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Kuriose Übernachtungen – im Eis, unter Wasser oder in der Höhe

27 Minuten Lesezeit

Wir haben uns für Dich umgesehen, wo Du ungewöhnlich übernachten kannst.

Australien

Keine Frage, Australien hat viel Ungewöhnliches zu bieten. Auch in Sachen Übernachtung. Wir stellen ausgefallene Schlafstätten in Australien vor.

Northern Territory: Endloser Sternenhimmel des australischen Outbacks

Tief hinein in das Rote Herz des Northern Territory geht es mit „Wayoutback Desert Safaris“. Der Eco-Veranstalter hat sich auf authentische Abenteuertouren abseits touristischer Pfade spezialisiert. Im Geländewagen führt der Weg in Kleingruppen zum Beispiel zum Uluru/Ayers Rock, den Kata Tjuta/The Olgas und dem Watarrka/Kings Canyon. Nach einer erlebnisreichen Tagestour und gemeinsamem Abendessen am Lagerfeuer werden die australischen Buschbetten ausgerollt. Ein „Swag“ ist eine Art Schlafsack aus leichtem Segeltuchmaterial und gleicht einem Kokon, in dem es sich bequem schlummern lässt. Wer nicht sofort vom Schlaf übermannt wird, sollte unbedingt noch einen Blick in den Himmel werfen, denn hier funkeln nachts rings um die hell erleuchtete Milchstraße Tausende Sterne. Eine dreitägige 4WD-Safari-Tour zum Uluru/Ayers Rock, den Kata Tjuta/The Olgas und dem Watarrka/Kings Canyon ist in der Hochsaison (März – November) für umgerechnet 542 Euro/Erwachsener online buchbar. www.australiasoutback.com

Nicht mein Fall bei den vielen Insekten und anderem Getier was dort unterwegs ist, aber für Hardcore-Outback-Fans - Schlafen im Swag. Foto: Wayoutback Desert Safaris
Nicht mein Fall bei den vielen Insekten und anderem Getier was dort unterwegs ist, aber für Hardcore-Outback-Fans – Schlafen im Swag. Foto: Wayoutback Desert Safaris

Unterirdisch in Coober Pedy

Coober Pedy liegt mitten im Outback von Südaustralien und ist extremen Temperaturen ausgesetzt. Damit ist die Stadt 840 Kilometer nördlich von Adelaide wohl nicht gerade das, was man einen Touristenmagneten nennen würden – wäre da nicht die Tatsache, dass hier drei Viertel der weltweiten Opalfunde der vergangenen Jahrzehnte gemacht wurden.
Um den hohen Temperaturen nicht schonungslos ausgeliefert zu sein, bedienen sich einige Einwohner seit jeher einer klugen Idee: Sie leben in unterirdischen Wohnhöhlen. Hier gibt es nicht nur Wohnungen, eine Kirche und einen Pub: Auch Touristen müssen nicht schwitzen. Im Desert Cave Hotel (http://www.desertcave.com.au/) kann man hautnah erleben, wie sich ein Leben unterhalb der Erdoberfläche anfühlt. Außerdem kann man unterirdisch wohl temperiertes Bier trinken.

Die Hotellobby des Desert Cave Hotels in Coober Pedy. Foto: Ingo Paszkowsky
Die Hotellobby des Desert Cave Hotels in Coober Pedy. Foto: Ingo Paszkowsky
Desert Cave Hotel - in Stein gehauenes Quartier. Foto: SATC
Desert Cave Hotel – in Stein gehauenes Quartier. Foto: SATC

King of the Road in Melrose

Wen es mit dem Auto in die Flinders Ranges verschlägt, sollte auf der Durchreise eine Übernachtung im North Star Hotel in Melrose nicht verpassen. Freunde der Straße und schwerer Gefährte schlafen hier nämlich in wahren Liebhaberstätten: in zu Gästezimmern umgebauten Trucks. Voll möbliert und mit Badezimmer ausgestattet, muss der Gast im ungewöhnlichen Schlafgemach natürlich auf nichts verzichten.

Übernachten in und auf Trucks in Melrose. Foto: SATC
Übernachten in und auf Trucks in Melrose. Foto: SATC

Hinter australischen Gardinen

Die Region Mount Gambier östlich von Adelaide mit ihren Vulkankratern, Seen und Kalksteingebilden ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dort lässt sich die Bandbreite der Natur bestaunen – vor allem im australischen Sommer, wenn aufgrund von Veränderungen in der Luft der Blue Lake eine fast schon magische Blaufärbung annimmt. Ein kurioses Übernachtungserlebnis ist zweifelsohne das Hostel „The Old Mount Gambier Gaol“. Das Gebäude war bis 1995 ein Gefängnis.

