Kroatien ist von Deutschland aus schnell erreicht. Je nach Abflugort und Ziel dauert ein Nonstop-Flug an die Adriaküste meist kaum mehr als zwei Stunden. Vor allem während des Sommerflugplans ist das Angebot groß: Pula, Rijeka, Zadar, Split und Dubrovnik sind von verschiedenen deutschen Flughäfen direkt erreichbar.
Fast immer kommen dabei Flugzeuge zum Einsatz, die auch auf anderen europäischen Kurz- und Mittelstrecken unterwegs sind. Das Spektrum reicht vom Airbus A220 über die weit verbreitete A320-Familie bis zur Boeing 737. Für Reisende sind die Unterschiede durchaus interessant. Denn Bestuhlung, Beinfreiheit, Gepäckregeln und Bordservice unterscheiden sich je nach Fluggesellschaft erheblich.
Wer nach der Landung direkt zu einer Marina oder Charterbasis weiterreisen möchte, sollte außerdem nicht nur nach dem billigsten Flug suchen. Die Wahl des richtigen Zielflughafens kann einige Stunden Transferzeit ersparen.
Fünf Flughäfen erschließen Kroatiens Adriaküste
Pula ist der wichtigste Flughafen für Istrien. Von hier sind unter anderem Pula, Rovinj, Poreč sowie zahlreiche Ferienorte und Marinas der Halbinsel gut erreichbar.
Weiter südöstlich liegt der Flughafen Rijeka. Etwas irreführend ist dabei der Name: Der Airport befindet sich nicht in Rijeka selbst, sondern auf der Insel Krk. Für Reisen in die Kvarner-Bucht sowie nach Krk, Cres oder Rab kann er dennoch die günstigste Wahl sein.
Zadar erschließt Norddalmatien und die Inselwelt vor der Küste. Der Flughafen ist deshalb nicht nur für Badeurlauber, sondern auch für Segler interessant.
Noch größer ist die Bedeutung von Split. Der Flughafen liegt bei Trogir und damit günstig zu zahlreichen Charterbasen und Marinas in Mitteldalmatien. Auch Fährverbindungen zu Brač, Hvar, Šolta und Vis sind von der Region gut erreichbar.
Dubrovnik ist schließlich der Flughafen für den äußersten Süden des Landes. Wer seine Reise in der Umgebung von Dubrovnik oder im südlichen Dalmatien beginnt, vermeidet mit einem Direktflug dorthin lange Straßentransfers von Split.
Welche Airlines fliegen von Deutschland an die kroatische Küste?
| Airline | Typische Flugzeugtypen | Bestuhlung Economy | Direkt erreichbare Küstenflughäfen ab Deutschland 2026* | Bordservice |
|---|---|---|---|---|
| Croatia Airlines | vor allem Airbus A220; während der Flottenerneuerung auch weitere Airbus-Typen möglich | A220: 2–3 | Pula, Rijeka, Zadar, Split, Dubrovnik | Essen und Getränke auf den beworbenen Deutschland-Verbindungen inklusive |
| Lufthansa | Airbus A319, A320/A320neo, A321/A321neo | meist 3–3 | Pula, Rijeka, Zadar, Split, Dubrovnik | auf Europa-Strecken je nach Flug und Tarif kostenloses Basisangebot sowie kostenpflichtige Onboard-Angebote |
| Eurowings | Airbus A319, A320/A320neo, A321/A321neo | 3–3 | Pula, Rijeka, Zadar, Split, Dubrovnik | Speisen und Getränke in BASIC und SMART überwiegend gegen Bezahlung |
| easyJet | Airbus A319, A320/A320neo, A321neo | 3–3 | Pula, Split | Speisen und Getränke gegen Bezahlung |
| Ryanair | vor allem Boeing 737-800 und 737-8200 | 3-3 | Pula, Rijeka, Zadar, Dubrovnik | Speisen und Getränke gegen Bezahlung |
Das Angebot ändert sich je nach Saison und deutschem Abflughafen. Im Sommer 2026 gehören Croatia Airlines, Lufthansa, Eurowings, easyJet und Ryanair zu den wichtigsten Anbietern.
Die Verbindungen sind teilweise saisonal und werden nicht von jedem deutschen Flughafen angeboten. Bei Lufthansa können einzelne unter einer Lufthansa-Flugnummer angebotene Verbindungen von Partnergesellschaften durchgeführt werden. Flugpläne und eingesetzte Flugzeugtypen können sich kurzfristig ändern.
Croatia Airlines bietet beispielsweise 2026 von Frankfurt ganzjährig Direktflüge nach Split sowie Verbindungen nach Dubrovnik, Pula und Zadar an. Rijeka wird unter anderem von München direkt bedient. Eurowings hat ein besonders dichtes Ferienflugnetz: Die Airline bietet aus Deutschland direkte Verbindungen zu allen fünf genannten Küstenflughäfen an. Ryanair fliegt unter anderem von deutschen Flughäfen nach Dubrovnik, Pula, Rijeka und Zadar. easyJet konzentriert sein Deutschland-Angebot nach Kroatien derzeit auf Verbindungen von Berlin nach Pula und Split.

