Insider-Tipps für Hobart – Australiens südlichste Hauptstadt – und Umgebung – Fast Facts

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Hobart ist Australiens* südlichste Stadt und um den Fluss Derwent herum erbaut. Seine Wahrzeichen sind der Hafen und das Constitution Dock, wo luxuriöse Kreuzfahrtyachten neben Fischerbooten und Antarktisforschungsschiffen vertäut sind. Der Hafen war schon immer ein belebter Ort, der sich ständig weiterentwickelt hat, während vieles Geschichtsträchtige intakt geblieben ist und bewahrt wurde. Erst kürzlich wurde eine ehemalige Marmeladenfabrik an der Küste in ein First-Class Kunst-Themenhotel umgewandelt.

Die australische Sträflingsgeschichte des 19. Jahrhunderts von Australiens* zweitältester Hauptstadt zieht sich durch das moderne Hobart. Das Zentrum der Stadt hat sich um den Hafen gebildet, wobei sich hinter den Sandsteinfassaden von Salamanca die lebhaftesten Restaurants und Bars der Stadt befinden.

Abgesehen von der Ufergegend liegen viele der großartigen Kolonial- und öffentlichen Gebäude, der Arbeiterhütten und denkmalgeschützten Gärten in Battery Point, einem gut erhaltenen Vorort aus der Kolonialzeit mit vielen Antiquitätengeschäften und Konditoreien. Bei einer Bevölkerung von circa 200.000 Menschen ist es in Hobart alles andere als überfüllt. Der bewaldete Mount Wellington, der sich steil hinter Hobart erhebt, erinnert daran, dass die im Weltnaturerbe aufgeführte riesige Wildnis des Staates nur ein paar Stunden entfernt ist.


Unbedingt sehenswert

Salamanca Place

Salamanca Place ist Hobarts Lieblingstreffpunkt. Die Fassaden der gregorianischen Sandstein-Lagerhäuser, in denen einst Getreide, Wolle, Walöl und Äpfel aufbewahrt wurden, verleihen Salamanca einen besonderen Charakter. Heute läuft man unter den schweren Steinbögen hindurch und findet Juweliere, Cafés, Restaurants, das Peacock Theatre, Buchhandlungen in Kellern, Modeboutiquen und Kunstgalerien. Der Geruch nach Geräuchertem und Bratwurst verrät, wann die Salamanca Markets (http://www.salamanca.com.au/) stattfinden. Hier finden Besucher Retro-Mode, Bilder der Antarktis, Früchtebrot und Schmuck von aufstrebenden tasmanischen Designern.

Die Märkte sind bekannt für ihre unglaubliche Auswahl an frischen Produkten. Viele der ausgezeichneten Produzenten der Insel verkaufen direkt. Man unterhält sich mit dem Bauern und probiert die Leckereien von Forelle und selbstgemachtem Käse bis zu Austern, Leatherwood-Honig und Würsten. Wer eine Pause braucht, besucht ein Café oder eine Bar oder streckt sich auf den weiten Rasenflächen eines Boulevards im Schatten der Platanen aus. Jeden Freitag findet von 17.30 bis 19.30 Uhr im höhlenartigen Courtyard das Musikevent Rektango statt, eine der flippigsten Attraktionen Hobarts. Bands spielen hier Gypsy-, Jazz- und Swingmusik.

Museum of Old and New Art (MONA)

Am Ufer des Flusses Derwent in Berridale, 30 Minuten mit der Fähre von der Innenstadt entfernt, erhebt sich das Museum of Old and New Art (MONA) (https://mona.net.au/) wie eine Festung aus Stahl. Auf unterirdischen Ebenen beherbergt das Museum die größte Privatsammlung Australiens, von alten ägyptischen Mumien bis zu Werken von Damien Hirst. Die provokativen und teilweise schockierenden Ausstellungen des MONA sind beeindruckend – ebenso wie der angebotene Wein, das Essen und das Bier. Das benachbarte Restaurant The Source ist eines der besten der Stadt und im Weinkeller des MONA werden Riesling, Chardonnay, Gewürztraminer, Pinot Noir und Syrah vom benachbarten Moorilla-Weinberg (https://mona.net.au/eat-drink/moorilla-wine), dem ältesten in Hobart, produziert.

