Urlaub im US-Bundesstaat Georgia – Tipps und interessante Fakten

16 Minuten Lesezeit

Georgia zählt zu den wirtschaftlich erfolgreichsten und wohlhabendsten Bundesstaaten der USA. Zugleich gilt der Bundesstaat als wahres Juwel der Südstaaten – überaus facettenreich zwischen Wirtschaftsboom und romantischem Südstaatenflair. Prächtige Antebellum-Häuser und historische Städte wie Savannah, Macon oder Augusta zeugen von seiner bewegten Vergangenheit, während Wolkenkratzer und geschäftiges Treiben in der Metropole Atlanta den Weg in die Zukunft weisen. Eine lebendige Musik-, Kultur- und Restaurantszene sowie vielfältige Landschaften zeichnen den “Peach State“ aus.

Inhalt:

Geschichte
Direktflüge von Deutschland
Einreisebestimmungen
Land und Leute
Klima und beste Reisezeit
10 Sehenswürdigkeiten, die es so nur in Georgia gibt
Das können Sie in Atlanta erleben

Georgia war während des Bürgerkriegs Schauplatz vieler entscheidender Schlachten

Georgia wurde 1733 von James Oglethorpe als die letzte der 13 Kolonien gegründet und 1788 offiziell zum Bundesstaat erklärt. Mit seiner Lossagung von der Union im Jahr 1861 und dem Beitritt zur Konföderation befand sich Georgia mitten im Zentrum des Bürgerkriegs und war Schauplatz vieler entscheidender Schlachten. Nach Kriegsende wurde der Südstaat im Jahr 1870 als letztes Mitglied in die neu geformte Union wieder aufgenommen. In den 1940ern erlebte Georgia mit der Flugindustrie einen Wirtschaftsaufschwung und Atlanta wurde zum Drehkreuz für Delta Air Lines und Eastern Air Lines.

In der späten Hälfte des 20. Jahrhunderts florierte mit ansässigen Firmen wie CNN und Coca-Cola oder der Austragung der Olympischen Sommerspiele 1996 die Wirtschaft. Zudem spielte Georgia im Zusammenhang mit Dr. Martin Luther King, Jr. eine wichtige Rolle in der Bürgerrechtsbewegung.

Direktflüge von Deutschland

Atlanta ist eines der wichtigsten Drehkreuze an der Ostküste der USA. Der Hartsfield-Jackson Atlanta
International Airport (IATA-Kennzeichnung: ATL, ICAO-Kennzeichnug: KATL) wird aus Deutschland direkt ab Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf mit Delta, Lufthansa, Air France, KLM oder United Airlines angeflogen. Von Zürich fliegt Delta Airlines ebenfalls direkt nach Atlanta. Ein weiterer wichtiger Flughafen ist der Savannah/Hilton Head International Airport (IATA-Kennzeichnung: SAV, ICAO-Kennzeichnug: KSAV).

Mit MARTA, einem Netz aus U-Bahn, S-Bahn und Bus erreichen Reisende in rund 15 Minuten und für nur $ 2,50 die Innenstadt von Atlanta, die mit weltbekannten Sehenswürdigkeiten, einem spannenden Kulturangebot sowie zahlreichen Shoppingmöglichkeiten aufwartet.

National Center for Human and Civil Rights
National Center for Human and Civil Rights.

Einreisebestimmungen

Für Georgia gelten die Einreisebestimmungen der USA. Staatsangehörige aus Deutschland, Österreich und der Schweiz benötigen zur Einreise einen für die gesamte Aufenthaltsdauer gültigen, maschinenlesbaren Reisepass. Zudem müssen Urlauber bei Einreise im Besitz einer elektronischen Einreiseerlaubnis (ESTA) sein.

Für Georgia und die USA im Allgemeinen sind die Standardimpfungen gemäß des Impfkalenders des Robert-Koch-Instituts zu empfehlen.

Aktuelle Reise- und Sicherheitshiweise auf der Website des Auswärtigen Amtes.

In Georgia gilt die Eastern Standard Time. Der Zeitunterschied zu Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt somit sechs Stunden im Winter und fünf Stunden im Sommer.