Heute bietet es seinen Gästen gemütliche Zimmer mit einer wirklich außergewöhnlichen Atmosphäre. Nach dem Frühstück können Gäste entspannt über den Gefängnishof schlendern oder die ehemalige Gefängniskapelle bestaunen – mit dem Unterschied, dass sie hier nicht auf lebenslang einsitzen.

Luxuszelten in den Gawler Ranges

Der Natur ganz nah sein und trotzdem auf keinen Luxus verzichten: Darauf können sich Übernachtungsgäste im Kangaloona Camp in den Gawler Ranges freuen. In den komfortablen Zelten mit Doppelbett, zwei Räumen und einem verglasten Badezimmer wacht man mit der Sonne auf und geht nach aufregenden Ausflügen ins umliegende Outback schlafen, wenn die Eulen aufwachen. Oft ist es zwischen ihren Rufen so leise, dass man das eigene Blut in den Adern rauschen hört.

Luxuszelten in den Gawler Ranges. Foto: SATC
Luxuszelten in den Gawler Ranges. Foto: SATC

Auf Kangaroo Island geht ein Licht auf

Wie können Besucher die faszinierende Tier‐ und Pflanzenwelt von Kangaroo Island noch besser entdecken: Indem sie sich auf die Wege der Einheimischen begeben. Das bedeutet, auf den Spuren der einstigen Leuchtturm‐Wärter zu wandeln: Genau das ermöglichen die gemütlichen Lighthouse Cottages  am Cape du Couedic. Am ehemaligen Wohnsitz der Wärter kann man weit weg vom Trubel des Alltags entspannt dem Rauschen des Meeres zuhören und bei Einbruch der Dunkelheit den Leuchtturm mit dem Funkeln der Sterne wetteifern sehen.

Lighthouse Cottages am Cape du Couedic auf Kangaroo Island. Foto: SATC
Lighthouse Cottages am Cape du Couedic auf Kangaroo Island. Foto: SATC

Westaustralien: Glamouröses Übernachten in Weinfass-Villa

Weinliebhaber können nicht nur in Swan Valley, der ältesten Weinbauregion Westaustraliens verschiedenste Premium-Weine probieren, sondern nun auch im Weinfass-Stil nächtigen: das Swan Valley Retreat eröffnete mit dem Wine Barrel, dessen Design an ein Weinfass erinnert, seine dritte Zimmerkategorie. Es besticht mit hohen Decken, stilvollen Möbeln und einer großzügigen freistehenden Badewanne mit eigenem Smart-TV. Der eigene Whirlpool aus Zedernholz auf der Terrasse offenbart einen einzigartigen Blick auf die Umgebung des Anwesens. Die Panoramasauna mit Außenduschen rundet das luxuriöse Angebot ab.
Neben dem neuen Wine Barrel können Besucher im Cabernet- und Merlot-Zimmer übernachten. Das hauseigene Day-Spa bietet unter anderem Hydrotherapie, Floating-Therapie, Lehmbehandlungen und Gesichtsbehandlungen an.

Die Übernachtung im Weinfass kostet ihren Preis. Am Wochenende und Feiertage kostet eine Übernachtung 900 australische Dollar. In der Woche immer noch 815$ pro Nacht. Preiswerter sind das Cabernet & Merlot-Zimmer mit 400$ an Wochenenden und Feiertage und sonst 355$ pro Nacht. https://swanvalleyretreat.com.au/

Deutschland

Leipzig: Für Menschenscheue

Kaum vorstellbar: Ein Hotel ganz ohne Service Personal. Das Abito Suites-Hotel in Leipzig hat dieses Konzept umgesetzt. Auch wenn es keine offizielle Sterne-Klassifizierung gibt, glänzt die Anlage mit viel Luxus. Die Suiten sind zweistöckig, mit Designer-Möbeln im modernen Stil ausgestattet. In der Lobby erwartet Gäste eine Mischung aus Geld- und Bahnticketautomaten, die ein unkompliziertes Einchecken garantieren. Das personalfreie Konzept verspricht wenig Service mit maximalem Komfort für Gäste die ungestört sein wollen. Eine Übernachtung im stillen Luxushotel kostet rund 113 Euro pro Person.

