Das Leben als digitaler Nomade klingt für viele nach dem großen Traum. Heute im Café auf Bali, ein paar Wochen später im Co-Working-Space in Lissabon. Klingt spannend, ist aber auch nicht ganz ohne Tücken. Wenn man ständig in der Weltgeschichte unterwegs ist, landet man früher oder später in fremden WLAN-Netzen, die zu einem Problem werden können. Viele davon sind nämlich unverschlüsselt. Wer in so einem Netz surft, kann relativ leicht mitgelesen werden, inklusive Passwörter und Nachrichten an Teamkollegen. Darum gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst, um das Risiko so klein wie möglich zu halten.
Die richtige Vorbereitung für mobiles Arbeiten
Wenn du öfter auf Reisen ist und von unterwegs arbeitest, solltest du dir deine Tools gut aussuchen. Ein guter Laptop und eine SIM-Karte fürs Ausland sind die erste Voraussetzung. Eine sichere Kommunikation ist aber mindestens genauso wichtig. Niemanden, der zufällig im gleichen Netzwerk wie du sitzt, gehen deine Kundendaten, Verträge oder privaten Nachrichten etwas an. Bei der Email Adresse solltest du deshalb eine Adresse mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wählen, die dir jede Menge Ärger ersparen kann.
Zusätzlich hilft ein VPN, damit der Datenverkehr verschlüsselt und der eigene Standort versteckt wird. Das ist auch praktisch, wenn du Inhalte sehen willst, die im aktuellen Aufenthaltsland eigentlich gesperrt sind, wie zum Beispiel Fernsehsender oder Mediatheken. Auf Reisen ist das ein großer Vorteil.
Praktische Tipps für die Datensicherheit auf Reisen
Bei Dingen wie Online-Banking, Projekt-Tools und dem eigenen Postfach läuft eigentlich nichts mehr ohne die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Sollte dann tatsächlich doch einmal das Passwort gestohlen werden, hilft das allein nicht weiter, weil noch ein zweiter Code fehlt. Falls du kein VPN zur Hand hast, ist es oft besser, den eigenen Hotspot vom Handy zu nutzen als ein fremdes WLAN. Das kostet dann zwar ein wenig Datenvolumen, ist aber auf jeden Fall sicherer. Auch Backups solltest du dir angewöhnen. Sie können auf einer externen Festplatte oder auf einem Cloud-Speicher gemacht werden. Falls dann mal der Laptop kaputt oder verloren geht, hast du immer noch Zugriff auf deine Daten.
Organisation im Reisegepäck
Beim Gepäck solltest du darauf achten, nicht allzu viel Kabelsalat oder schwere Zusatzgeräte mitzunehmen. Es gibt auch spezielle Rucksäcke für Laptop und Co., die den Sicherheitscheck am Flughafen etwas einfacher machen, weil alles griffbereit ist. Wer öfter fliegt und bereits seine Erfahrungen mit Verspätungen oder vergessenem Gepäck gemacht hat, weiß, wie ärgerlich diese verlorene Zeit ist. In solchen Fällen rettet ein gut gepacktes Handgepäck mit den wichtigsten Arbeitssachen zur Hand den ganzen Tag, auch wenn der Rest des Gepäcks noch am anderen Flughafen steht.
Die Auswahl des lokalen Arbeitsplatzes
Nicht jedes Café taugt zum Arbeiten. Ein brauchbarer Arbeitsplatz braucht vor allem eine stabile Internetverbindung. Diese und andere Details kannst du oft schon mit einem kurzen Blick in die Bewertungen ausfindig machen, bevor du mit deinem Laptop dort ankommst.
Co-Working-Spaces sind meist die beste Wahl, weil sie eine ordentliche Infrastruktur bieten und du nebenbei auch andere Reisende und Working Nomads kennenlernen kannst. Und neue Kontakte sind schließlich immer interessant und wichtig, vor allem, wenn du als Weltenbummler prinzipiell allein auf dich gestellt bist.
Titelbild / Mobiles Arbeiten mit Meerblick: Eine Reisende nutzt Laptop und Smartphone direkt am Strand. / Foto: Anastasiia Nelen/Unsplash












