Der Bayern-Park in Reisbach feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen. Ich habe den Jubiläumstag genutzt, um den Freizeitpark genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie viel Spaß macht ein Besuch?
Mein Fazit vorweg: Der Bayern-Park eignet sich sehr gut für einen Familienausflug. Es gibt Fahrgeschäfte für unterschiedliche Altersgruppen, viele schattige Bereiche und einige Attraktionen, die ordentlich Adrenalin liefern. Allerdings sollte man auch an einem nicht übermäßig voll wirkenden Tag Zeit und Geduld mitbringen.
Mein größtes Highlight: der Voltrum
Besonders beeindruckt hat mich der 109 Meter hohe Freifallturm Voltrum. Schon die langsame Fahrt nach oben ist spannend, denn mit jedem Meter wird der Blick über den Park weiter. Von oben kann man fast das gesamte Gelände überblicken.

Viel Zeit zum Genießen bleibt allerdings nicht. Nach einem kurzen Moment in der Höhe geht es im freien Fall nach unten. Die Fahrt ist extrem – für mich war sie das absolute Adrenalin-Highlight des Tages. Wer schnelle Höhenfahrten mag und keine Angst vor dem freien Fall hat, sollte den Voltrum unbedingt ausprobieren.

Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir der Freischütz. Die Katapultachterbahn beschleunigt sehr schnell und verbindet Loopings mit engen Kurven. Die Fahrt ist zwar vergleichsweise kurz, dafür aber intensiv. Für Achterbahnfans gehört sie meiner Meinung nach zu den Attraktionen, die man im Bayern-Park nicht auslassen sollte.

FirleFranz für die ganze Familie
Etwas weniger extrem, aber trotzdem abwechslungsreich ist die Familienachterbahn FirleFranz. Sie eignet sich auch für jüngere Besucher, sofern sie die vorgeschriebene Mindestgröße erreichen.
Das Besondere ist der Wechsel der Fahrtrichtung. Der Zug fährt nicht nur vorwärts, sondern legt Teile der Strecke auch rückwärts zurück. Dadurch wirkt die Fahrt überraschender, als man zunächst vermuten würde. Für Familien mit Kindern ist FirleFranz eine gute Mischung aus Achterbahnspaß und überschaubarem Nervenkitzel.
Bei der Twinbob-Rodelbahn musste ich ungefähr 20 Minuten warten. Die eigentliche Abfahrt dauerte dagegen nur wenige Minuten. Das Verhältnis von Wartezeit und Fahrtdauer war damit nicht besonders günstig. Trotzdem hat die Fahrt Spaß gemacht.
Abkühlung auf den Wasserbahnen

An einem warmen Sommertag sind die Wasserattraktionen besonders beliebt. Sehr gut gefallen hat mir die Wildwasserbahn mit ihren Baumstammbooten. Die Abfahrten sorgen nicht nur für Geschwindigkeit, sondern auch für eine ordentliche Erfrischung. Je nach Sitzplatz und Wasserstand kann man dabei ziemlich nass werden.

Das Wildwasser-Rafting führt mit runden Booten durch eine aufwendig gestaltete Felsen- und Bergwerkslandschaft. Optisch ist dieser Bereich sehr gelungen. Holzhütten, Fässer, Leitern und weitere Requisiten schaffen eine passende Kulisse.

Allerdings musste ich hier etwa 45 Minuten warten. Für die Länge der anschließenden Fahrt empfand ich das als zu viel. Gerade bei den Wasserattraktionen können sich an heißen Tagen längere Schlangen bilden. Wer sie ausprobieren möchte, sollte deshalb möglichst früh kommen oder auf eine ruhigere Tageszeit warten.
Der Park selbst empfiehlt die Wasserbahnen und den großen Wasserspielplatz als Abkühlung während der Sommerferien. Außerdem bieten die Grünanlagen und der alte Baumbestand viele schattige Bereiche.

Die Wartezeiten schwanken stark
Die Wartezeiten waren während meines Besuchs sehr unterschiedlich. Zwischen etwa 12 und 14 Uhr konnte ich mehrere Attraktionen fast ohne Wartezeit nutzen. Zu anderen Zeiten bildeten sich deutlich längere Schlangen.
Beim Fahrgeschäft Duell der Adler musste ich in einem engen und nicht klimatisierten Raum warten. Gerade bei sommerlichen Temperaturen war das unangenehm. An einigen Stellen könnten meiner Meinung nach mehr Sonnenschutz und besser belüftete Wartebereiche helfen.
Das bedeutet aber nicht, dass man den größten Teil des Tages nur in Schlangen verbringt. Wer flexibel ist, die Reihenfolge der Attraktionen anpasst und stark besuchte Fahrgeschäfte später noch einmal ansteuert, kann viele Wartezeiten umgehen.