Kein Personal, dafür aber Designer-Möbel. Foto: swoodoo.com
Kein Personal, dafür aber Designer-Möbel. Foto: swoodoo.com

Bad Lasphe: Schlafen im Garten

Für alle die keinen Garten haben und auch niemanden kennen, der einen hat und dennoch unbedingt unter freiem Himmel nächtigen wollen (Besuch von Insekten inklusive), können dies nun in der Pension Kamerichs erleben. Mitten in einem 1500 Quadratmeter großen Garten in Bad Lasphe, eine Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, wartet ein rot-kariertes Himmelbett auf Reisende, die gerne in der Natur nächtigen, aber die Gemütlichkeit eines Hotels nicht missen wollen. Ganz stilecht werden Gäste abends von der Wirtin im bodenlangen Nachtgewand aus Leinen bedient. Für 49 Euro pro Person gibt es eine Übernachtung unter freiem Himmel und ein romantisches Sektfrühstück, das direkt ans Bett serviert wird.

Ohne Dach überm Kopf. Foto: Pension Kamerichs
Ohne Dach überm Kopf. Foto: Pension Kamerichs

Berlin: Sozialistische Übernachtungsmöglichkeiten

Nun noch eine gute Nachricht, Nordkorea lässt mehr Touristen ins Land. Die bessere Nachricht: Sie brauchen nicht nach Nordkorea reisen, sondern können sozialistischen „Charme“ mitten in Deutschland erleben. Im DDR Design Hostel Berlin hausieren die Gäste inmitten von „Möbelklassikern“ wie der Schrankwand „Karat“ und den berühmten „MuFuTis“ (MuFuTis? Der Redakteur ist Ex-Ostler, aber kennt keine MuFuTis, Multifunktionstisch?).

Jedes Stück ist ein Unikat, das früher ein Ostdeutscher sein Eigentum nannte. Das außergewöhnliche Hostel, das 2010 vom Max City-Guide zu einem der besten Hostels Berlin gewählt wurde, ist ein lebendiges Museum für sozialistische Kultur. Die Zeitreise zurück in die DDR eignet sich für geschichtsbegeisterte Alleinreisende, und Gruppenreisende. Direkt am Ostbahnhof in Berlin gelegen lässt sich bereits ab 24 Euro nächtigen.

Wie zu DDR-Zeiten - gruselig, gruselig... Foto: swoodoo.com
Wie zu DDR-Zeiten – gruselig, gruselig… Foto: swoodoo.com

Wäre noch interessant zu wissen, ob das Hotel-Personal auch so mürrisch ist wie zu DDR-Zeiten. „Ehrliche Betten ohne westlichen Schnick Schnack – die Übernachtung im Ostel sollte jeder Deutsche einmal erlebt haben“, versprechen die Betreiber des Gästehauses. Nein danke, sagt WeltReisender.net.

Königliche Träume

Im Schlosshotel Kronberg ist hessische Geschichte lebendig. 1893 wurde das heutige Hotel als Schloss Friedrichshof im Stil englischer Tudor-Architektur nach dem Gusto der Victoria Kaiserin Friedrich eingerichtet. Beim Blick aus den Fenstern der Suiten schweift der Blick über die weitläufige Parklandschaft in Kronberg im Taunus. In den Salons lässt es sich bei der Betrachtung und Bewunderung der zahlreichen Gemälde und Kunstwerke der Kaiserin trefflich in längst vergangenen Zeiten schwelgen. Bei prasselndem Kaminfeuer träumen sich die Schlafenden auf den vergoldeten Himmelbetten in die Zeit der Feldzüge, königlichen Banketts und prunkvollen Bälle. So betten sich nur Prinzen und Prinzessinnen. Eine Übernachtung im Deluxe-Zimmer des Schlosshotel Kronberg gibt es bereits ab 215 Euro pro Person.

Königlich schlafen und träumen. Foto: Schlosshotel Kronberg
Königlich schlafen und träumen. Foto: Schlosshotel Kronberg

Finnland

Einige der schönsten Unterkünfte inmitten der Natur in Finnland. Frei von jeglicher Lärm- und Luftverschmutzung tauchen Besucher in die arktische Nacht ein und beobachten den Tanz der Aurora Borealis bei klarem Himmel. Zu 75 Prozent mit Wäldern bedeckt ist Finnland eines der letzten großen Wildnisgebiete in Europa – mit der saubersten Luft der Welt. Dabei bleibt das Versprechen an seine Besucher stets gleich: unvergessliche Momente für jeden zu schaffen.

