Römische Legionen marschieren wieder

Windisch – Mittelalterfeste, Ritterturniere, Workshops über das Leben unserer Vorfahren – Historisches in Aktion hat Hochkonjunktur. Im Schweizer Kanton Aargau beschäftigt man sich aber schon seit langem intensiv mit römischen Legionen. Nun wird die gefürchtete Armee Roms wieder lebendig. Am 28. und 29. Juli 2012 marschieren römische Legionen in Vindonissa ein und wollen ihre Kampfkunst beweisen.

Im archäologischen Experiment demonstrieren in einem Marschlager vier römische Legionen, die legendären Legionen der römischen Kaiser, und eine Truppe Alamannen ihre Ausrüstung. Als Höhepunkt beweisen die Legionäre ihre Kampfkunst in einer kommentierten Schlacht gegen „echte“ Germanen, welche einst die meist gefürchteten Gegner Roms waren! Für das Publikum gibt es neben Vorstellungen und Führungen auch die Möglichkeit, die römische Kampfweise selbst auszuprobieren. Schauplatz ist der Legionärspfad in Windisch.

Zur Zeit von Vindonissa stand das Römische Reich auf dem Gipfel seiner Macht. Die römische Armee galt als unbesiegbar. Was war ihr Erfolgsgeheimnis? Entscheidende Faktoren waren die Bewaffnung und die Kampftechnik der Legionäre, die bestmöglich auf die potentiellen Gegner abgestimmt wurden. Im Laufe der Jahrhunderte bewies die Römische Armee immer wieder grosse Flexibilität, wenn sie sich gegen neue Feinde kampftechnisch wappnen musste.

Das allgemein bekannte Bild des römischen Legionärs stimmt nur für einen begrenzten Zeitabschnitt in der Geschichte der römischen Armee. Die Ausrüstung der Soldaten Roms hat sich über die Jahrhunderte hinweg stark verändert. Im zweitägigen Heerlager treten römische Reenactment-Gruppen aus Österreich und Deutschland auf und zeigen mit kommentierten Vorführungen wie sich die römische Armee über 400 Jahren, vom 2. Jahrhundert vor bis ins 2. Jahrhundert nach Christus verändert hat. Nebst den römischen Soldaten ist auch eine Gruppe von Germanen (Alamannen) anwesend, die einen der meist gefürchteten Gegner Roms im Kampf  darstellten.

 

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