Sardinien: Was man auf der Trauminsel erleben kann

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6 Minuten Lesezeit

Sardinien ist wunderschön. Fast alle, die mal da gewesen waren, schwärmen von der Insel. Die schöne Insel im Mittelmeer hat viele Fans, gerade in Deutschland. So sind denn auch die Touristen aus Deutschland die wichtigste ausländische Urlaubergruppe. Aber keine Sorge, ihr werdet schon nicht an jeder Ecke über eine Landsfrau oder einen Landsmann stolpern. Denn es gibt noch viele geheime Orte auf Sardinien.

Bevor wir euch gleich Vorschläge machen, was man in Sardinien erleben und entdecken sollte, zunächst einige Informationen zur Anreise. Die nach Sizilien zweitgrößte Insel im Mittelmeer verfügt über drei Flugplätze, die auch von Deutschland aus angeflogen werden. Wer mit dem Auto, Moped oder Fahrrad anreisen will, kann die Fähren nach Sardinien nutzen. Es gibt zahlreiche Fährverbindungen, nicht nur von Italien aus, sondern auch von Häfen in Frankreich und Spanien.

Sardiniens Reize

In den vielen Naturparks lässt sich eine einzigartige und abwechslungsreiche mediterrane Landschaft erleben. Zahlreiche archäologische Stätten sind zu besichtigen, über 7000 prähistorische Nuraghen, die berühmten Turmbauten sind zu entdecken, von denen Su Nuraxi di Barumini als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist.

Ein Netz kostenfreier, zweispuriger „Superstrade“ verbindet die Zentren an der Küste und im Inselinneren miteinander. Cagliari, Nuoro, Oristano und Sassari, klangvolle Namen alter Städte, die allesamt das Tor zu typischen Landschaften darstellen.


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Foto: Leonie Christine on Unsplash

Neue Strände

In Sardinien gibt Strände ohne Ende, in einer Gesamtlänge von 2000 Kilometern. Vor einiger Zeit wurden weitere Strände für die Allgemeinheit freigegeben, die bisher unter der Verwaltung des italienischen Verteidigungsministeriums standen. Unberührte Kleinode in traumhaften Buchten sind ein Traum für Sonnenanbeter und Naturliebhaber. Beispielsweise ein sechs Kilometer langer Küstenstreifen bei Porto Tramatzu, sowie drei wunderschöne Strände bei S’Enna e S’Arca, Punta S’Aschivoni und Cala Murtas.

Sardinien verfügt über viele romantische Plätze. Foto: pixabay / fradellafra

Die Anzahl der Traumstrände in Sardinien ist nahezu unerschöpflich. Eine dieser Perlen ist der Cala di Monte Turno in Castiadas, der im Jahr 2018 zum schönsten Strand Italiens gewählt wurde. Sein feiner, zu einem weiten Bogen geformter Sandstrand fügt sich malerisch in das Farbenspiel des hellblauen Meers, der grünen Vegetation und der nahen Hügel aus dunklem Vulkangestein. Allerdings wollen wir hier nicht verschweigen, dass der Strand als reichlich überlaufen gilt.

Der kleine Grüne fährt wieder

Eine positive Entwicklung gibt es auch beim beliebten Trenino Verde (zu Deutsch: kleiner grüner Zug). Nachdem es in den vergangenen Jahren zahlreiche Einschränkungen beim Zugbetrieb gab, haben die Verantwortlichen die Bedeutung des kleinen Grünen für den Tourismus auf der Insel endlich erkannt und in den Streckenunterhalt investiert. Diese gemütliche Bahn fährt wieder über ihr gesamtes Streckennetz.

Über Las Plassas erheben sich die majestätischen Reste der mittelalterlichen Burg Castello di Monreale auf einem zuckerhutförmigen Hügel, von dem man ein phantastisches Panorama über die Felder der Marmilla genießen kann. / Credits Sardegna Turismo

Dabei handelt es sich um vier Strecken mit einer Gesamtlänge von 438 Kilometern. Seit 130 Jahren – mit reparaturbedingten Unterbrechungen – sind sie in Betrieb. Die Passagiere kommen wegen der grandiosen Architektur- und Ingenieurarbeiten bei Brücken und Tunneln aus dem Staunen nicht heraus. Und die Landschaft erst – die Strecke führt durch traumhafte Gegenden im Inselinnern. Der Trenino Verde hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten touristischen Zugpferde der Insel entwickelt.