MAGICAL POND – Ruka, Lappland

Magical Pond ist eine Sammlung von luxuriösen und nachhaltigen Iglus in Lappland. Was haben diese zwanzig Unterkünfte gemeinsam? Ein rein skandinavisches Dekor und einen atemberaubenden Blick auf die Wildnis. Mit etwas Glück können die Reisenden ein Rentier und vielleicht sogar die von den Farben des Nordlichts beleuchtete Milchstraße sehen. Magical Pond wurde dabei nicht nur mit dem Label „Sustainable Travel Finland“, sondern auch mit dem Green Key-Zertifikat ausgezeichnet, da es sich in hohem Maße der sozialen, kulturellen, ökologischen und wirtschaftlichen Verantwortung verschrieben hat. So wird der Strom beispielsweise aus Wasserkraft gewonnen. Nur acht Kilometer vom Skigebiet Ruka entfernt gelegen, ist es auch ein echtes Highlight für Skifans.

Die Preise beginnen bei 375€, einschließlich Frühstück im Restaurant, Begrüßungsgetränk und kostenloser Nutzung der Schneeschuhe.

Magical Pond / Foto: Visit Finland
Magical Pond / Foto: Visit Finland

ARCTIC SKYLIGHT LODGE – Ylläs, Lappland

Eingebettet in ein Flusstal im Pallas-Ylläs-Nationalpark liegt die Arctic Skylight Lodge mit zehn Glashütten, einer Lodge und einem Restaurant. Sei es die erstklassige Sauna am Kukaslompolo-See, die vielfältigen Aktivitäten in Äkäslompolo oder das einladende Restaurant mit Drei-Gänge-Wahlmenüs – die Arctic Skylight Lounge ist ein Ort, an dem Besucher mit der Natur und sich selbst in Einklang kommen. Dabei bilden die gläserne Sauna und der angrenzende Außen-Whirlpool unten am Fluss den perfekten Rahmen für die Wunder der lappländischen Natur.

Die Preise beginnen bei 475€, einschließlich Frühstück. Sauna und Whirlpool können für 100€ + 20€/Person für mindestens 1,5 Stunden gebucht werden.

AURORA QUEEN RESORT – Ivalo, Lappland

Das Aurora Queen Resort besteht aus 14 wunderschönen Glas-Iglus mit weiten Panoramafenstern. Hier bietet sich ein freier Blick auf die umliegende Natur, die vom Glanz der Nordlichter erhellt wird.
Dabei sind alle Details auf Komfort und Genuss ausgelegt: Das hochwertig verarbeitete Interieur wird mit Erdwärme beheizt und zeugt von zeitloser Eleganz. Nur 45 Minuten vom Flughafen Ivalo gelegen, bietet das Hotel zahlreiche Aktivitäten wie einen Besuch der nahe gelegenen Rentierfarm, eine Polarlichtjagd in Schneeschuhen, Eiskartfahren auf dem gefrorenen Ring und Husky-Safaris.

Die Preise beginnen bei 595€ für ein Glas-Iglu mit Kingsize-Bett und Panorama-Suite, einschließlich Frühstück.

ARCTIC TREEHOUSE HOTEL – Rovaniemi, Lappland

Die riesigen Erkerfenster der 32 Suiten und 5 Chalets des renommierten Arctic TreeHouse Hotels geben den Blick auf den lappländischen Wald frei. Ausgezeichnet mit dem Nachhaltigkeitssiegel Green Key ist es das erste Unternehmen in Rovaniemi, das zudem das Sustainable Travel Finland-Label erhalten hat.

Nach einer langen Hundeschlittenfahrt, einer Schneeschuhwanderung und einer anschließenden Nordlichtjagd könnte dann das Treffen mit dem echten Weihnachtsmann folgen. Am Abend können sich Reisende dann in der Sauna entspannen und die Küche des Restaurants Rakas genießen, dessen Menü vom Küchenchef und Künstler Petteri Luoto kreiert wurde.
In perfekter Harmonie mit der Umwelt verfügen die Suiten nicht nur über begrünte Dächer, die sich für die Regenwasserbewirtschaftung eignen. Sie wurden alle nach einer Philosophie der Nachhaltigkeit entsprechend mit umweltfreundlichen Materialien wie der schnell wachsenden finnischen Kiefer entworfen.

