Südaustralien: Outback Kangaluna Camp auf unberührter Eyre-Halbinsel

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Es gibt eine Menge außergewöhnlicher Unterkünfte in Australien: vom unterirdischen Hotel über ein Leuchtturmwärter-Haus, bis hin zu ehemaligen Gefängniszellen. Aber es geht auch noch exotischer: die perfekte Mischung aus afrikanischem Safaricamp und australischer Naturkulisse habe ich auf der Eyre-Halbinsel im „Kangaluna Camp“ (http://www.gawlerrangessafaris.com/) gefunden.

Hier gehts lang zum Camp. Foto: Kangulana Camp
Hier gehts lang zum Camp. Foto: Kangulana Camp

Südaustralien ist für viele Australienreisende immer noch ein unbekannter Fleck auf der Landkarte des Roten Kontinents – und die Eyre-Halbinsel ist sogar noch unberührter. Wer nach Adelaide, die Hauptstadt dieses unterschätzten Bundesstaats, kommt, hat in der Regel kaum Gelegenheit genug, die Regionen rund um die Stadt zu erleben. Wer denkt da schon daran, mit einem kleinen Flieger nochmal eine halbe Stunde zu fliegen, um im Nirgendwo zu landen und da ein paar Tage zu verbringen.

Foto: John Frederick White
Foto: John Frederick White

Wie schade! Denn gerade auf der Eyre-Halbinsel warten auf den Besucher unvergessliche Erlebnisse in absolut unberührter Landschaft – mit so ziemlich allen Highlights und Superlativen, die man sich von Australien wünscht: schier endlose Strände und Buchten, Outbacklandschaften mit roter Erde, Salzseen, Tierwelt im Überfluss und ein abgelegenes Outback-Camp, wo einem die Kängurus beim Duschen und die Emus beim Frühstück zuschauen. Und hier warten tatsächlich auch die „Big Five“ der australischen Natur: Kängurus, Emus, Koalas, Seelöwen, Delfine, Wombats – oh, sind ja sogar schon mehr…

Und so sehen die Zelte innen aus. Foto: Kangulana Camp
Und so sehen die Zelte innen aus. Foto: Kangulana Camp

Wer sich von typischen australischen „Bushies“ – Bewohner des werden gern so genannt…- auf Augenhöhe mit Koalas und Flirtkurs mit Seelöwenbabys bringen lassen will, der sollte unbedingt eine Tour mit „Gawler Ranges Wilderness Safaris“ unternehmen. Von deren abgelegenen Safaricamp, mitten im australischen Busch gelegen, unternimmt man abenteuerliche Geländewagentouren. Mal geht es zum gigantischen Salzsee Lake Gairdner, der so weiß strahlt, dass die NASA ihn sogar aus dem Weltraum als Fixpunkt nutzt. Dann geht es zu einer kleinen Farm an der Küste, wo jede Menge Koalas wild leben und sich das Terrain mit Emus und Kängurus teilen. Ein besonderes Highlight ist der Ausflug nach Baird Bay, wo man mit Seelöwen und Delfinen schwimmen und schnorcheln kann – ein toller Spaß für jedes Alter und auch nicht ganz so „See-Taugliche“, wie ich es bin, da die Bucht sehr flach und geschützt ist.

Neugierige Besucher. Foto: Kangulana Camp
Neugierige Besucher. Foto: Kangulana Camp

Wenn man am späten Nachmittag zurück ins Camp mit seinen komfortablen Zelten kommt, warten schon der Sundowner und ein leckeres Abendessen. Danach sitzt man gemütlich am Lagerfeuer, schwatzt über die Eindrücke und Abenteuer des Tages und bewundert den australischen Sternenhimmel – den man hier, fernab der Zivilisation und ohne künstlichen Lichteinfall völlig „pur“ erleben kann.

Übrigens: Wer es noch etwas außergewöhnlicher mag, kann sogar in einem historischen Planwagen („Swagon“) übernachten. Da kann man sogar die Canvas-Hülle zurückziehen lassen und dann unter freiem Himmel, aber natürlich ganz sicher, schlafen.

Angelika Wegner

 

Ein besonderes Highlight ist der Ausflug nach Baird Bay, wo man mit Seelöwen und Delfinen schwimmen und schnorcheln kann. Foto: SATC
Ein besonderes Highlight ist der Ausflug nach Baird Bay, wo man mit Seelöwen und Delfinen schwimmen und schnorcheln kann. Foto: SATC

Weitere Informationen:

Die Eyre-Halbinsel oder Eyre Peninsula ist eine Halbinsel in South Australia. Sie liegt zwischen dem Spencer-Golf im Osten und der Großen Australischen Bucht im Westen und wird im Norden von den Gawler Ranges (http://www.environment.gov.au/topics/land/nrs/case-studies/sa/gawler-ranges) begrenzt.

Auf der Eyre-Halbinsel befinden sich einige Nationalparks, darunter der Lincoln-Nationalpark, der Coffin-Bay-Nationalpark und der Gawler-Ranges-Nationalpark sowie eine Reihe von Reservaten wie der Pinkawillinie-Conservation-Park.

 

Nützliche Links:

Beschreibung der Gawler Ranges auf der Seite (http://www.environment.gov.au/topics/land/nrs/case-studies/sa/gawler-ranges) des australischen Department oft the Environment (in englischer Sprache)

Karte des Gawler Ranges-Nationalpark (http://maps.bonzle.com/c/a?a=p&p=58619&cmd=sp) (in englischer Sprache)

Titelfoto: SATC/Adam Bruzzone