Das beeindruckende Kolosseum - hier in einer Aufnahme vor rund 10 Jahren. Foto: Ingo Paszkowsky

Rom – bei jedem Besuch reizvoll und fesselnd

Berlin – Das Anstehen an der Wechselstube für den Geldtausch ist seit Einführung der Gemeinschaftswährung Euro nicht mehr das erste, was im Zusammenhang mit einer Reise in Italiens Hauptstadt Rom erledigt werden muss. Viele andere typisch römische Dinge werden Reisenden hingegen weiterhin widerfahren, wenn sie in die Stadt kommen, die laut der Redewendung im Jahr 753 vor Christus „aus dem Ei geschlüpft ist“. Dass die am Tiber gelegene Metropole einmal mehr als 2,6 Millionen Einwohner haben würde, hätte sich Gründervater Romulus damals vermutlich nicht vorstellen können. Grund für die Ermordung seines Bruders Remus soll übrigens das Gelächter gewesen sein, in das Remus ausbrach, als er die Errichtung der römischen Stadtmauer beobachtete.

Herausforderung für Touristen: der römische Straßenverkehr

Nur wenige Städte umweht ein vergleichbarer Hauch der Geschichte. Gleichermaßen existiert nur eine Handvoll anderer Großstädte, deren Stadtbild von ähnlichen Besonderheiten geprägt ist. Ein Klassiker, der bei vielen Besuchern beim Rom-Aufenthalt bis heute für Belustigung sorgt, ist etwa der Anblick der römischen Polizisten, die versuchen, des kaum kontrollierbaren römischen Straßenverkehrs auf der Piazza Venezia und an anderen Verkehrsknotenpunkten Herr zu werden. Wie durch ein Wunder kommt es trotz der scheinbar chaotischen Umstände deutlich seltener zu dramatischen Verkehrsunfällen, als sich Beobachter dies meist vorstellen können.


Eintauchen in Kunst und Kultur in Rom

Purer Stress ist die Teilnahme am Straßenverkehr für Nicht-Römer aber dennoch. Am besten lassen Sie sich im Taxi zum Kolosseum kutschieren. Oder Sie genießen vor der Stadtbesichtigung erst einmal einen köstlichen Cappuccino in einem der Cafés rund um die Piazza Navona. Das besagte Kolosseum dient heute nicht nur als Relikt der römischen Geschichte. Regelmäßig können Besucher dort Konzerte nationaler und internationaler Künstler und andere Veranstaltungen besuchen. Kostenloses Vergnügen bereitet in Rom ein Ausflug auf einen der vielen, teilweise schon seit Jahrzehnten oder im Einzelfall sogar Jahrhunderten stattfindenden Märkte, für die Italiens größte Stadt bekannt ist. Lohnend ist ebenfalls ein Besuch der Galleria Borghese, die nach Jahren mühsamer Restaurierungsarbeit endlich wieder für Gäste zugänglich ist. Ohnehin sind es gerade die Galerien und Museen wie etwa der Palazzo Massimo, für die Rom weltweites Ansehen genießt.

Römer genießen mit allen Sinnen

„Für die modernen Römer liegt Kunst nicht unbedingt im Barock, in Marmorbüsten und antiken Trümmern, sondern in den alltäglichen Lebensgenüssen.“ (Quelle: marcopolo.de)  Dieses Zitat bringt eine wichtige Facette der Stadt optimal auf den Punkt. Denn ein ausgiebiges Mahl einer echt römischen Trattorio gehört zu einem rundum gelungenen Besuch der Stadt wie der Vierströmebrunnen und die Piazza Navona. Zum Thema Gastronomie sei gesagt: Es müssen nicht immer Pizza, Pasta und „Frutti di Mare“ sein, um sich für den anschließenden Besichtigungstermin am Petersplatz gut gestärkt zu wissen. Zu einem richtig guten Essen gehört zudem für die meisten Menschen ein echt italienisches Eis – und zwar nicht nur im Hochsommer. In der Gelateria Giolitti in der Via Uffici del Vicario gibt es dies schon seit dem Jahr 1900. Die Eisdiele ist die wohl berühmteste der Stadt Rom.

Die Gegend um den Vatikanstaat ist ein unverzichtbares Highlight

Vielleicht gehören Sie zu den Glücklichen, die in den Genuss einer Papst-Ansprache kommen, um sich auf diesem Wege schnell noch den Segen des Oberhauptes der Katholischen Kirche zu sichern. Man weiß ja nie, wofür es gut ist während des Urlaubs. Schaden kann dies auch für Menschen anderer Glaubensrichtungen nicht. Sie mögen es eher traditionell und möchten nicht nur die moderne Seite Roms erleben? Dann sind Sie am Campo de‘ Fiori goldrichtig. Dort können sich Besucher noch eingehender mit der klassischen römischen Küche befassen und nach Herzenslust shoppen. Abgerundet wird die Reise nach Rom durch einen Gang an den Ufern des Tibers und über die Engelsbrücke. Die zahlreichen imposanten Villen und vor allem der Trevi-Brunnen – oder „Fontana di Trevi“, wie ihn die Italiener nennen – sollten Gäste der Stadt außerdem gesehen haben. Immerhin ist der spätbarocke Brunnen einer der bekanntesten und größten Brunnen Roms. Nur wenige Sehenswürdigkeiten ziehen so viele Besucher an. Schon deshalb sollte dieser Ort auf keiner Besichtigungs-Liste fehlen.

Besonders günstig lernen Sie Rom übrigens per Bus und U-Bahn kennen. Aber aufgepasst: Die „Metro“ der Stadt arbeitet lediglich mit zwei Linien! Eine genaue Planung ist somit das A und O!

Lara Pilgrim

 

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