Die Preise beginnen bei 250€ für eine Arctic TreeHouse Twin Suite mit einem nestähnlichen Bett (27 Quadratmeter), inkl. Frühstück.

Artic TreeHouse Hotel / Foto: Visit Finland
Artic TreeHouse Hotel / Foto: Visit Finland

APUKKA RESORT – Rovaniemi, Lappland

Im Apukka Resort treffen alte Traditionen auf moderne Innovationen. Das gediegen gehaltene Interieur der traditionellen „Kammis“ zeugt von kubistischer Prägnanz, das gläserne Panoramadach von zeitloser Eleganz. Auf 32 bis 40,5 Quadratmetern können sich Familie, Freunde oder Paare zu einem besonderen Aufenthalt einfinden, um Teil der finnischen Natur zu sein.

Die Preise beginnen bei 261€ für eine lappländische Kammi-Suite (32 Quadratmeter).

ARCTIC FOX IGLOOS – Ranua, Lappland

Im südlichen Finnisch-Lappland geben die Arctic Fox Igloos einen beeindruckenden Blick auf den nahe gelegenen Ranuanjärvi-See. Die inmitten der Natur gelegenen Iglus bieten einen ungehinderten Blick auf die Weiten des nördlichen Horizonts. Am Rande der Wildnis gibt es das ganze Jahr über zahlreiche Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten, darunter Schwimmen, Wandern und Schneemobilfahren.
In der Nähe der Iglus, unweit der Stadt Ranua, können Reisende zudem im arktischen Wildpark echte Polarfüchse, die einzigen Eisbären Finnlands und mehr als 50 weitere arktische Tiere an jedem Tag des Jahres sehen.

Preise ab 269€ pro Nacht, inklusive Frühstück.

NORTHERN LIGHTS VILLAGE – Levi, Lappland

Das Northern Lights Village bietet die Möglichkeit, den winterlichen Sternenhimmel und die Nordlichter in der gemütlichen Wärme des eigenen Bettes zu erleben. Das laserbeheizte Glasdach öffnet sich direkt über dem Bett in den Nordhimmel. Per Knopfdruck wird bei Bedarf der gesamte Schnee vom Glasdach entfernt, um den besten Blick auf den Himmel zu ermöglichen. Der private Kamin in jeder Suite vermittelt einen Eindruck von äußerster Behaglichkeit und Gemütlichkeit.

Skifahren, Schneeschuhwandern, Rentiersafaris, Nordlichtfotografie oder Besuche auf den Bauernhöfen des Ortes: die Aktivitäten sind nicht nur zahl-, sondern abwechslungsreich. Northern Lights Village heißt alle willkommen, die ein außergewöhnliches Erlebnis fernab von der Stadt erleben möchten.

Die Preise beginnen bei 299€ für eine Aurora-Hütte (29 Quadratmeter), inklusive Frühstück und Abendessen.

Großbritannien

Einkuscheln nach Strick und Faden

Wenn Stricken mehr als nur ein bloßes Hobby, also leidenschaftliche Berufung ist, dann kann sogar ein komplettes Hotelzimmer ganz aus Strick daraus entstehen. Und genau ein solches Zimmer – „The Knitted Room“ – gibt es seit vergangenem Jahr im Pelirocco Hotel (http://www.hotelpelirocco.co.uk) in Brighton, England. Bettwäsche, Vorhänge, sogar Telefon, Zahnpasta-Tube, Teekanne oder gar die Vorschau auf das morgendliche Frühstücksangebot sind hier aus kunterbuntem Wollgarn gestrickt. Wohin man auch schaut, fällt der Blick auf die liebevoll gestrickten Alltagsgegenstände von Designerin Kate Jenkins. Vier Wochen am Stück strickte sie und verwendete dabei fünf Kilogramm Strickgarn für das gesamte Zimmerdesign. Im „Knitted Room“ kann sich jeder Gast auf eine außergewöhnliche Nacht freuen, denn dieses Hotelzimmer ist weltweit einzigartig.  Ab Ende Oktober ist das Zimmer unter der Woche für umgerechnet 63 Euro und am Wochenende für ca. 80 Euro buchbar.

