Mission: Impossible – Fallout – die Drehorte Ethan Hunt und sein Team stellen sich wieder einer Mission - ihrer bisher härtesten

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Tom Cruise gibt nicht auf. Ab Donnerstag ist die sechste Auflage von Mission: Impossible im Kino zu bewundern. Ethan Hunt und sein Team stellen sich wieder einer Mission – ihrer bisher härtesten, sagt der Verleih. Ob schwindelerregende Action in höchster Höhe, eine schweißtreibende Hetzjagd über den Dächern einer Weltstadt oder eine ultimative Raserei durch die Straßen der „Stadt der Lichter“ – die Stars kennen in MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT keine Grenzen. Wir stellen die Locations sowie die dort gefilmten Mega-Stunts vor.

Aber erst einmal kurz zum

Inhalt

Manche Entscheidungen lassen dich niemals los: MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT zeigt Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein IMF-Team (Alec Baldwin, Simon Pegg, Ving Rhames) zusammen mit bekannten Verbündeten (Rebecca Ferguson, Michelle Monaghan) in einem Wettlauf gegen die Zeit nach einer missglückten Mission.

Tom Cruise hat sich für seine Paraderolle wiederholt mit Regisseur Christopher McQuarrie („MISSION: IMPOSSIBLE – ROGUE NATION“) zusammengetan, der als erfahrener Actionspezialist auch das rasante Drehbuch verfasste. Ergänzt wird das Team um Produzent Jake Myers („MISSION: IMPOSSIBLE – ROGUE NATION“) sowie Erfolgsproduzent J.J. Abrams („STAR TREK“, „STAR WARS: EPISODE VII – DAS ERWACHEN DER MACHT“), sodass echte Profis für spektakuläre Stunts am Werk sind. Neben Tom Cruise kehren die beliebten Charaktere Benji Dunn, gespielt von Simon Pegg („STAR TREK: BEYOND“), und Luther Stickell alias Ving Rhames auf die Leinwand zurück. Auch wieder mit von der Partie sind Alec Baldwin als ehemaliger CIA-Chef Alan Hunley, Rebecca Ferguson als unerschrockene Powerfrau Ilsa Faust und Michelle Monaghan als Ethan Hunts Ehefrau Julia. Den schlagfertigen Cast ergänzen Henry Cavill, der als „MAN OF STEEL“ bereits seine Faustfertigkeit unter Beweis stellte, und Angela Bassett, die ihm als toughe Direktorin der CIA zur Seite steht.

Exklusive Einblicke in das Actionspektakel gibt der der Trailer vom Mai:

Mission: Weltweit

Wie seine Vorgänger schickt auch MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT das IMF-Team wieder rund um die Welt zu einer Reihe von visuell überwältigenden Schauplätzen. „Zu den Filmen des MISSION-Franchise gehört unbedingt, dass es sich um eine Art Reisebericht handelt“, erklärt Produzent Jake Myers. „Der erste MISSION: IMPOSSIBLE wurde ganz legendär in der Tschechischen Republik und anderen Orten in Europa gedreht. Damit stellten wir amerikanischen Zuschauern die Idee vor, dass sie mit diesen Filmen Reisen unternehmen könnten, die ihnen sonst vielleicht nicht möglich sein würden. Je weiter die Filme voranschritten, desto stärker kristallisierte sich heraus, dass es sich um multikulturelle Abenteuer handelt, die einem Publikum auf der ganzen Welt gefallen.“

Die Bedeutung der Auswahl spektakulärer Drehorte wurde Christopher McQuarrie während des Drehs von MISSION: IMPOSSIBLE – ROGUE NATION bewusst. „Ich war regelrecht besessen von der Idee“, sagt er. „Ich war unnachgiebig mit meiner Crew, immer neue Locations aufzutun, die dem Film die nötige Tiefe und Größe geben würden.“

