Kanada: Den Powder gibt es auch in den Alpen, aber nicht so häufig – ein Erfahrungsbericht

Last updated on 29. Juli 2018


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5 Minuten Lesezeit

Mein Freund Fritz liebt die Berge im Allgemeinen und das Skifahren im Besonderen. Früher stand Oberwiesenthal im Erzgebirge sowie das Riesengebirge in Tschechoslowakei und Polen auf seinem Wintersportprogramm. Nach der ersehnten Wende ging es endlich los mit Wintersportzielen in den Alpen. Aber nicht in x-beliebige Orte, denn Fritz überlegt genau, bevor er seine kostbare Urlaubszeit in Wintersporterlebnisse investiert.

Wollen Sie lieber sehen statt lesen, hier ist das Video:

 

Wichtige Kriterien bei der Auswahl der Wintersportziele sind natürlich die Schneesicherheit, also Gebiete in mindesten 1200 Metern Höhe, in denen die meisten Pisten über 2000 Meter liegen sollten. Ebenfalls ins Gewicht fällt, dass die Skigebiete eine gewisse Größe haben sollen – mindestens 40 Kilometer Pistenlänge sind gefragt.

Die Pistenarten finden auch Berücksichtigung: Sind alle Schwierigkeitsgrade vertreten und gleichmäßig verteilt? Liftanlagen und Erreichbarkeit spielen in dem virtuellen Punktesystem von Fritz eine weitere Rolle. Last, but not least, ebenfalls bedeutsam – wie hoch sind die Bierpreise vor Ort?

 

Meist in Mitteleuropa unterwegs

Somit ging es die vergangenen Jahre meist nach Österreich, natürlich auch in die Schweiz, nach Südtirol und Frankreich.

Konkreter:

Österreich: Von West nach Ost – Montafon, Lech/Zürs, St. Anton, Ischgl, Sölden, Gurgl, das ganze Ziller- und Tuxertal, Saalbach, Sportwelt Amadé, Obertauern, Lungau/Katschberg, Sonnenalpe Nassfeld.

Schweiz: Zermatt, Davos, St. Moritz, Flims, Saas-Fee

Italien: Canzei, Livigno Schnalstal

Frankreich: Trois Vallées, Tignes.

Nachdem Fritz in Mitteleuropa bereits auf so ziemlich vielen Pisten herunterwedelte, sollte eine neue Herausforderung her. Freunde und auch Fernsehberichte priesen Kanada mit den Rockies und dem berühmten Powder in höchsten Tönen und farbenprächtigen Bildern.

 

Sunshine Village, Banff National Park. Foto: Travel Alberta

 

Fritz Entdeckergeist war geweckt. Wie ist es mit wirklich dem Powder, merke ich einen Unterschied beim Skifahren im Vergleich zu europäischen Lokationen? Gibt es wirklich keine vereisten oder verharschten Pisten, wie berichtet wird?

 

Auf der Suche nach dem Powder

Außerdem wollte Fritz seinen Traum vom Heliski im Tiefschnee auch mal wahr werden lassen. Und es gibt da noch einen Grund. Die Piste Fritz in Panorama Mountain Village in British Columbia.

Die Westrockies kamen nicht in die engere Wahl, denn bei den Olympischen Winterspielen in Whistler fielen oft Niederschläge um null Grad. Zu riskant, wenn man unbedingt den Powder erfahren will. Folglich standen die Ostrockies im Mittelpunkt der Planung. Möglichst viele attraktive Skigebiete auf „engem“ Raum (sofern man in Kanada von Enge sprechen kann), gut erreichbar mit dem Auto: Banff in Alberta mit den Skigebieten Norquay, Sunshine Village und Lake Louise und in British Columbia die Orte Panorama (mit Heliski) und Golden mit dem Skigebiet Kicking Horse. Da sollte es hingehen.

 

The Rimrock Resort Hotel, Banff National Park. Foto: The Rimrock Resort Hotel

 

Alles selbst zu recherchieren und zu buchen, erschien zu aufwändig. Ein Reiseanbieter musste her, der fast so eine Reise, wie Fritz sie machen wollte, im Angebot hat und diese mit geringem Aufwand an seine Wünsche anpassen kann. Bei der Wahl des richtigen Reiseveranstalters ergaben sich weitere Gesichtspunkte. Ist der Anbieter Spezialist für Wintersportreisen nach Nordamerika? Ist in seinem Angebot mein Zielgebiet enthalten? Wie ist die Beratung? Welchen Service bietet er zusätzlich an? Und natürlich: Was kostet der Wintersportspaß? Das Resultat einiger Internet-Recherchen führte auf den Spezial-Reiseveranstalter Stumböck.

Jetzt ging es – fast könnte man sagen, generalstabsmäßig – an die konkrete Planung. Das Ziel: Ein Maximum an Zeit auf den Brettern verbringen zu können. Das Ergebnis: Neun Tage Skifahren in fünf Skigebieten. Vier Übernachtungen in Banff mit Vier-Tageskipass für drei Skigebiete. Am letzten Skitag ging es weiter. Es folgten drei Übernachtungen in Panorama mit einem Skigebiet direkt vor Ort und Drei-Tageskipass. In Panorama stand an einem Tag der Heliski-Traum auf dem Programm. Am letzten Morgen in Panorama ging es weiter nach Golden mit einem Skigebiet, etwa 10 Kilometer entfernt, und zwei Übernachtungen mit Zwei-Tageskipass.

 

Auf diesem Kamm ist der Hubschrauber gelandet. Foto: Fritz

 

Beachtliche Preisdifferenz

Die Kosten? Das Reisepaket kostete 2533 Euro mit Flüge Berlin-Frankfurt-Calgary und zurück. Im diesem Preis enthalten waren Mietwagen für elf Tage, zehn Übernachtungen mit Frühstück, Leihski für 10 Tage, Skipässe für neun Tage. Zum Vergleich: Fritz letzter Urlaub im Lungau/Österreich mit sieben Tagen Halbpension und Skipass für sechs Tage kostete einschließlich Anreise rund 650 Euro.

Die Preisdifferenz ist schon beachtlich, resümiert Fritz, dennoch es war ein großes Erlebnis und er hat die Reise nicht bereut. In allen Skigebieten gab es ein ausgewogenes Verhältnis an Schwierigkeitsgraden der Pisten. Und Pisten die schwarz gekennzeichnet sind, sind auch tatsächlich schwarze Pisten, was in den Alpen oftmals nicht der Fall ist. Weiterhin positiv zu bewerten, es gibt direkt neben den gepflegten Pisten Buckelpisten. Dort könne man sich austoben, und danach einfach wieder zurück auf die gepflegte Piste fahren.

 

Und so sieht die Abfahrt aus. Foto: Fritz

 

Was ist wirklich vom legendären Powder zu halten? Den findet man auch in den Alpen, sagt Fritz. Aber es gab bei seinem Besuch in Kanada keine verharschten und keine vereisten Pisten.

Die Wartedauer an den Liften ist ähnlich der in den Alpen, jedoch von den Liften gehen ziemlich viele Pisten ab, die mehr oder weniger leer sind. Es gibt bei der Abfahrt jede Menge Platz.

Es gibt viel Gutes zu berichten aus Kanada, aber nicht unbedingt über die Qualität der Lifte. Sie bewegt sich auf dem Niveau zwischen Österreich (Top) und der Schweiz (weniger gut). Viele Lifte mit drei oder vier Sitzplätzen sind ohne Fußstützen und daher gewöhnungsbedürftig. Hin und wieder gab es auch Teller- und Schlepplifte aus einer vergangenen Welt.

Die Hüttendichte ist nicht so groß wie in den Alpen, seufz, und Bier gibt es meist nur aus der Büchse, selten aus dem Fass.

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Das Bier kam selten aus dem Fass. Foto: Fritz

 

Nicht nur die Heliski-Tour bei strahlend blauer Himmel, Sonne pur, kaum Wind machte alles wett. Der Skiausflug in Nordamerika war ein tolles Erlebnis, hat großen Spaß gemacht.

Und Fritz fuhr auf Fritz, der Schwarzen Piste in Panorama – Sie waren ein Herz und eine Seele, haben zueinander gefunden.

Ingo Paszkowsky

Titelfoto / Sunshine Village, Banff National Park. / Foto: Travel Alberta
Reiseberichte.com

Wichtiger Hinweis

!!! Bitte beachte die Covid-19-Bestimmungen und -Einschränkungen deines Reiselandes bzw. deiner Reiseregion. Viele Einrichtungen könnten geschlossen sein. Und vor jeder Auslandsreise die Reisehinweise des Auswärtigen Amts checken !!!

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