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Tourismus-Ziel für Bergwanderer in Tadschikistan: Das Fan-Gebirge mit seinen Sieben Seen / Foto: Ronald Keusch

Tadschikistan: Alte Kulturen und schneebedeckte Hochgebirgszüge

11 Minuten Lesezeit

In dem zweiten Teil des Berichts über seine Reise durch Zentralasien erzählt Ronald von den Sehenswürdigkeiten Tadschikistans. Lies auch seinen Erlebnisbericht über Usbekistan.

Das Naturwunder der sieben Seen

Die Landschaft von Tadschikistan empfängt im Kontrast zu usbekischen Steppen und Wüsten seine Besucher mit schroffen Berglandschaften und grünen Tälern. Unweit der usbekisch-tadshikischen Grenze liegt das Fan-Gebirge mit seinen berühmten Sieben Seen. Es erreicht zwar nicht die Höhen des Pamir, aber mit seinen über 5000 Meter hohen Gebirgszügen wird die Bergwelt Europas mühelos übertroffen. Auf der Fahrt wird man von dem sich durch die Berge schlängelnden Fluss Magjandarija begleitet, einzelne Häuser und kleine Dörfer schmiegen sich an die Berghänge. Hin und wieder stehen am schmalen Flussufer Gerätschaft und Hütten der Gold- und Silberschürfer, meist chinesische Unternehmen, die den Reichtum der Bergwelt industriell abbauen. Und dann tauchen auf Berg-Plateaus auf unterschiedlichen Ebenen die einzelnen Seen auf. Eines ihrer Markenzeichen in dieser atemberaubenden Bergkulisse sind ihre unterschiedlichen Farben, die von türkis und grün, glasklar bis dunkelblau reichen. Unterschiedliche Mineralien im Wasser sorgen für diese Farbspiele. Und bei Windstille und herrlich blauem Himmel kommen die Fotografen voll auf ihre Kosten, denn die Seen bieten ein perfektes Spiegelbild der umliegenden Berge.

Im Fann-Gebirge / Foto: Ronald Keusch
Im Fan-Gebirge / Foto: Ronald Keusch

Der majestätische Iskanderkul-See

Ein weiterer Glanzpunkt der bezaubernden Seen- und Bergwelt Tadschikistans ist der Iskanderkul-See. Er liegt auf einer Höhe von 2225 Metern und ist über 70 Meter tief. Er gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen für Einheimische wie auch Touristen und ist ein Wanderparadies. Wörtlich übersetzt heißt Iskanderkul „See von Alexander dem Großen“, und nach einer Legende soll Alexander hier in einer Schlacht sein Lieblingspferd verloren haben, welches heute noch bei Vollmond aus dem See steigt, um am Ufer zu grasen. Allerdings ist es wohl historisch nicht belegt, dass er jemals hier war. Das Blau des Sees steht im Kontrast zu den umliegenden zerklüfteten rötlichen Bergen und selbst bei etwas diesigem Wetter wirkt er majestätisch. Bei einer Wanderung entlang eines Flusses zu einem Wasserfall erlebt man noch einmal die ganze Schönheit des Bild-Ensembles von Bergen und klarem schäumendem Wasser.

Wanderparadies Iskanderkul-See / Foto: Ronald Keusch
Wanderparadies Iskanderkul-See / Foto: Ronald Keusch

Tee vom Pamir und Konfekt aus Moskau

Bei Fahrten über Land malen die bunten Märkte und Basare zusätzliche Farbtupfer. Allein die unglaubliche Vielfalt an Teesorten und für viele Europäer unbekannte Gewürze sind Exotik pur. Tee aus der Pamir-Region, Gewürzpyramiden in ganz kräftigen Farben und sogar russisch geprägte Spezial-Läden, die eine unermessliche Vielfalt an Moskauer Konfekt mit dunkler Schokolade anbieten. Bei aller Schwere des Händler-Daseins behält auch hier die Grund-Freundlichkeit und Herzlichkeit gegenüber den Besuchern immer die Oberhand.