Die Suche nach spektakulären neuen Kulissen wurde von Szenenbildner Peter Wenham und Supervising Location Manager Ben Piltz angeführt. Als Wenham an Bord des Projekts kam, war es eine seiner ersten Amtshandlungen, auf einer Weltkarte mit Stecknadeln all jene Locations zu markieren, die in den vergangenen MISSION: IMPOSSIBLE-Filmen bereits zum Einsatz gekommen waren. „Wir wollten uns nicht wiederholen“, meint er. „Wir wollten mit unserer Geschichte Neuland betreten.“

Piltz sagt, dass McQuarrie jeder Art von Vorschlag für neue Drehorte aufgeschlossen war: „Sein Ansatz war ganz simpel: ,Finde mir tolle Drehorte, ich schreibe dann die passenden Szenen dafür.‘“

Mission: Impossible in Frankreichs Metropole

Die Dreharbeiten zu MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT begannen im März 2017 in Paris. „Tom und ich verehren Paris, und wir wollten etwas machen, das die Stadt von ihrer allerbesten Seite zeigt“, erklärt der Regisseur. „Wir hatten uns zusammen den Kurzfilm ,Rendezvous‘ angesehen, eine achtminütige Jagd durch die Stadt, die aus der Perspektive der Stoßstange eines dahinrasenden Autos gefilmt ist. Wir wollten uns vor diesem Kurzfilm verbeugen, der an allen berühmten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeizieht, und wir hatten das große Glück, dass uns die Stadt genau das machen ließ.“

Tom Cruise sah den Dreh zusätzlich als Gelegenheit, die wunderbare Tradition von Filmen zu ehren, die in der französischen Hauptstadt entstanden sind. „Ich habe in meinem Leben so viele tolle Filme gesehen, die in Paris gemacht wurden – es ist eine Stadt des Kinos“, findet er. „Es war toll, die Gelegenheit zu erhalten, genau das zu zelebrieren, dort arbeiten zu können und einen Weg zu finden, das Publikum in dieses Umfeld eintauchen zu lassen.“

Von links nach rechts: Director Christopher McQuarrie, B Camera/Steadicam Operator Marcus Pohlus und Tom Cruise (rechts) am Set von MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT / © 2018 Paramount Pictures / Photo Credit: David James

Den Filmemachern war es dennoch ein Anliegen, die Stadt des Lichts auf eine Weise zu präsentieren, wie man sie noch nicht gesehen hatte, berichtet Wenham. Einer der Wege, das zu bewerkstelligen, war es, Paris aus der Luft zu zeigen. „Wir holten das Militär mit an Bord und konnten auf diese Weise auf einen Hubschrauber zugreifen, was uns eine tolle Möglichkeit gab, Luftaufnahmen von Paris zu machen, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat, weil man diese Genehmigungen so gut wie nie erteilt bekommt.“

Die erste große Stuntsequenz spielt sich in Paris ab, wo Ethan Hunt im Mittelpunkt einer Hochgeschwindigkeitsverfolgungsjagd mit einem Motorrad, einem klassischen BMW M5, Baujahr 1986, und einem Panzerwagen steht. Der Dreh bedeutete, dass eine Reihe der beliebtesten Sehenswürdigkeiten mitten in Paris eine kurze Zeit abgesperrt werden mussten. Dazu gehörten der Triumphbogen und die Avenue de l’Opera, die direkt zur Pariser Oper führt.

„Die Stadt Paris war fantastisch“, erinnert sich Tom Cruise. „Eine Sicherheitsaufhängung für mein Motorrad funktionierte nicht richtig, und wir verloren wertvolle Zeit. McQ kam zu mir und fragte mich, was ich tun wollte. Ich startete das Motorrad neu und sagte: ,Mein Freund, wir müssen unbedingt drehen. Du stellst jetzt einfach mal die Kameras auf und ich werde so schnell um die Ecke rasen, wie es das Motorrad zulässt. Wir gaben einfach Vollgas.“

Selbst Wade Eastwood, der als Stuntkoordinator und Stuntman schon mehr als sechs Dutzend Filme auf dem Buckel hat, gibt zu, dass ihm bei dieser Klappe ziemlich mulmig zumute war: 70 Autos waren involviert, die von Stuntleuten gelenkt wurden, die versuchen mussten, dem ohne Helm fahrenden Cruise auf dem Motorrad auszuweichen. „Es muss nur einer zur falschen Zeit an der falschen Stelle sein, dann kann es zu einem tödlichen Unfall kommen“, merkt er an. „Das bereitete uns mächtig Kopfschmerzen, aber es gibt im Film einen triftigen Grund für diese Szene, also bereiteten wir alles so sorgfältig und sicher vor, wie es uns möglich war. Mir fiel eine Tonnenlast vom Herzen, als wir alles im Kasten hatten.“