Airbus A220: Bei Croatia Airlines sitzt niemand zwischen zwei Mittelsitzen
Eine Besonderheit gibt es bei Croatia Airlines. Die kroatische Fluggesellschaft erneuert derzeit ihre gesamte Flotte und setzt zunehmend auf den Airbus A220.
Interessant ist dieser Flugzeugtyp vor allem wegen seiner Kabine. Während Airbus A320 und Boeing 737 in der Economy Class normalerweise sechs Sitze pro Reihe haben – jeweils drei auf beiden Seiten des Mittelgangs –, besitzt der A220 eine 2–3-Anordnung.
Wer zu zweit reist, kann deshalb auf einer Seite des Flugzeugs einen Fenster- und einen Gangplatz buchen, ohne dass ein dritter Passagier dazwischen sitzt. Insgesamt gibt es pro Sitzreihe zudem nur einen Mittelsitz.
Croatia Airlines setzt zunächst vor allem den A220-300 mit 149 Sitzplätzen ein. Zur Flottenplanung gehört außerdem der kleinere A220-100 mit 127 Plätzen. Bis 2027 beziehungsweise 2028 soll die bisherige gemischte Flotte schrittweise durch insgesamt 15 A220 ersetzt werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass auf jeder Deutschland-Verbindung bereits garantiert ein A220 eingesetzt wird. Gerade während einer Flottenumstellung können sich die vorgesehenen Flugzeugtypen ändern.
Airbus A320: Der Standard auf europäischen Ferienrouten
Bei Lufthansa, Eurowings und easyJet dominieren verschiedene Versionen der Airbus-A320-Familie. Sie reicht vom kleineren A319 über den A320 bis zum längeren A321. Dazu kommen die moderneren neo-Versionen.
Dass es sich um Kurzstreckenflüge handelt, bedeutet dabei keineswegs, dass nur kleine Flugzeuge unterwegs sind. Ein Airbus A321neo von easyJet verfügt beispielsweise über 235 Sitzplätze. Eurowings bestuhlt seinen A321neo mit 232 Sitzen.
Für den Passagier unterscheiden sich A319, A320 und A321 weniger stark, als die unterschiedliche Länge der Flugzeuge vermuten lässt. In der Economy Class stehen üblicherweise jeweils drei Sitze links und rechts des Ganges.
Wichtiger ist deshalb die konkrete Sitzplatzkategorie der Airline.
Mehr Beinfreiheit lässt sich meistens dazubuchen
Wer größer ist oder einfach etwas mehr Platz möchte, sollte nicht allein auf den Flugzeugtyp schauen. Fast alle Fluggesellschaften verkaufen inzwischen unterschiedliche Sitzplatzkategorien.
Bei Lufthansa befindet sich der bevorzugte Sitzbereich im vorderen Teil der Economy Class. Der Vorteil besteht vor allem darin, das Flugzeug nach der Landung schneller verlassen zu können. Mehr Beinfreiheit gibt es dort nicht automatisch. Dafür bietet Lufthansa separate Sitze mit zusätzlichem Abstand sowie Extra-Legroom-Plätze an, von denen sich einige an den Notausgängen befinden.
Auch Eurowings verkauft Sitze mit zusätzlicher Beinfreiheit. easyJet unterscheidet unter anderem zwischen Standardsitzen, Plätzen im vorderen Kabinenbereich und „Extra Legroom“-Sitzen. Ryanair bietet ebenfalls Standardsitze sowie Plätze vorne und mit größerem Sitzabstand an.
Bei einer Flugzeit von rund zwei Stunden muss ein solcher Aufpreis nicht für jeden sinnvoll sein. Für große Reisende kann ein gut gewählter Sitzplatz den Komfort aber stärker verbessern als der Wechsel von einem A320 zu einer Boeing 737.
Ryanair setzt auf die Boeing 737
Während bei den anderen großen Anbietern auf Kroatien-Strecken Airbus-Flugzeuge dominieren, besteht die Ryanair-Flotte hauptsächlich aus Boeing 737.
Die klassischen Boeing 737-800 bieten 189 Sitzplätze. Die neuere Boeing 737-8200, die Ryanair als „Gamechanger“ bezeichnet, verfügt über 197 Plätze. Innerhalb der gesamten Ryanair Group gibt es zusätzlich Airbus A320, auf den klassischen Ryanair-Verbindungen sind jedoch überwiegend Boeing 737 anzutreffen.
Für Passagiere ist der Unterschied zum Airbus A320 nicht besonders groß: Auch hier stehen in der Economy Class üblicherweise drei Sitze auf jeder Seite des Mittelgangs.
Beim Bordservice unterscheiden sich die Airlines stärker
Deutlicher als beim eigentlichen Flugzeug sind die Unterschiede beim Service.
