Beamen statt Reisen – NH-Hotels nutzen 3D-Hologramm-Technologie

Last updated on 11. November 2020


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5 Minuten Lesezeit

Irgendwie kennen wir ja das bereits alle: Im Raumschiff Enterprise werden Captain Kirk und seine Mannen an beliebige Orte gebeamt. Das klappt mit der neuen 3D-Hologramm-Technologie der NH-Hotels noch nicht so ganz, aber zumindest das Abbild der Personen kann tausende Kilometer entfernt dabei sein. Die NH-Gruppe ist in der Hotelindustrie der weltweit erste Anbieter dieser neuen revolutionären Technologie, die nun auch in Berlin installiert ist.

González Tejera als 3D-Hologramm im Gespräch mit C. Körfgen, Managing Director Central Europe. Foto: NH-Hotels
González Tejera als 3D-Hologramm im Gespräch mit C. Körfgen, Managing Director Central Europe. Foto: NH-Hotels

Meetings und Events werden mit der neuen Darstellungsform ansprechender, wirkungsvoller und effizienter. Dreidimensionale Produktpräsentationen, im Vorfeld aufgezeichnete Videobotschaften und Echtzeit-3D-Projektionen von weit entfernten Personen erscheinen (fast) so real, als könnte man sie anfassen. Warum fast? Weil sie doch noch nicht so richtig echt aussehen und die Konferenzräume für die Hologramme noch abgedunkelt werden müssen. Dennoch, ein vielversprechender Anfang ist gemacht.

Für die Datenübertragung werden Satelliten genutzt. Die Signale können so fast zeitgleich von Kontinent zu Kontinent übertragen werden. Es sei denn, die Satelliten müssen in ihrer Stellung zur Sonne neu ausgerichtet werden. Das passiert genau einmal im Jahr und führt zum Ausfall der Datenübertragung für einige wenige Minuten. Eine Überschneidung mit einer just in dem Moment abgehaltenen Pressekonferenz mit 3D-Hologramm-Technologie klingt wenig wahrscheinlich, ist den Veranstaltern der NH-Hotel Gruppe jedoch tatsächlich passiert. Da sich bei einem Ausfall der Technik die Reklamationskosten schnell auf Zehntausende Euro belaufen können, handelt es sich um eine Lektion, die es sich zu lernen lohnt.

Das nhow Berlin ist mit moderner 3D-Hologramm-Technologie ausgestattet. Foto: NH-Hotels / Mattias Hamrén
Das nhow Berlin ist mit moderner 3D-Hologramm-Technologie ausgestattet. Foto: NH-Hotels / Mattias Hamrén

Diese Erfahrung gehört dazu, wie viele andere mehr, die beim Testen von Pilotanwendungen gemacht werden. Noch ist die neue Technik aufwändig und kostspielig. Die als Oberfläche für die Reflexion der Bilder verwendeten Folien sind sehr empfindlich und teuer. Nichts desto trotz, die Richtung ist vorgegeben und weckt Interesse, an dem was es in Zukunft an Entwicklungen in dem Bereich geben wird.

Mit einer weiteren Neuerung im Angebot, speziell für ihre Business Kunden, kann seit kurzem das Haus der NH-Gruppe in Berlin-Mitte aufwarten. Unter dem etwas umständlichen Namen „Smart-Room-System für Microsoft Lync Online“ können Kunden weltweite Meetings mit bis zu 250 TeilnehmerInnen über zwei XXL-Flatscreens abhalten. Das Besondere hierbei ist die Kombination aus Videokonferenz und der Möglichkeit des aktiven Mitgestaltens in Echtzeit. Die Ergebnisse der virtuellen Zusammenarbeit können direkt im Anschluss an alle TeilnehmerInnen versendet werden. Was im Moment nur an einigen Standorten angeboten wird, soll künftig flächendeckend in den NH-Hotels genutzt werden können.

NH High Performance Meetings mit SMART Room System. Foto: NH-Hotels
NH High Performance Meetings mit SMART Room System. Foto: NH-Hotels

In Deutschland ist das System bisher im NH Berlin Mitte installiert. In den kommenden Wochen wird die Videokonferenz-Technologie in NH Hotels in Düsseldorf, Frankfurt, München und Wien sowie in weiteren europäischen Top-Standorten installiert. Die Nutzung des Meeting-Raumes “Winston Churchill” im NH Berlin Mitte kostet beispielsweise 550 Euro.

High-Tech in der Hotellerie? Zahlen sich die Investitionen aus? Vorerst wohl nicht in barer Münze, aber die Marke erhält einen interessanten Anstrich und bietet ein Alleinstellungsmerkmal in einer Welt, in der die Konkurrenz nicht schläft.

Stefanie Gendera


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Titelfoto / F. González Tejera, CEO NH Hotel Group, erscheint als Hologramm. / Foto: NH-Hotels

Ehe sich die WeltReisender.net-Redaktion solch ein System leisten kann, wird noch einige Zeit vergehen. Foto: NH Hotels
Ehe sich die WeltReisender.net-Redaktion solch ein System leisten kann, wird noch einige Zeit vergehen. Foto: NH Hotels

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