Dieser Drehort ist natürlich Paris mit dem Arc de Triomphe de l’Étoile. / © 2018 Paramount Pictures / Photo Credit: Chiabella James

Einen Teil der Verfolgungsjagd sitzt Cruise hinter dem Steuer des BMW M5 und steuert den Wagen eine Reihe von Steintreppen hinab. Eastwoods Anweisungen an Cruise besagten, dass er den Wagen einen 180-Grad-Dreh hinlegen lassen sollte. Bei den letzten zehn Prozent sollte er radikal gegensteuern, aufs Gaspedal treten und den ersten Gang einlegen, um den Wagen abheben zu lassen. „Stuntleute und professionelle Autofahrer trainieren ihr ganzes Leben lang, um so etwas hinzukriegen. Und selbst dann bekommt man es nur höchst selten zu hundert Prozent präzise hin, wie uns das vorschwebte“, erklärt der Stuntkoordinator. „Tom führte den Stunt viermal durch, und dreimal war er absolut perfekt.“

Intensives Neuseeland

Atemberaubende, weite Landschaften, unberührte Natur, eine Schönheit wie sonst fast nirgends auf der Welt: Neuseeland ist das Traumziel etlicher Reisender – und seit einigen Jahren auch zahlreicher Filmproduktionen. Die Reichhaltigkeit und die perfekten Bedingungen des ozeanischen Landes hat sich auch das Team von „Mission:Impossible – Fallout“ zunutze gemacht. Im Juni 2017 kamen Schauspieler und Crew in Queenstown auf Neuseelands schöner Südinsel an, um die riskanten Helikoptersequenzen des Films zu drehen.

„Die Südinsel hat viele große, unbebaute Gebiete, die nur per Helikopter erreicht werden können“, erklärt Produzent Myers. „Flugzeuge sind ein gängiges Transportmittel und es gibt extrem erfahrene Piloten, sodass es tatsächliche eine beachtliche Helikopter-Tourismusindustrie gibt.“ Diese Vorteile der Region wurden für eine Reihe sensationeller Stunts genutzt, darunter auch die als „Long-Line“ bekannte Szene, bei der Cruise ein Seil hochklettert, das von einem Hubschrauber mit einer Flughöhe von ungefähr 2.000 Fuß herabfällt.

Es war der Anfang des Winters in der südlichen Hemisphäre, und die Tage waren extrem kurz, also begannen die Arbeit an der Vorbereitung der Helikopter und der Transport der Crew vom Basislager zu den unterschiedlichen Drehorten immer schon vor Sonnenaufgang.

Tom Cruise als Ethan Hunt in MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT / © 2018 Paramount Pictures

Der erste Drehort in Neuseeland war Rees Valley in der Nähe von Glenorchy, etwa eine eineinhalbstündige Autofahrt von Queenstown entfernt. Szenenbildner Wenham hatte ein Set mit einem großen mobilen Lager für medizinische Untersuchungen sowie Teile eines Kashmiri-Dorfes errichtet. Ethan und das IMF-Team verfolgen Lane auf der Jagd nach dem Plutonium in dieses Dorf. Als sie im Lager ankommen, stellt Ethan schockiert fest, dass Julia und ihr neuer Ehemann Erik dort als Ärzte arbeiten und eine Pockenepidemie unter Kontrolle zu bringen versuchen.

