Dein Trip nach Südamerika – welche Länder sich für den Einstieg eignen

Der südamerikanische Kontinent vereint einige der weltweit faszinierendsten Reiseziele. Atemberaubende Naturlandschaften, imposante Kulturdenkmäler und pulsierende Metropolen in Ländern wie Peru, Argentinien, Chile oder Kolumbien sorgen für einen unvergesslichen Trip.

Sprachkenntnisse sind für Einsteiger bei einem Trip nach Südamerika das A und O

Auf dem mehr als 17 Mio. Quadratkilometer großen Subkontinenten Südamerika leben mehr als 400 Millionen Menschen. Es ist die Anden-Bergkette, welche eine mehr als 7500 Kilometer lange Verbindung zwischen nördlich und südlich gelegenen Ländern hervorbringt. Während auf der östlichen Seite tropisches Klima mit starken Regenfällen vorherrscht, bestimmen aride Wetterverhältnisse den westlichen Teil. In einzelnen Ländern Südamerikas finden Reisende viele Savannen- und Steppenlandschaften sowie subpolare Verhältnisse vor.

Geschriebene und gesprochene Sprachen sind in weiten Teilen Südamerikas jedoch einheitlicher Natur. Bis auf die portugiesische Sprache, die in Brasilien gesprochen wird, gilt Spanisch in etlichen südamerikanischen Ländern als Amtssprache. Für Reisende in Kolumbien, Peru, Venezuela, Argentinien, Chile oder Ecuador macht es sich bezahlt, anhand einschlägiger Lektionen Spanisch zu lernen. Auch während der Südamerika-Reise greifen die effektiven und ortsunabhängigen Lernmethoden von Sprachexperten wie Babbel. Hiervon profitieren auch Einsteiger auf ihrer ersten Fernreise durch Südamerika. Sie erlernen binnen kurzer Zeit dank einfacher Tagesaufgaben nebst spanischen Grundwortschatz auch die spanische Grammatik.

Argentinien als preiswertes und infrastrukturell gut erschlossenes Reiseziel für Einsteiger

Argentinien, das zweitgrößte Land Südamerikas, ist aus mehreren Gründen ein empfehlenswertes Urlaubsziel für Südamerika-Einsteiger. Einerseits besticht es durch seine schönen Landschaften sowie die naturelle Vielfalt in Feuerland und Patagonien. Gleichzeitig bietet das Land eine vergleichsweise gut erschlossene Infrastruktur. Eine Reise nach Argentinien kommt besonders für folgende Einsteiger-Reisetypen in Betracht:

  • Wer gerne spontan reist und seinen Südamerika-Trip nicht Monate im Voraus planen möchte, ist in Argentinien gut aufgehoben.
  • Wer eine ungewöhnliche, aber doch europäisch geprägte Kultur in Südamerika kennenlernen möchte, sollte ebenfalls nach Argentinien reisen.
  • Für individuelle Reisen, die selbst organisiert werden, eignet sich Argentinien als Reiseziel ohne Einschränkungen.
  • Backpacker, die mit einem voll bepackten Reiserucksack durchs Land fahren, profitieren von der hervorragenden Infrastruktur. Touristenbusse sind in nahezu jeder Ecke des Landes Auch für spontane Übernachtungen ist dank der großen Zahl an Hotels gesorgt.

Zu den Must-Sees im Land gehören kulturelle sowie natürliche Sehenswürdigkeiten. Buenos Aires bietet als belebte Metropole alles für einen aufregenden Städtetrip. Wer in die sehenswerte Stadt reist, kommt an einem energiereichen Mate-Tee mit Einheimischen nicht vorbei. Als Ausgangspunkt für geschichtsträchtige Touren bietet sich hingegen der Hafen von St. Julian an. Hier überwinterte die Flotte von Fernando Magellan 1519 während der ersten Weltumsegelung. Auch der nachfolgende Weltumsegler Francis Drake stationierte am natürlichen Hafen Patagoniens.

Als Highlight für Fotografen und Naturbegeisterte lohnt sich ein Abstecher in den subtropischen, atlantischen Regenwald im Iguazú-Nationalpark. Üppige Vegetationen und artenreiche Fauna schaffen den Lebensraum für zahlreiche Tierarten wie den Brüllaffen, Jaguare oder Ameisenbären. Das eindrucksvollste Naturschauspiel offenbart sich Beobachtern an der Grenze zu Brasilien. Dort befinden sich die 2700 Meter breiten Iguazú-Wasserfälle. Über zahllose Stege und Pfade zugänglich, inspirieren die beeindruckenden Wasserfälle zu kreativen Foto-Aufnahmen oder ruhigen Momenten der Stille. An eine wasserfeste Kamera-Hülle ist in jedem Fall zu denken. Per Boot lassen sich die Iguazú-Wasserfälle ebenfalls erkunden. Da die Strömung an manchen Stellen unstetig und stark ist, kommt solch ein Trip vor allem für Aktivtouristen und Wassersportler infrage.