Eine Pause im Grünen
Angenehm fand ich, dass der Bayern-Park nicht nur aus Fahrgeschäften besteht. Wer nach Achterbahnen und Freifallturm etwas Ruhe braucht, kann durch die grüneren Bereiche und den bewaldeten Teil des Parks spazieren.
Die zahlreichen Bäume spenden Schatten und machen den Aufenthalt an heißen Tagen angenehmer. Hier merkt man noch, dass der Freizeitpark aus einem Wildpark hervorgegangen ist. Zwischen den Attraktionen gibt es immer wieder ruhigere Wege und Plätze, an denen man eine Pause einlegen kann.

Dadurch eignet sich der Park auch für Familien, in denen nicht jeder ständig Achterbahn fahren möchte. Während ein Teil der Familie die größeren Fahrgeschäfte ausprobiert, können andere Besucher Tiere ansehen, Spielplätze nutzen oder durch das Gelände schlendern.
Kinderschminken mit viel Liebe zum Detail
Zum Sommerprogramm gehört auch das Kinderschminken. Das Personal war sehr freundlich und nahm sich Zeit für die Gestaltung. Das Ergebnis war farbenfroh, detailreich und passte perfekt zu einem Tag im Freizeitpark.

Während der Sommerferien gibt es zusätzlich wechselnde Shows und Aktionen. Maskottchen Franz-Xaver begrüßt morgens die Gäste. Angeboten werden unter anderem eine Kinderdisco, eine tierische Entdeckungstour, Zaubershows und weitere Bühnenprogramme. Ende August wird die Zaubershow durch eine Kinder-Jubiläumsshow abgelöst.
Am 8. und 9. August findet außerdem das Sternenkrieger- und Fantasytreffen statt. Geplant sind unter anderem eine Parade, Lichtschwertshows und Begegnungen mit Figuren aus Film- und Fantasiewelten. Ein Teil des Veranstaltungserlöses unterstützt soziale Einrichtungen aus der Region.

Mein Fazit zum Bayern-Park
Insgesamt habe ich den Bayern-Park als sehr familienfreundlich erlebt. Die Mischung aus großen Achterbahnen, Kinderfahrgeschäften, Wasserattraktionen, Shows und ruhigen Bereichen sorgt dafür, dass unterschiedliche Altersgruppen etwas Passendes finden.
Meine persönlichen Höhepunkte waren der Freifallturm Voltrum, die Achterbahn Freischütz und die Wildwasserbahn. FirleFranz ist eine gute Empfehlung für Familien, die gemeinsam Achterbahn fahren möchten.
Weniger gut gefallen haben mir manche langen Wartezeiten sowie die teilweise warmen und engen Wartebereiche. Auch zusätzlicher Sonnenschutz wäre an einigen Stellen sinnvoll. Deshalb gehören für mich Sonnencreme, Getränke und etwas Geduld unbedingt in das Ausflugsgepäck.
Trotz dieser Kritikpunkte hat der Besuch viel Spaß gemacht. Wer seinen Rundgang geschickt plant und bei den Wartezeiten flexibel bleibt, kann im Bayern-Park einen abwechslungsreichen Sommertag verbringen.
Ronja Donath / IP
Titelbild / Ein Baumstammboot fährt die steile Rinne der Wildwasserbahn hinunter – im Auffangbecken wird gleich eine große Wasserfontäne aufsteigen. Bild: Ronja Donath
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Service-Informationen

Anreise zum Bayern-Park
Wer meinen Ausflug nachmachen möchte, sollte die Anreise gut planen. Der Bayern-Park liegt etwas außerhalb von Reisbach in Niederbayern. Mit dem Auto ist er am einfachsten erreichbar. Aus Richtung München oder Landshut führt die Strecke über die A92 bis zur Ausfahrt Dingolfing-Ost und anschließend weiter in Richtung Reisbach. Am Park stehen rund 4.000 kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Die Adresse für das Navigationsgerät lautet Fellbach 1, 94419 Reisbach.
Mit Bahn und Rufbus
Auch ohne eigenes Auto ist die Anreise möglich, allerdings nicht ganz unkompliziert. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Dingolfing und Landau an der Isar, jeweils ungefähr 20 Kilometer vom Park entfernt. Einen regulären Shuttlebus zwischen den Bahnhöfen und dem Bayern-Park gibt es nicht. Als Anschluss bietet sich neben einem Taxi vor allem der Rufbus LanDi an.
Der LanDi fährt vom Bahnhof Dingolfing oder Landau bis zum Bayern-Park, muss jedoch vorher per App oder telefonisch reserviert werden. Die Buchung sollte spätestens am Vortag erfolgen. Mit einem Deutschlandticket kostet die Fahrt laut Bayern-Park zusätzlich einen Euro. Der Rufbus ist montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr sowie samstags, sonntags und feiertags von 8 bis 21 Uhr unterwegs. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte die Zugverbindung und den Rufbus unbedingt als zusammenhängende Reisekette planen und auch die Rückfahrt rechtzeitig reservieren.

Übernachten in der Umgebung
Direkt im Bayern-Park gibt es weder ein Freizeitparkhotel noch Ferienhäuser. Der Park arbeitet jedoch mit mehreren Hotels, Gasthöfen und Ferienapartments in der Umgebung zusammen. Teilweise werden auch Übernachtungspakete angeboten, bei denen der Parkeintritt enthalten ist.
Besonders nah liegt der Schlappinger Hof im Ortszentrum von Reisbach, rund sechs Kilometer beziehungsweise etwa sieben Autominuten vom Park entfernt. Ebenfalls in Reisbach befindet sich die Landgasthof-Pension Zum Späth, die etwa neun Kilometer entfernt liegt. Eine ähnliche Entfernung hat das Landgasthof-Hotel Baumgartner in Marklkofen. Für Familien oder kleine Gruppen kommen außerdem die Ferienapartments des Hotels Nebauer in Frontenhausen infrage; sie bieten Platz für zwei bis vier Personen und liegen rund elf Kilometer vom Bayern-Park entfernt.
Eine eher einfache Alternative besteht für Besucher mit Wohnmobil, Wohnwagen oder Zelt: Der Bayern-Park erlaubt die kostenlose Übernachtung auf seinem Parkplatz. Dort stehen allerdings weder Toiletten noch Strom- oder Wasseranschlüsse zur Verfügung. Für einen längeren Aufenthalt ist ein Hotel oder eine Pension daher deutlich komfortabler.

Eintrittspreise und Verpflegung im Bayern-Park
Die Eintrittspreise sind im Bayern-Park nicht nach dem Alter, sondern überwiegend nach der Körpergröße gestaffelt. In der Saison 2026 zahlen Besucher ab 1,40 Meter 39 Euro, für Kinder und andere Besucher zwischen 1,00 und 1,40 Meter werden 34 Euro fällig. Kinder unter einem Meter haben freien Eintritt. Senioren ab 60 Jahren, Schwangere mit Mutterpass und Gäste mit Schwerbehindertenausweis zahlen jeweils 31,50 Euro. Ein Zweitagesticket für zwei aufeinanderfolgende Tage kostet ab einer Körpergröße von einem Meter 59 Euro.
Sind die Fahrgeschäfte inklusive?
Die regulären Fahrattraktionen sind im Eintritt enthalten und dürfen während des Besuchs mehrfach genutzt werden. Für Achterbahnen wie Freischütz und FirleFranz, den Freifallturm Voltrum sowie die Wildwasserbahnen ist also kein zusätzliches Ticket erforderlich. Als Sonderentgelt nennt der Park lediglich 50 Cent für die Elektro-Motorräder. Gastronomie, Souvenirs und andere Zusatzangebote sind nicht Bestandteil des Eintrittspreises.
Welche Ermäßigungen gibt es?
Geburtstagskinder jeden Alters erhalten am Geburtstag freien Eintritt. Ist der Bayern-Park an diesem Tag geschlossen, gilt das Angebot am nächsten Öffnungstag. Ein Ausweis muss an der Kasse vorgezeigt werden. Für Gäste mit einem Schwerbehindertenausweis und den Merkzeichen B oder H hat zudem eine Begleitperson freien Eintritt.
Weitere Vergünstigungen gibt es unter anderem für angemeldete Gruppen ab 20 zahlenden Personen; der Eintritt kostet dann 30,50 Euro pro Person. Außerdem gibt es weitere Ermäßigungen. Für häufige Besucher gibt es Saisonkarten ab 95 beziehungsweise 108 Euro, abhängig von der Körpergröße.
Essen und Trinken im Park
Im Bayern-Park verteilen sich mehrere Restaurants, Biergärten, Imbisse und Kioske über das Gelände. Das Angebot reicht von Schnitzel, Bratwürsten und Fischgerichten über Burger, Pizza, Pasta und Flammkuchen bis zu Salaten sowie vegetarischen, veganen, glutenfreien und teilweise halal angebotenen Speisen. Im SB-Restaurant Hofstadl gibt es außerdem wechselnde bayerische Mittagsgerichte. Für Kinder werden unter anderem kleine Schnitzel, Chicken Crossies, Fischstäbchen oder Kinderpizza mit Pommes, Getränk und einer Überraschung angeboten.