Cascade Brewery Tour

Die 175 Jahre alte Cascade Brewery Company (https://www.cascadebreweryco.com.au/) soll das älteste produzierende Unternehmen des Landes sein. Das historische Brauereigebäude entstand in den 1820er Jahren. Hier erfährt man alles über Bier, unter anderem wird Bierliebhabern erläutert, dass die Bierherstellung ein komplexerer Vorgang als die Weinproduktion ist. Wunderbarerweise gehört eine Bierprobe auch zur Tour. Man kann hier auch nur einen kurzen Besuch einplanen, aber für eine ausführlichere Tour sollte man sich mindestens drei Stunden Zeit nehmen.

Cascade Brewery. Foto: pixabay.com / MemoryCatcher

Tasmanian Museum and Art Gallery

Einblicke in das tasmanische Leben gewinnt man bei einem Besuch der Tasmanian Museum and Art Gallery (http://www.tmag.tas.gov.au/). Sie zeigt Ausstellungen der Aborigines, Artefakte aus der Ära des Walfangs und aus Sträflingszeiten sowie Modelle ausgestorbener Fauna-Exemplare und des Tasmanischen Tigers. Besondere Ausstellungen gibt es zu Mineralien, Fossilien, exquisiten Glasobjekten, Schmuck und kolonialer Kunst. Bilder des berühmtesten Landschaftskünstlers Tasmaniens, John Glover, werden hier gezeigt. In den Ausstellungen Antarctic und Southern Ocean wird die Rolle Hobarts als Ausgangspunkt für die Antarktisaktivitäten Australiens beleuchtet. Expeditionsausrüstung und Raritäten des großen weißen Kontinents sind zu sehen.

Bonarong Wildlife Park

Der Bonorong Wildlife Sanctuary wurde 1981 als Schutzzone für verletzte und verwaiste Tiere gegründet und ist der beliebteste Wildpark Tasmaniens. In Bonorong sieht man einige Arten, die inzwischen überall außerhalb von Tasmanien ausgestorben sind, einschließlich des Tasmanischen Teufels, des Östlichen Tüpfelbeutelmarders, des Tasmanischen Rotbauchfilanders und des scheuen Tasmanischen Rattenkängurus.

Beutelteufel oder auch Tasmanischer Teufel genannt. pixabay.com / LoneWombatMedia

Essen & Wein

In Hobart finden sich Restaurants für jeden Geschmack und Geldbeutel. In den vergangenen Jahren gab es eine Neueröffnung nach der anderen, von Weinbars bis zu Cafés und innovativen Restaurants.

Central Hobart

Rund um den Salamanca Place, Sullivans Cove und Battery Point findet man Cafés, Seafood-, Thai- und indische Restaurants. Im The Quarry werden in einem Hof Menüs im Tapas-Stil serviert. Fish Frenzy (https://www.fishfrenzy.com.au/) am Elizabeth Street Pier ist berühmt für frischen Fish and Chips und Calamari-Salate. In einigen der klassischen alten Pubs wie dem Shipwrights Arms (http://shipwrightsarms.com.au/) in Battery Point gibt es Menüs mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, z.B. den Hobart-Klassiker, den cremigen Seafood Chowder.

Luftig-leichtes Gebäck und Kaffee werden bei Jackman & McRoss serviert, einer Bäckerei und Café in Battery Point. Hier wird alles vor Ort gebacken, vom Brot über knusprige Brötchen bis zum Schokoladencroissant. In derselben Straße gibt es in der Jam Jar Lounge exzellenten Kaffee. Serviert wird im Sommer im Hof und im Winter am gemütlichen Kamin.

Regional hergestellte Produkte für ein Picknick kann man in einigen spezialisierten Delikatessengeschäften in Hobart und überall in Tasmanien kaufen. Im Wursthaus Kitchen (http://www.wursthauskitchen.com.au/) in Salamanca gibt es eine große Auswahl an hochwertigem Fleisch, Käsesorten, Olivenölen und anderer Feinkost. Der Besitzer des A Common Ground ist ein früherer Restaurantkritiker. Inzwischen ist er Landwirt und verkauft Schweinefleisch, Olivenöl, Relishes und Schokolade zusammen mit selbstgemachtem Käse von der Bruny Island Cheese Company (https://brunyislandcheese.com.au/).

Hafen in Hobart. Foto: pixabay.com / carley05

Mures Gourmet Products

Mures Fish Centre (http://mures.com.au/) ist eine Institution in Hobart und liegt an der lebhaften Werft neben den Fischerbooten. Man sollte entweder im Bistro oder im ersten Stock beim Abendessen à la carte die Seafood-Delikatessen wie geräucherte Lachspasteten, -Terrinen, -Rouladen und einige klassische Seafood-Suppen probieren.

