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Aufnahme vom 15. August 2020. An diesem Tag zerbrach die MV Wakashio / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies

Mauritius: Paradies von Ölkatastrophe bedroht

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Aus dem am 25. Juli auf dem Weg von China nach Brasilien vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufenen Massengutfrachter MV Wakashio läuft mittlerweile Öl aus. Der Frachter liegt vor einem Korallenriff in der Nähe von Pointe d’Esny. Auf den Satellitenaufnahmen vom 7. August 2020 ist zu erkennen, dass aus dem Schiff viel Öl austritt. Der Ölteppich treibt nach Nordwesten und an die Küste.

Das aus dem Frachter austretende Öl ist auf diesem Foto vom 7. August 2020 deutlich zu erkennen / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Das aus dem Frachter austretende Öl ist auf diesem Foto vom 7. August 2020 deutlich zu erkennen / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies

Medienberichten zufolge hatte das Schiff 3.894 Tonnen schwefelarmes Heizöl, 207 Tonnen Diesel und 90 Tonnen Schmieröl an Bord.

Mauritius ist für derartigen Krisensituationen nicht aufgestellt. Da der Ort der Havarie in der Nähe von zwei Naturschutzgebieten liegt, fürchtet man, dass dies eine der schlimmsten ökologischen Katastrophen für den kleinen Inselstaat werden könnte.

Mauritius mit seinen 1,3 Millionen Einwohnern ist mit 1,4 Millionen Touristen im Jahr 2019 eine beliebte Urlaubsdestination.

Das Schiff versinkt in den Ozean und es tritt weiter Öl aus. Aufnahme vom 7. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Das Schiff versinkt in den Ozean und es tritt weiter Öl aus. Aufnahme vom 7. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Der WorldView-1-Satellit von Maxar Technologies hat am 8. August 2020 mehrere Bilder des Schiffswracks der MV Wakashio und der Ölpest vor der Südostküste von Mauritius aufgenommen. / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Der WorldView-1-Satellit von Maxar Technologies hat auch am 8. August 2020 mehrere Bilder des Schiffswracks der MV Wakashio und der Ölpest vor der Südostküste von Mauritius aufgenommen. / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Der Ölteppich driftet nach Nordwesten um die Insel Ile Aux Aigrettes und in Richtung Mahebourg. Aufnahme vom 8. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Der Ölteppich driftet nach Nordwesten um die Insel Ile Aux Aigrettes und in Richtung Mahebourg. Aufnahme vom 8. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Mehrere Hilfsschiffe sind in der Nähe des auf Grund gegangenen Schiffes positioniert. Zudem wurden an mehreren Stellen in der Nähe Ölsperrausleger aufgestellt, um den Ölteppich einzudämmen. Aufnahme vom 8. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Mehrere Hilfsschiffe sind in der Nähe des auf Grund gegangenen Schiffes positioniert. Zudem wurden an mehreren Stellen in der Nähe Ölsperrausleger aufgestellt, um den Ölteppich einzudämmen. Aufnahme vom 8. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Schiffsunglück vor der Südostküste von Mauritius. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Schiffsunglück vor der Südostküste von Mauritius. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Öl tritt aus dem Frachter Wakashio aus. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Öl tritt aus dem Frachter Wakashio aus. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Wettkampf gegen die Zeit. Der Frachter Wakashio droht auseinanderzubrechen. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Wettkampf gegen die Zeit. Der Frachter Wakashio droht auseinanderzubrechen. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Oben links gut zu erkennen, der havarierte Frachter Wakashio, aus dem Öl austritt. Aufnahme vom 12. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Oben links gut zu erkennen, der havarierte Frachter Wakashio, aus dem Öl austritt. Aufnahme vom 12. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Ölrückhaltesperren vor Mauritius. Satellitenaufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Ölrückhaltesperren vor Mauritius. Satellitenaufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Barrieren gegen das Öl sind gut zu erkennen / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Barrieren gegen das Öl sind gut zu erkennen / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Blue Bay Marine Park. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Blue Bay Marine Park. Aufnahme vom 12.8.20 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Aufnahme vom 15. August 2020. An diesem Tag zerbrach die MV Wakashio / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Aufnahme vom 15. August 2020. An diesem Tag zerbrach die MV Wakashio / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Am 15. August 2020 ist die MV Wakashio zerbrochen. Aufnahme vom 18. August / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Am 15. August 2020 ist die MV Wakashio zerbrochen. Aufnahme vom 18. August / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Zwei Schlepper ziehen das vordere Teil des zebrochenen Schiffes auf die offene See hinaus, wo es rund 1000 Kilometer von der Küsten entfernt versenkt werden soll. Aufnahme vom 18. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies
Zwei Schlepper ziehen das vordere Teil des zebrochenen Schiffes auf die offene See hinaus, wo es rund 1000 Kilometer von der Küsten entfernt versenkt werden soll. Aufnahme vom 18. August 2020 / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies

Nachtrag, 31.12.21

Der Kapitän des Frachters MW Wakashio und der Erste Offizier sind zu jeweils 20 Monaten Haft verurteilt worden. Der indische Kapitän Sunil Kumar Nandeshwar gab zu, vor dem Unglück aus Anlass einer Geburtstagsfeier etwas getrunken zu haben. Auch der Erste Offizier Hitihanillage Subhoda Janendra gab seine Schuld zu und wurde verurteilt. Der Frachter war nahe der Küste unterwegs, weil die Crew Empfang zum Handy-Netz der Insel wollte.

Titelfoto / Aufnahme vom 15. August 2020. An diesem Tag zerbrach die MV Wakashio / Foto: Satellite image ©2020 Maxar Technologies


Kurzinfo Mauritius

Mauritius liegt im Indischen Ozean, etwa 800 Kilometer östlich von Madagaskar. Die Vulkaninsel ist berühmt für die Herzlichkeit seiner multikulturellen Bevölkerung, für weiße Sandstrände sowie für erstklassige Hotels. Dank des subtropischen und beständig warmen Klimas ist Mauritius ein ganzjähriges Urlaubsziel. Die Insel ist ideal für Wassersportler, Golfer, Wanderer, Kulturliebhaber, Wellness-Gäste, Hochzeitspaare und für Familien.

Direktflüge von Deutschland dauern ungefähr elf Stunden. Während der europäischen Sommerzeit beträgt die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Mauritius lediglich zwei Stunden. Besondere Impfungen sind nicht notwendig. Hauptstadt der repräsentativen Demokratie ist Port Louis. In Mauritius und auf der dazugehörenden Insel Rodrigues wohnen 1,2 Millionen Menschen. Hindus, Muslime und Christen leben in dem Inselstaat friedlich miteinander. Englisch ist die offizielle Amtssprache. Im Alltag wird neben Englisch auch Französisch und Kreolisch gesprochen.

Reisehinweise Mauritius

Mauritius empfängt internationale Reisende wieder seit dem 15. Juli 2021.

Für geimpfte Gäste gilt:

  • Nachweis einer vollständigen Impfung mit den Impfstoffen AstraZeneca (Vaxzevria oder Covishield), Covaxin, Moderna, Pfizer BioNTech, Sinopharm, Sinovac, Sputnik V (einschließlich Kreuzimpfungen) und Einreise frühestens 14 Tage nach der letzten erforderlichen Impfung, oder
  • Nachweis einer Impfung mit dem Janssen Impfstoff und Einreise frühestens 28 Tage nach der Impfung, oder
  • Genesenennachweis und nachfolgende einmalige Impfung mit einem der oben genannten Impfstoffe, Einreise frühestens 14 Tage nach der Impfung.

Für die Einreise sind zusätzlich erforderlich:

  • negativer PCR-Test, der nicht älter sein darf als 72 Stunden.
  • Nachweis einer Auslands-Krankenversicherung, welche COVID-19-Erkrankungen einschließt.
  • Ausgefülltes Nachverfolgungsformular (Passenger Locator Form).
  • Gesundheitserklärung (Health Self-Declaration Form) und
  • Ausgefülltes Gesundheitsformular (Health Laboratory Form), soweit nicht ein Hotelaufenthalt gebucht ist.

Für ungeimpfte Gäste gilt:

  • Für die Einreise nach Mauritius benötigst Du einen negativen PCR-Test, der innerhalb von 72 Stunden vor der Abreise durchgeführt wurde
  • Der Abschluss einer COVID-19-Krankenversicherung ist obligatorisch
  • Du musst einen Quarantäneaufenthalt von 14 Nächten in einem offiziellen Quarantänehotel (siehe unten) buchen, der Mahlzeiten und Transfers beinhaltet
  • Du musst 14 Nächte lang in Deinem Hotelzimmer bleiben, die Mahlzeiten werden Dir aufs Zimmer geliefert
  • Bei Deiner Ankunft (Tag 0), am 7. und am 14. Tag des Aufenthalts wird ein PCR-Test durchgeführt
  • Die Kosten für alle drei PCR-Tests betragen 12.000 Rupien, rund 236€
  • Nach einem negativen PCR-Test am 14. Tag kannst Du die Insel frei erkunden und in eine neue Unterkunft wechseln oder die Heimreise antreten
  • Alle Reisenden müssen vor oder während Ihres Fluges nach Mauritius die obligatorischen Gesundheitsformulare ausfüllen. Um Zeit zu sparen, kannst Du das Formular auch online ausfüllen. Dadurch wird ein PDF erstellt, das Du ausdrucken, unterschreiben und mitnehmen kannst und bei der Ankunft am Flughafen Mauritius den Einwanderungs- und Gesundheitsbehörden übergeben musst.

Nicht geimpfte Gäste müssen in einem dieser drei Hotels übernachten: Gold Beach, Grand Bleu und Le Plaza Guest House.

Quellen: Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA), Auswärtiges Amt

Wichtige Links zu Covid-19

Bitte informiert euch, bevor ihr reist auf den entsprechenden Portalen über die Situation vor Ort und die Bedingungen für die Einreise nach Mauritius und die Rückkehr nach Deutschland. Die wichtigste Quelle sind die Reisehinweise des Auswärtigen Amts über Mauritius.

Aktuelle und detaillierte Zahlen über die Covid-19-Pandemie bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Covid-19-Hinweise für Reisende vom Auswärtigem Amt

Covid-19-Seite von Mauritius mit Tipps und Sicherheitshinweisen (in erster Linie für die eigenen Bürger in französischer Sprache; wer kein Französisch kann, schaut sich am Besten die Webseite im Chrome-Browser an, denn Google übersetzt sie automatisch, falls gewünscht)

Reise-Impfempfehlungen des Auswärtigen Amts

Reiseimpfungen – Hinweise und Empfehlungen der DTG

Vorschlag des Auswärtigen Amts für Haus- und Reiseapotheke in medizinisch schlecht versorgten Ländern

Auslandskrankenversicherungsschutz

Arztsuche der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V.

Infektionsschutzseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Hilfreiche Informationen

Mauritius Tourismus-Webseite

Informationen über Öffnungsschritte und Sehenswürdigkeiten auf Mauritius Now

Rodrigues Tourism

Webcams auf Mauritius

Währung

1 Euro entspricht etwa 51 Mauritius-Rupien (MUR)

Anreise

Mauritius wird von mehreren Airlines angeflogen. Beispielsweise Air France, Lufthansa, Condor und Emirates.

Emirates fliegt seit 15. Juli wieder nach Mauritius

Emirates nahm Juli 2021 seinen Passagierflugbetrieb nach Mauritius mit zwei wöchentlichen Verbindungen wieder auf. Die Airline reagierte damit auf die schrittweise Öffnung des Inselstaats im Indischen Ozean für internationale Touristen. Um der großen Nachfrage zu begegnen, setzte Emirates außerdem ab dem 1. August sein Airbus A380-Flaggschiff auf der Strecke ein.

Die Flüge von Dubai nach Mauritius werden jeweils donnerstags und samstags durchgeführt. Ab dem 15. Juli wird die Strecke vorerst mit Boeing 777-300ER-Jets bedient, bis am 1. August die A380 die Verbindung übernimmt. Flug EK701 startet um 2:35 Uhr in Dubai (DXB) und landet um 9:10 Uhr in Mauritius (MRU). Der Rückflug findet freitags und sonntags statt. Flug EK704 verlässt Mauritius um 23:10 Uhr und kommt am nächsten Tag um 5:45 Uhr am Dubai International Airport an. Alle Zeiten sind Lokalzeiten.

Urlauber aus Deutschland erreichen die Trauminsel mit komfortablen Umsteigezeiten ab Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München und nur einem bequemen Stopp in Dubai.

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