Mit dem Mietwagen durch Südafrika: So lassen sich Land und Leute ganz flexibel erleben

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Südafrika ist ein unglaublich vielfältiges und weites Land. Hier lassen sich die Schönheiten der Natur in unglaublicher Farbenpracht und vor allem hautnah erleben. Um möglichst viele Sehenswürdigkeiten erleben zu können, entscheiden sich viele Afrikaurlauber für eine Rundreise, denn meist liegen so viele Kilometer zwischen den absoluten Highlights des Kontinents, dass sie von einer einzelnen Basisstation aus nicht zu erreichen sind.

Deshalb haben sich auch viele Reiseveranstalter inzwischen auf Rundreisen spezialisiert und haben unzählige Angebote an Reiserouten und -varianten zu bieten. Reiseexperten wie Explorer Fernreisen können interessierte Urlauber zu jeder Variante beraten und bei der Planung unterstützen. Mit einer Rundreise durch das wunderschöne Südafrika ist es möglich, eine unglaubliche Vielfalt der Natur und Kultur dieses atemberaubenden Kontinents kennenzulernen. Eine Rundreise durch Südafrika lässt sich am besten mit dem Bus gestalten, oder als Selbstfahrer mit dem Wohnmobil oder mit einem Mietwagen.

Wer besonders flexibel unterwegs sein möchte, erkundet Südafrika als Selbstfahrer im Mietwagen. Der große Vorteil gegenüber einem Wohnmobil liegt darin, dass Mietwagen kleiner und wendiger sind und deshalb auf den meisten Strecken fahren können und dürfen, auch wenn es einmal etwas holpriger zugeht. Damit es auf der Fahrt möglichst keine Mobilitätseinschränkungen gibt, ist die Wahl des richtigen Mietwagens entscheidend. Mit diesen Tipps ist die Rundreise durch Südafrika nur noch ein paar Formalitäten entfernt.

1. Den passenden Mietwagen auswählen

Grundsätzlich gilt es, zwischen einem normalen PKW und einem Geländewagen zu wählen. Dabei ist entscheidend, welche Route für die Rundreise geplant ist. Führt die Strecke hauptsächlich an der Küste vorbei durch die größeren Städte, ist ein normaler PKW der Mittelklasse eine gute Idee. Diese Fahrzeuge sind für längere Strecken hervorragend geeignet und müssen keine besonderen Geländeanforderungen erfüllen.

Ist ein etwas abenteuerlicherer Trip durch die Natur und die Nationalparks geplant, sollte Urlauber besser zu einem robusten Geländewagen greifen. Diese Offroad-Fahrzeuge sind bestens für unwegsameres Gelände geeignet und machen auch auf schlecht ausgebauten Straßen und Wegen nicht schlapp. Auch für eine Fahrt durch die malerischen Weinberge Südafrikas sind Geländewagen meist besser geeignet. Wer sich nicht sicher ist, mit welchem Fahrzeug er den Kontinent erkunden möchte, kann sich bei erfahrenen Reiseveranstaltern beraten lassen. Auch die Mietwagenanbieter vor Ort haben umfangreiche Fahrzeugflotten und jede Menge Praxiserfahrung zu bieten. Die renommiertesten Autovermietungen in Südafrika sind Maui und Britz.

Expertentipp: Für eine entspannte Mietwagenrundreise sollte ein Fahrzeug mit Automatik ausgewählt werden. In Südafrika gibt es ausschließlich Linksverkehr, was für deutsche Urlauber häufig eine große Umstellung bedeutet. Mit einer Gangschaltung muss nicht nur die Orientierung auf der Straße kurzfristig umgelernt werden, sondern vor allem auch das Schalten mit der linken Hand. Mit einem Schaltwagen ist also ein deutlich höheres Maß an Konzentration erforderlich. Ein Automatikfahrzeug garantiert dagegen entspannteres Fahren.

2. Welcher Führerschein ist in Südafrika gültig?

Für eine Mietwagenrundreise durch Südafrika reicht der EU-Führerschein nicht aus. Ein internationaler Führerschein muss beantragt und mitgeführt werden. Zwar akzeptieren die meisten Mietwagenanbieter auch den EU-Führerschein für den Vertragsabschluss, kommt es auf der Rundreise aber doch einmal zu einem Unfall, kann es Probleme geben, wenn kein internationaler Führerschein vorliegt. Das gilt vor allem für die Zuständigkeit der Versicherung.

Obwohl die Autovermieter den EU-Führerschein grundsätzlich akzeptieren, steht in den meisten Mietverträgen trotzdem ein Vermerk, nach dem der Besitz eines gültigen internationalen Führerscheins erforderlich ist. Das bedeutet, dass die mit dem Vertrag abgeschlossene Versicherung im Schadensfall nicht leisten muss. Unter Umständen können Urlauber ohne gültigen internationalen Führerschein also bei einem Unfall auf den Kosten sitzenbleiben.

Um in jedem Fall gut abgesichert zu sein, sollten Urlauber vor Reiseantritt einen internationalen Führerschein beantragen. Dabei handelt es sich um ein zusätzliches Dokument, das gemeinsam mit dem EU-Führerschein gültig ist. Ein internationaler Führerschein ist drei Jahre gültig, anschließend muss er erneuert werden.

Fish River Canyon Park
Ist ein etwas abenteuerlicherer Trip durch die Natur und die Nationalparks geplant, sollten Urlauber besser zu einem robusten Geländewagen greifen

Der internationale Führerschein kann auf der örtlichen Führerscheinstelle oder bequem online beantragt werden. Erforderliche Dokumente sind der gültige EU-Führerschein und ein biometrisches Lichtbild. Die Bearbeitungskosten für den internationalen Führerschein belaufen sich auf ca. 15 Euro. Möchten Führerscheininhaber einen internationalen Führerschein beantragen, die noch keinen gültigen EU-Führerschein besitzen, sondern eines der Vorgängermodelle, wird automatisch eine Umstellung auf den neuen Führerschein vorgenommen. Dafür fallen zusätzliche Bearbeitungsgebühren an und auch ein zweites biometrisches Lichtbild ist erforderlich.

Die Beantragung des internationalen Führerscheins sollte spätestens vier Wochen vor Reiseantritt erfolgen. Es empfiehlt sich, sich auf der örtlichen Führerscheinstelle nach individuellen Bearbeitungszeiten zu erkundigen.

3. Wer darf in Südafrika ein Auto mieten?

Neben einem gültigen internationalen Führerschein ist auch das Alter eine Hürde, die Urlauber beim Mieten eines Fahrzeugs in Südafrika überwinden müssen. Die Altersgrenze für die Anmietung eines Fahrzeugs liegt bei den meisten Anbietern bei 23 Jahren. Ist der Fahrzeugführer jünger, wird er trotz eines gültigen Führerscheins bei den meisten Anbietern eine Absage erhalten.

Wenige Mietwagenanbieter verleihen ihre Fahrzeuge auch an Fahrer, die zwischen 18 und 23 Jahre alt sind. In diesem Fall wird aber häufig eine zusätzliche Gebühr auf den Mietpreis erhoben und auch die Selbstbeteiligung bei der Versicherung kann deutlich höher liegen.

4. Wie sollte der Mietwagen versichert sein?

Hier lautet die ganz klare Empfehlung: Vollkasko mit einer möglichst geringen Selbstbeteiligung. Nicht nur in den Nationalparks, in denen es auch einmal durch unwegsames Gelände gehen kann, auch in den dicht befahrenen Städten Südafrikas ist eine Vollkaskoversicherung klar zu empfehlen. Kleinere und größere Verkehrsunfälle oder Schäden am Fahrzeug kommen häufig vor. Hier sollten sich Urlauber immer gut absichern.

Neben einer geringen Selbstbeteiligung sollten Urlauber darauf achten, dass die Deckungssumme der Versicherung ausreichend hoch ist. Mietwagenanbieter und Reiseveranstalter empfehlen eine Deckungssumme von mindestens 500.000 bis 1.000.000 €.

Bei der Versicherung sollten Urlauber außerdem ganz genau auf das Kleingedruckte achten. Hier werden manchmal umfangreiche Haftungsausschlüsse des Versicherers integriert, wodurch Mieter im Schadensfall doch auf einem Großteil der Kosten sitzenbleiben. Der Versicherungsschutz sollte möglichst umfangreich greifen und auch Diebstahl, Schäden durch Tiere oder Umwelteinflüsse und Schäden durch Vandalismus umfassen.

5. Auf Freikilometer achten

Ein wichtiger Punkt im Vertrag mit der Autovermietung sind die inkludierten Freikilometer. Da auf einer Mietwagenrundreise durch Südafrika eine umfangreiche Strecke zurückgelegt wird, sind grundsätzlich alle Verträge ungünstig, bei denen nur eine begrenzte Anzahl von Kilometern frei ist und jeder zusätzliche zurückgelegte Kilometer extra bezahlt werden muss.

Wer sich für eine Mietwagenrundreise durch Südafrika entscheidet, sollte sich bei erfahrenen Reiseveranstaltern nach dem passen Mietwagenanbieter erkundigen. Renommierte Agenturen arbeiten häufig mit Mietwagenverleihen zusammen, die auf die Bedürfnisse von Rundreisern zugeschnitten sind und nur Verträge anbieten, bei denen sämtliche gefahrenen Kilometer ohne Beschränkung im Mietpreis enthalten sind.

Sandra Bachmayer

Titelfoto / John O’Nolan Unsplash

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