Barilla Bay Oyster Farm

Die Barilla Bay Oyster Farm (http://www.barillabay.com.au/) in Cambridge liegt 15 Autominuten vom Zentrum Hobarts entfernt. Im Barilla Bay Restaurant genießen Gäste ein Glas tasmanischen Sekt und ein Dutzend Austern.

Coal River Valley

In vielen Boutique-Weingütern arbeiten noch die Besitzer persönlich. Viele Weingüter haben sich auch auf regionale Produkte spezialisiert und Restaurants eröffnet. Das Coal River Valley ist nur 20 Minuten von Hobart entfernt. Im nahegelegenen Kolonialdorf Richmond gibt es eine von Sträflingen erbaute Brücke zu besichtigen, die älteste Australiens.

Freycinet Experience Walk an der ostküste Tasmaniens. Foto: © 2013 Tourism Australia

Shopping

In Hobart werden wunderbar feine Holzschnitzereien angeboten sowie Wildnis-Fotografien, Kunst, Kunsthandwerk und Wollprodukte, die tolle Inselsouvenirs sind. Auf den örtlichen Märkten verkaufen die örtlichen Erzeuger ihre frischen Produkte wie Käse, preisgekrönte Schokolade und den einzigartigen tasmanischen Leatherwood-Honig.

Märkte

Jeden Samstag verwandelt sich der Salamanca Place in Hobart in einen riesigen Outdoor-Markt, auf dem die Standbesitzer Selbstgemachtes oder Selbstangebautes verkaufen. Auf dem Salamanca Market (http://www.hobartcity.com.au/Hobart/Salamanca_Market) werden alle Sinne angesprochen: die feinen Essensdüfte der Stände ziehen über den Markt und es gibt ein Unterhaltungsprogramm von einheimischen und ausländischen Künstlern, die jetzt in Tasmanien leben. Auf dem Penguin Market (http://www.marketsonline.com.au/tasmania/penguin-markets/) verkaufen Kunsthandwerker und Künstler eine große Auswahl an Waren wie Schmuck, Kunsthandwerk, Souvenirs, tasmanische Zinnwaren und regional erzeugte Produkte.

Greens Beach, Tasmanien. Foto: Pixaby.com / tpsdave

Kunst und Kunsthandwerk

Das Zentrum Hobarts ist eine Fundgrube für selbstentworfene und -hergestellte Kleidung, Kunst und anderes. Metal Urges Fine Jewellery (https://www.metalurges.com.au/) stellen ihr individuelles Handwerk nach den Prinzipien der vorindustriellen Revolution her. In der Handmark Gallery (http://handmark.com.au/), eines der Schmuckstücke am Salamanca Place, stellen tasmanische Künstler aus. Aspect Design, ebenfalls am Salamanca Place, zeigt seit 1978 die Arbeiten führender tasmanischer Kunsthandwerker, darunter eine exzellente Auswahl an tasmanischen Zinnsouvenirs.

Außerhalb von Hobart

Launceston

Launceston, an der Mündung von North und South Esk River gelegen, ist Tasmaniens zweitgrößte Stadt. Von hier aus öffnet sich das breite Tamar River Valley nach Norden hin zur Brass Strait in 58 Kilometer Entfernung. Die Stadt bietet historische Straßenzüge und jahrhundertealte Parks und Gärten neben neu belebten Gegenden wie Launceston Seaport, wo Besucher Restaurants oder Cafés finden.

Tamar Valley

Das faszinierende Tamar Valley ist Tasmaniens wichtigste Weingegend. Sechzehn der 24 Weingüter auf der offiziellen Tamar Valley Weinroute sind kleinere familiengeführte Unternehmen. Hier trifft man den Winzer und plaudert über die wunderbaren tasmanischen Weine aus gemäßigten Lagen, wie Pinot Noir und Chardonnay. Tasmanien produziert auch einige der besten Sekte Australiens.

Der Nordosten

Ein Wanderweg verbindet Städte, Land und Küste. Man wandert durch landwirtschaftliche Gegenden, durch den Mount William National Park (http://www.parks.tas.gov.au/?base=3622) und die Bridestowe Estate Lavender Farm (http://bridestowelavender.com.au/), die Lavendelöl an die europäischen Parfumhersteller liefert. Immer wieder mal erspäht man ein Forester-Känguru oder Wallaby im Nationalpark, der sich an der unbebauten Küste entlangzieht. Unvergesslich bleiben die Strände der Bay of Fires und der Eddystone Point Lighthouse.

In Tasmanien gibt es wunderbare Wandermöglichkeiten. Foto: pixabay.com / einszweifrei

Ostküste

Die tasmanische Ostküste ist voller charmanter Fischerdörfer und faszinierender weißer Sandstrände, wie der Wineglass Bay im Freycinet National Park (http://www.parks.tas.gov.au/?base=3363) – Tasmaniens berühmtestem Strand. Genau hier findet man die Saffire Lodge auf der Freycinet Peninsula http://www.saffire-freycinet.com.au/default-en.html – die Webseite ist englischer und chinesischer Sprache verfügbar!), eine luxuriöse Lodge mit Panoramablick auf die Hazards Mountains, das kristallklare blaue Wasser und den weißen Sandstrand. Feine Küche wird im Palate, dem Restaurant des Saffires, serviert.

Das Dorf Coles Bay am klaren Wasser der Oyster Bay ist ebenfalls ein beliebtes Urlaubsziel unweit der charmanten Fischerdörfer Swansea und Bicheno. Angelausflüge bieten sich in der tasmanischen Angler-Hauptstadt St Helens an. Überall an der Küste gibt es schicke Bed-and-Breakfast-Unterkünfte und moderne Boutique-Hotels.

Port Arthur und die Tasman-Halbinsel

Zwischen 1830 und 1877 wurden ungefähr 12.500 Häftlinge nach Port Arthur (http://portarthur.org.au/) gebracht. Port Arthur ist die besterhaltene Sträflingssiedlung Australiens mit einer Fläche von 40 Hektar, voller Ruinen und Gebäude. Außerhalb von Port Arthur finden Besucher Natur pur, spektakuläre Küstenlandschaft, weites Meer und Wildnis und einige der besten Kurzwanderwege Tasmaniens. Die Küste der Tasman-Halbinsel ist 250 Kilometer lang, mit turmähnlichen Dolerit-Klippen und versteckten Stränden. An Bord eines Boots der Tasman Island Cruises (https://www.tasmancruises.com.au/) kann man Delfine und Seehunde entdecken und im Tasmanian Devil Conservation Park (https://tasmaniandevilunzoo.com.au/) den kleinen Teufel.

Der Huon Trail

Auf dem Huon Trail liegen das fruchtbare Huon Valley, der spektakuläre D’Entrecasteaux Channel und Bruny Island sowie der Tahune AirWalk (http://tahuneairwalk.com.au/) und Hastings Caves – ausgezeichnete Orte, um die tasmanische Wildnis zu erleben. Der AirWalk ruht auf Stahlstützen und ist bis zu 48 Meter hoch. Man hat eine unglaubliche Aussicht auf Wälder, Berge und den Picton- und Huon River.

Auf Bruny Island lassen sich Strände und zerklüftete Landschaft entdecken und am mobilen Van von Get Shucked (http://www.getshucked.com.au/), einer Austernfarm, die einige der besten tasmanischen Restaurants beliefert, frische Austern probieren.

Der Wilde Westen

Strahan ist die inoffizielle Hauptstadt der Westküste und ein wichtiges Tor zur Tasmanian World Heritage Area (http://www.discovertasmania.com.au/what-to-do). Am Hafen von Strahan liegen die Ausflugsboote, die das Wasser des mächtigen Gordon River durchpflügen. Sie durchqueren den Macquarie Harbour, um den unteren Flusslauf zu erreichen und gleiten am Regenwald vorbei, der sich im Wasser perfekt spiegelt.

Cradle Mountain

Cradle Mountain ist das Symbol der Tasmanian World Heritage Area. Man läuft durch Regenwald, dessen Bäume bis zu 1000 Jahre alt sein können. Wer nur Zeit für eine Wanderung hat, sollte diese um den Dove Lake machen, der eingebettet hinter den Bergen liegt. Nach Einbruch der Dunkelheit lassen sich Wombats, Wallabies, Kaninchenkängurus, Pademelons, Opossums, Tasmanische Teufel und Riesenbeutelmarder beim Fressen zuschauen. Es werden geführte Touren angeboten, Besucher können aber auch alleine auf Entdeckung gehen.

Cradle Mountain besteht nicht nur aus Wildnis, sondern verfügt auch über sehr gute Restaurants und sogar Day Spas, in denen regional hergestellte Naturtherapieprodukte verwendet werden. Zur Entspannung laden Massageräume, Dampfräume und ein Hydrotherapie-Spa-Bad ein. Von einigen Spa-Suites in der Cradle Mountain Lodge (http://www.cradlemountainlodge.com.au/) überblickt man die Natur.

Quelle: Tourism Australia

Titelfoto / Bathurst Harbour Tasmanien. / Foto: Tourism Australia

Im Cradle Mountain Nationalpark. Foto: pixabay.com / einszweifrei

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