Land und Leute

In Georgia leben knapp zehn Millionen Menschen, von denen die große Mehrheit der Southern Baptist Convention angehört. Weitere wichtige Religionsgemeinschaften sind die United Methodist Church, die katholische Kirche sowie diverse protestantisch geprägte Konfessionen.

Der Bundesstaat ist seit Ende des 20. Jahrhunderts ein so genannter Red State. Bei den Roten Staaten erhalten die Republikaner die Mehrheiten bei den Präsidentschaftswahl. Bei den blauen die Demokraten. In Georgia wird übrigens die Todesstrafe verhängt und auch auch vollstreckt.

Aufgrund großzügiger Steuervergüstigungen ist Georgia einer der beliebtesten Drehorte der USA.

Mit einer Fläche von 153.900 Quadratkilometern ist Georgia der größte Bundesstaat östlich des Mississippi und hat nach Texas mit 159 die zweithöchste Anzahl an Counties. Von Norden nach Süden erstreckt sich Georgia auf 480 und von Osten nach Westen auf 370 Kilometern.

Zwischen den Blue Ridge Mountains und der Grenze zu Florida gliedert sich Georgia in neun Regionen: Atlanta Metro, Classic South, Historic High Country, Historic Heartland, Magnolia Midlands, Northeast Georgia Mountains, Plantation Trace, Presidential Pathways und The Coast.

Der Augusta Kanal in Richmond County in Georgia
Der Augusta Kanal in Richmond County in Georgia. Foto: Copyright Department of Economic Development / ralph daniel photography

Die Hauptstadt Atlanta bildet das Wirtschaftszentrum des Bundesstaates und zählt inklusive seiner Randgemeinden mehr als fünf Millionen Einwohner. Gefolgt wird Atlanta von Augusta mit 196.000 sowie Columbus mit 190.000 Einwohnern. In Savannah, der ältesten Stadt Georgias, leben 136.000 Menschen.

Georgia befindet sich im sogenannten Deep South im Südosten der USA. Die nördliche Grenze bilden die Bundesstaaten Tennessee und die Blue Ridge Mountains, die einen Teil der Appalachen bilden. Dort liegt auch der Brasstown Bald, die höchste Erhebung Georgias mit 1.458 Höhenmetern. Im Nordosten befindet sich die Grenze zu South Carolina, die ausschließlich von Gewässern gebildet wird.

Weiterhin verfügt Georgia im Osten über eine 161 Kilometer lange Küstenlinie am Atlantik, an der die Golden Isles beheimatet sind. Ganz im Süden erstrecken sich die Okefenokee Sümpfe sowie der Bundesstaat Florida. Im Westen verläuft die Grenze zu Alabama, die zugleich zwei Zeitzonen trennt – Eastern Standard Time und Central Standard Time.

Panorama Atlanta

Klima und beste Reisezeit

Mit seinem milden Klima und vier ausgeprägten Jahreszeiten ist Georgia ein Ganzjahresziel. Im Großteil des Staates herrscht subtropisches Klima. Die Sommer können heiß und durch die hohe Luftfeuchtigkeit auch schwül werden. Jedoch ist es an der Atlantikküste in der Regel deutlich wärmer als im Bergland des nördlichen Georgias.

Lufttemperaturen über 30 Grad Celsius im Juli und August sind nicht außergewöhnlich, dafür sinkt im Winter das Quecksilber selten unter plus 10 Grad und nur an weniger als 30 Tagen im Jahr unter den Gefrierpunkt. Mit steigenden Temperaturen können sich im Landesinneren kleinere Tornados entwickeln und auch an der Atlantikküste sind Hurrikane durchaus möglich. Diese schwächen sich über dem Landesinnern meist zu einem harmlosen Tropensturm ab.

Besonders zu empfehlen sind Reisen im Frühjahr ab Ende März, wenn die Magnolien-, Kirsch- und Wildblumen blühen. Anfang Oktober beginnt zudem in Georgia der Indian Summer, der in den Bergen so ausgeprägt ist wie in Neuengland und im Tiefland bis Anfang November dauert.

