Außergewöhnlich reisen: 5 Ideen für den nächsten Trip

Wer bereits viel gereist ist und zahlreiche Teile der Welt gesehen hat, wünscht sich irgendwann auch im Hinblick auf die Reisegestaltung neue Eindrücke und Anreize. Klassische Pauschalurlaube liegen hier sicherlich nicht im Trend, denn gerade Weltenbummler möchten sich Überraschung und Individualität nicht nehmen lassen. Wir zeigen fünf Reisemöglichkeiten, bei denen vorher noch nicht alles durchgeplant ist.

1. Blind Booking

Was ein Blind Date ist, wissen die meisten Menschen. Viele fanden sich sogar selbst schon einmal in der Situation, einem fremden Menschen gegenüberzusitzen und entweder positiv oder auch negativ überrascht zu werden. Das Problem beim Blind Dating nämlich ist, dass vorab kaum Präferenzen oder Wünsche angegeben werden können. So passiert es schnell, dass ein Veganer einer Fleischerin gegenübersitzt und ein gemeinsamer Nenner astronomisch weit entfernt scheint.

Beim Blind Booking ist das aber anders. Niemand möchte schließlich an einen Ort reisen, der sich als Fehlentscheidung erweist. Das Prinzip ist einfach und lässt sich am besten am Prinzip einer Blind Booking Reise mit Unplanned erklären: Wer verreisen möchte, wendet sich an das Unternehmen und füllt zunächst einen Online-Fragebogen zu Vorlieben & Co. aus. Hierauf folgt ein persönliches Telefonat, um weitere Details abzuklären und erst dann buchen die Mitarbeiter eine individuelle Reise.

Der Clou: Die Urlauber selbst wissen erst am Tag der Abreise, wohin es geht und erhalten vorab einen versiegelten Umschlag sowie Tipps rund um ihre Packliste. Ganz genau wie bei einem Blind Date also, nur dass vorab einige No-Gos und Wünsche abgeklärt werden können. Gerade all jene, die schon viel verreist sind und die Nase voll von der üblichen, durchgeplanten Pauschal-Tourismus-Schiene haben, könnten mit Blind Booking also wirklich glücklich werden.

2. Backpacking

Backpacking ist sicher kein neuer Reisetrend, für viele aber dennoch unerforschtes Terrain. Wer sich dieser Herausforderung stellen möchte, sucht sich am besten ein geeignetes Reiseziel, das sich gut für Backpacker eignet. Gerade Anfängern kann die Wahl eines rucksackfreundlichen Landes die ersten Erfahrungen erleichtern. Von Australien über Kanada bis hin zu Italien oder auch Portugal ist die Auswahl aber sicherlich nicht klein.

Das Prinzip des Backpacking ist leicht erklärt: Reisende machen sich lediglich mit einem Rucksack ausgestattet auf den Weg. In diesem Rucksack – der unbedingt über ein umfangreiches Volumen verfügen sollte – finden sich alle Dinge, die auf einer Reise der geplanten Länge benötigt werden könnten. Es müssen folglich Kleidung für verschiedene Wetterlagen, die Reiseapotheke, Smartphones und Hygieneartikel plus zahlreiche weitere Dinge verstaut (und getragen) werden.

Backpacking: Raus aus der Komfortzone. (Quelle: Tristan Pineda on Unsplash)
Backpacking: Raus aus der Komfortzone. (Quelle: Tristan Pineda on Unsplash)

Wo Backpacker übernachten, kann entweder schon vor der Reise geplant oder unterwegs spontan entschieden werden. Für Einsteiger empfiehlt sich die vorherige Planung, Profis können sich durchaus treiben lassen und ganz flexibel nach kleinen Hostels oder Pensionen suchen. Das Spannende an dieser Reisevariante ist, dass die fixe Homebase praktisch entfällt und jeder Tag aufs neue ganz unterschiedliche Fortbewegungsmittel und Eindrücke mit sich bringt.

3. Couchsurfing

Couchsurfing ist nichts für Menschen mit Berührungsängsten. Hier nämlich übernachten Urlauber weder in einer Pension, noch in Hostels oder Hotels, sondern bei Einheimischen in der jeweiligen Reiseregion. Was zunächst nach dem Konzept eines Ferienzimmers klingt, wird beim Couchsurfing noch authentischer und weniger distanziert verstanden. Wer sich auf der Couch oder auch im Gästezimmer seines Gastes niederlässt, nimmt folglich auch an dessen Alltag teil.

Wichtig ist hier selbstverständlich, dass die Chemie zwischen Gastgeber und Urlauber stimmt. Im besten Fall sollte diese Frage im Vorhinein geklärt werden, um unangenehme Überraschungen vor Ort zu vermeiden. Fest steht aber in jedem Fall: Couchsurfing ist nichts für jeden Reisenden. Wer gerne neue Freunde gewinnen möchte und ohne Hemmungen auf andere Menschen zugehen kann, sollte sich diese Option aber sicherlich einmal näher ansehen.

Couchsurfing: Soziale Kontakte sind schnell geknüpft. (Quelle: Kelsey Chance on Unsplash)
Couchsurfing: Soziale Kontakte sind schnell geknüpft. (Quelle: Kelsey Chance on Unsplash)

4. Caravaning

Das Wohnmobil und der Camper Van erleben derzeit eine echte Renaissance. Beide bringen immer mehr junge Reisende quer durch die Welt und erweisen sich dabei als überraschend komfortable Homebase. Das Schöne ist, dass die Gefährte Urlaubern eine gewisse Privatsphäre bewahren und viel Flexibilität ermöglichen. So kann ein Urlaub im Wohnmobil praktisch vor der eigenen Haustür beginnen, aber auch in einer etwas weiter entfernten Reiseregion wie Neuseeland geplant werden.

Bei Fernreisezielen ist der Gedanke an einen Urlaub im Caravan oder Campervan also sicher nicht vom Tisch. Zu den Siegern in punkto Destination gehörte laut tourismusanalyse.de 2018 übrigens Nordamerika. Diese Region lässt sich mit einem Wohnmobil herrlich erkunden, gerade in Kanada gibt es viel zu entdecken. Ob die Reise dabei völlig ungeplant startet, oder doch lieber vorab strukturiert wird, obliegt ganz den Urlaubern selbst.

5. Roadtrip ins Blaue

Die letzte Reiseoption ist etwas für ganz spontane und flexible Gemüter. Wie wäre es, einfach das Auto zu bepacken und loszufahren? Steht der Jahresurlaub an und ist noch nichts geplant, könnte ein solcher Roadtrip zu den spannendsten Erfahrungen der vergangenen und kommenden Monate gehören. Wohin es geht, darf natürlich vorab ein wenig definiert werden. Interessante Ziele von Deutschland aus sind

– südlich Italien, die Schweiz oder Österreich,

– nördlich Dänemark oder Schweden,

– westlich Frankreich, Spanien oder Portugal

– und östlich Kroatien, Polen oder auch Griechenland.

Die Länge des Urlaubs bestimmt natürlich darüber, wie weit entfernt das letztendliche Zielland liegen sollte. Und gibt es gar kein Ziel, kann tägliches Auswürfeln der Richtung mit Übernachtungen in Gasthöfen, Hotels und Hostels zu einer besonderen Reiserfahrung beitragen.

Titelfoto / Von Roadtrip bis Blind Booking: Reisen kann so spannend sein! / Foto: averie woodard on Unsplash

Auch interessant: