Maltas Küche ist abwechslungsreich

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Die Küche der Mittelmeerinsel besteht keineswegs nur aus „Fish & Chips“, wie oftmals angenommen werde, versichert das Fremdenverkehrsamt . Die Insel war über Jahrhunderte hinweg den unterschiedlichsten Einflüssen verschiedener Völker ausgesetzt. Diese Spuren haben eine facettenreiche Küche mit orientalisch-mediterranem Charakter hinterlassen, deren Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Viele Gerichte der maltesischen Küche haben den Vorteil, dass sie leicht, gesund und unkompliziert in der Zubereitung sind. Wie es sich für ein sonnenverwöhntes Land gehört, ist Malta reich gesegnet mit frischem Fisch, saftigem Obst und Gemüse, pikanten Oliven, Kapern, Knoblauch, Ziegenkäse sowie aromatischen Kräutern wie Minze, Basilikum und Thymian.

Gozo: Immer wieder für ein Foto gut – die Tonne mit den Spezialitäten vor dem Ta Rikardu. Foto: Ingo Paszkowsky

Zu den Spezialitäten des Landes zählt viel Gemüse – von Zucchini und Artischocken über Kohl- und Blumenkohl, bis hin zu Tomaten und Kartoffeln. An den vielen alten Stadtmauern sieht man häufig üppige Kapernsträucher, deren Knospen eingelegt und in vielen Gerichten Verwendung finden. Als erfrischendes und einfaches Sommergericht empfiehlt sich eine Platte mit gewürfelten frischen Tomaten, getrockneten Tomaten, eingelegten Kapern, Zwiebeln und Schafskäse. Hier darf frisch gemahlener Pfeffer, gutes Olivenöl und knuspriges frisches Landbrot nicht fehlen. Gefüllte Kürbisse und Tomaten sowie die reichhaltige Gemüsesuppe Minestra kommen daheim und im Restaurant oft auf den Tisch. Ebenfalls sehr typisch ist die Witwensuppe, in der ein kleiner, runder Gbejniet (ein Schafs- oder Ziegenkäse) geschmolzen wird und die ohne getrocknete oder frische Bohnen nicht auskommt. Häufig begegnet man der Bigilla, einer Paste aus Bohnen mit Knoblauch, die sich auch gut als Brotaufstrich eignet. Eine andere Gemüsespezialiät ist die Kapunata, die maltesische Variante des südfranzösischen Gemüseeintopfs Ratatouille.


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Hobz Biz-Zejt ist wohl die bekannteste maltesische Vorspeise, die alle Malteser lieben sollen und gerne zu einem Glas Wein oder eiskaltem Bier genießen. Für Hobz-Biz-Zejt nehme man mehrere dicker geschnittene Scheiben frisches und knuspriges Landbrot. Frische oder getrocknete Tomaten in Scheiben schneiden und die Hälften auf den Brotscheiben zerreiben, dann die Brotscheibe kurz in eine Mischung aus Olivenöl, Weinessig, Salz, frisch gemahlenem Pfeffer, Kapern und frischer Minze eintauchen.

Ein anderer beliebter Alltagssnack ist Pastizzi, lockere Teigtaschen gefüllt mit Ricotta oder Erbsenmus. Jeder Bäcker und jede Bar hat ein eigenes Rezept dafür. Pastizzi eignen sich hervorragend zum Mitnehmen und „aus der Hand“ essen.

Fisch spielt eine sehr große Rolle auf dem Speisezettel der Mittelmeerinsel. Je nach Jahreszeit isst man Spinotta (Barsch), Dott (Wels), Cerna (Raubbarsch), Dentici (Zahnfisch), Sargu (Brasse) und Trill (Meeräsche). Etwas später Schwertfisch und Thunfisch, dann, im Herbst, den berühmten Lampuka (eine Makrelenart). Dieser köstliche, weiße, vielseitige Fisch ist auf den Inseln besonders beliebt. Tintenfisch und Oktopus dagegen werden gerne in reichhaltigen Eintöpfen und Pastasaucen verarbeitet. Aljotta, eine Fischsuppe mit Knoblauch, Peperoni, Tomaten und Reis wird mit viel gehacktem Majoran oder Petersilie serviert.

 

Knuspriges Brot, welches auf den maltesischen Inseln mit dem Sauerteig gemacht wird, der vom Backen des Vortags übrig blieb. Foto: Mario Galea / FVA Malta

Hervorzuheben ist auch das knusprige Brot, welches auf den maltesischen Inseln mit dem Sauerteig gemacht wird, der vom Backen des Vortags übrig blieb. Gebacken wird häufig in wunderbar nostalgischen Holzöfen, was dem Brot eine wunderbare Kruste gibt und sein Inneres doch weich und elastisch lässt.

Nachspeisen und Gebäck machen zum Paradies für Süßschnäbel. Eine beliebte Delikatesse sind Kannoli, die wohl ursprünglich aus Sizilien stammen. Die Röhren aus krossgebackenem Teig sind mit Ricotta und manchmal auch mit Schokoladenstückchen oder kandierten Früchten gefüllt. Sizilianischen Ursprungs sind auch die vielen halbgefrorenen Desserts, deren Mischungen aus Biskuit, Eiscreme, kandierten Früchten und cremigen Füllungen gekühlt serviert werden.

Nach dem Abendessen bietet man häufig Helwa tat-Tork an, eine sehr süße Mischung aus gestoßenen und ganzen Mandeln, die sich auch in arabischen Ländern finden lässt.

www.visitmalta.com

Anreise

Malta erreicht man von Deutschland aus am besten mit dem Flugzeug. Air Malta fliegt von mehreren Städten in Deutschland nach Malta. Direktflüge nach Malta starten von Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt und München. Hier geht es zum deutschsprachigen Buchungsportal von Air Malta.

Titelfoto / Die Küche Maltas besteht keineswegs  aus „Fish & Chips“, versichert das Fremdenverkehrsamt Malta. / Foto: FVA Malta


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