Plov - das Nationalgericht der Usbeken und Tadschiken / Foto: Ronald Keusch
Plov – das Nationalgericht der Usbeken und Tadschiken / Foto: Ronald Keusch

Und schließlich in den Unterkünften auf dem Land, den Guest Houses, wird der Tourist von der Gastfamilie wie ein Freund aufgenommen. In der Familie sind scheinbar alle vom Schüler bis zum Großvater bei der Bewirtung der Gäste eingespannt. Auch hier wie in vielen Restaurants in Usbekistan und Tadschikistan wird zum Abendessen reichlich aufgetafelt. Immer gehört ein Plov dazu, das Nationalgericht der Usbeken und Tadschiken – ein Reisgericht, traditionell mit Hammelfleisch zubereitet. Gefolgt von jeder Menge weiterem Fleisch vom Lamm, Rind und Huhn, dazu das unverzichtbare Fladenbrot und Rohkost-Salate. Für Vegetarier bietet sich hier eher eine Fastenzeit an.

Guest-House Saritag in den Bergen Tadschikistans / Foto: Ronald Keusch
Guest-House Saritag in den Bergen Tadschikistans / Foto: Ronald Keusch

In die Geschichte der Sogdians und der Samaniden eintauchen

Wer sich auf die Fahrt durch Tadschikistan begibt, dem wird nicht allein eine grandiose Bergkulisse geboten. So kann sich der Besucher in dem historisch spannenden Umland des Ortes Penjikent im Rudaki-Museum auf Spurensuche begeben. Das Museum erzählt die Geschichte der alten pre-islamischen Hochkultur der Sogdians, die in dem Gebiet der heutigen Länder Usbekistan, Tadschikistan, Kasachstan und Kirgisien lebten und eine bedeutende Rolle als Zwischenhändler auf den Handelsrouten der Seidenstraße spielten. Das Wege- und Handelsnetz der Seidenstraße wurde schon in der Antike genutzt, um Seide, Gewürze, Glas, Pelze, Gold und Edelsteine zwischen West und Ost zu transportieren. Nach der Herrschaft der Araber wurde sie im 13. Jahrhundert von den Mongolen wiederbelebt und auch Marco Polo überquerte auf ihr das Pamir-Gebirge in Richtung China und beschrieb Landschaft und Kultur in seinen berühmten Reiseberichten.

Im Rudaki-Museum in Penjikent / Foto: Ronald Keusch
Im Rudaki-Museum in Penjikent / Foto: Ronald Keusch

Das Museum enthält eine umfangreiche Sammlung von Fundstücken, die bei Ausgrabungen sowohl im alten Penjikent als auch in der antiken Siedlung Sarazm, etwa 15 Kilometer westlich von Penjikent, gefunden wurden. Sarazm hatte seine Blütezeit im 4. und 3. Jahrtausend v.Chr.(!). Aus dieser Zeit stammen steinzeitliche Werkzeuge, bronzene Grabbeigaben, Schmuck und Keramiken.

Neben dem Museum haben Archäologen damit begonnen, die Ruinen des antiken Penjikent auszugraben, das vor über 2500 Jahren gegründet wurden und im 8. Jahrhundert von arabischen Eroberern zerstört wurde. In ihrer Blütezeit sollen zwischen fünf- und zehntausend Menschen in der Stadt gelebt haben. Fachleute wagen den Vergleich und bezeichnen die Grundmauern dieser antiken Stadt als „Pompei von Zentral-Asien“. Das antike Penjikent wurde vor allem dank der Wandmalereien aus dem 5. bis 7. Jahrhundert weltweit bekannt. Die Wandmalereien wurden von sowjetischen Archäologen im Königspalast, in zwei Tempeln und in Dutzenden von Häusern der wohlhabenden Bürger der Stadt entdeckt und sorgfältig restauriert. Auf den Wandmalereien sind Jagdszenen, Festmahle, Schlachten, Traditionen und Bräuche des sogdischen Volkes zu sehen. Weitere Wandmalerei aus dieser Zeit ist in Dushanbe und in St. Petersburg in der Eremitage ausgestellt. Die weiteren Ausgrabungen werden auch durch Finanzen (160.000 US-Dollar) von der US-amerikanischen Botschaft in Tadschikistan unterstützt. Nur Bruchteile der Kosten von neuen Waffensystemen könnten die Ausgrabungen schnell zum Abschluss bringen.

Denkmäler erzählen Geschichte in Dushanbe

In der Hauptstadt Tadschikistans Dushanbe erzählen auf Spaziergängen die aufgestellten Denkmäler ihre spannenden Geschichten. Im Zentrum von Dushanbe liegt der Dusti-Platz, übersetzt Freundschafts-Platz. Unübersehbar ist das 13 Meter hohe Somoni-Denkmal, das vor einem über 40 Meter hohen Bogen steht und die Hauptsymbole des tadshikischen Staates trägt: Eine goldene Krone und ein mit sieben Sternen geschmücktes Zepter. Ismoil Somoni, der in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts lebte, ist der Begründer des mittelalterlichen Staates der Dynastie der Samaniden.

Somoni-Denkmal in Dushanbe / Foto: Ronald Keusch
Somoni-Denkmal in Dushanbe / Foto: Ronald Keusch

Ursprünglich stand an dieser Stelle ein bronzener Lenin, der im September 1991 vom Sockel gestürzt wurde. An seiner Stelle wurde eine Statue von Abulqosim Firdavsi aufgestellt, dem persischen National-Dichter des 10. Jahrhunderts, und der Platz wurde in Ozodi-Platz oder Freiheits-Platz umbenannt. Nach neun Jahren eines blutigen Bürgerkriegs und Tadschikistans Streben nach einer deutlicheren nationalen Identität sollte dann schließlich Ismoil Somoni hier seinen Ehrenplatz erhalten.

Das Somoni-Denkmal wurde 1999 zur Feier des 1000-jährigen Bestehens des Samanidenstaates eingeweiht und der Platz selbst noch einmal umbenannt in Freundschafts-Platz. Das Firdavsi-Denkmal zog um in den neugestalteten Firdavsi-Park im Südwesten Dushanbes. Somoni steht nunmehr hoch und stolz für die Unabhängigkeit von Tadschikistan und ist damit eine ähnliche Identifikationsfigur für die Tadshiken wie Amir Timur für die Usbeken.

Prunk und Glanz im Nafruz-Palace / Foto: Ronald Keusch
Prunk und Glanz im Nafruz-Palace / Foto: Ronald Keusch

Glanz und Prunk im Nafruz Palace

Es wird als das größte Teehaus in der Stadt bezeichnet – das „Nafruz-Palace“, ein riesiger Gebäudekomplex mit einem künstlichen See, Bowling-Bahnen, Kinos und diversen Restaurants. Allerdings klappert da nicht allein Teegeschirr oder werden Plätzchen-Teller serviert. Im zweiten größeren Gebäudeteil, der für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, steht die ganz große Politik auf dem Programm. Für unsere kleine Reisegruppe mit Tourismusmanagern wird eine Ausnahme gemacht. Hier in diesen luxuriösen Sälen und Räumen empfängt Präsident Emomali Rahmon die erstrangigen Spitzenpolitiker beispielsweise der Shanghai-Gruppe, der die Länder China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Russland, Usbekistan und Tadschikistan angehören, also Xi Jinping aus Beijing und Wladimir Putin aus Moskau sind mit von der Partie. Die Räume und Säle mit ihren Decken und Wänden und dem Inventar an Tischen und Sesseln sind prunkvoll geschmückt. Das beste und teuerste Material war gerade gut genug für die akribisch arbeitenden Kunsthandwerker, die aus ganz Asien herbeigeholt wurden. Da stellt sich schon die Frage, inwieweit ein solcher Aufwand gerechtfertigt ist, um eine Kulisse für Verhandlungen selbst für politische Führer großer Länder zu schaffen. Zumindest sollen hier künftig auch einmal Hochzeiten stattfinden und Hochzeitspaare Einlass finden. Dann werden hier die ultimativ schönsten Hochzeitsfotos geschossen.