Nicht jedermanns Geschmack - Gestricktes. Foto: Pelirocco Hotel
Nicht jedermanns Geschmack – Gestricktes. Foto: Pelirocco Hotel

Japan

Übernachten in einer Ofenröhre

Es folgt noch eine Empfehlung, die aus Sicht von WeltReisender.net eigentlich keine ist. Oder willst Du gerne in einer etwas größeren Backröhre schlafen? Wenn doch, dann gibt es da etwas in Japan für Dich. Ab 22 Euro die Nacht erhalten Gäste eine Übernachtung in einer zwei Quadratmeter großen Kapsel. Dazu gibt es einen japanischen Schlafanzug, namens Yakuta, einen Wecker, einen Fernseher und für die Privatsphäre ein Rollo. Trotz der geteilten Bäder achtet das Hotel auf penibelste Sauberkeit und einige Regeln.  So dürfen beispielsweise bloß männliche Gäste einchecken (Warum eigentlich?). Für männliche Businessleute, die sich nach dem langen Meeting lediglich ausruhen wollen, sei die Kapsel eine günstige Alternative.

Nur für Männer - Übernachten auf engstem Raum. Foto: swoodoo.com
Nur für Männer – Übernachten auf engstem Raum. Foto: swoodoo.com

Jordanien

Ein Nickerchen am tiefsten Punkt der Erde

Mit die besten Schlafbedingungen der Welt findet man am Toten Meer in Jordanien. Es ist der tiefstgelegene Binnensee der Welt, mehr als 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels. Das Klima ist hervorragend zum Schlafen, denn es herrscht der höchste atmosphärische Druck der Erde vor, kombiniert mit einem sehr hohen Sauerstoffgehalt sowie extrem reiner und atemfreundlich trockener Luft. Zudem ist die Gegend aufgrund der absoluten Pollenfreiheit ideal für Allergiker. Ruhesuchende können sich am Toten Meer richtig gesund schlafen und die Wellnessangebote der luxuriösen Hotels in Anspruch nehmen. Wer nicht nur die gesunde Luft atmen, sondern die Wirkstoffe des Gewässers mit der außergewöhnlich hohen Salzkonzentration fühlen möchte, kann schwerelos an der Wasseroberfläche schweben und ein Nickerchen halten. In Kombination mit dem mineralhaltigen schwarzen Schlamm der Küste ist ein „schwebendes“ Bad besonders gesundheitsfördernd für Haut, Durchblutung und Stoffwechsel. Ein Doppelzimmer ist ab 80 Euro pro Nacht und Person (je nach Jahreszeit) buchbar.

Unter dem Meeresspiegel liest und schläft es sich besonders gut. Foto: Visit Jordan
Unter dem Meeresspiegel liest und schläft es sich besonders gut. Foto: Visit Jordan

Malediven

Schlafen über dem Indischen Ozean

Für alle diejenigen, die das Meer und das Rauschen der Wellen lieben, aber niemals eine Nacht auf einem schaukelnden Schiff aushalten würden, gibt es die Wasser-Villen des Fünf-Sterne Luxus Resorts Baros Maldives im Nord-Malé-Atoll. Die Villen schweben in landestypischer Bauweise auf Stelzen über dem türkisfarbenen Ozean und gestatten von ihren großzügigen Sonnendecks aus atemberaubende Ausblicke auf Himmel und Meer. Als Insider-Tipp empfehlen wir die Wasser-Villen 312 bis 316, die sich am weitesten in die Lagune strecken und dem Gast somit das Gefühl geben, weit draußen auf dem Indischen Ozean zu treiben. Im großen Daybed auf dem Deck kann man es sich abends unter freiem Himmel gemütlich machen: Gleichsam schwebend über dem Indischen Ozean, mit nichts als dem Sternenhimmel und Meeresrauschen um sich herum, lässt es sich vorzüglich schlafen und träumen. So ausgeruht, fällt es leicht, den Tag mit einer Yoga-Stunde auf der Sandbank inmitten des Ozeans zu beginnen. Später darf man sich natürlich wieder hinlegen – am Tag des Schlafes. Oder gleich liegen bleiben. Eine Wasser-Villa für zwei Personen kann man bereits ab 345,91 Euro zzgl. Steuern und Gebühren pro Nacht und Unterkunft nach Verfügbarkeit buchen.

