöhte sich von 13 Nashörnern im Jahr 2007 auf 1.215 Nashörner im Jahr 2014 – dies entspricht jetzt mehr als drei getöteten Nashörnern pro Tag. Im gesamten Afrika starben 2014 insgesamt 1.293 Nashörner durch Wilderei.
  • Rund 30.000 afrikanische Elefanten werden von Wilderern jedes Jahr getötet. Zentralafrika ist am schlimmsten betroffen, dort ist die Rate im Vergleich zum gesamten Kontinent doppelt so hoch. Wird dagegen nichts unternommen, könnte die Wilderei zum Aussterben der Elefanten in Zentralafrika führen.
  • Das Schuppentier ist das weltweit gefährdeste Säugetier. Mehr als eine Million Schuppentiere sind Schätzungen zufolge in den letzten zehn Jahren durch Wilderei umgekommen.
  • Park-Ranger sind oft schlecht ausgerüstet und unerfahren, um bewaffnete und skrupellos agierende Wilderer zu bekämpfen. Wilderei-Syndikate haben ihre „Arbeitsweise“ verändert, operieren mit modernen Waffen und Hightech-Ausrüstungen. Damit können sie ihre Aktivitäten verstärken, sind schwerer zu entdecken und zu fassen. Es wird geschätzt, dass allein 1000 Ranger im Kampf für den Schutz wild lebender Tiere in den letzten zehn Jahren getötet wurden.

Titelfoto / Der erste A380 mit Sonderlackierung im Kampf gegen illegalen Wildtierhandel vor seinem ersten Flug nach London. / Foto: Emirates

 


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