Dushanbe ist eine grüne Stadt

Für den Besucher wie auch für ihre Einwohner breitet Dushanbe freundlich die Arme aus, mit vielem Grün der Parks und den breiten Alleen, besonders in der Innenstadt. Die Silhouette vom Hisor-Gebirge schimmert in der Ferne und bildet eine imposante Kulisse. Sie macht auch hier in der Hauptstadt einmal mehr deutlich: Das Territorium von Tadschikistan ist zu mehr als 90 Prozent von Bergen bedeckt. Auch das Lebenselixier Wasser fehlt nicht mit vielen Springbrunnen und der Lebensader von Dushanbe, dem Fluss Varzob, um den sich weitläufige Grünanlagen drängeln.

Im Rudaki-Park mit dem Denkmal des National-Dichters Rudaki / Foto: Ronald Keusch
Im Rudaki-Park mit dem Denkmal des National-Dichters Rudaki / Foto: Ronald Keusch

Gleich neben dem Somoni-Denkmal liegt der Rudaki-Garten mit dem eindrucksvollen Rudaki-Denkmal. Der Dichter und Übersetzer Rudaki lebte am Hofe eines Samaniden-Herrschers, die Verehrung gilt einem tadschikischen Nationaldichter.

Unbedingt sehenswert ist auch der Botanische Garten der Stadt, den der Besucher auch vom Rudaki-Prospekt, dem zentralen Boulevard der Stadt erreicht. Er wurde vor rund 90 Jahren auf 30 Hektar angelegt und gehörte zu den ältesten botanischen Gärten der früheren Sowjetunion. Lange Zeit stand er unter der Verwaltung der Akademie der Wissenschaften. Heute wurde der Garten in einen Volkspark zur Freizeit und Erholung umgewandelt und untersteht direkt der Präsidialverwaltung. Neben vielen verschiedenen Pflanzenarten und einem Rosengarten gibt es zahlreiche Kinderspielplätze, viele Pavillons und weite Rasenflächen unter schattigen Bäumen, die von Großfamilien mit Decken und Picknickkörben belegt werden. Die Gründer des Botanischen Gartens würden sich sicherlich über diese Nutzung auch freuen.

An- und Abreise und reisen vor Ort

Rundreise durch Usbekistan und Tadshikistan Taschkent – Buchara – Khayat (Kyzylkum) – Samarkand – Penjikent – Dushanbe

Anreise und Abreise mit Turkish Airlines via Istanbul; Hinreise: 16.5.22 mit TK 1722 um 11:10 Uhr ab Berlin, Weiterflug mit TK 370 um 18:40 Uhr ab Istanbul, Ankunft 01:05 Uhr in Taschkent (17.5.22); Rückreise: 30.5.22 mit TK 255 um 05:25 Uhr ab Dushanbe, Weiterflug mit TK 1725 um 11:59 Uhr ab Istanbul, Ankunft 13:40 Uhr in Berlin. Von Taschkent nach Buchara mit dem Hochgeschwindigkeitszug Afrosiab, um 08:30 Uhr ab Taschkent, Ankunft 12:19 Uhr in Buchara. Ansonsten erfolgte die Reise mit einem Kleinbus.

Der Zeitunterschied zwischen Berlin und Usbekistan/ Tadshikistan beträgt 3 Stunden, die reine Flugzeit 7,5 bis 8 Stunden

Zum Reisebericht von Ronald über Usbekistan

Text und Fotos: Ronald Keusch

Titelfoto / Tourismus-Ziel für Bergwanderer in Tadschikistan: Das Fan-Gebirge mit seinen Sieben Seen / Foto: Ronald Keusch

Transparenzhinweis

Die Reise wurde organisiert und durchgeführt von der französischen Organisation ACTED und dem usbekischen Reiseverband APTA. Finanziert wurde sie vom Projekt der europäischen Union „Silk Road CBT Initiative: Connecting Central Asian Community-Based Tourism and European Markets“ im Rahmen des Programms „Central Asia Invest V“.

Länderinfos Tadschikistan

Das tadschikische Volk geriet in den 1860er und 1870er Jahren unter russischer imperialer Herrschaft. 1929 erklärte die UdSSR Tadschikistan zu einer eigenen Republik. Tadschikistan wurde 1991 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unabhängig und ist eine Präsidiale Republik mit Zweikammer-Parlament.

