Länder entdecken, Regionen genießen: Mit dem Wohnmobil auf großer Tour


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Für die einen ist es der Inbegriff von Freiheit, für andere ein Lebenstraum: Reisen mit dem Wohnmobil. In den vergangenen Jahren hat die Reisemobilbranche in Deutschland einen unbeschreiblichen Boom erlebt. Allein in Deutschland wurden 2017 erstmals mehr als 60.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Doch was muss man beachten, wenn man mit seinem mobilen Zuhause unterwegs ist? Welche Aspekte müssen vor allem Wohnmobil-Einsteiger berücksichtigen? Und was mache ich, wenn ich zwar gerne eine Camper-Tour machen möchte, aber kein Wohnmobil besitze?

Grenzenlose Freiheit oder unnötiger Ballast?

Fragt man Camper nach den Vorteilen ihrer Reisephilosophie, beginnen diese meist zu schwärmen: von Freiheit und von Unabhängigkeit, aber auch davon, auf Reisen alles dabei zu haben, was man Zuhause auch so schätzt. Man sei flexibel, naturnah und könne bleiben, wo es einem gefalle. Und es stimmt. Wer mit dem Wohnmobil reist, erlebt seine Urlaubsregion auf besondere Weise. Intensiv, näher an den Einheimischen, näher an der Natur. Stellplätze gibt es für jeden Geschmack – ob idyllisch-romantisch eingebettet in eine traumhafte Landschaft oder zentral-komfortabel in Stadtnähe.

Kann so viel Unabhängigkeit überhaupt Nachteile haben?

Ja, sie kann. Wie jede Medaille hat auch das Reisen mit dem Wohnmobil seine weniger angenehmen Seiten. So kann die Anreise je nach Urlaubsziel recht anstrengend sein. Denn Reisemobile ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen dürfen auf Autobahnen nicht mehr als 100 km/h fahren. Auch sind die großen Wohnmobile nicht für alle Straßen geeignet. In den kleinen Gassen südlicher Länder oder auf Pistenstrecken wird man mit einem Camper nicht sehr glücklich. Die große Freiheit endet allerdings spätestens beim Stellplatz. Man darf sich nicht einfach hinstellen, wo es einem gefällt. Planung der Destinationen ist also – gerade in der Ferienzeit – ebenfalls wichtig.

Mit dem Mietmobil auf großer Tour

Um ein Land per Wohnmobil zu entdecken, muss man nicht unbedingt eines besitzen. Gerade als Einsteiger lohnt es sich, erst einmal ein mobiles Heim zu mieten. Auch, um zu prüfen, ob diese Art des Reisen wirklich das Richtige für einen ist. Ein Anbieter, der Camper in mehr als 40 Ländern vermietet, ist Campanda. Dort gibt man einfach seinen Abfahrtsort und seine Reisedaten ein und erhält umgehend entsprechende Angebote – auch von privaten Anbietern.

Worauf sollte man beim Reisen mit dem Wohnmobil besonders achten?

Wer das erste Mal mit einem Wohnmobil unterwegs ist, wird möglicherweise von der Größe des Fahrzeugs abgeschreckt. Allerdings gewöhnt man sich schnell an die Maße – sind die Camper doch meist sehr viel weniger als man denkt. Allerdings sollte man vor der Wahl des Wohnmobils einen Blick in den eigenen Führerschein werfen. Mit einem alten Führerschein der Klasse 3 dürfen Reisemobile bis 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden. Wer eine Fahrerlaubnis der Klasse B besitzt, darf sich ans Steuer von Wohnmobilen bis 3,5 Tonnen setzen. Das Mindestalter des Mieters muss 21 Jahre sein, bei manchen Fahrzeugtypen liegt das Mindestalter des Fahrers bei 25 Jahren.



Wer im Heim auf Rädern unterwegs sein will, kann in die Versuchung kommen, zu viel einzupacken. Das bringt Gewicht – und kostet Sprit. Besser also sparsam sein beim Gepäck. Und immer daran denken, schwere Gegenstände idealerweise im Bereich der Achse zu packen. Ein tief liegender Schwerpunkt stabilisiert das Fahrzeug bei Kurvenfahrten. Um sich mit den Abmessungen eines Wohnmobils vertraut zu machen, einfach zu Beginn einige Rangier- und Parkmanöver absolvieren.

Titelfoto / Der Urlaub mit Wohnmobilen liegt im Trend. / Foto: pixabay / Glavo


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