Wasser-Villen des Fünf-Sterne Luxus Resorts Baros Maldives im Nord-Malé-Atoll. Foto: Baros
Wasser-Villen des Fünf-Sterne Luxus Resorts Baros Maldives im Nord-Malé-Atoll. Foto: Baros

Namibia

Sterne zählen in Namibia

Sterne beobachten lässt es sich beinah nirgendwo so schön wie in Namibia, gehört das Land im südlichen Afrika für passionierte Himmelskundler doch zu den Top Drei Destinationen der Welt. So gut wie keine Licht- und Luftverschmutzung, weite Ebenen und ein wolkenloser Nachthimmel ergeben erstklassige Bedingungen für einen ungetrübten Blick in den Kosmos. Im Doro Nawas Camp von Wilderness Adventures geht das besonders gut, denn hier können die Sterne nachts sogar vom Bett aus gezählt werden. Während des Abendessens richten Helfer bereits alles für das Schlaferlebnis unter freiem Himmel auf der eigenen Terrasse her. Gut gestärkt heißt es dann nur noch hinlegen und entspannen. Die einzige Herausforderung besteht darin, möglichst lang die Augen aufzuhalten, um den atemberaubenden Sternenhimmel der Südhalbkugel zu genießen. Die Milchstraße ist hier mit bloßem Auge zu erkennen, und so ist der atemberaubende Blick in einen vor lauter Sternen nur so funkelnden Nachthimmel ein unvergessliches Erlebnis. Eine Nacht inklusive Halbpension ist ab 157 Euro buchbar.

Sterne zählen in Namibia. Foto: Doro Nawas Camp
Sterne zählen in Namibia. Foto: Doro Nawas Camp

Niederlande

Kranhotel mit Meerblick

Wo früher dreckige laute Maschinen arbeiteten, steht jetzt ein ganz besonderes Hotel, in dem es sich ruhig und gemütlich schlafen lässt. Im Harlinger Hafen in den Niederlanden steht am Ufer des Wattenmeeres ein 17 Meter hoher Kran, der Unterkunft für zwei bietet. Die Lage garantiert Meerblick ohne Aufschlag. Nicht ganz alltäglich, aber eine wahre Attraktion: Übernachtungsgäste können hier das Industriedenkmal steuern und Kranführer spielen. Die Kabine gibt es für 319 Euro pro Nacht. Interessierte sollten sich beeilen, da der Kran oft Monate im Voraus ausgebucht ist. www.vuurtoren-harlingen.nl

Häufig ausgebucht – Übernachtung im Kran. Foto: swoodoo.com

Übernachten auf dem Meer

Die Holländer sind dafür bekannt, dass sie dem Wasser Land abtrotzen. Aber nun errichten sie ihre Bauten auf der Nordsee. Nach der Eröffnung des ersten Riesenrads Europas über dem Meer erhielt Den Haags Küstenstadtteil Scheveningen eine weitere Attraktion – fünf luxuriöse Pier-Suiten mit Blick auf die Nordsee.

Foto: Piersuites.nl

Eine derartige „Übernachtung auf dem Meer“ für Urlauber ist in den Niederlanden bislang einzigartig.

Die Luxussuiten mit einer Größe von 30 Quadratmetern befinden sich im Aussichtsturm des Piers und sind unter anderem mit einem Jacuzzi und einem Außenbereich ausgestattet sein, von dem aus die Gäste einen Panoramaausblick auf die Nordsee erhalten.

Die Kosten für eine Nacht in dieser Luxus-Unterkunft beginnen bei etwa 250 Euro.

Die Eröffnung der Suiten in Scheveningen soll den Pier, der 2015 nach langem Dornröschenschlaf wieder eröffnet wurde, noch weiter aufwerten und in Zukunft zu einer echten niederländischen Ikone machen.

Foto: Piersuites.nl

Vom Fischerdorf zum Badeort

Scheveningen hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts von einem kleinen Fischerdorf zu einem beliebten Badeort entwickelt. Dies liegt nicht nur an dem schönen Sandstrand und der kilometerlangen Strandpromenade, die Touristen Jahr für Jahr anlocken, sondern auch an der stetigen Investition in neue Geschäfte, Restaurants und Attraktionen.

Galt bis vor einigen Jahren noch die Miniaturwelt Madurodam und eine 381 Meter lange Seebrücke mit Aussichtsturm als Hauptattraktionen, gibt es mittlerweile neben einem 40 Meter hohen Riesenrad über dem Wasser auch einen Strandboulevard, der vom spanischen Stararchitekten De Solá-Morales entworfen wurde.