Flagge Tadschikistans

Seit 1994 ist Emomali Rahmon der Präsident der Republik Tadschikistan. Er trägt den Titel „Führer der Nation“. Am 11. Oktober 2020 wurde er für eine fünfte Amtszeit mit 90,92 % der Stimmen wiedergewählt. Nach OSZE-ODIHR-Angaben verfehlen die Wahlen demokratische Standards deutlich.

Die Republik Tadschikistan ist ein rund 145.000 Quadratkilometer großer Binnenstaat in Zentralasien mit 9,1 Millionen Einwohnern. Der mittelasiatische Staat grenzt im Norden an Kirgisistan, im Osten an China, im Süden an Afghanistan und im Westen an Usbekistan.

Hauptstadt und mit rund 780.000 Einwohnern größte Stadt ist Duschanbe. Weitere wichtige Städte des islamisch geprägten und autoritär regierten Landes sind Chudschand, Kulob und Qurghonteppa. Das Land ist in drei Verwaltungsregionen (Oblaste) eingeteilt: Sughd mit Hauptstadt Chudschand, Gorno-Badachschan/Chorog, Khatlon/Bokhtar, die wiederum unterteilt sind in Rayons, während das Republikanische Gebiet Duschanbe direkt von der Zentralregierung verwaltet wird.

Tadschikistan / Quelle: CIA Factbook

Einreise für deutsche Staatsangehörige

Die Bestimmungen zur Einreise können sich mit der Pandemielage häufig ändern. Die Einreise ist, unabhängig vom Impfstatus, nur mit einem negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) möglich. Bei Einreise am Flughafen kann ein zusätzlicher PCR-Test durch die örtlichen Behörden durchgeführt werden. Nach Aussagen des Auswärtigen Amts wurde vereinzelt bei der Einreise ein Impfnachweis gefordert (gelber Impfpass, nicht digitales Impfzertifikat).

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise einen Reisepass oder vorläufigen Reisepass, der zum Zeitpunkt der Reise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. Für Aufenthalte von maximal 60 Tagen, mit einmaliger Ein- und Ausreise, ist online ein kostenpflichtiges elektronisches Visum, e-Visa, zu beantragen. Das E-Visum wird per E-Mail versandt und muss ausgedruckt während der Reise mitgeführt werden.

Deutsche Staatsangehörige können für eine Dauer von bis zu 30 Tagen visumsfrei einreisen.

Ausreise und Transit

Für die Ausreise ist ein negativer COVID-19-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Der Flughafen in Duschanbe ist geöffnet, das Flugangebot ist jedoch weiterhin reduziert. Die Landgrenzen zu China und Afghanistan sind weiterhin für den Personenverkehr geschlossen.

Reise-Fakten

Telefonländervorwahl: 992

Lokales Notruftelefon: 3

Impfungen: RKI-Empfehlungen

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/14/Tabelle.html

Terrain: Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland, mehr als zwei Drittel der Fläche sind Hochgebirge. Fast die Hälfte des Staatsgebietes liegt auf einer Höhe von 3000 Metern und höher. Der Osten des Landes wird vom Pamir-Gebirge und dem größten Teil des Pamir-Hochlandes geprägt. Dort befindet sich auch der höchste Berg des Landes, der 7495 Meter hohe Pik Ismoil Somoni. Im Norden des Landes erstreckt sich die Gebirgskette des Alai. Südlich der Serafschankette liegt im Westen das Fan-Gebirge.

Klima: Mittlerer Breitengrad kontinental, heiße Sommer, milde Winter; semiarid bis polar im Pamirgebirge

Natürliche Ressourcen: Wasserkraft, etwas Erdöl, Uran, Quecksilber, Braunkohle, Blei, Zink, Antimon, Wolfram, Silber, Gold

Währungscode: Tadschikischer Somoni (TJS)

Strom/Spannung/Steckertyp(en): 220 V / 50 Hz / Steckertyp(en): C, F

Hauptsprachen: Tadschikisch, Usbekisch, Kirgisisch, Russisch

Ethnische Gruppen: Tadschiken 84,3 % (einschließlich Pamiri und Yagnobi), Usbeken 13,8 %, andere 2 % (einschließlich Kirgisen, Russen, Turkmenen, Tataren, Araber) (2014 geschätzt)

Große Religionen: Muslime 98 % (Sunniten 95 %, Schiiten 3 %), andere 2 %

Rechtliche Besonderheiten: Das tadschikische Strafrecht sieht erhebliche Freiheitsstrafen für Rauschgiftdelikte vor. Das Strafmaß kann im Falle einer Verurteilung bis zu 20 Jahre betragen.

LGBTIQ: Es gibt kein gesetzliches Verbot der Homosexualität, sie ist aber gesellschaftlich weitgehend nicht anerkannt. Vor allem auf dem Lande muss deshalb mit Schwierigkeiten gerechnet werden, wenn man von der Bevölkerung für homosexuell gehalten wird.

Zeitunterschied: UTC+5. Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Tadschikistan beträgt während der Sommerzeit 3 Stunden und während der Winterzeit 4 Stunden.

Trinkwasser: Entscheide Dich für abgefülltes Mineralwasser

Internationaler Führerschein: Erforderlich. Es herrscht Rechtsverkehr.

Wichtige touristische Ziele: Duschanbe; Pamir-Autobahn; Wandern im Jisev-Tal; Iskanderkul-See; Murhab; Bulunkul & Yashilkul Seen Trekking

Hauptsport: Baseball, Fußball, Basketball, Golf, Softball

Das ist anders: Verwende Deine linke Hand am besten nicht für den Austausch von Geld, Geschenken, Händeschütteln oder das Überreichen von Essen. Der Gebrauch der linken Hand gilt als unrein.

Trinkgeld geben? Es ist üblich, Hotel-Mitarbeitern Trinkgeld zu geben. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Was kommt als Andenken in Frage? geschnitzte Gegenstände; handgewebte Teppiche; Artikel aus Brokatstoffen; goldbestickte Rumol-Gürtel, Toki-Kallapush-Schädelkappen; getrocknete Aprikosen

Covid 19

Die Einreise ist, unabhängig vom Impfstatus, nur mit einem negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) möglich.

Anschrift Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Duschanbe

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Postadresse
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, I.-Somoni-Str. 59/1, 734064 Duschanbe, Tadschikistan

Telefon: +992 43 377 30 00

Fax: +992 43 377 30 80, +992 43 377 30 81

Vertretungen Tadschikistans in Deutschland

Botschaft der Republik Tadschikistan

Perleberger Straße 43, 10559 Berlin

Telefon: +49 30 347 93 00

Fax: +49 30 347 930 29

E-Mail: info@botschaft-tadschikistan.de

Webseite: https://mfa.tj/de/berlin

Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr

Konsularischer Amtsbezirk: Bundesgebiet

Honorarkonsulat der Republik Tadschikistan

Telefon: +49 40 280 069 64

Fax: +49 40 280 069 65

E-Mail: info@honorarkonsulat-tj-hh.de

Website: http://www.honorarkonsulat-tj-hh.de/

Postadresse: Villa Schöne Aussicht, Karlstraße 1a, 22085 Hamburg

Öffnungszeiten: Di. und Do. 11 – 14 Uhr

Amtsbezirk / Konsularbezirk: Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein

Wichtige Links

Infos des Auswärtigen Amts zu Tadschikistan

Deutschen Staats­ange­höri­gen wird empfohlen, sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslands­aufenthalts in die Krisen­vor­sorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts einzutragen.

Beim Human Development Index kommt Tadschikistan auf Platz 125 von 189

Im World Happiness Report nimmt Tadschikistan Platz 71 von 153 ein (Stand 2020)

In dem Demokratieindex von Freedom House erhält Tadschikistan 8 von möglichen 100 Punkten. Zum Vergleich: Deutschland erhält 94 von 100 Punkten.

Beim Demokratieindex von The Economist wird Tadschikistan als autoritäres Regime eingestuft und erhält Platz 157 von 167. Zum Vergleich: Deutschland steht auf 15.

In der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen für 2022 wird Tadschikistan auf Platz 152 von 180 gelistet.

Webseite des Außenministeriums der Republik Tadschikistan (in englischer Sprache)

Quellen: Auswärtes Amt Reisehinweise, CIA Factbook, eigene Recherchen

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