Croatia Airlines nennt bei ihren Deutschland-Angeboten Essen und Getränke ausdrücklich als im Flugpreis enthalten. Damit unterscheidet sich die Airline von vielen Wettbewerbern auf vergleichbaren Ferienrouten.
Bei Eurowings werden Speisen und Getränke in den Tarifen BASIC und SMART grundsätzlich verkauft. easyJet und Ryanair verfolgen ebenfalls ein Buy-on-board-Konzept.
Lufthansa bietet auf Europaflügen je nach Strecke und Flugdauer ein Basisangebot und zusätzlich kostenpflichtige Speisen und Getränke aus dem Onboard-Delights-Sortiment.
Bei einer kurzen Reise nach Kroatien dürfte der Bordservice für viele Passagiere zwar kein entscheidendes Buchungskriterium sein. Wer jedoch Preise verschiedener Airlines vergleicht, sollte die Zusatzleistungen im Blick behalten. Das gilt noch stärker für Gepäck und Sitzplatzreservierung.
Der günstigste Tarif ist nicht immer der günstigste Flug
Gerade bei Ferienflügen wirken die Einstiegspreise von Low-Cost-Airlines häufig sehr attraktiv. Erst im Verlauf der Buchung zeigt sich, was die gesamte Reise kostet.
Je nach Tarif können größere Handgepäckstücke, Aufgabegepäck, die freie Sitzplatzwahl oder Priority Boarding zusätzliche Kosten verursachen. Bei Lufthansa oder Croatia Airlines können bestimmte Leistungen dagegen bereits Bestandteil eines höherwertigen Tarifs sein.
Wer mit einem normalen Urlaubskoffer oder zusätzlicher Segel- und Tauchausrüstung reist, sollte deshalb nicht nur den ersten angezeigten Ticketpreis vergleichen. Aussagekräftiger ist der Endpreis mit allen tatsächlich benötigten Leistungen.

Nonstop-Flüge ersparen Zeit und einen zusätzlichen Gepäcktransfer
Während der Sommersaison gibt es aus Deutschland eine große Auswahl direkter Kroatien-Flüge. Ein Nonstop-Flug ist besonders angenehm, wenn nach der Landung noch ein Transfer zu einem Hafen oder einer Marina folgt.
Bei einer auf einem Ticket gebuchten Umsteigeverbindung wird Aufgabegepäck normalerweise bis zum Endziel durchgecheckt. Reisende müssen es also nicht grundsätzlich am Umsteigeflughafen abholen und erneut aufgeben.
Trotzdem bedeutet jeder Umstieg einen zusätzlichen Transferprozess. Bei Verspätungen kann außerdem der Anschluss gefährdet sein. Noch genauer sollte man bei getrennt gebuchten Tickets hinsehen: Hier kann es tatsächlich notwendig werden, das Gepäck abzuholen und erneut einzuchecken.
Für einen Urlaub an der kroatischen Küste ist ein etwas teurerer Direktflug deshalb häufig die angenehmere Lösung.
Vom Flughafen direkt zur Marina
Für Segler spielt die Lage des Flughafens eine größere Rolle als für klassische Pauschalurlauber. Entlang der kroatischen Adriaküste liegen zahlreiche große und kleine Charterbasen.
Wer eine Yacht mieten in Kroatien möchte, sollte deshalb zunächst prüfen, in welcher Marina das Boot übernommen wird und danach den passenden Flug auswählen.
Für Charterbasen in Istrien ist Pula meist die naheliegende Wahl. Für die Kvarner-Bucht und die Inseln Krk, Cres und Rab kann Rijeka günstiger liegen. Zadar und Split erschließen große Teile Dalmatiens, während Dubrovnik für Ausgangshäfen im äußersten Süden geeignet ist.
Auch die Uhrzeit des Fluges sollte zur Bootsübernahme passen. Charteryachten werden häufig am Nachmittag übernommen. Ein Flug mit genügend zeitlichem Puffer ist deshalb sinnvoller als eine Verbindung, bei der bereits eine kleine Verspätung die Übergabe am selben Tag gefährdet.
Sport- und Segelgepäck vorher prüfen
Wer eigene Tauch-, Segel- oder andere Sportausrüstung mitnimmt, sollte die Bedingungen seiner Fluggesellschaft bereits vor der Buchung prüfen. Einheitliche Regeln gibt es nicht.
Je nach Airline können Sportgeräte als normales Aufgabegepäck gelten oder müssen als Sondergepäck angemeldet und zusätzlich bezahlt werden. Auch Höchstgewicht und zulässige Abmessungen unterscheiden sich.
Gerade bei einer Segelreise ist deshalb ein Vergleich des Gesamtpreises sinnvoll. Ein Flug, der auf den ersten Blick 30 oder 40 Euro günstiger erscheint, kann nach der Buchung von Koffer, zusätzlichem Handgepäck, Sitzplatz und Sportausrüstung am Ende die teurere Verbindung sein.
Titelbild: KI-generiert (Nano Banana 2)
(Hinweis: Der Text wurde KI-unterstützt erstellt und von uns redaktionell geprüft.)
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