Kurs nach Sonnenaufgang führte der ansässige Maori-Stamm unter Leitung von Häuptling David Higgins ein „Powhiri“ auf, ein Ritual, mit dem Ehrengäste willkommen geheißen werden. Ving Rhames erinnert sich, dass der Stamm, die Besetzung und die Crew sich vor einer der Dorfkulissen versammelten und der Stammeshäuptling die Geister seiner Vorfahren anrief. „Ich habe das schon einmal in Afrika miterlebt“, erzählt der Schauspieler. „Dass sie es uns erlaubten, auf ihrem heiligen Land zu drehen, verlieh dem Ganzen noch einmal eine ganz besondere Note.“

Die Zeremonie war auch für Michelle Monaghan einer der denkwürdigen Momente bei der Arbeit an dem Film. „Es war eine gewaltige Ehre“, erzählt sie. „Danach überreichten sie uns heilige Steine als Präsent – meinen halte ich an einem geheimen Ort in allen Ehren.“

Eine weitere spektakuläre Sequenz des Films ist die adrenalingeladene Helikopter-Jagd durch die tückischen Canyons der neuseeländischen Alpen, für die Cruise extra ein intensives Pilotentraining absolviert hat. Ganz alleine hat der Superstar diese halsbrecherische Szene natürlich nicht realisiert – wobei man es beinahe annehmen könnte. Hinter ihm steht ein Stunt- und Filmteam, das perfekt aufeinander abgestimmt ist und dem Actionstar diese fantastische Leistung ermöglicht. Sie als Kinozuschauer dürfen sich auf einzigartige Stuntsequenzen freuen, die sie so schnell nicht wieder loslassen werden.

Leiden in London, freier Fall in Abu Dhabi

Nach den todesmutigen Stunts, die Tom Cruise in Neuseeland umsetzte, erwartete nach der Rückkehr in England im August 2017 niemand, dass es ausgerechnet bei einer vergleichsweise einfachen (nicht für den Normalo, aber für Cruise) Verfolgungsjagd über den Dächern von London zur „Katastrophe“ kommen würde. Gefilmt an verschiedenen Orten in London, darunter der St. Paul’s Cathedral, der Blackfriars Station und der Tate Gallery of Modern Arts, war die Sequenz ursprünglich ein kleines Action Piece, mit dem zwei Szenen miteinander verbunden werden sollten. Aber wie es bei „Mission:Impossible“-Shootings oft vorkommt, gewann sie an Größe und Komplexität. Bei einem waghalsigen Sprung von einem Hausdach auf ein anderes knallte Cruise gegen eine Wand und brach sich dabei den Knöchel! Aber ein Ethan Hunt bzw. Tom Cruise lässt sich davon nicht so leicht außer Gefecht setzen! „Es gab vier Kameras, von denen eine direkt auf ihn gerichtet war, also zog er sich hoch und rannte so weit wie er konnte aus der Kamera, bevor er zusammenbrach“, so Regisseur McQuarrie.

Das nennt man Einsatz und Aufopferung. Extremer geht es nicht? Oh doch: Tom Cruise wurde später der erste Schauspieler in einem großen Kinofilm, der aus einer Höhe von 25.000 Fuß (7.620 Meter) aus einer Boeing C-17 Globemaster III sprang. Ursprünglich sollte der Stunt auf einer Luftwaffenbasis etwa 75 Meilen nordwestlich von London gedreht werden. Aber die Verzögerung, die durch Cruises Unfall verursacht wurde, verhinderte durch den Wintereinbruch ein notwendiges Training. Kurzerhand wurde umdisponiert und die Vorbereitungen und der Dreh des Super-Stunts nach Abu Dhabi in wärmere Gefilde verlegt. Man muss allen, die an dieser Sequenz beteiligt waren, von Herzen danken, denn die Szene hat das Potential, in die Geschichtsbücher des Actionfilms einzugehen.

Einen Einblick in die spektakulären Actionsequenzen und die Orte ihrer Entstehung erhalten Sie in der neuen Featurette:

Titelfoto / Tom Cruise und Henry Cavill am Set von MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT, von Paramount Pictures und Skydance. / © 2018 Paramount Pictures. / Photo Credit: David James


Weitere Reiseanregungen für Drehorte


Anlegestelle am Lake Wakatipu in Glenorchy. Der erste Drehort vom Mission: Impossible – Fallout in Neuseeland war Rees Valley in der Nähe von Glenorchy. / Foto: Ingo Paszkowsky

 

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