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TUI-Förderprojekt: „Lebensnester für Haiti“ wachsen weiter

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Hannover – „Piti, Piti, wazo fe nich li“ – nach und nach baut der Vogel sein Nest. Das kreolische Sprichwort steht als Metapher für das TUI Hilfsprojekt „Lebensnester für Haiti“, das nach dem verheerenden Erdbeben im Jahre 2010 konzernübergreifend ins Leben gerufen wurde.
Prof. Harald Zeiss, Leiter des Nachhaltigkeitsmanagements bei TUI Deutschland, erläutert: „Auch fast drei Jahre nach der Katastrophe sind die Bedingungen am Projekt-Standort Gressier alles andere als einfach. Doch der auf  fünf Jahre angelegte Plan macht mit Hilfe unseres engagierten Partners der Salesianer Don Boscos beharrlich weitere Fortschritte.“

„Lebensnester für Haiti“ – Projektziele und ihre Fortschritte:

– Bildungsnest: Nachdem im Januar 2012 der Bau des Gebäudes mit einer Grund- und Sekundarschule in Gressier abgeschlossen wurde, fehlt es hier noch an der Befestigung und Entwässerung des Schulhofes. Dieser kann während der Regenzeit meist tagelang nicht genutzt werden. Um den derzeit 440 Schülern adäquate Pausenbeschäftigungen zu bieten, soll der Schotterplatz entwässert, gepflastert und begrünt sowie mit Spielgeräten und Basketballplätzen ausgestattet werden.

Unabhängig davon steht ein weiteres Projekt in diesem „Nest“ an: Die Einrichtung einer Vorschule für 35 Kinder zwischen drei und fünf Jahren sowie die kindgerechte Gestaltung des Außengeländes. Der Besuch der Vorschule ist kostenlos. Außerdem bekommen die Kinder analog zur Schuluniform einheitliche Vorschulkleidung und täglich ein Mittagessen. „Das Konzept der frühkindlichen Förderung für Kleinkinder ist in Haiti so gut wie nicht existent. Ziel der Vorschule ist es unter anderem, dass die Kinder beim Schulstart ein einheitliches Lern- und Entwicklungsniveau haben“, erklärt Claudia Ebinger, Projektverantwortliche bei Don Bosco Mondo e.V., der das Projekt von Deutschland aus verantwortlich koordiniert.

– Naturnest / Ruhenest: Im „Naturnest“ werden seit Projektbeginn Nutzpflanzen wie Bananen, Paprika und Salat zur Selbstversorgung biologisch angebaut, die unter anderem auch zur Schulspeisung dienen. Im „Ruhenest“ neben dem Schulgebäude wohnen derzeit 62 Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern bei dem Erdbeben verloren haben, oder deren Familien in weiter Entfernung leben. Durch den Tropensturm „Isaak“ im August 2012 wurde ein Teil der Umgebungsmauer des gesamten Salesianer-Grundstücks eingerissen. „So können Eindringlinge die landwirtschaftlichen Flächen plündern und es besteht ein permanentes Sicherheitsrisiko für die im ‚Ruhenest’ lebenden Kinder“, erzählt Ebinger. Mit dem Wiederaufbau der Mauer inklusive Fundament und Stahlsäulen wird aktuell begonnen, damit der Schaden schnellstmöglich behoben ist.


– Kulturnest: Zur Wahrung der haitianischen Kultur wurde im Rahmen des Projektes eine Schulband gegründet. Mittlerweile zweimal in der Woche übt ein Musiklehrer mit den Jugendlichen ab zwölf Jahren, die bereits große Fortschritte im Spielen der verschiedenen Instrumente wie Trompete, Klarinette oder Saxophon gemacht haben. Seit diesem Schuljahr wird zum ersten Mal Musik als Unterrichtsfach in der Grund- und Sekundarschule angeboten. Hier werden die theoretischen Grundlagen vermittelt, die sehr hilfreich für das Erlernen der Instrumente sind.

Bereits kurz nach dem Erdbeben im Jahr 2010 habe TUI insgesamt eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt. An dem konzernübergreifenden Hilfsprogramm, das von der Nachhaltigkeitsinitiative Futouris e.V. gemanagt wird, beteiligen sich die TUI AG, TUI Deutschland, TUI Suisse sowie TUI Österreich. Partner des Hilfsprojekts sind die Salesianer Don Boscos, die weltweit Not leidende Kinder und Jugendliche im Bereich der schulischen und beruflichen Ausbildung fördern und schon seit 75 Jahren in Haiti aktiv sind. Koordiniert wird die Hilfe von Deutschland aus von „Don Bosco Mondo e.V.“ mit Sitz in Bonn.

Haiti ist ein auf der Insel Hispaniola in den Großen Antillen gelegener Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibikinsel, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Taíno, der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet „bergiges Land“. Die heutigen etwa 9 Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince. Haiti war nach der französischen Kolonialzeit der reichste Staat Lateinamerikas, zählt jetzt jedoch zu den am wenigsten entwickelten Ländern. Zur schwachen Wirtschaft kommt eine instabile politische Lage mit zahlreichen Unruhen, weshalb im letzten Jahrzehnt über drei Millionen Haitianer ausgewandert sind.  IP

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