Qatar Airways stellt neue Sitze für den Dreamliner vor


Auf der ITB im März 2012 in Berlin stellte Qatar Airways (http://www.qatarairways.com) die eigens entwickelten Sitze für die Dreamliner der Fluggesellschaft vor. CEO Akbar Al Baker geht davon aus, dass seine Fluggesellschaft* im Juni die erste Boeing 787 erhält.

Die neue Boeing 787 bietet insgesamt 254 Sitzplätze – 22 in der Business Class sowie 232 in der Economy Class. Ein besonderes Highlight an jedem Platz ist der 17-Zoll große Touchscreen, der über Android-Technologie gesteuert wird und erstmals in den Flugzeugen vom Typ Boeing 787 zum Einsatz kommt. Passagiere können eine virtuelle Welt voller Unterhaltungsmöglichkeiten kennen lernen, die mehr als 1000 verschiedene Filme, TV-Programme, Musik und interaktive Spiele bereithält.

Über den Touchscreen können gleich zwei Funktionen parallel ausgeführt und gesteuert werden, sodass Fluggäste einen Film anschauen und zeitgleich ein Computerspiel über die Fernbedienung spielen können. Dank der WIFI- und GSM-Verbindung bleiben Passagiere auch während des Fluges ständig erreichbar und können sowohl das Internet nutzen als auch SMS und MMS über das Mobiltelefon verschicken. Obwohl Sprachanrufe theoretisch ebenfalls möglich wären, sind diese an Bord aus Rücksicht auf andere Mitreisende nicht gestattet.

 

Qatar Airways-CEO Akbar Al Baker zeigt dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, auf der ITB 2012 die Funktionen des neuen Entertainment-Systems der Economy Class-Sitze für die Boeing 787. (Wir wissen nicht, mit welcher Klasse Politiker und Angestellte des Landes Berlin üblicherweise fliegen. Die Redaktion empfiehlt wegen der extrem hohen Verschuldung des Landes Berlin für diesen Personenkreis generell Economy, die wie in diesem Fall auch recht angenehm sein kann.) Foto: Qatar Airways
Qatar Airways-CEO Akbar Al Baker zeigt dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, auf der ITB 2012 die Funktionen des neuen Entertainment-Systems der Economy Class-Sitze für die Boeing 787. (Wir wissen nicht, mit welcher Klasse Politiker und Angestellte des Landes Berlin üblicherweise fliegen. Die Redaktion empfiehlt wegen der extrem hohen Verschuldung des Landes Berlin für diesen Personenkreis generell Economy, die wie in diesem Fall auch recht angenehm sein kann.) Foto: Qatar Airways

 

Mit einer 1–2–1 Konfiguration in der Business Class gibt es bei Qatar Airways zwei Sitzplätze weniger als in den Langstreckenflugzeugen anderer Mitstreiter. Die Anordnung ähnelt eher einer First Class-Kabine: Alle Passagiere in der Business Class haben direkten Zugang zum Gang. Die Sitzplätze, hergestellt von B/E Aerospace, bieten fast doppelt so viel Freiraum wie in der normalen Business Class. Passagiere können sich zurücklehnen und die zahlreichen Funktionen der Business Class-Sitze nutzen, die sich per Knopfdruck in verschiedene Positionen verstellen lassen. Komplett ausgefahren bieten die Sitze eine über zwei Meter lange und fast 77 Zentimeter breite Schlafgelegenheit.

Die Armlehnen können je nach Sitz- oder Liegeposition in der Höhe verstellt werden. Wenn Speisen gereicht werden, können Fluggäste ihre Arbeitsmaterialien ganz einfach auf dem seitlichen Tisch abstellen. Ausreichend Stauraum für alle persönlichen Gegenstände ist ebenfalls vorhanden.

 

In der Economy Class sind die Sitze von der Firma Recaro in einer 3–3–3 Konfiguration angeordnet. Ansprechendes Design und hochwertig verarbeitete Materialien sorgen für viel Komfort und Privatsphäre. Mit einem Sitz weniger pro Reihe als bei anderen Mitstreitern in vergleichbaren Flugzeugtypen verspricht das neue Economy Class-Produkt ein neues Reiseerlebnis. Die Rückenlehne kann bis zu 7 Zoll nach hinten verstellt werden. Die Sitzpolsterung passt sich dem Körper perfekt an und ermöglicht Reisenden in jeder Position mehr Komfort. Die schlank designten Sitze mit mehr als 81 Zentimeter Beinfreiheit und 43 Zentimeter Breite bieten deutlich mehr persönlichen Raum als jemals zuvor. Eine individuell verstellbare Kopfstütze unterstützt eine gesunde und bequeme Haltung.