The King Center - Atlanta
The King Center – Atlanta / Copyright Georgia Department of Economic Development

10 Sehenswürdigkeiten, die es so nur in Georgia gibt

Der US-Bundesstaat Georgia bietet zwischen Appalachen und Atlantik, in seiner Hauptstadt Atlanta sowie seinen charmanten Kleinstädten eine große Vielfalt an sehenswerten Plätzen. Darunter befinden sich auch einige Attraktionen, die es so nur im Peach State gibt. Vom ältesten lebenden Präsidenten der US-Geschichte über den weltweit größten Oldtimerfriedhof bis hin zum ersten Minigolfplatz überrascht Georgia mit einigen Superlativen und einzigartigen Kuriositäten.

1. Heimat des ältesten lebenden US-Präsidenten

Im März 2019 wurde Jimmy Carter im Alter von 94 Jahren und 172 Tagen zum ältesten lebenden Präsidenten der USA. Mehr über das Leben des 39. US-Präsidenten zeigt die Jimmy Carter National Historic Site in seinem Heimatort Plains, wo er als Sohn von Erdnussbauern auf einer Farm aufwuchs. Auch heute ist er dort regelmäßig anzutreffen, wenn er die sonntägliche Bibelstunde höchstpersönlich in der Maranatha Baptist Church leitet.

2. Wo Martin Luther King Jr. seine erste öffentliche Rede hielt

Im kleinen Städtchen Dublin gewann der damals 14-jährige King einen Aufsatz-Wettbewerb und hielt daraufhin in der First African Baptist Church seine erste öffentliche Rede. Heute erinnert ein kleiner Park neben der Kirche mit einem farbenfrohen Wandbild und Schautafeln an das geschichtsträchtige Ereignis. An verschiedenen Terminen im Jahr können Besucher aktiv an einem Schauspiel in der Kirche teilnehmen und sich in die Zeit der Bürgerrechtsbewegung zurückversetzen lassen.

3. Eine Ausstellung mit einem Brief und einem Porträt jedes US-Präsidenten

Das Booth Museum in Cartersville ist bekannt für seine umfassende Sammlung an Kunst aus dem amerikanischen Westen und dem Bürgerkrieg sowie zahlreichen Artefakten der amerikanischen Ureinwohner. Seine wohl ungewöhnlichste Ausstellung ist die Presidential Gallery. Darin finden Besucher nicht nur ein Porträt aller US-Präsidenten, sondern auch jeweils einen handgeschriebenen Brief selbiger.

4. Der größte Oldtimerfriedhof der Welt

In White im Norden Georgias versteckt sich einer der größten Autofriedhöfe weltweit. Einige Schätze von „Old Car City“ stammen noch aus den 1920ern. Insgesamt befinden sich über 4.000 alte Autos auf dem fast 14 Hektar großen Gelände. Die Mehrheit von ihnen stammt aus den 70er Jahren und ist ein beliebtes Motiv von Fotografen.

5. Das größte Aquarium der westlichen Hemisphäre

Das Georgia Aquarium in Atlanta ist das größte Aquarium der USA mit mehr als 100.000 Tieren, darunter Belugawale, Delfine, Kalifornische Seelöwen, Otter und Meeresvögel, in verschiedenen Themenwelten. Zu den Highlights zählt der Ocean Voyager, in dem Besucher trockenen Fußes abtauchen können. Eine durchsichtige Röhre führt durch das Becken und eine riesige Plexiglaswand ermöglicht den ungestörten Blick auf Mantarochen, Haie und Walhaie. Das Georgia Aquarium vermittelt zudem einen Einblick in seine Forschungsprogramme sowie Schutzmaßnahmen für gefährdete Meerestiere.

Das Georgia Aquarium ist das größte Aquarium der USA und beherbergt zahlreiche Becken mit mehr als 30 Millionen Litern Süß- und Meerwasser
Das Georgia Aquarium ist das größte Aquarium der USA und beherbergt zahlreiche Becken mit mehr als 30 Millionen Litern Süß- und Meerwasser

6. Die weltweit größte Ansammlung von Forellenlilien

Im Wolf Creek Trout Lily Preserve in Cairo gedeihen Forellenlilien in so großer Anzahl wie nirgendwo sonst auf der Erde. Die Pflanzen erblühen von Mitte Februar bis März auf einem Stück Land, das einst von einer Holzfabrik gestiftet wurde. Frühmorgens und zeitig am Nachmittag sind die besten Zeiten, um zu sehen, wie sich die Blüten öffnen.

7. Die älteste und größte Stätte der Waldlandindianer im Südosten der USA

Im Südwesten von Georgia, in Blakely, befindet sich der Kolomoki Mounds State Park. Das Gebiet wurde zwischen 350 und 750 n. Chr. von amerikanischen Ureinwohnern, den sogenannten Waldland-Indianern, besiedelt und verfügt über den ältesten und größten Tempelhügel in Georgia. Heute befinden sich dort noch weitere Zeugnisse ihrer Kultur wie zwei kleinere Hügelgräber und ein Museum mit Artefakten, die bei Ausgrabungen gefunden worden.

8. Das einzige Trappistenkloster in Georgia

Das Monastery of the Holy Spirit in Conyers wurde vor über 70 Jahren von Mönchen der Zisterzienser der strengeren Observanz, auch Trappisten genannt, errichtet. Das Klostergelände umfasst mehr als 800 Hektar und heißt Besucher mit einem Café, einer Bäckerei und einem Bonsaikindergarten ebenso willkommen wie für Gottesdienste oder Übernachtungen. Das Herzstück bildet die Klosterkirche, die moderne mit traditionellen Elementen vereint, und deren Buntglasfenster von den Mönchen selbst geschaffen wurden.

9. Der erste Minigolfplatz

Die Rock City Gardens in Lookout Mountain, an der Grenze zu Tennessee, sind seit jeher eine beliebte Attraktion. Und so kam es auch, dass dort der allererste Minigolfplatz entstand, als ein Einheimischer eine Gemeinde mit dem Namen Fairyland erschaffen wollte. Wegen Bauverzögerungen legte man zuerst einen kleinen Golfplatz als Übergangslösung an, der sehr schnell populär wurde.

10. Das einzige Museum für den Amerikanischen Infanterist

Das National Infantry Museum in Fort Benning in Columbus ist das einzige Militärmuseum, in dem sich alles um die Geschichte der Fußtruppen in Amerikas Konflikten dreht. Bei kostenfreiem Zutritt erblicken Besucher eine außergewöhnliche Sammlung an militärischen Objekten und können Donnerstag- sowie Freitagmorgen das Training für die Abschlusszeremonie der Absolventen von Fort Benning beobachten.

Museum World of Coca-Cola
Das Museum World of Coca-Cola in Atlanta

Das können Sie zudem in Atlanta entdecken

Centennial Olympic Park

Auf dem Schauplatz der Olympischen Sommerspiele von 1996 bietet die Fountain of Rings Erfrischung an heißen Sommertagen und das Skyview-Riesenrad einen wunderschönen Ausblick über die Stadt.

Direkt neben dem Georgia Aquarium (siehe oben) vermittelt das interaktive Museum World of Coca-Cola Wissenswertes über die Geschichte des kalorienhaltigen Zucker-Kultgetränks. Unter anderem können Besucher in der Tasting Gallery mehr als 100 Sorten Getränke probieren, die das Unternehmen weltweit verkauft.

Gleich nebenan eröffnete 2014 das National Center for Human and Civil Rights. Auf 4.000 Quadratmetern sind unter anderem Dokumente sowie Licht- und Toninstallationen zu Martin Luther King Jr. sowie der Bürger- und Menschenrechtsbewegung ausgestellt.

Am anderen Ende des Parks können Interessierte bei einer Führung – den CNN Studio Tours – in die Welt des Nachrichtensenders CNN eintauchen und den Nachrichtenmachern über die Schulter schauen. Ein Blick in die Großraumredaktion und in das Sendestudio vermittelt den Alltag des Senders, der seit 1980 rund um die Uhr Nachrichten in die Welt schickt.

