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Spätestens vor der Landung des Fliegers in fernen Gefilden noch schnell das Datenroaming im Handy ausstellen, sonst kann es später böse Überraschungen geben. Mir ist das beispielsweise passiert, weil ich während eines Fluges mit dem Superjumbo A380 von Asiana nach einem nicht vorhandenen WLAN suchte. Irgendwie habe ich dabei das Datenroaming eingeschaltet und vergessen, es wieder auszuschalten.
Ich war in Südkorea gelandet und mit dem Bus nicht mal in meinem Hotel in Seoul angekommen, da erreichte mich schon eine SMS meines Providers, dass mein Auslandsdatenvolumen erschöpft war. Obwohl ich mein Handy in der ganzen Zeit nicht einmal in die Hand genommen hatte. Damit hatte ich über 50 Euro mehr auf meiner monatlichen Abrechnung.
Dank EU keine Roaming-Gebühren in den Mitgliedsländern
Wer im Ausland außerhalb der EU mobil ins Internet will, um seine Mails und Social Media-Nachrichten zu checken usw., braucht entweder den richtigen Mobilfunk-Tarif, eine Sim-Karte eines örtlichen Anbieters oder einen mobilen Router. Dank EU haben wir in den Mitgliedsländern glücklicherweise Roaming ohne zusätzliche Kosten. Wir können unser Handy so benutzen, als ob wir in Deutschland wären und müssen nicht mehr bezahlen.
Aber in Ländern außerhalb der EU schlagen die Mobilfunkfirmen richtig zu und lassen sich Telefonate und Datenpakete mit nicht selten exorbitanten Preisen vergüten. Eine Lösung aus dem Dilemma ist beispielsweise ein mobiler Router, der über eine örtliche Mobilfunkverbindungen Kontakt zum Internet herstellt. Es gibt eine Reihe von Anbietern, beispielsweise GlocalMe mit seinem mobilen Hotspot G3*. Mehr über den GlocalMe G3 erfahren Sie hier.
Wir haben uns den Solis von Skyroam etwas genauer angeschaut.

Mobiler Router für die Verbindung ins Internet
Skyroam hatte uns zweimal ein Solis-Gerät zum Testen zugeschickt. So hatten wir zunächst den Vorgänger in der Hand, der nur Verbindungen zu den langsamen 3G-Netzen erlaubte. Aber mangels Test-Gelegenheit ging das Gerät ungetestet zurück an Skyroam. Viele Anwender beschwerten sich zudem bei dieser Variante über die geringe Performance und auch schlechte Bedienerfreundlichkeit.
Ich fand zudem beispielsweise die Registrierung des Geräts bzw. eines Accounts sehr hakelig. Für die Registrierung erhält man 20 Minuten kostenlose Übertragungszeit. Das ist dicke ausreichend, wenn ein Mobilfunknetz in der genügenden Stärke vorhanden ist, mit dem Skyroam einen Vertrag hat. Das ist aber nicht immer der Fall. Mit welchen Providern das Unternehmen über Vertragsbeziehungen verfügt, teilt Skyroam auch auf Nachfrage nicht mit. Nur, dass mit 300 Anbietern weltweit Partnerbeziehungen bestünden.

So kann es je nach Netzversorgung des Skyroam-Vertragspartners manchmal sehr lange dauern, nämlich mehrere Minuten, bis eine Verbindung zum Mobilfunknetz aufgebaut wird. Oder es klappt gar nicht.
Mit bis zu fünf Geräten gleichzeitig ins Internet
Hinsichtlich Geschwindigkeit hat Skyroam mit einem neuen Router nachgebessert, der sich äußerlich nicht von seinem Vorgänger unterscheidet, aber nun 4G LTE unterstützt. Skyroam Solis* hat die Form einer großen Hautcreme-Dose und kommt im leuchtendem Orange daher – mit den Abmessungen 93 mm im Durchmesser und 26 mm in der Höhe.
Außerdem wartet der Hersteller mit der Solis WiFi App auf. Die für iOS und Android verfügbare App ermöglicht es Nutzern einfacher online zu gehen und das WLAN zu nutzen, indem sie den QR-Code auf der Unterseite ihres Skyroam-Hotspot-Geräts scannen. Das Suchen nach Codes und Seriennummern entfällt somit. Zudem können die Kunden ihre Datennutzung überwachen, die Internetgeschwindigkeit prüfen und zusätzliches Datenvolumen kaufen.

