Weite offene Heidelandschaft mit niedrigen Sträuchern und blauem Himmel im Nationalpark De Hoge Veluwe

Holland abseits von Amsterdam: Regionen, die einen Besuch verdienen

Die meisten Reisenden verbinden die Niederlande mit Amsterdam. Grachten, Museen, das pulsierende Nachtleben – klar, die Hauptstadt hat ihren Reiz. Doch wer sich nur auf Amsterdam beschränkt, verpasst eine ganze Menge. Die Provinzen zwischen Nordseeküste und dem Landesinneren halten Überraschungen bereit, von denen viele Urlauber nichts ahnen. Ein Blick auf Regionen, die mindestens genauso viel hergeben.

Nordholland jenseits der Grachtenstadt

Nördlich von Amsterdam erstreckt sich eine Küstenlandschaft, die mit breiten Stränden und hohen Dünen beeindruckt. Zandvoort und Bergen aan Zee gehören zu den bekanntesten Badeorten, doch dazwischen liegen ruhigere Abschnitte, an denen Spaziergänger kaum einer Menschenseele begegnen. Die Nähe zur Hauptstadt macht die Küste zu einem praktischen Ziel für einen Tagesausflug nach dem Museumsprogramm. Surfer schätzen den beständigen Wind, Radfahrer die gut beschilderten Routen durch die Dünen.

Wer die passende Unterkunft in der Region sucht, findet bei Vergleichsportalen für Hotels in Holland Angebote entlang der gesamten Küste. Zahlreiche Radwege führen von den Badeorten bis ins Hinterland und lassen sich auch ohne festen Plan spontan erkunden.

Südholland mit seinen drei sehr unterschiedlichen Städten

Kopfsteingepflasterte Trompetstraat in Delft mit historischen Häusern, Blumen und Fahrrädern sowie dem Turm der Nieuwe Kerk im Hintergrund.
Die malerische Trompetstraat in Delft in der Provinz Südholland: Blumen, Backsteinhäuser und Fahrräder prägen das Straßenbild. Im Hintergrund erhebt sich der Turm der gotischen Nieuwe Kerk. Foto: Who’s Denilo ? / Unsplash

Südlich der Hauptstadt liegen Den Haag, Delft und Rotterdam so nah beieinander, dass sich alle drei an einem verlängerten Wochenende besuchen lassen. Den Haag ist Regierungssitz und beherbergt den Internationalen Gerichtshof. Delft dagegen lebt von seinen verwinkelten Gassen und dem berühmten blau-weißen Porzellan. Rotterdam wiederum überrascht mit kühner Architektur und einem der größten Häfen Europas. Die Erasmusbrücke und die Markthalle zeigen, wie radikal sich eine Stadt nach Kriegszerstörungen neu erfinden lässt. Zwischen diesen drei Orten braucht man mit dem Zug selten länger als eine halbe Stunde.

Zeeland und seine raue Schönheit

Die südwestlichste Provinz der Niederlande ist ein Paradies für alle, die breite Strände ohne Gedränge suchen. Domburg und Cadzand ziehen Erholungssuchende an, die Wert auf Ruhe legen. In Vlissingen erstreckt sich die längste Strandpromenade Hollands direkt an der Westerschelde – abends bei frischen Muscheln den Sonnenuntergang zu beobachten gehört zu den schönsten Momenten an der Küste. Historisch prägen Deiche und Dämme das Bild, denn große Teile der Provinz liegen unterhalb des Meeresspiegels.

Was auf den Teller gehört

Neben Muscheln zählt Kibbeling zu den kulinarischen Aushängeschildern der Region. Das sind in Teig frittierte Fischstücke, die an fast jeder Strandbar erhältlich sind. Dazu milder Käse aus der Provinz – eine Kombination, die Zeeland auch für Genussreisende interessant macht.

Im Osten wartet der Nationalpark De Hoge Veluwe

Museum inmitten eines Waldparks mit Besuchern und moderner Architektur
Mitten im Nationalpark Hoge Veluwe liegt das Kröller-Müller Museum, ein einzigartiger Ort, an dem Kunst und Natur auf besondere Weise zusammenkommen. / Foto: Ingo Paszkowsky

Gelderland und Overijssel stehen bei den wenigsten Reisenden auf der Liste, dabei lohnt sich der Abstecher enorm. Der Nationalpark De Hoge Veluwe umfasst rund 5.400 Hektar Wald, Heide und Dünen. Mitten im Park liegt das Kröller-Müller Museum mit einer der größten Van-Gogh-Sammlungen weltweit. Die Hansestädte Deventer und Zwolle bieten mittelalterliche Altstädte mit engen Gassen und historischen Stadtmauern. Naturliebhaber und Kulturinteressierte finden hier auf engem Raum beides. Radwege verbinden die Hansestädte mit den Naturgebieten, sodass sich beide Ausflugsziele an einem Tag kombinieren lassen.

Vor der Abfahrt noch ein paar Hinweise

  • Die beste Reisezeit liegt im Frühling und Frühsommer, wenn Parks und Dünen grün leuchten und die Strände noch nicht überlaufen sind.
  • Von Deutschland aus gelingt die Anreise unkompliziert per Auto, Zug oder Fernbus.
  • Das niederländische Radwegenetz ist dicht und hervorragend beschildert – ein Fahrrad lohnt sich fast überall.

Zur Unterkunftssuche bietet sich ein Blick auf HotelSpecials an, eine Buchungsplattform mit Angeboten aus verschiedenen Provinzen. Regenschutz gehört bei dem wechselhaften Küstenklima grundsätzlich ins Gepäck.

Titelbild / Nationalpark Hoge Veluwe: Das weitläufige Gelände bietet ein Netz von über 40 Kilometern Radwegen, die durch die abwechslungsreiche Landschaft führen, von dichten Wäldern über offene Heideflächen bis hin zu Sandverwehungen und Graslandschaften. / Foto: Ingo Paszkowsky

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