Ruanda: Gorilla-Babys erhalten ihre Namen bei traditioneller Namenszeremonie

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Am 5. September erhalten 24 Berggorilla-Babys beim traditionellen Kwita Izina ihren Namen. Diese Namenszeremonie ist eine lokale, jahrhundertealte Tradition der Ruander ihren Neugeborenen bei einem Fest Namen zu geben. Der Brauch wurde zum Schutz der Berggorillas für eine gemeinsame Koexistenz mit den Menschen vor einigen Jahren auch für den Nachwuchs der bedrohten Tierart eingeführt. Diese und andere Schutzmaßnahmen sind offensichtlich von Erfolg gekrönt, denn über einen Zeitraum von sieben Jahren, von 2003 bis 2010, stieg die Gorilla-Population um 26,3 Prozent.

Das Rwanda Development Board ist Gastgeber der mittlerweile 11. Gorilla-„Taufe“ am Fuße der Virunga Mountains. Die wachsende Gorilla-Population ließ auch die Touristenzahlen steigen. Dieses Jahr findet zudem eine Zählung der Gorilla-Population im Virunga-Massiv statt. Das Rwanda Development Board rechnet im Zuge seiner Schutzbemühungen mit einer weiteren Zunahme der Population.

Neu bei der diesjährigen Zeremonie ist die Verleihung der Kwita Izina Awards. Mit ihnen werden lokale Naturschützer für ihre Beiträge für Naturschutz und Tourismus ausgezeichnet.

Auf einer Art Expo sollen zudem lokale Produkte verkauft werden, aber auch touristische Dienstleister ihre Services anbieten können.

 

Grafik: Rwanda Tourism
Grafik: Rwanda Tourism

 

In der Woche vor der Veranstaltung gibt es eine Reihe von Aktivitäten zur Förderung des Naturschutzes:

– 28. und 29. August, Inka Z’URwanda: Diese kulturelle Veranstaltung findet in der Eastern Providence statt und hebt auf die Bedeutung der Kühe in ruandischen Tradition ab. Es gibt Workshops, Erzeugerprodukte werden präsentiert, außerdem gibt es natürlich Kühe zu sehen und Hirten werden mit Awards ausgezeichnet.

– 1. und 2. September, Conversation on Conservation: Die Zielgruppe dieses Forums sind politische Entscheidungsträger, Naturschützer, Philanthropen, Mitglieder der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und weiterer Interessengruppen. Die Veranstaltung bietet eine Plattform zum Networking und Gedankenaustausch über die Zukunft des Artenschutzes in Ruanda.

– 2. September, Start eines Community-Projekts: Während der elften Kwita Izina wird eines der Gemeinschaftsprojekte gestartet, die durch die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr finanziert werden. Dabei handelt es sich um eine Bibliothek, die mit Unterstützung der Dianne Fossey Foundation errichtet wurde, die die Öffentlichkeit über Umweltschutz und verantwortungsvollen Tourismus informiert.

– 4. September, Community Igitaramo: Die bekannte Community-Party (Igitaramo) am Abend vor der Haupt-Taufe wartet mit traditionellen Tänzen, dem Erzählen von Geschichten und kulturellen Darbietungen auf.

Die breite Öffentlichkeit erfuhr erstmals über die bedrohten Berggorillas durch die Arbei der Primatenforscherin Dian Fossey, die ihr mutiges Eintreten für den Schutz der Gorillas mit dem Leebn bezahlen musste. Ihr Einsatz für die Gorillas wurde unter dem Titel Gorillas im Nebel mit Sigourney Weaver in der Hauptrolle verfilmt.

Weitere Informationen über Kwita Izina und andere Aktivitäten in Ruanda: http://www.rwandatourism.com

Titelfoto / Bereits zum elften mal werden den Gorilla-Babys in einer Zeremonie Namen gegeben. / Credit: Sarel Kromer