Utahs berühmte Drehorte entdecken

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Viele Reisende dürfte beim Entdecken Utahs das vertraute Gefühl begleiten, als wären sie schon einmal im Beehive State unterwegs gewesen. The Beehive State ist der Beiname Utahs, wobei beehive im Englischen für Bienenkorb, Bienenstock oder Bienenstaat steht. Die mormonischen Staatsgründer sehen den Bienenkorb als Symbol für Fleiß.

Utahs bizarre Felsformationen, Canyons und Schluchten sowie gewaltigen Berggipfel faszinieren nicht nur uns „Normalsterbliche“, sondern sind gerade auch für Regisseure und Filmemacher ein Magnet.

Bereits seit Beginn der Western in den 1920er Jahren brachte es der Staat, der seinen Namen dem Indianer-Volk der Ute verdankt, selbst zum Filmstar, indem er häufig als imposante Kulisse diente. Bisher wurden für nahezu alle Genres knapp 1.000 Filme und Serien zwischen Salt Lake City und den fünf Nationalparks im Süden gedreht.

Verbindungsstelle zur Filmindustrie und verantwortlich für die Vermarktung des Staates für Film-, Fernseh- und kommerzielle Produktionen ist die Utah Film Commission (https://film.utah.gov/). Weltweite Reputation in der Branche genießt Utah durch das renommierte Sundance Film Festival (http://www.sundance.org/) in Park City für „Independent Movies“, welches von Schauspieler-Legende Robert Redford gegründet wurde. Das nächste Sundance Festival findet übrigens vom 20. Januar bis 2. Februar 2020 statt. Pendant, wenn es um Dokumentationen geht, ist die DOCUTAH (https://docutah.com/) in St. George.

Sundance Film Festival in Park City / Copyright: Matt Morgan
Sundance Film Festival in Park City / Copyright: Matt Morgan

Utahs berühmte Drehorte

Zwei der erfolgreichsten Western sind Butch Cassidy & The Sundance Kid und Spiel mir das Lied vom Tod. Gedreht wurde u.a. im Monument Valley, wo Regisseur John Ford auch Ringo filmte. Viele weitere bekannte Filmcharaktere wie Forrest Gump oder Marty McFly aus Zurück in die Zukunft III statteten dem Tal rund um Highway 163 einen berühmten Besuch ab.

Auch Salt Lake City und seine umliegenden Kleinstädte dienten als Schauplätze für zahlreiche Blockbuster. In der East High School kämpften Zac Efron und Vanessa Hudgens um die Hauptrollen im High School Musical. Im 12 Kilometer südlich von Provo gelegenen Payson tanzte Kevin Bacon in Footloose die Schöne-Welt-Idylle auf den Kopf.

Szene aus "Lone Ranger" / Copyright: Utah Film Commission
Szene aus „Lone Ranger“ / Copyright: Utah Film Commission

In gleich zwei Kino-Hits brilliert Utahs Salzwüste, die surrealen Bonneville Salt Flats: Film ab für Fluch der Karibik – Am Ende der Welt und Independance Day. Ganz im Süden des Staates, am und im Lake Powell wurden Planet der Affen sowie Gravity gedreht.

Rund um Moab – das Tor zu gleich zwei Nationalparks: Wer kennt sie nicht, die berühmte Schlussszene vom Roadmovie Thelma & Louise. Auf dem Shafer Trail unterhalb des Dead Horse State Point im Canyonland Nationalpark schießen Susan Sarandon und Geena Davis in ihrem 1966er Ford Thunderbird über die Kante.

"Thelma & Louise" / Copyright: Utah Film Commission
„Thelma & Louise“ / Copyright: Utah Film Commission

Auch Fans von Star Trek kommen hier auf ihre Kosten: Für den Film wurden sowohl die Stadt als auch das nahgelegene San Rafael Swell als Kulisse für den Planeten Vulcan genutzt.

Tom Cruise hing für Mission Impossible II ebenfalls in diesem Nationalpark waghalsig an den Felswänden und James Franco kämpfte hier für 127 Hours um sein Leben. Im Arches National Park, der aufgrund seiner über 2.000 natürlichen Sandsteinbögen beliebt ist, können Fans sich wie Harrison Ford in seiner Paraderolle als „Indy“ fühlen. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug wurde zu großen Teilen in der einzigartigen Landschaft gedreht. Prägnant ist die Szene am Double Arch.

Weitere Drehorte: https://film.utah.gov/utahfilmtour/
Film-Routen in Utah: https://www.visitutah.com/things-to-do/film-tourism/
Youtube Trailer „Filmed in Utah“: https://youtu.be/12gQgBkZEUQ

Setjetting in Utah mit Film-Bloggerin Andrea David

Filmtourismus bzw. Setjetting ist spätestens seit „Herr der Ringe“ und Neuseelands Boom ein gefragter Reisetrend. Die Hamburger Bloggerin Andrea David (https://www.filmtourismus.de/) reist bereits seit 15 Jahren auf den Spuren bekannter Filme und Serien und hat dies inzwischen zu ihrem Beruf gemacht. Erfolgreich visualisiert sie auf ihren Social Media-Kanälen sehenswerte Filmdrehorte, Filmparks und Studios und berichtet darüber auf ihrem Reiseblog. Film- und Serienfans gibt sie damit Inspirationen mit in das Gepäck, um selbst zum Filmtouristen zu werden. Vom 10. bis 18. Mai 2019 setzt die Expertin in Utah die Filmbrille wieder auf und bereist einige markante Drehorte, die für die Geschichte „Filmed in Utah“ stehen und sich in die Herzen eines Millionenpublikums gespielt haben.

Titelbild / Tom Hanks als Forrest Gump im Monument Valley / Copyright: Utah Film Commission

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James Franco als Aaron Ralston in "127 Hours" / Copyright: Utah Film Commission
James Franco als Aaron Ralston in „127 Hours“ / Copyright: Utah Film Commission