Chile – Naturparadies voller Wüsten und Gletscher

4275 Kilometer trennen den äußersten Norden Chiles vom südlich gelegenen, sturmumtosten Kap Hoorn. Die landschaftliche Vielfalt  macht eines der längsten Länder der Welt zum idealen Reiseziel für abenteuerlustige Individualreisende. Auf der „Carreta Austral“ schlängeln sich die Reisenden an Fjorden, Gletschern, Vulkanen oder riesigen Waldlandschaften vorbei. Inmitten zahlreicher Attraktionen bleibt die hektische Zivilisation für einen Moment vergessen. Eine faszinierende Schönheit strahlt die im Norden verortete Atacama-Wüste aus. Sie verzeichnet mitunter über mehrere Jahrzehnte keinerlei Regen, wodurch sie den trockensten Regionen der Welt angehört.

Weitere überwältigende Naturvielfalten offenbaren sich Südamerika-Einsteigern im südlichen Teil des Landes. Im chilenischen Teil Patagoniens wechseln sich malerische Fjorde mit mächtigen Gletschern und majestätischen Wasserfällen ab. Zu den sehenswertesten Naturwundern gehören die chilenischen Nationalparks. Beispielsweise der Torres del Paine, der längst als Klassiker für Outdoor- und Trekking-Urlauber gilt. Seinen Namen gaben ihm die riesigen Steintürme, welche sich inmitten der Gletscher und Seen erheben. Ein wunderschönes fotografisches Spielfeld eröffnet die als isolierter und mysteriöser Ort bekannte Osterinsel. Ihre Moai-Statuen – einst als religiöse Andacht zur Ahnenverehrung erbaut – bieten seit Jahrhunderten ein beeindruckendes Bild polynesischer Kultur.

Folgende Einsteiger-Reisetypen sollten Chile unbedingt besuchen:

  • Fotografen, die nach wunderschönen Meeres- und Statuen-Motiven Ausschau halten.
  • Naturbegeisterte, die auch vor trockenen Regionen nicht zurückschrecken.
  • Individualreisende, denen ein spontanes, aber sicheres Reisen wichtig erscheint.
Badeparadies mitten im Nationalpark: Der kolumbianische Tayrona gilt als geheiligtes Land indigener Völker
Badeparadies mitten im Nationalpark: Der kolumbianische Tayrona gilt als geheiligtes Land indigener Völker. / Foto: pixabay / teetasse

Magische Kulturdenkmäler im geheimnisvollen Peru

Im Land der Inkas gilt es für Südamerika-Einsteiger Erstaunliches zu entdecken. Zwar ist und bleibt der Machu Picchu als Inkaszitadelle und UNESCO-Weltkulturerbe das Wahrzeichen des Landes. Doch entwickelt sich der Norden Perus seit einigen Jahren ebenso zum bedeutsamen touristischen Anlaufpunkt. Hier erhalten Südamerika-Einsteiger einen umfassenden Eindruck von der Vielgestaltigkeit Perus. Der weltweit vierthöchste Wasserfall der Welt, Gocta, besticht durch seinen einzigartigen stufenweisen Fluss durch die Naturlandschaft. Das koloniale Erbe Perus wird hingegen in der von Berghängen umgebenden Stadt Cajamarca sichtbar. Wer sich der sagenumwobenen (Prä)Historie nicht entziehen kann, sollte die mysteriösen Wüstenlinien von Nasca erkunden. Um die bis zu 20 Kilometer langen Gebilde ranken sich viele Mythen und Legenden. Während einige an einen Ursprung frühzeitlicher Hochkulturen glauben, vermuten andere außerirdische Einflüsse.

Insgesamt ist Peru für Geschichts- und Kulturinteressierte das ideale Einsteigerland zur Entdeckung der südamerikanischen Naturwunder.

Anden, Kaffee und Karibik in Kolumbien

Schneebedeckte Gipfel, traditionsreiche Kolonialstädte, begrünte Regenwälder: Kolumbien offenbart Einsteigern die gesamte südamerikanische Vielseitigkeit. Im Norden des Landes laden paradiesische Karibikstrände sowie die Kolonialstadt Cartagena zum Verweilen ein. Zentralkolumbien zeichnet sich hingegen als fruchtbares Hochland mit gemäßigteren Temperaturen aus. Der Süden des Landes steht im Zeichen von San Augustin. Zeugnisse der frühzeitlichen Kultur sind die noch heute sichtbaren monolithischen Fels- und Steinskulpturen. Für Abenteurer sollte die rote Tatacoa Wüste, ein nahe dem Äquator verortetes Areal voller massiver, roter Felsformationen, nicht unerwähnt bleiben. Aufgrund des kulturellen und landschaftlichen Facettenreichtums ist Kolumbien für viele Südamerika-Einsteiger das richtige Reiseziel.

  • Aktivurlauber und Surfer verbessern ihr sportliches Können an der karibischen Küste.
  • Kaffee-Liebhaber wandeln in den Anbauregionen Quindío, Risaralda oder Caldas auf Spurensuche der Kaffeebohnen.
  • Natur- und Ökotouristen besuchen die Nationalparks des Landes sowie den sich um Leticia und Puerto Narino erstreckenden Amazonas-Regenwald.

Titelfoto / In unmittelbarer Nähe zu den beeindruckenden Granitbergen ragt der Grey-Gletscher mit seiner 30 Meter hohen Eiswand auf. / Foto: pixabay / ii7017

Auch interessant: