Zwei Weißweingläser auf der Fensterbank im Restaurant Sphere by Tim Raue, dahinter der Blick über Berlin im Abendlicht.

Berlin von oben: Ein Abend zwischen Himmel und Heimat im „Sphere by Tim Raue“


Transparenzhinweis: Wir wurden freundlicherweise vom Restaurant eingeladen. Unsere Berichterstattung ist davon unabhängig. Die Unterstützung hat keinen Einfluss auf Inhalt, Ausrichtung oder Tonalität unserer Artikel.


Ein Abend im Berliner Fernsehturm gehört zu den besonderen Erlebnissen der Hauptstadt – vor allem dann, wenn gutes Essen, spektakuläre Aussicht und ein Sonnenuntergang über der Metropole zusammenkommen.

Berliner Fernsehturm am Alexanderplatz in der Dämmerung, umgeben von Gebäuden, Straßenbahn und Passanten.
Der Berliner Fernsehturm befindet sich in unmittelbarer Nähe des Alexanderplatzes / Foto: Ingo Paszkowsky

Kürzlich hatten wir das Vergnügen, an einem Freitagabend das Dreh-Restaurant „Sphere by Tim Raue“ zu besuchen. Wenn sich die Stadt unter einem langsam in ein Lichtermeer verwandelt und dabei Gerichte serviert werden, die nach Kindheit und Berliner Tradition schmecken, dann ist das weit mehr als nur ein Abendessen – es ist eine Liebeserklärung an die Hauptstadt.

Innenraum des Restaurants Sphere by Tim Raue mit eingedeckten Tischen an großen Panoramafenstern und weitem Blick über Berlin.
Minimalistisches-elegantes Design mit 360-Grad-Blick auf Berlin / Foto: Ingo Paszkowsky

Der Logenplatz über der Spree

Pünktlich um 18 Uhr begann unsere Reise in die Wolken. Der Fernsehturm am Alexanderplatz ist zwar ein Klassiker, doch seit der kulinarischen Neuausrichtung durch den Berliner Sternekoch Tim Raue weht hier ein neuer, frischer lukullischer Wind.

Blick aus dem Restaurant Sphere by Tim Raue im Berliner Fernsehturm auf den Sonnenuntergang über der Berliner Skyline, im Vordergrund ein Tischdisplay mit der Nummer 11.
Blick von Tisch 11 im Sphere by Tim Raue / Foto: Stefanie Gendera

Das Besondere an diesem Timing? Wir konnten hautnah miterleben, wie die Sonne langsam hinter der Silhouette der Stadt versank. Das warme, rötlich-goldene Licht, das durch die Panoramafenster flutete, verlieh dem minimalistisch-eleganten Interieur des Sphere eine fast magische Atmosphäre.

Während sich das Restaurant in 207 Metern Höhe sanft um die eigene Achse dreht, zieht ganz Berlin an einem vorbei: vom Roten Rathaus über die Museumsinsel bis hin zum fernen Grunewald.

Skyline von Berlin bei Dämmerung
Berlin geht vom Tag- in den Nachzustand über / Foto: Ingo Paszkowsky

Das Konzept des Restaurants

Das kulinarische Konzept des Restaurants wurde vom Berliner Spitzenkoch Tim Raue entwickelt, der für seine moderne Interpretation klassischer Gerichte bekannt ist. Im Fernsehturm setzt er auf eine Küche, die deutsche Traditionen aufgreift und sie mit einer zeitgemäßen Handschrift neu interpretiert.

Fensterscheibe im Berliner Fernsehturm mit dem Schriftzug „Tim Raue x Oma Gerda“ und QR-Code vor dem Panorama der Hauptstadt.
Tim Raue hat von seiner Oma Gerda das Rezept der Königsberger Klopse abgeschaut / Foto: Stefanie Gendera

Für Gäste ist der Ablauf klar strukturiert: Für das Menü im Drehrestaurant stehen rund 1 Stunde und 45 Minuten zur Verfügung. Diese Zeitspanne passt gut zum Rotationsrhythmus des Restaurants – während eines Essens bekommt man so unterschiedliche Perspektiven auf Berlin zu sehen.

Aperitif und Weinbegleitung

Der Abend begann mit einem Aperitif, der den Auftakt für das Menü bildete. Bereits hier zeigte sich, dass im Restaurant viel Wert auf eine passende Getränkebegleitung gelegt wird. Zu jedem Gang wurde eine speziell ausgewählte Weinbegleitung serviert, die auf die Aromen des jeweiligen Gerichts abgestimmt war.

Gedeckter Tisch im Restaurant Sphere by Tim Raue mit Weißweinglas, Wasserkaraffe, Wasserflasche und Weinflasche in modernem Ambiente.
Zum Menü gibt es eine auserlesene Weinbegleitung / Foto: Stefanie Gendera

„Meine Kleine Heimat“: Ein Menü mit Geschichte

Für unseren Besuch war das Menü „Meine Kleine Heimat“ vorgesehen. Tim Raue ist bekannt für seine Vorliebe für asiatische Aromen, doch in diesem Menü besinnt er sich auf seine Berliner Wurzeln und die kulinarische DNA der Stadt.

Der Auftakt: Garnelen-Cocktail KaDeWe

Den ersten Gang bildet der „Garnelen-Cocktail KaDeWe“, eine moderne Hommage an einen Klassiker der gehobenen Gastronomie. Der Name erinnert an das berühmte Berliner Kaufhaus des Westens, das für seine legendäre Feinschmeckeretage bekannt ist. Der Cocktail verbindet frische Garnelen mit einer fein abgestimmten Sauce und bringt damit eine elegante Version eines Gerichts auf den Tisch. O-Ton Raue: …das erste Gericht, das mein Leben verändert hat.

Teller mit Garnelen-Cocktail
Garnelen-Cocktail KaDeWe / Foto: Ingo Paszkowsky

Das Herzstück: Königsberger Klopse nach Oma Gerda

Der Hauptgang war für uns das emotionale Highlight. Es wurden Tim Raues Königsberger Klopse vom Kalb serviert. Das Rezept stammt ursprünglich von seiner Großmutter Gerda. Damit bekommt das Gericht eine sehr persönliche Note und verbindet traditionelle Hausmannskost mit moderner Küchenkunst.

Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Gericht, das oft als einfache Hausmannskost abgestempelt wird, auf diesem Niveau glänzen kann. Die Kapernsauce war von einer feinen Säure, die Klopse butterzart. Zum Besteck gibt es einen großen Löffel, damit auch ja nicht etwas von der Sauce oder dem Kartoffelpüree nicht genossen werden kann.

Drei Königsberger Klopse mit Roter Beete und Kartoffelbrei
Königsberger Klopse nach Art von Oma Gerda / Foto: Ingo Paszkowsky

Die Geschichte der Königsberger Klopse im Fernsehturm ist eng mit der Berliner Gastronomiegeschichte verknüpft. Schon zu DDR-Zeiten waren sie ein beliebtes Gericht im Turm, doch in der Raue-Variante erreichen sie eine handwerkliche Perfektion, die ihresgleichen sucht.

Doch mediale Berühmtheit erlangten Raues Königsberger Klopse als sie zum Staatsbankett im Schloss Charlottenburg für den Besuch des damaligen amerikanischen Präsidenten Barack Obama serviert wurden. Auf Wunsch der damaligen Kanzlerin Frau Dr. Merkel wurden die Klopse als Hauptgang serviert. Die Obamas ließen sich zweimal Nachschlag geben.

Blick ins Restaurant
Beim Drehrestaurant Sphere bewegen sich “nur” der Sitzbereich, alles andere steht fest / Foto: Ingo Paszkowsky

Der süße Abschluss: Bienenstich Dessert

Den krönenden Abschluss bildet ein Dessert, das ebenfalls ein Stück deutscher Kuchenkultur aufgreift: der Bienenstich. In dieser Version wurde der bekannte Kuchen als Dessert neu interpretiert und leicht, cremig und aromatisch umgesetzt. Damit bildet er einen süßen und eleganten Abschluss des Menüs.

Obwohl das Restaurant an einem Freitagabend ziemlich gut besetzt war und das Personal sichtlich viel zu tun hatte, war die Bedienung stets professionell und ausgesprochen freundlich.

Frau probiert ein Dessert im Restaurant Sphere by Tim Raue im Berliner Fernsehturm, vor ihr ein angerichteter Dessertteller auf dem Tisch.
Redaktionsmitglied Stefanie Gendera ist von dieser Interpretation der Berliner und Brandenburger Küche begeistert / Foto: Ingo Paszkowsky

Fazit: Das „Sphere by Tim Raue“ schafft den Spagat zwischen touristischem Highlight und kulinarischem Anspruch. Wer Berlin nicht nur sehen, sondern auch schmecken möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.

Weltreisender-Tipp: Reserviere unbedingt einen Tisch zur Zeit des Sonnenuntergangs. Das Sphere by Tim Raue ist ein schöner Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.

Ingo Paszkowsky

Anschrift

TV-Turm Alexanderplatz

Panoramastraße 1A

10178 Berlin

Das Drehrestaurant Sphere Tim Raue hat täglich von 9 Uhr bis 23 Uhr geöffnet. Ab 9 Uhr gibt es Frühstück.

Nächtlicher Blick vom Fuß des Berliner Fernsehturms nach oben, darunter das beleuchtete Gebäude mit dem Espresso House am Alexanderplatz.
Das „Sphere by Tim Raue“ schafft den Spagat zwischen touristischem Highlight und kulinarischem Anspruch / Foto: Stefanie Gendera

Tipps für deinen Besuch

  • Rechtzeitig buchen: Reservierungen für das Restaurant sind bis zu 90 Tage im Voraus möglich. Ein Platz am Fenster ist aber nicht unbedingt garantiert. Es sei denn, ihr seid acht Personen und belegt einen Tisch komplett. Dann könnt ihr zwischendurch die Plätze wechseln.😊Die Nummer des reservierten Tischs wird erst oben am Eingang zum Turm-Restaurant vergeben. Auch wenn du keinen Anspruch auf einen Fensterplatz hast, die Sicht über die Stadt ist auf allen Plätzen gut.
  • Der „Fast Track“ Vorteil: Mit einer Restaurant-Buchung genießt du automatisch den Schnelleinlass. Du musst dich also nicht in die oft langen Schlangen am Eingang für die reine Aussichtsplattform einreihen. Bevor du einen der beiden Fahrstühle betrittst, musst du noch durch eine Sicherheitskontrolle wie an einem Flughafen.
  • Kleidung: Ein „Smart Casual“ Dresscode ist angemessen. Man muss nicht im Abendkleid erscheinen, aber ein gepflegtes Auftreten passt perfekt zum gehobenen Ambiente des Raue-Restaurants.
  • Aussichtsplattform: Mit deiner Karte zum Restaurant kannst du auch die darunterliegende (feststehende) Aussichtsplattform besuchen.

Titelfoto / Weingläser mit Berlin-Panorama bei Sonnenuntergang / Foto: Stefanie Gendera

Auch interessant

Lufthansa First Class Check-in-Bereich am Flughafen Frankfurt mit modernen Schaltern, großzügigem Raumlayout und minimalistischer Premium-Architektur

Lufthansa-Lounges und Check-in-Bereiche

Business Class-Reisende der Lufthansa Group, Statuskunden und Reisende der Star Alliance-Airlines mit Lounge-Berechtigung können die neuen Lufthansa-Lounges im Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) nutzen.
Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen