Klimt-Zentrum am Attersee in Österreich eröffnet

Last updated on 8. November 2019

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Nein, es ist keine Kabinettssitzung, obwohl gleich drei Minister, nämlich Finanzministerin Maria Fekter, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Gesundheitsminister Alois Stöger anwesen sind und der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer dazu. Das Wort ergreifen werden sie dennoch – bei der Eröffnung des neuen Gustav Klimt-Zentrum in Kammer am Attersee  am kommenden Samstag, dem 14. Juli 2012, dem 150. Geburtstag des Jugendstilmeisters.

In unmittelbarer Nähe von Schloss Kammer gelegen – einem der bevorzugten Attersee-Motive von Gustav Klimt – wurde ein modernes multifunktionales Gebäude errichtet, das u.a. das Gustav Klimt-Zentrum, das Klimt Cafe und einen Klimt-Shop umfasst. Das Klimt-Zentrum wurde durch einen privaten Investor, das Wirtschaftsministerium (BMWFJ), das Land Oberösterreich und mithilfe privater Sponsoren finanziert. Betreiber des Zentrums ist der Verein “Klimt am Attersee”, die Machbarkeitsstudie und das wissenschaftliche Know-how wurde von Leopold Museum Managing-Director Peter Weinhäupl entwickelt, der die Eröffnungsausstellung gemeinsam mit Sandra Tretter (Dokumentationszentrum Leopold Museum) kuratiert. Das Leopold Museum und zahlreiche private Leihgeber stellen bedeutende Klimt Originale zur Verfügung.

Gustav Klimt verbrachte gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Modeschöpferin Emilie Flöge, die Sommermonate zwischen 1900 und 1916 regelmäßig am Attersee. Inspiriert von der türkis-blauen Farbe des Sees, den umliegenden Wäldern und Bauerngärten entstand der überwiegende Teil von Klimts Landschaftsgemälden am Attersee.

Eine besondere Attraktion der Eröffnungsausstellung des Gustav Klimt-Zentrum ist die Rückkehr von Klimts Meisterwerk “Am Attersee”. Das Gemälde, heute eines der Hauptwerke der Sammlung Leopold, ist nach über 100 Jahren erstmals wieder an seinem Entstehungsort zu sehen. Die erste Ausstellung des Gustav Klimt-Zentrum umfasst auch rund 30 Originalzeichnungen des Künstlers von herausragender Qualität, persönliche Autographen, historische Fotografien und ausgewählte Postkarten der Zeit um 1900.


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“Wir wollen neben der Dauerpräsentation jährlich neue Schwerpunkte setzen und nach Möglichkeit auch weitere Originale in das GKZ bringen” schmiedet Weinhäupl Pläne für die kommenden Jahre. “Wir werden weiter nach Autographen zu Klimt und dem Attersee forschen und die Dokumentation laufend ergänzen. Aus dem GKZ könnte somit langfristig auch eine Anlaufstelle für Klimt-Forscher aus aller Welt werden. Klimts Landschaften hängen heute in den bedeutendsten Museen der Welt wie etwa dem MoMA oder der Neuen Galerie in New York. Von diesen Museen kam immer wieder der Wunsch, dass die Schaffensstätte entsprechend gewürdigt wird und man eine Dokumentation direkt vor Ort am Attersee vorfindet. Das ist uns mit dem Zentrum auf 150 Quadratmetern Ausstellungsfläche mehr als gelungen”, so Weinhäupl.

Neben Blättern aus den wertvollen Klimt-Lichtdruckmappen von 1918 sind auch erstmals exakte Kopien der über acht Meter langen Werkzeichnungen für das berühmte Stocletfries zu sehen, die dank einer Kooperation des Leopold Museum mit dem MAK, dem Wiener Museum für angewandte Kunst, eigens für das Gustav Klimt-Zentrum hergestellt wurden. Klimt hat die Entwürfe zum Stocletfries nachweislich in der Villa Oleander in Kammer am Attersee erarbeitet.

Zur Eröffnung des Gustav Klimt-Zentrum ist ein umfangreiches Programm geplant. Am Samstag, den 14. Juli ab 11 Uhr kann man Klimts Spuren am Attersee folgen, Anekdoten und Wissenswertes über Klimts Leben am Attersee und die Zeit der Sommerfrische erfahren.

Titelfoto / Gustav Klimt, Am Attersee (Detail), 1900, Öl auf Leinwand, Leopold Museum, Wien; Gustav Klimt im Ruderboot, 1909, Fotografie, Privatbesitz (Montage). / Foto: Leopold Museum Wien

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