Ideal für Taucher: klares Wasser und viele Wracks

Ein Trend, der in Sardinien immer größere Bedeutung erlangt, ist das besondere Eintauchen in die Geschichte, das Wrack-Tauchen. An der gesamten Südwestküste ist die Suche nach Relikten im zauberhaften, klaren Wasser im Kommen. Cagliari, Santa Margherita di Pula und die lsola di San Pietro sind hier die beliebtesten Ausgangspunkte. Insgesamt 140 Kilometer Tauchrouten führen in eine wirklich andere Welt. Unzählige Wracks aus dem 19. und besonders aus dem 20 Jahrhundert liegen hier in etwa 40 Metern Tiefe zwischen Sandplateaus und Meeresbuchten, in denen sich Brassen, Mönchsfische, Meeraale und Zackenbarsche tummeln.

Sardinien bietet generell viel für Aktiv-Urlauber: Wandern, Nordic Walking, Klettern, Gleitschirmfliegen, Fallschirmspringen, Golf …

Auf in den Karneval. / Foto: pixabay / cogitosergiosum

Auf Pilger-Routen unterwegs

Immer mehr Besucher entdecken Sardinien auf religiösen Pfaden. Ein Beispiel ist die Prozession des Sant’Efisio, die jährlich vom 1. bis zum 4. Mai stattfindet. Zunehmend mehr Besucher genießen das ganze Jahr über den 65 Kilometer langen Weg und pilgern auf dem Cammino di Sant’Efisio. Dieser führt von der Hauptstadt Cagliari über die Etappen Capoterra, Sarroch, Villa San Pietro und Pula bis zu der kleinen romanischen Kirche am Strand von Nora.

Sardinien aus dem All / Foto: NASA / gemeinfrei

In Cagliari beginnt auch die Strecke, die das Evangelisationswerk des HI. Georg, Bischof von Suelli, zurückverfolgt. Er lebte zwischen dem 11. und dem 12. Jahrhundert. Die Strecke führt durch etwa dreißig große und kleine Ortschaften, aus der Ebene bis hin zur Ogliastra und der Barbagia. Auch die letzte Etappe in Oliena belohnt den Wanderer mit einem grandiosen landschaftlichen und kulturellen Erbe.

Besonders viele Hundertjährige – vielleicht der perfekte Altersruhesitz?

So ist es auch das Leben in den kleinen, noch intakten und lebendigen Dörfern, das Sardinien einen besonderen Zauber verleiht. Nicht umsonst genießen hier besonders viele Menschen ein Leben von über 100 Jahren – von Demographen wird die Insel auch zu einer der „Blauen Zonen“ (Blue Zone) gerechnet.

Blaue Zonen sind Regionen in der Welt, wo viele Leute älter werden als der Durchschnitt. Das betrifft Sardinien, aber auch die japanische Insel Okinawa und beispielsweise die griechische Insel Icaria.

Sardinien. Foto: pixabay / MICHOFF

Sardinien ist zu jeder Zeit ein lohnenswertes Reiseziel. So ist es auch im Winter auf der Insel im Vergleich zu Deutschland recht warm und sonnig. Dennoch viele touristische Destinationen in Sardinien haben nur von Ende April bis Oktober geöffnet. 5-Sterne-Hotels hätten aber das ganze Jahr über geöffnet, versichern die Sardinier. Und wenn dann endlich mehr Touristen aus Deutschland kämen, würde auch das gesamte andere touristische Gewerbe durchgängig das ganze Jahr über für Touristen geöffnet haben. Na dann los!

Weitere Informationen auf der Seite von Sardegna Turismo (auch in deutscher Sprache).

Viele nützliche Informationen und Tipps enthält auch der Blog „Sardinien Intim“ von Ulf Lüdeke.

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