Auch an Essen und Trinken ist natürlich gedacht. Auf dem Pier befinden sich verschiedene Restaurants und Cafés. Hier können Besucher einen Burger mit einem Glas Wein genießen, hausgemachte Fritten probieren oder in der „Craft Beer Bar“ eine große Auswahl an Bieren kleiner unabhängiger Brauereien testen.

Eine weitere Besonderheit ist der Foodtruck „SHACK“, in dem monatlich eine neue Foodtruck-Crew die Möglichkeit erhält, ihre Gerichte feil zu bieten.

Weitere Informationen:
https://denhaag.com/en/the-pier

https://www.piersuites.nl/nl/

Foto: Piersuites.nl

Panama

Von Träumen und Traumfängern: Schlafen wie die Indianer

In Panama gibt es sieben indigene Bevölkerungsgruppen, darunter auch das Volk der Emberá Quera, dessen Wurzeln an der Karibikküste des heutigen Kolumbiens liegen. Die Emberá leben in kleinen Dörfern am Rio Chagres, dem größten Wasserlieferant des Panamakanals. Aus Panama Stadt können sich Abenteurer mit so genannten Langbaumbooten über den Fluss, der sich seinen Weg durch dichtes Regenwaldgebiet bahnt, ins Dorf bringen lassen. Dort kann man einen faszinierenden Einblick in das Leben der Emberá gewinnen, mit ihnen Fisch und Kochbananen zubereiten und eine Nacht in den mit Palmenblättern bedeckten Hütten verbringen. Ein Tagesausflug mit einem Langbaumboot zu den Emberá Quera inklusive Tagesverpflegung, Abendessen, Frühstück und Übernachtung kostet umgerechnet etwa 72 Euro pro Person.

Schlafen wie die Indianer. Foto: www.emberapanama.com
Schlafen wie die Indianer. Foto: www.emberapanama.com

Schweden

Sehr „kuschelig“ – das Eishotel

„Eishotels“ sind in Skandinavien nicht so sehr selten – lest dazu auch unsere Artikel „Schwedisch-Lappland: Eiskalte Romantik und viel Spaß garantiert“ und  „Eiskalte Schlafgelegenheiten in Skandinavien„. Die Grundidee dieses Eishotels  entstand bei der seit 1989 alljährlich stattfindenden Schneeausstellung, bei der japanische Künstler ihre Eisskulpturen präsentieren. Seit 22 Jahren steht in der schwedischen Stadt Jukkasjärvi, circa 200 km nördlich des Polarkreises, das größte Eishotel der Welt, das jedes Jahr neu erbaut wird. Von Dezember bis April können sich hier kälteresistente Urlauber ab 199 Euro pro Nacht unter warmen Decken kuscheln.
Die minus acht Grad kalte Anlage bietet diverse Eissuiten, eine Eisbar und sogar eine Eiskirche. Um den Wintertraumurlaub abzurunden, werden Outdoor-Aktivitäten wie eine Schneeschuhwanderung für 73 Euro oder eine Hundeschlittensafari für 145 Euro dazu gebucht. Also nichts für Sparfüchse, sondern nur für Polarfüchse. 

Das Eishotel wird jedes Jahr neu gebaut. Foto: swoodoo.com
Das Eishotel wird jedes Jahr neu gebaut. Foto: swoodoo.com

USA – Florida

20.000 Meilen 20 Meter unter dem Meer

Nicht ganz 20.000 Meilen unter dem Meer wie in Jule Vernes Roman können Gäste des Unterwasserhotels in Florida die Nacht in einer Kabine der ehemaligen Forschungsstation in Key Largo verbringen. Einen Meerblick der besonderen Art mit Barrakudas und Papageienfischen, die am Fenster vorbeistreifen, können Urlauber hier erleben. Bis zu sechs Personen finden in den zwei Schlafzimmern und dem großen Gemeinschaftsraum Platz. Für exquisite Speisen sorgt der persönliche Koch, dessen Spezialität natürlich Fisch ist. Selbst der Heißhunger auf eine Pizza soll vom Unterwasser-Lieferservice nach einem kurzen Anruf gestillt werden. Das Doppelzimmer im Unterwasserhotel gibt es für umgerechnet circa 475 Euro pro Nacht.

Titelfoto / 21 Meter unter dem Meeresspiegel. / Foto: swoodoo.com

Quellen: swoodoo.com; eigene Recherchen; holland.com, KPRN

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