5. Mai ist Weltlachtag – der Lachende Hans lacht (hoffentlich) mit

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Am 5. Mai, wird zum 21. Mal international der Weltlachtag gefeiert. Da lacht hoffentlich auch der Lachende Hans im Weltvogelpark Walsrode mit. Der korrekte Name des Lachenden Hans ist Jägerliest (Dacelo novaeguineae). Er ist ein Vogel aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). In Australien wird er Kookaburra genannt. Die Australier lieben ihn, nicht nur wegen seines Gelächters, sondern weil er neben Insekten allerhand Getier, auch giftige Schlangen vertilgt.

Mit seinem kräftigen, zehn Zentimeter langen Schnabel erbeutet er im Sturzflug Insekten, Krabben Frösche, kleine Säugetiere und Reptilien. Größere Beutetiere packt er mit seinem kräftigen Schnabel und lässt sie dann aus großer Höhe mehrmals auf den Boden fallen, um sie zu betäuben.

Sein Lachen nutzt der Lachende Hans während der Balzzeit zur Festigung der Paarbindung und als Revierverteidigung. „Sein Ruf startet er eher leise und baut es dann zu einem lauten, fast hysterisch klingenden Lachen auf“, erklärt Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks.

Hören Sie hier den Lachenden Hans.

Im Gegensatz zu anderen Eisvogelarten ist der Lachende Hans sehr gesellig und lebt in kleinen Familienverbänden zusammen. „Da kann es schon mal vorkommen, dass sich die einzelnen Vögel gegenseitig zum Rufen animieren. Hier im Weltvogelpark haben wir ein Pärchen, das immer zusammen „lacht“, um ihre Paarbindung zu festigen und ihr Territorium zu verteidigen“, so Ehrhardt.

Lachender Hans im Vogelpark Walsrode. Foto: WVP
Lachender Hans im Vogelpark Walsrode. Foto: WVP

Dacelo novaeguineae wird bis zu 50 Zentimeter groß und kann bis zu 25 Jahre alt werden.

Der Lachende Hans hat auch etwas von einer diebischen Elster an sich. Der ein oder andere Camper hat schon mal die Erfahrung gemacht, dass ein vorwitziger Jägerliest das Essen während einer Mahlzeit am Campingtisch klaut.

Der Lachende Hans hat es nicht alleine auf das Essen der Camper in Australien abgesehen. In den australischen Nationalparks scheinen es die Tiere zu “wissen”, dass ihnen von den Menschen keine Gefahr droht. Und so kann es leicht passieren, das Kängurus von Frühstück oder Abendbrot etwas abhaben wollen. Ein Tipp von mir: Kängurus und Wallabys (die kleineren Kängurus) lieben Knäckebrot. Wenn es so richtig knackt, schauen sie überrascht und verzückt.

Dieses Wallaby probiert das erste Mal in seinem Leben vorsichtig ein Knäckebrot. Und es schmeckt ihm. Foto: Ingo Paszkowsky
Dieses Wallaby probiert das erste Mal in seinem Leben vorsichtig ein Knäckebrot. Und es schmeckt ihm. Foto: Ingo Paszkowsky

Greifvögel holen sich bei Gelegenheit gerne ein „ungesichertes“ Steak vom Tisch. Warane stehlen sogar manchmal Steaks vom heißen Grill und verteidigen ihre „Beute“ durch Schläge mit ihrem Schwanz.

Titelfoto / Sein Lachen nutzt der Lachende Hans während der Balzzeit zur Festigung der Paarbindung und als Revierverteidigung. / Foto: WVP

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Auch bei der Flugshow in Walsrode macht der Lachende Hans mit. Foto: WVP
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