Martin Luther King, Jr. National Historic Site

Die neue Atlanta Streetcar verbindet den Centennial Olympic Park und Midtown mit der Gedenkstätte für Martin Luther King im Sweet Auburn District. So gibt die abwechslungsreiche Fahrt mit zwölf Stationen einen tieferen Eindruck in den Kampf um die Gleichberechtigung. Der Friedensnobelpreisträger und Anführer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung Dr. Martin Luther King Jr. wurde in Atlanta geboren und sein Geburtshaus in der Auburn Avenue kann heute besichtigt werden. In unmittelbarer Nähe steht die Ebenezer Baptist Church, wo er getauft wurde und predigte, sowie das King Center mit seiner Grabstätte.

Jimmy Carter Library & Museum

Das Museum zeigt wie Jimmy Carter als 39. Präsident der USA von 1977 bis 1981 die Geschicke des Landes lenkte. So sehen Besucher per Videotechnik seinen typischen Arbeitstag vom Aufstehen um halb sechs Uhr morgens bis in die späten Abendstunden. Auch heute noch setzt sich der Sohn eines Erdnussfarmers und ehemalige Gouverneur von Georgia für Demokratie und Menschenrechte ein und wurde hierfür mit dem Friedensnobelpreis geehrt.

High Museum of Art

In Midtown gelegen und über die MARTA-Station N5 Arts Center schnell erreichbar, ist das größte und zugleich wichtigste Kunstmuseum der Südstaaten ein Eldorado für Kunstfans. 29.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit 15.000 Dauerexponaten europäischer und amerikanischer Kunst, darunter Werken von Claude Monet, Giovanni Battista Tiepolo und Martin Johnson, sowie zusätzliche Sonderschauen laden zum Bummeln und Bestaunen ein.

Margaret Mitchell House & Museum

In dem roten Haus mit der kleinen weißen Veranda schrieb Margaret Mitchell den Literaturklassiker
„Vom Winde verweht“. Heute kann man das Museum mit ihrem Apartment besuchen und einen
Einblick in ihr Leben und Wirken erlangen.

Atlanta Movie Tours

Georgia spielt in der Filmindustrie eine wichtige Rolle und nur in Kalifornien sowie New York werden mehr Filme und Serien produziert. Ein Bus fährt Filmfans zu den Originalschauplätzen von The Blind Side, The Walking Dead, Zombieland oder Die Tribute von Panem. Das Swan House in Atlanta tauchte als Sitz des tyrannischen Präsidenten Snow in den Tribute-Verfilmungen auf.

Cyclorama

Das größte Ölgemälde der Welt zeigt die Schlacht um Atlanta von 1864 im amerikanischen Bürgerkrieg. Im Jahr 1885 begannen deutsche Künstler in Wisconsin mit der Arbeit und erhielten später Verstärkung von Theodore Davis, der die Schlacht mit eigenen Augen gesehen hatte. Sein Wissen war grundlegend für die Genauigkeit des Gemäldes.

Historic Oakland Cemetery

Weniger als anderthalb Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, befindet sich seit 1850 die letzte Ruhestätte etlicher Gründer der Stadt sowie bekannter Personen wie Bobby Jones, Margaret Mitchell und Maynard Jackson. Die parkähnliche Anlage bietet einen weiten Blick auf Atlantas Skyline und wird geschmückt von antiken Skulpturen, alten Eichen und Magnolien.

Graffiti in Atlanta
Graffiti in Atlanta

Stone Mountain Park

Nur wenige Kilometer von Atlanta entfernt liegt eines der beliebtesten Ausflugsziele in Georgia – der 250 Meter hohe und nach Angaben der Offiziellen der weltgrößte freiliegende Granitmonolith Stone Mountain. Dagegen ist der Mount Augustus im Nordwesten Australiens der weltweit größte Monolith, von dem weniger aus der Erde schaut. Der bekanntere Uluru, früher Ayers Rock genannt, ist zwar größer als der Stone Mountain, ist aber kein Monolith im eigentlichen Sinne, sondern ein so genannter Inselberg als Bestandteil einer Felsformation.