Bis zu fünf Geräte gleichzeitig können sich in das WLAN einwählen. Ein Marketing-Argument von Skyroam ist auch, den tragbaren Hotspot als Powerbank nutzen zu können. Denn er enthält zwei Akkus mit einer Gesamtleistung von 5.000 mAh, teilweise sind auch 6.000 mAh angegeben. Allerdings würde ich davon abraten. Skyroam gibt die Laufzeit mit 16 Stunden an. Wir mussten unser Gerät während des Tages nicht nachladen, aber über große Leistungsreserven verfügt Solis dennoch nicht. Macht der Akku des eigenen Handys schnell schlapp, ist eine separate Powerbank sicher die bessere Wahl.
Eine gute Nachricht ist, dass Solis mit Standardakkus 18650 funktioniert, die hier erhältlich sind*.
Zuverlässige Verbindung ins Internet
Unser Testgerät kam bereits mit 11 GByte Datenvolumen, so dass wir die Registrierung nicht getestet haben. In der EU braucht man so ein Gerät eigentlich nicht, es sei denn man will sein eigenes Datenvolumen auf dem Handy sparen. Selbst wer mit dem Notebook unterwegs ist, kann ja mit der Tethering-Funktion seines Handys einen mobilen Hotspot aufbauen.

Während einer Recherchereise in Portugal kam Skyroam Solis noch doch zum Einsatz. Fast immer, wenn kein WLAN zur Verfügung stand, warfen wir Solis an und hatten darüber für unsere beiden Handys und den Laptop gleichzeitig Verbindung zum Internet. Das klappte sowohl für Erkundungen in den Städten als auch bei unseren langen Autofahrten, bei denen wir uns von Google Maps führen ließen. Das Gerät fand meistens relativ schnell ein Mobilfunknetz.
Die Kosten
Der Skyroam Solis 4G LTE Globale WLAN-Hotspot kann auf skyroam.com oder auch Amazon zum Gesamtpreis von 149€* gekauft werden.
Als Tarife bietet Skyroam Pay-as-you-go mit 24 Stunden WLAN-Zugang als Tagespass für Gelegenheitsnutzer zum Preis von 8€ pro Tag an. Angeblich soll das Datenvolumen nicht begrenzt sein. In einem Forum habe ich allerdings gelesen, dass sich ein User über ein (angebliches?) Limit von 500 MB beschwerte.

Wer kein Gerät kaufen will, kann es auch mieten für 9,90€ pro Tag, zuzüglich der Versandkosten in Höhe von 3,90 Euro in Deutschland.
Außerdem gibt es ein Monatsabonnement als Flatrate für 80€ pro Monat. Das Datenvolumen soll nicht limitiert sein.
Auch ein Skyroam GoData Pay-per-GB-Abonnement für 8 Euro im Monat mit 1 GByte Datenvolumen kann gewählt werden. Weiteres Volumen kann dazugekauft werden, für 8 Euro pro Gigabyte.
Fazit: Skyroam Solis ist eine gute Lösung, um außerhalb der EU preisgünstig das Internet und die sozialen Medien nutzen zu können. Auch im EU-Ausland kann die Nutzung für Notebook-User günstiger sein als spezielle Datentarife des eigenen, deutschen Mobilfunkproviders. Wo kein Mobilfunknetz ist, funktioniert der Internetzugang natürlich nicht.
Solis X – Nachfolgegerät mit Kamera
Ganz neu ist das Skyroam Solis X WiFi Smartspot. Zusätzlich zu den Funktionalitäten von Solix verfügt die Version über Remote-Kamera mit 8 Megapixeln und Blitzlicht, Lautsprecher und Mikrofon sowie integrierten Smart Assistant. Mit den Abmessungen 88 mm im Durchmesser und 23 mm in der Höhe ist es nicht mehr ganz so groß wie der Vorgänger.

Durch Nutzung des Solis X Smart Assistant, der auf ein integriertes GPS und die Services von IFTTT zurückgreift, können nach Angaben von Skyroam Benutzer tausende Apps und Dienstleistungen über die Solis WiFi App und Smartspot durch einmaliges Antippen kontrolliert oder automatisiert werden. Solis X bietet auch Bluetooth.
Der Skyroam Solis X WiFi Smartspot kann für 200 Euro auf der Webseite des Unternehmens erworben werden.
Skyroam hat nach eigenen Angaben weltweit über 15 Millionen Kunden, die seine Angebote nutzen. Die tragbaren Hotspots sollen in über 130 Ländern den Zugang ins Internet ermöglichen.
Ingo Paszkowsky
Titelfoto / Skyroam Solis 4G LTE / Foto: Ingo Paszkowsky


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