Alle Sitzplätze in der Economy Class sind ausgestattet mit 10,6-Zoll großen Bildschirmen, über die Reisende Zugang zum Entertainment-System haben. Dank der Wi-Fi- und GSM-Verbindungen können alle Passagiere auch während des Fluges erreichbar bleiben. Stromversorgung, USB-, iPort- und MP3-Anschlüsse sowie Lademöglichkeiten für den Laptop sind an allen Plätzen vorhanden.

 

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, testet auf der ITB 2012 das Entertainment-System der neuen Boeing 787-Sitze. Foto: Qatar Airways
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, testet auf der ITB 2012 das Entertainment-System der neuen Boeing 787-Sitze. Foto: Qatar Airways

 

Qatar Airways ist mit 60 bestellten Flugzeugen, inklusive Optionen, der erste Kunde der Boeing 787 im Nahen Osten. Die Fluggesellschaft mit Sitz in Doha* wird noch in diesem Jahr fünf Boeing-787-Dreamliner erhalten. Zunächst wird Qatar Airways die Boeing 787 auf den Strecken innerhalb der Golfregion einsetzen, bevor sie im Juli auf der Farnborough Air Show ausgestellt wird. Danach soll der Dreamliner die Langstreckenroute von Doha nach London Heathrow bedienen.

Das Design des neuen Boeing-787-Dreamliners ermöglicht es Reisenden, erholter am Zielort anzukommen: Der Kabinenendruck ist deutlich geringer und das Luftreinigungssystem trägt zu einer saubereren und gesünderen Kabinenluft bei. Das dynamische Stimmungslicht im Flugzeug mit automatisch wechselnder Beleuchtung hilft Passagieren während des Fluges ihre innere Uhr auf die wechselnden Zeitzonen einzustellen. Die Boeing 787 ist zudem leiser als andere Flugzeuge und ermöglicht es den Fluggästen in Ruhe zu arbeiten, zu schlafen und zu entspannen.
Außerdem ist der innovative Flugzeugtyp mit deutlich größeren Fenstern und der ersten elektronischen Touch-Pad-Steuerung ausgestattet, mit der sich das einfallende Licht regulieren lässt. Fluggäste der Business Class können die großen Fensterblenden durch ihre persönliche Touchscreen-Steuerung bedienen.

 

Ebenfalls auf der ITB Berlin hat Al Baker fünf neue Routen angekündigt. Von Doha aus werden Erbil im Irak (ab Mai), Bagdad (Juni), Kilimanjaro in Tansania (Juli), Belgrad (September) und Yangon in Myanmar (Oktober) angesteuert. Auch das Frachtgeschäft wird mit neuen Diensten nach Muscat (Oman), Seoul, Johannesburg und Karachi erweitert. Man werde den Elbe-Flugzeugwerken der EADS in Dresden die A330-Passagiermaschinen zum Umbau in Frachtflugzeuge liefern und sei selbst an der Abnahmen von mindestens 20 Einheiten interessiert, berichtete der CEO. ST Aerospace als Projektentwickler prüfe derzeit die beste Möglichkeit für den Einbau eines Systems, dass die Frachtpaletten an Bord automatisch bewegt. Parallel dazu habe man auch die Umrüstung gebrauchter Boeing 777-200ER im Auge.

Qatar Airways sei weiter an der vergrößerten Version des A350XWB, dem A350 -1000, interessiert und gehe davon aus, dass der Hersteller gemäß den Wünschen der Airline zu einem echten Ersatz für die Boeing 777 weiterentwickelt. Alternativ habe man auch ein vertrauliches Angebot von Boeing für eine 777X erhalten. Auch das Datum für die geplante Eröffnung des New Doha International Airport verriet Al Baker: Er soll am 12.12.2012 in Betrieb gehen. (IP)

(Mit Material von der Messe Berlin)

Titelfoto / Die neue Business Class für die neue Boeing 787 wird in diesem Sommer erstmals auf der Langstrecke zwischen Doha und London Heathrow eingesetzt. / Foto: Qatar Airways

 

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