Der Stone Mountain trägt das Relief des Konföderierten-Präsidenten Jefferson Davis und seiner Generäle Robert E. Lee und Thomas J. „Stonewall“ Jackson.

In der warmen Jahreszeit nach Anbruch der Dunkelheit der Berg zum Schauplatz einer 45-minütigen, spektakulären Lasershow. Der Fels ist über eine steile Treppe oder mit einer Seilbahn zu erklimmen und bietet eine grandiose Aussicht auf die Skyline von Atlanta. Weitere Freizeitmöglichkeiten zum Wandern und Erleben sowie ein Museum über die Geschichte des Parks können im Stone Mountain Park entdeckt werden.

Atlanta BeltLine

Die Atlanta BeltLine ist das umfassendste Transport- und Businessprojekt, das in Atlanta je umgesetzt wurde und zählt derzeit auch zu den größten urbanen Entwicklungsprogrammen in den USA. Die Atlanta BeltLine erstreckt sich entlang einer 35 Kilometer langen historischen Eisenbahntrasse und verbindet Parks, Wege sowie Wohngebiete.

Ausgehen und Shopping

Atlanta besitzt ein ausgeprägtes Nachtleben mit vielen Musikclubs, wie auch eine Sinfonie, Ballett und Oper von Weltformat. Für Shopaholics ist die Stadt ein wahres Mekka, denn mit vier Outlet Malls um Umkreis von einer Stunde, dem Viertel Atlantic Station und dem modernen Buckhead-Distrikt gehört sie unter die Top 10 der Shoppingparadiese in den USA.

2016 eröffnete der Ponce City Market in einem historischen Ziegelgebäude und lädt mit zahlreichen Geschäften und Restaurants zum Bummeln ein.

Eine Alternative zu den großen Malls stellt Little Five Points dar, das für seine Second Hand-Läden, Clubs und Bars bekannt ist. Das Viertel wurde vom Forbes Magazin sogar zu einer der „Best Hipster Neighborhoods“ gewählt. Der moderne Stadtteil Buckhead wird auch das Beverly Hills des Ostens genannt.

The Shops Buckhead Atlanta besteht aus sechs Blocks, deren Straßen von Bäumen gesäumt sind und an denen sich zahlreiche Luxusboutiquen aneinander reihen. Auch zwei Super-Malls befinden sich dort: Lenox Square bereits seit 1959 und Phipps Plaza mit mehr als 100 Designer-Shops.

Restaurants mit Südstaaten-Küche

Chef Kevin Gillespie ist in den ganzen USA bekannt und interpretiert Südstaatenküche in seinem
Restaurant Gunshow völlig neu. Er gilt als führendes Beispiel in der angesagten Restaurant- und Lifestyleszene Atlantas sowie allgemein in den Südstaaten.

Traditionell geht es im Restaurant Pitty Pat`s Porch nahe der MARTA-Station N1 Peachtree Center zu. Serviert wird klassische Südstaaten-Küche wie aus dem Film „Vom Winde verweht“ mit Spezialitäten wie Fried Green Tomatoes, Blackeyed Pea Cakes und Gumbo. Einen Mint Julep oder Peach Cobbler mit spektakulärem Ausblick genießt man gleich gegenüber in der Sundial-Bar im 73. Stock des Hotels Westin Peachtree Plaza.

Ein ganz besonderes Erlebnis ist ein Essen im The Varsity, dem größten Drive-in weltweit, in dem mehr als 600 Autos und 800 Gäste Platz finden. Seit 2016 verfügt Atlanta mit dem neu eröffneten Krog Street Market über ein weiteres kulinarisches Mekka. Einige bekannte Chefs haben sich dort niedergelassen und auch hochwertige Haushaltswaren, Schmuck, Kleidung oder Blumen werden angeboten.

Titelbild: pixabay / 1778011

Quelle: Georgia Department of Economic Development

Auch interessant: